Polizei : Newsletter Nr. 63, April 2004                                                                                             Verantwortlich: Prof. Dr. Thomas Feltes, Bochum
 1)   Stress bei Polizeibeamten im Dienst und außerhalb des Dienstes
 2)   Haben Ethik-Kurse für Polizeistudenten eine Wirkung?
 3)   „Stille SMS“
 4)   Mehr Waffen, weniger Kriminalität?
 5)   Programm zur Schulung von Polizeibeamten im Bereich Menschenhandel
 6)   Geoinformationsysteme RegioGraph 7 und DISTRICT
 7)   Online-Familienhandbuch
 8)   Eurobarometer
 9)   Tatwissentest und Lügendetektor
10)  Ungleichbehandlung deutscher und ausländischer Tatverdächtiger durch die Justiz?
11)  Täter häuslicher Gewalt: Charaktereigenschaften und mit der Tat zusammenhängende Bedürfnisse
12)  Problemorientiertes Lernen in der Polizeiausbildung 
13)  Polizei und Fehler
14)  Polizei und Psychologie – Veröffentlichungen des Kongresses im März 2003
15)  Wessels-Lehrbücher zum Strafrecht jetzt alle mit CD-ROM
16)  Neues Organisationsmodell in NRW
17)  Das Letzte: Polizeibeamter wurde versteigert?
 
1) Stress bei Polizeibeamten im Dienst und außerhalb des Dienstes
... können einer Studie zufolge nicht voneinander getrennt werden und müssen daher bei entsprechenden (Behandlungs-)Programmen zusammen angegangen werden, wenn man erfolgreich Stress abbauen will. Quelle: G.T. Patterson, Examining the efefcts of coping and social support on work and life stress among police officers. In: Journal of Criminal Justice 31, 3, 2003, S. 215-226
 
 
2) Haben Ethik-Kurse für Polizeistudenten eine Wirkung?
Diese Frage geht eine empirische Studie nach, in der ein Ethik-Kurs an der Universität von North-Carolina evaluiert wurde. Das Ergebnis deckt sich mit anderen Evaluationen (auch anderer Fächer): Die Effekte eines einzigen Kurses (über ein Semester) sind sehr beschränkt; es können keine Werte, Einstellungen oder gar das Verhalten der Studierenden verändert werden. Was erreicht werden kann ist, dass sich die Studierenden sich etwas weniger um ihre eigenen Belange sorgen und etwas mehr um andere. Auch wenn dieser Effekt nicht unterschätzt werden sollte, so schlagen die Autoren der Studie dennoch vor, entweder die Erwartungen an Ethik-Kurse in er Polizeiausbildung zu reduzieren oder aber die Dauer und Intensität der Kurse auszudehnen. Quelle: V.B. Lord, B.E. Bjerregaard, Ethics Courses: Their Impact on the Values and Ethical Decisions of Criminal Justice Students. In: Journal of Criminal Justice Education, 14, 2, 2003, S. 191-207
 
 
3) „Stille SMS“
Wie die Bundesregierung in Beantwortung einer Kleinen Anfrage der FDP feststellte, ist der Einsatz so genannter stiller SMS inzwischen unverzichtbar. Mit Hilfe dieser Mobilfunk-Technik kann der ungefähre Standort einer „Zielperson“ fixiert werden. Dies ist ein wichtiges Hilfsmittel für Ermittlungs-, Fahndungs- und Observierungszwecke, so die Antwort der Bundesregierung. Geplant ist ferner, im Rahmen der Kommunikationsüberwachung auch Bewegungsprofile zu erstellen. Eine „stille SMS“ bedeutet, dass die Ermittler unerkannt eine Nachricht an verdächtige Personen absetzen. Diese Kurzmitteilung wird von dem anvisierten Mobiltelefon nicht als Nachricht registriert. Sie produzieren aber Verbindungsdaten beim Mobilfunkprovider, die sich die Polizei verschaffen kann. Mit Hilfe dieser technischen Möglichkeit ist in Stadtgebieten eine auf etwa 50 m genaue Funkzellenpeilung möglich. Quelle: Der Kriminalist 10/2003
 
 
4) Mehr Waffen, weniger Kriminalität?
Gesetze, die das verdeckte Tragen von Waffen erlauben, gibt es inzwischen in 22 Staaten der USA. Die Studie untersucht, ob diese Gesetze Auswirkungen auf die Gewaltkriminalität haben. Die Befürworter der Gesetze hatten behauptet, durch das Recht, Waffen verdeckt zu tragen, würde die Gewaltkriminalität reduziert. Kritiker des Gesetzes wiederum verwiesen darauf, dass Auseinandersetzungen eher tödlich enden können, wenn Waffen im Spiel sind. Die Studie untersuchte die Auswirkungen des entsprechenden Gesetzes in Florida, das bereits 1987 erlassen wurde. Im Ergebnis konnte kein Zusammenhang zwischen dem Gesetz und einem Anstieg oder Rückgang der Raten von Gewaltkriminalität gefunden werden. Quelle: T.V. Kovandzic, T.B. Marvell, Right-to-Carry Concealed Handguns and Violent Crime: Crime Control through Gun Decontrol? In: Criminology and Public Policy 2, 3, 2003, p.363-396
 
 
5) Programm zur Schulung von Polizeibeamten im Bereich Menschenhandel
Das Internationale Centrum für “Migration Policy Development (ICMPD)” in Wien hat ein Programm entwickelt, das sich die Ausbildung von Polizeibeamten im Zusammenhang mit Menschenhandel zum Ziel setzt. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium Österreichs entwickelt und besteht aus verschiedenen Modulen, die auch regionale Besonderheiten berücksichtigen sollen. Das Dokument ist in Englisch und 13 osteuropäischen Sprachen verfügbar und nur direkt per mail vom Direktor Consultancy Services, Gerda.Theuermann@icmpd.org zu bekommen (Anfrage in Englisch oder Deutsch möglich; bitte dienstlichen Bezug angeben sowie den Polizei-Newsletter/Thomas Feltes als Quelle). Zusätzlich ist eine website verfügbar, deren Zugang jedoch beschränkt ist:  www.anti-trafficking.net
 
 
6) Geoinformationsysteme RegioGraph 7 und DISTRICT
Die GfK MACON AG bietet seit über 12 Jahren Geoinformationssysteme. Typische Einsatzbereiche der Software sind Regionalstatistik, Crime Mapping sowie Ringfahndung. RegioGraph und DISTRICT verwandeln Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen in aussagekräftige Landkarten. Mit wenigen Mausklicks werden Kriminalitätsschwerpunkte oder bevorzugte Schmugglerrouten auf der Karte platziert. Häufigkeitszahlen bestimmter Verbrechensarten werden mit RegioGraph und DISTRICT übersichtlich dargestellt. Auch länderübergreifende Darstellungen sind mit RegioGraph und DISTRICT kein Problem. RegioGraph und DISTRICT verfügen über ein weltweites und topaktuelles Set digitaler Landkarten. Neben administrativen und postalischen Grenzen enthalten die Landkartensets topographische Informationen wie etwa Straßen, Eisenbahnlinien, Siedlungsflächen, Flüsse und Seen sowie colorierte Höhenschichten. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.macon.de.
 
 
7) Online-Familienhandbuch
Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP), eine Forschungseinrichtung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit, gibt im Internet ein Online-Familienhandbuch heraus, das sich an Eltern, Erzieher, Lehrer, Wissenschaftler sowie Fachleute im Bereich Familie wendet. Neben vielen Hinweisen zu familienpolitischen Leistungen und möglichen Hilfsangeboten, werden zu Themenbereichen der Kindererziehung, Partnerschaft und Familienbildung aktuelle Fragen erörtert, fachliche Beiträge veröffentlicht sowie Rechtsfragen geklärt. Weitere Auskünfte bieten das monatlich erscheinende Online-Journal sowie ein zu abonnierender Newsletter. Des weiteren können einige Informationen von Behörden, Verbänden und Organisationen zu allen Bereichen des Lebens mit Kindern auch in türkischer Sprache abgerufen werden. Der Austausch mit anderen Interessierten wird über ein Diskussionsforum ermöglicht. Näheres im Internet unter: http://www.familienhandbuch.de
 
 
8) Eurobarometer
Im Auftrag der Europäischen Kommission erscheint zweimal jährlich das Standard Eurobarometer. Hierbei handelt es sich um ein bereits 1973 initiiertes Instrument, das es ermöglicht, in regelmäßigen Abständen in den EU-Mitgliedsstaaten Meinungsumfragen durchzuführen und Daten zu evaluieren.. Eine im April 2003 veröffentlichte Umfrage behandelt gezielt den Themenkomplex Öffentliche Sicherheit, Drogenproblematik im Wohnumfeld und Kriminalität. Danach ist das Gefühl der Unsicherheit zwischen 1996 und 2002 in der gesamten EU (außer in Deutschland) nur leicht, aber stetig angestiegen. Ebenso lässt sich während dieses Zeitraumes ein Anstieg von Beobachtungen oder Konfrontationen der Befragten in Bezug auf in Zusammenhang mit Drogen stehenden Problemen im Wohnumfeld feststellen. Im Hinblick auf Angst vor Kriminalität äußern die Befragten in Griechenland die größte Befürchtung, Opfer einer Straftat zu werden, während Befragte in Österreich und Deutschland die geringste Angst vor Viktimisierung zeigen. In allen EU-Staaten sind über die Hälfte der Befragten der Auffassung, dass eine stärkere Überwachung oder Polizeipräsenz zu einem Rückgang von Kriminalität führt. Des Weiteren geben die Befragten an, dass ihrer Meinung nach junge Menschen von kriminalpräventiven Programmen stärker am Begehen einer Straftat gehindert werden, als von härteren Strafen. Ein Grossteil ist außerdem der Meinung, dass Armut und Arbeitslosigkeit sowie niedrige Bildung und mangelnde Erziehung ausschlaggebende Faktoren dafür sind, dass Jugendliche Straftaten begehen. Die gesamte Studie mit den genauen Untersuchungsergebnissen kann als pdf-Datei unter http://europa.eu.int/comm/public_opinion/archives/special.htm im Internet abgerufen werden.
 
 
9) Tatwissentest und Lügendetektor
Der Tatwissentest (TWT) ist ein psychologisch gut fundiertes Verfahren der forensischen Psychophysiologie ("Lügendetektion"), das jedoch in der rechtswissenschaftlichen Fachöffentlichkeit weitgehend vernachlässigt wird. Dieser Beitrag fasst die deutsche Rechtsprechung zur psychophysiologischen Aussagebegutachtung zusammen und gibt einen Überblick über die Methodik und Evaluation des TWT aus psychologischer Sicht. Darüber hinaus werden Einsatzmöglichkeiten speziell im Ermittlungsverfahren anhand der konkreten Anwendung des TWT in Japan diskutiert. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass der TWT unter bestimmten, durchaus praktikablen Randbedingungen ein effizientes kriminalistisches und forensisches Hilfsmittel zur Glaubhaftigkeitsbeurteilung bzw. Feststellung von Tatwissen darstellt. Quelle: Rill, Hans-Georg/Gödert, Heinz Werner/Vossel, Gerhard, Forensische Psychophysiologie ("Lügendetektion"). Ein Plädoyer für den Tatwissentest, In: Monatsschrift für Kriminologie 3, 86, 2003, S. 165- 180 (abstract von der website der Monatsschrift)
 
 
10) Ungleichbehandlung deutscher und ausländischer Tatverdächtiger durch die Justiz?
Die Untersuchung geht der Frage nach, ob junge ausländische Beschuldigte durch Staatsanwaltschaften und Gerichte im Vergleich zu deutschen Beschuldigten tendenziell ungleich behandelt werden. Geprüft wird die Hypothese an Ermittlungsakten von vier bayerischen Staatsanwaltschaften (Augsburg, München, Nürnberg und Würzburg) zu 203 ausschließlich wegen Wohnungseinbruchs nach § 243 I Nr. 1 StGB a.F. beschuldigten männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden.
Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass bei den untersuchten Verfahren der Verfahrensausgang nicht auf das Merkmal "Staatsangehörigkeit" zurückzuführen ist. Ferner gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Determinanten der Verfahrenserledigung zwischen den Gruppen der deutschen und ausländischen Beschuldigten unterschiedlich verteilt sind. Dittmann, Jörg/Wernitznig, Beate, Strafverfolgung und Sanktionierung bei deutschen und ausländischen Jugendlichen und Heranwachsenden. Eine Untersuchung am Beispiel des Einbruchsdiebstahls. In:  Monatsschrift für Kriminologie 3, 86, 2003, S. 195-205 (abstract von der website der Monatsschrift)
 
 
11) Täter häuslicher Gewalt: Charaktereigenschaften und mit der Tat zusammenhängende Bedürfnisse
Elizabeth Gilchrist, Rebecca Johnson, Rachel Takriti, Samantha Weston, Anthony Beech und Mark Kebbell untersuchten in einer Studie die Charaktereigenschaften von Tätern häuslicher Gewalt sowie sonstige mit der Tat zusammenhängende Bedürfnisse der Täter auf Bewährung bzw. nach ihrer Verurteilung. Die Hauptaussage der Studie ist, dass keine homogene Gruppe von Tätern häuslicher Gewalt existiert. Es konnten zwei Tätertypen herausgestellt werden: Der anti-soziale/ narzistische sowie der Borderline/ emotional abhängige Tätertyp. Nähere Informationen sind unter http://www.homeoffice.gov.uk/rds/whatsnew1.html

(Findings 217 - Domestic violence offenders: characteristics and offending related needs ) zu finden.
 
 
12) Problemorientiertes Lernen in der Polizeiausbildung 
Das Ausbildungsprogramm "Police Training Officer" ist wohl das erste in dieser Art, welches systematisch problemorientierte Ansätze ("Problem based Learning") während des Praktikums von Polizeianwärterinnen und Polizeianwärtern aufnimmt. Zu diesem Ausbildungsprogramm existiert ein hervorragendes Handbuch, welches die Organisation des Praktikums, die Inhalte und die pädagogischen Methoden und Instrumente beschreibt. Dieses Handbuch steht unter  http://www.cops.usdoj.gov/Default.asp?Item=971 zur Verfügung.
 
 
13) Polizei und Fehler
Zum Thema „Fehler in der Polizei“ schreibt ein Mitarbeiter des Bundesamtes der Schweizer Polizei folgendes: „Ein weiteres psychologisches Minenfeld ist die Frage der Fehlertoleranz bei der Polizei. Überregulierung sorgt auch innerhalb der Polizei nicht für Ordnung, sondern für Unordnung. Fehler und Verstöße werden durch zu hohe Regelungsdichte geradezu provoziert. So hat man immer genügend Strafgründe zur Hand und kann Fehler guten Gewissens ahnden – und damit die Hochmotivierten vor den Kopf stoßen. Der Volksmund kennt das Wort „Aus Fehlern soll man lernen“. Doch wie werden Fehler bei der Polizei als Lernmöglichkeiten genutzt? Paragrafen und Vorschriften scheinen den Rahmen sehr eng zu stecken. Viele verlieren alleine schon deswegen den Mut, Fehler überhaupt zuzugeben und darüber zu sprechen, sie zu „nutzen“. Wie soll das denn auch geschehen, wenn man gehänselt, lächerlich gemacht oder bestraft wird, wenn etwas schief läuft. Dabei lernen wir doch gerade dann am meisten und am schnellsten, wenn wir Fehler machen, wenn wir den Spannungsbogen zwischen richtig und falsch überblicken und unsere künftigen Handlungen demgemäß einteilen und beurteilen können. Sinnvolle Fehlerkultur bedeutet, dass wir den Sinn gemachter Fehler erkennen und als Lernpotential nutzen. „Fehler eröffnen neue Möglichkeiten zur Verwirklichung von Sinn“ (Christian R. Buschan, Polizei- und Logotherapie – ein innovatives Paar. In: Clemens Lorei (Hrsg.), Polizei und Psychologie, Frankfurt 2003, S. 187 ff, S. 192).
 
 
14) Polizei und Psychologie – Veröffentlichungen des Kongresses im März 2003
Clemens Lorei hat unter dem Titel „Polizei und Psychologie“ den Kongressband der Tagung „Polizei und Psychologie“ am 18. und 19. März 2003 in Frankfurt am Main herausgegeben. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt, 2003, 657 Seiten, € 39.-; eine ausführlichere Vorstellung des Buches finden Sie unter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php
 
 
15) Wessels-Lehrbücher zum Strafrecht jetzt alle mit CD-ROM
Im Jurastudium gehören die drei jährlich aktualisierten Wessels-Lehrbücher zum Strafrecht aus der Schwerpunkte-Reihe des C. F. Müller Verlags zur Standardliteratur. Nachdem Ende der 1990er Jahre die Fortführung der Bücher erfolgreich in die Hände jüngerer Autoren abgegeben wurde, erfolgte nun eine weitere Neuerung: Gegen einen Aufpreis von je 4 Euro können sie mit CD-ROMs erworben werden, auf denen die in den Lehrbüchern angesprochenen Entscheidungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung enthalten sind. Eine ausführliche Besprechung der Bücher und der beigefügten CD-ROMs unter besonderer Berücksichtigung der Nutzbarkeit in der Polizeiausbildung findet sich unter www.polizei-newsletter.de/books_german.php. Bibliographische Nachweise der Lehrbücher: Wessels/Beulke: Strafrecht Allgemeiner Teil. 33. Aufl., Heidelberg 2003, 22,– Euro (mit CD-ROM 26,– Euro); Wessels/Het­tinger: Strafrecht Besonderer Teil/1. 27. Aufl., Heidelberg 2003, 21,– Euro (mit CD-ROM 25,– Euro); Wessels/Hillenkamp: Strafrecht Besonderer Teil/2. 26. Aufl., Heidelberg 2003, 21,– Euro (mit CD-ROM 25,– Euro).
 
 
16) Neues Organisationsmodell in NRW
Die Polizei in Aachen und Köln erprobt ab sofort ein Organisationsmodell mit neuen Führungsstrukturen. Danach sollen Entscheidungswege kürzer und Kompetenzen klarer abgesteckt werden. Der Modellversuch soll ergebnisoffen durchgeführt werden und läuft bis Ende 2005. An die Stelle der Abteilungsleiter treten die Direktionsleiter, bei denen die Kernaufgaben der Polizeiarbeit gebündelt werden. Die neu geschaffene Leitungsassistenz ist fortan für das strategische Management zuständig. Direktionsleiter und Leitungsassistenz bilden gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten die Leitungskonferenz, die zur ständigen Einrichtung wird. Auf der operativen Ebene ersetzen Inspektionsleiter die Unterabteilungsleiter und Dezernenten. Unterhalb dessen bleibt die Struktur der Hauptwachen und Wachen bestehen. Die Hierarchie soll dadurch straffer und überschaubarer für alle sein. Vierteljährliche Zwischenberichte werden den Modellversuch begleiten. Hier wird der Stand der Umsetzung festgehalten sowie die neue Führungsstruktur analysiert und bewertet. Quelle: Pressemitteilung des Innenministeriums NRW vom 31.3.2004
 
 
17) Das Letzte: Polizeibeamter wurde versteigert?
Die Online-Versteigerungsplattform ebay ist ja für vieles bekannt, und manchmal müssen auch Versteigerungen zurückgezogen werden oder sie werden von ebay selbst blockiert. Nicht so bei der Versteigerung eines „Polizeibeamten“, die Mitte März bei ebay abgeschlossen wurde und in der über 500.- Euro für einen Playmobil-Polizisten geboten wurden. Aus dem Angebotstext: „Im Auftrag eines Freundes, der bei einer großen Landesregierung beschäftigt ist und einen Ausverkauf betreibt, bieten wir nun auch erstmals hier über Ebay den ersten aus einer Reihe von kleinen Polizeibeamten an: Bei dem kleinen Kerlchen handelt es sich um einen herkömmlichen, kleinen Beamten, wie er überall zu finden ist. Sein Äußeres ist leider etwas abgegriffen, was daher rührt, daß er die meiste Zeit im Regen stehengelassen wurde und sich niemand findet, der ihm ein neues Outfit spendieren will oder sich sonstwie um ihn kümmert“. Die komplette ebay-Seite finden Sie als pdf-file auf der website des Polizei-Newsletter unter http://www.polizei-newsletter.de/online_dokuments_german.php