Polizei : Newsletter Nr. 113, November 2008                                                                                             Verantwortlich: Prof. Dr. Thomas Feltes, Bochum
 1)   Erste Ergebnisse der Langzeitstudie zur Jugendkriminalität in Duisburg veröffentlicht
 2)   Erfahrene Polizisten greifen seltener zu Zwangsmaßnahmen
 3)   Neue Website für die Bereiche Polizei-Management und –Forschung
 4)   Der Einfluss des Verbrauchervertrauens auf Raub- und Eigentumsdelikte
 5)   Gewalt und Freundschaft: Wann es nützlich ist, gewalttätig zu sein
 6)   PrisonPortal – Das Wissensportal für den Strafvollzug
 7)   Schreckt Gefängnis doch ab?
 8)   Geographische Hilfen bei der polizeilichen Verkehrsüberwachung
 9)   Männliche und weibliche Studierende als Opfer sexueller Belästigungen an Universitäten
10)  Erfolgsfaktoren von Einsätzen gegen Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung
11)  Warum sind englische Jugendliche gewalttätiger als Schwedische?
12)  Podknast – Berichte aus dem Jugendarrest
13)  Faktoren für den Verlauf krimineller Karrieren
14)  Nationale Opferbefragungen in Schottland und Schweden veröffentlicht
15)  Symposium "Polizeiwissenschaft - Polizeiforschung - Polizeipraxis"
16)  Buchbesprechungen/Onlinedokumente
 
1) Erste Ergebnisse der Langzeitstudie zur Jugendkriminalität in Duisburg veröffentlicht
Die Ergebnisse einer Langzeituntersuchung der Universitäten Münster und Bielefeld unter 3.400 Duisburger Kindern und Jugendlichen bestätigen kriminologische Thesen zur Jugendkriminalität und bringen gleichzeitig neue Erkenntnisse hervor. So wird erneut deutlich, dass die Kriminalität junger Menschen nur einen episodenhaften Charakter hat und eher das Ausprobieren von Grenzen als den Einstieg in eine kriminelle Karriere darstellt. Bemerkenswert ist dabei, dass in der untersuchten Stichprobe ein Kriminalitätsrückgang bereits im Alter von 15 Jahren und damit früher als bislang angenommen einsetzte. Zudem konnte abermals die für Präventionsbemühungen und Kriminalpolitik wichtige Erkenntnis aufgezeigt worden, dass delinquentes Verhalten im Jugendalter eine Frage der sozialen, und nicht der nationalen Herkunft ist. Quelle: Pressemitteilung der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster vom 11.09.2008, „Vieles regelt sich von selbst“: http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rektorat/upm.php?rubrik=Alle&neu=0&monat=200809&nummer=10262. (Danke an RM)
 
 
2) Erfahrene Polizisten greifen seltener zu Zwangsmaßnahmen
US-Forscher untersuchten, wie sich eine universitäre Ausbildung und ein hohes Maß an praktischer Erfahrung auf die Anwendung von Zwangsmaßnahmen auswirken. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Beamte mit einer universitären Ausbildung beim Kontakt mit der Bevölkerung seltener Zwangsmaßnahmen anwenden als ihre Kollegen ohne höhere Ausbildung. Jedoch wenden nur diejenigen, die eine 4jährige universitäre Ausbildung durchlaufen haben, auch seltener physischen Zwang an. Übertroffen werden diese positiven Ergebnisse noch von Beamten mit einem großen Erfahrungsschatz: Sie greifen sowohl seltener zu verbalen als auch zu körperlichen Zwangsmaßnahmen. Quelle: Paoline, E. A., Terrill, W. (2007), Police Education, Experience, and the Use of Force, in: Criminal Justice and Behaviour, 34 (02), 176-196. http://cjb.sagepub.com/cgi/content/abstract/34/2/179
 
 
3) Neue Website für die Bereiche Polizei-Management und –Forschung
Die Betreiber der Website www.leoprd.org haben sich zum Ziel gesetzt, vorhandenes Wissen aus den Bereichen Polizeiforschung und –management zu sammeln und interessierten Personen zur Verfügung zu stellen. Ein Diskussionsforum soll dabei den Dialog verschiedener Akteure fördern. Während die Beiträge im Forum noch recht spärlich fließen, hält der virtuelle „Reading Room“ bereits eine Vielzahl kostenloser pdf-Dokumente zum Download bereit. Auch wenn sich die Informationen primär an US-Polizeibehörden richten, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Publikationen. Anleitungen zum „Aufbau und Organisation neuer Polizeistationen“ oder zur „Planung und Gestaltung von Evaluationsvorhaben“ überzeugen nämlich durch ihren polizeiorientierten Anwendungs- und Praxisbezug. The Law Enforcement Organization of Planning and Research Directors (LEOPRD), http://www.leoprd.org.
 
 
4) Der Einfluss des Verbrauchervertrauens auf Raub- und Eigentumsdelikte
Die Frage nach dem Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf die Kriminalitätsrate beschäftigt die Kriminologie seit langem. Einer dieser wirtschaftlichen Faktoren wird gebildet durch die Konsumgewohnheiten und den wirtschaftlichen Optimismus der Verbraucher, gemessen durch den Verbrauchervertrauens-Index. US-Forscher haben nun einen Zusammenhang zwischen diesem Index und der Höhe der Raub- und Eigentumsdelikte festgestellt. Insbesondere in den 1990er Jahren hat demnach ein starkes Verbrauchervertrauen zum Rückgang der Raub- und Eigentumsdelikte beigetragen hat. Auch für die Jahre 2004 und 2005 lassen sich Zusammenhänge zwischen dem Verbrauchervertrauen und der Anzahl der verübten Raub- und Eigentumsdelikte herstellen. Quelle: Rosenfeld, Richard, Fornango, Robert (2007), The Impact of Economic Conditions on Robbery and Property Crime: The Role of Consumer Sentiment, in: Criminology 45 (4), 735-769. http://www.ingentaconnect.com/content/bsc/crim/2007/00000045/00000004/art00001
 
 
5) Gewalt und Freundschaft: Wann es nützlich ist, gewalttätig zu sein
Gewalttätiges Verhalten von Schülern wirkt sich grundsätzlich negativ auf die Akzeptanz unter Gleichaltrigen aus. Dies zeigt eine Studie unter US-amerikanischen Schülern. Dabei betonen die Forscher die unterschiedlichen Ergebnisse für männliche und weibliche Schüler. Männliche Jugendliche, die in der Schule schlecht abschneiden, konnten nämlich durch Gewalt die Anzahl der Freundschaften steigern. Bei weiblichen gewalttätigen Jugendlichen sinkt jedoch auch dann die Anzahl der Freundschaften, wenn sie schlecht in der Schule sind. Schülerinnen finden nur dann mehr Anerkennung im Freundeskreis, wenn das allgemeine Gewaltniveau an ihrer Schule hoch ist. Quelle: Kreager, Derek A. (2007), When it's Good to be “Bad”: Violence and Adolescent Peer Acceptance, in: Criminology 45 (4), 893ff. http://www.ingentaconnect.com/content/bsc/crim/2007/00000045/00000004/art00006
 
 
6) PrisonPortal – Das Wissensportal für den Strafvollzug
Ziel ist die Unterstützung der Mitarbeitenden im Strafvollzug bei der Erstellung von und der Suche nach vollzugsspezifischem Wissen. PrisonPortal ist ein Ergebnis der Equal-Entwicklungspartnerschaft „Bildung, Arbeit und berufliche Eingliederung“, das von 2005 bis 2007 von den Justizministerien der norddeutschen Bundesländer durchgeführt wurde. Die Universität Bremen hat das System entwickelt und betreut die inhaltliche Arbeit an der Wissensplattform. PrisonPortal enthält zurzeit ca. 400 Artikel zu wichtigen Gebieten des Strafvollzugs. Wer sich durch Beiträge oder Kommentare am Aufbau von PrisonPortal beteiligen möchte, wird von der Redaktion herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Kontakt: Jürgen Friedrich, Universität Bremen: friedrich@uni-bremen.de Das Wissensportal: http://prisonportal.informatik.uni-bremen.de Quelle: Forum Strafvollzug, Heft 3, Mai 2008, S. 99.
 
 
7) Schreckt Gefängnis doch ab?
Gemeinhin gehen wir davon aus, dass uns die USA in Bezug auf kriminalpräventive Einsichten und entsprechende empirische Ergebnisse um Meilen voraus sind. Dass dies nicht immer der Fall ist zeigt eine Studie von David Weisburd u.a., die sich mit der Frage beschäftigt, ob eine Geldstrafe eher bezahlt wird, wenn eine Gefängnisstrafe als „Drohung“ bei Nichtbezahlung im Hintergrund steht. Im Ergebnis zeigen die Autoren, dass dies der Fall ist und nennen dieses Ergebnis das Wunder der Zellen („miracle of the cells“). Deutlich interessanter als dieses Ergebnis ist jedoch die methodische Vorgehensweise: Weisburd u.a. haben ein experimentelles Design genutzt, das sehr selten in kriminologischen Studien angewendet wird. Dazu wurde durch Zufallszuweisung eine Gruppe von Tätern, die zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, einem Projekt zugewiesen, das bei Nichtzahlung der Geldstrafe eine Freiheitsstrafe vorsah; die andere Gruppe wurde lediglich zu einer Geldstrafe (ohne Androhung einer Freiheitsstrafe) verurteilt. Offensichtlich, so die Autoren, „wirkt“ also die Drohung mit einer Gefängnisstrafe. Allerdings – und dieser Kommentar sei erlaubt – wird man daraus nicht unbedingt auf die allgemein abschreckende Wirkung von Freiheitsstrafen oder eine Bestätigung der „Rational-Choice-Theorie“ schließen dürfen. Denn hier handelt es sich um bereits gefasste Täter, für die die Drohung mit Gefängnis bei Nichtzahlung der Geldstrafe sehr konkret war. Ob sich aber ein Täter, der seine Tat erst plant (also noch nicht erwischt und überführt ist) von einer Gefängnisstrafe abschrecken lässt, ist eine andere Frage. Quelle: D. Weisburd, T. Einat, M. Kowalski: The Miracle of the Cells: An Experimental Study of Interventions to Increase Payment of Court-Ordered Financial Obligations. In: Criminology & Public Policy 7, (1), 9- 36. http://www.ingentaconnect.com/content/bsc/cpp/2008/00000007/00000001/art00003
 
 
8) Geographische Hilfen bei der polizeilichen Verkehrsüberwachung
Die Juli-Ausgabe des englischsprachigen Newsletters über “Geographie und Öffentliche Sicherheit” beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema “Verkehrssicherheit”. Im Vordergrund stehen dabei kriminalgeographische Hilfsmittel, deren Nutzen für die Verkehrsüberwachung, z.B. zur Identifikation von Unfallschwerpunkten oder gehäuft auftretenden Rauschfahrten, vorgestellt wird. Der Newsletter ist im Volltext verfügbar unter: http://www.cops.usdoj.gov/RIC/ResourceDetail.aspx?RID=458
 
 
9) Männliche und weibliche Studierende als Opfer sexueller Belästigungen an Universitäten
Eine Studie über unterschiedliche Opfererfahrungen männlicher und weiblicher Studierender kann bekannte Ergebnisse zum Teil stützen. So berichteten mehr Studentinnen von unerwünschten sexuellen Kontakten als ihre männlichen Kommilitonen. Überraschend im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen sind die weiteren Ergebnisse: Keine Unterschiede konnten festgestellt werden bei der Art der sexuellen Belästigung. Beide Geschlechter machten dort ähnliche Erfahrungen. Auch Risikoorte stellen sich für Männer und Frauen gleich dar. Die größte Gefahr, Opfer sexueller Übergriffe zu werden, besteht demnach für beide Geschlechter an sozialen Treffpunkten sowie bei Verabredungen mit Freunden und Partnern. Für die praktische Arbeit interessant ist, dass mehr Frauen als Männer universitäre Beratungsstellen kennen und an Präventionsprogrammen teilgenommen haben. Quelle: Banyard, V.L., Ward, S., Cohn, E.S. et al. (2007), Unwanted sexual contact on campus: a comparison of women's and men's experiences, in: Violence and Victims 22 (1), 52-70. http://www.ingentaconnect.com/content/springer/vav/2007/00000022/00000001/art00004
 
 
10) Erfolgsfaktoren von Einsätzen gegen Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung
Durch die britische Aktion „Pentameter“ wurde auf proaktive Weise gegen den Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung vorgegangen, indem in einem Netzwerk verschiedener Akteure die Opfer von Menschenhändlern identifiziert und befreit werden sollten, anstatt bloße Hilfestellungen für bereits geflohene Opfer anzubieten. Die Evaluation dieser im Jahr 2006 durchgeführten Aktion, bei der 88 Frauen geholfen werden konnte, hat einige interessante Punkte hervorgebracht, die bei zukünftigen Aktionen gegen den Menschenhandel berücksichtigt werden sollten. Die Vernetzung unterschiedlicher Institutionen hat Erfolge ermöglicht, die bei Einzelaktionen nicht möglich gewesen wären. Dabei ist zukünftig auf einen stetigen Informationsfluss zwischen den einzelnen Stellen zu achten. Wichtig ist zudem eine Sensibilisierung der Polizei für die speziellen Erscheinungsformen des Menschenhandels sowie für nicht-öffentliche Formen der Prostitution. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass der Opferstatus einer Person nicht erkannt wird, insbesondere wenn diese nicht von sich aus über Viktimisierungserfahrungen berichtet. Insgesamt ist es gelungen, der örtlichen Polizei einen aktuellen Überblick über das Ausmaß der organisierten Prostitution zu geben. Der vollständige Kurzbericht kann unter http://www.homeoffice.gov.uk/rds/pdfs08/horr07b.pdf eingesehen werden. Durch die thesenartige Gestaltung ist das Dokument übersichtlich und verständlich.
 
 
11) Warum sind englische Jugendliche gewalttätiger als Schwedische?
Multinationale Studien über Gewaltkriminalität beschränken sich meist darauf, die Kriminalitätsraten verschiedener Länder zu vergleichen. Schwedische Forscher gingen nun einen Schritt weiter und untersuchten die Gründe für das unterschiedliche Ausmaß der Gewaltkriminalität unter englischen und schwedischen Jugendlichen. Dabei fanden sie heraus, dass ein beachtlicher Teil (40 %) der Unterschiede auf die national verschiedenen Lebensstile und Werte der Jugendlichen zurückzuführen ist. Als Hauptgrund für gewalttätiges Verhalten konnte demnach der verstärkt kriminogene Lebensstil englischer Jugendlicher ausgemacht werden. Quelle: Wikström, Per Olof H., Svensson, Robert (2008), Why are English Youths More Violent Than Swedish Youths?, in: European Journal of Criminology, 5 (3), 309-330. http://euc.sagepub.com/cgi/content/abstract/5/3/309
 
 
12) Podknast – Berichte aus dem Jugendarrest
Angesichts der weitgehenden Wirkungslosigkeit des Jugendarrests mit einer Rückfallquote von 70% mutet ein Projekt des Vollzugsleiters der Jugendarrestanstalt Düsseldorf, bei dem jugendliche Verurteilte andere Jugendliche von der Begehung von Straftaten abhalten sollen, einigermaßen seltsam an. In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium NRW hat er im April 2008 „Podknast“ – Berichte aus dem Jugendarrest – ins Leben gerufen. Die aus dem Internet herunterladbaren Interviews mit Insassen der Jugendarrestanstalt Düsseldorf sollen der Öffentlichkeit vermitteln, „wie es wirklich im Knast zugeht“ und Jugendlichen zeigen, dass „es im Knast alles andere als cool ist“. Näheres unter: http://www.podknast.de
 
 
13) Faktoren für den Verlauf krimineller Karrieren
Mit den Ergebnissen einer britischen Langzeitstudie unter 411 männlichen Probanden beschäftigt sich das Buch “Key Issues in Criminal Career Research”. Für die Studie wurde die Entwicklung der Probanden von der Kindheit bis zum Alter von 40 Jahren betrachtet. Die Buchautoren diskutieren die Studienergebnisse u.a. vor dem Hintergrund der Prävalenz, der Anzahl der Vergehen, des gemeinschaftlichen Vorgehens bei Taten sowie hinsichtlich der Dauer und des Verlaufs der kriminellen Karriere. Dabei wird ein Programm für zukünftige Forschung auf dem Gebiet des Verlaufs krimineller Karrieren entwickelt. Quelle: Piquero, A.R., Farrington, D.P., Blumstein, A. (2007), Key Issues in Criminal Career Research: New Analyses of the Cambridge Study in Delinquent Development, New York 2007, Cambridge University Press, 240 S., ISBN: 9780521613095.
 
 
14) Nationale Opferbefragungen in Schottland und Schweden veröffentlicht
Unter http://www.scotland.gov.uk/Resource/Doc/200037/0053443.pdf sind die Ergebnisse der nationalen Kriminalitäts- und Viktimisierungsstudie Schottlands für das Jahr 2006 abrufbar. Das Dokument enthält neben aktuellen Zahlen der Dunkelfeldbefragung auch die Einschätzungen der Befragten zum persönlichen Sicherheitsempfinden sowie zur lokalen Kriminalitätslage. In vielen Bereichen – etwa bei der Einbruchkriminalität, die seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig ist – stimmt die subjektive Einschätzung der Befragten mit der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung überein. Ein separat veröffentlichter Teil (http://www.scotland.gov.uk/Resource/Doc/204892/0054511.pdf) der Befragung widmet sich der häuslichen Gewalt. 10 % der Befragten berichteten darüber, jemals Opfer psychischer oder physischer Gewalt in Partnerschaften geworden zu sein. Nur 20 % der Opfer gaben an, eine Anzeige erstattet zu haben, was sich in der Einschätzung des Geschehens durch die Opfer widerspiegelt: Nur 32 % der Opfer physischer Gewalt (Bedrohungen: 25 %) stuften das Geschehen als Straftat ein. Aktuelle Ergebnisse des Crime Surveys wurden auch in Schweden veröffentlicht. Die Hauptergebnisse für das Jahr 2007 sind in englischer Sprache in einer Broschüre zusammen gefasst, die unter folgender URL herunter geladen werden kann: http://www.bra.se/extra/pod/?action=pod_show&id=6&module_instance=11 Neben Viktimisierungerfahrungen und Kriminalitätsfurcht wurde auch das Vertrauen der Bevölkerung in das Justizsystem untersucht.
 
 
15) Symposium "Polizeiwissenschaft - Polizeiforschung - Polizeipraxis"
DieFachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen veranstaltet am 2. Dezember 2008 das 2. Symposium "Polizeiwissenschaft – Polizeiforschung- Polizeipraxis". Nachdem im Jahr 2005 das erste polizeiwissenschaftliche Symposium das Verhältnis von Polizeiwissenschaft und Polizeiforschung ausleuchtete und die Entwicklung der soziologischen Betrachtung der Polizei seit den 1960er Jahren aufzeigte, stellt dieses Symposium die (mögliche) Bedeutung der Polizeiwissenschaft und Polizeiforschung für die Polizei und das "Polizieren" in den Fokus. Ein Programmpunkt des Symposiums wird eine Podiumsdiskussion zu den Zielen und Aufgaben sowie der Gestaltung und Finanzierung von Polizeiforschung in NRW sein. Weiterführende Informationen unter: http://www.fhoev.nrw.de/uploads/media/Flyer_Symposium_Polizeiforschung2_01.pdf
 
 
16) Buchbesprechungen/Onlinedokumente
Eine von Rudolf Jakubowski verfasste Rezension zu „Basiswissen der Forensischen Psychiatrie“ von Lothar Staud, Stuttgart 2007, finden Sie unter http://www.polizei-newsletter.de. Dirk Fischlein hat das Buch „Polizei im Wandel? Organisationskultur(en) und Organisationsreform“, hrsg. von Thomas Ohlemacher u.a., Frankfurt 2007, rezensiert. Neu eingestellt wurde auch ein von Andreas Ruch erstelltes Online-Dokument über Finnlands nationales Programm zur Stärkung der inneren Sicherheit, mit dem das Land bis zum Jahr 2015 zur sichersten Nation Europas werden will.