{"id":1089,"date":"2018-11-30T18:05:35","date_gmt":"2018-11-30T17:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1089"},"modified":"2018-11-30T18:05:35","modified_gmt":"2018-11-30T17:05:35","slug":"hrsg-vom-kollektiv-orangotang-this-is-not-an-atlas-a-global-collection-of-counter-cartographies-rezensiert-von-thomas-feltes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1089","title":{"rendered":"Hrsg. Vom Kollektiv Orangotang+ &#8211; This is not an Atlas. A Global Collection of Counter-Cartographies. &#8211; Rezensiert von: Thomas Feltes"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Hrsg. Vom Kollektiv Orangotang+;<\/em> This is not an Atlas. A Global Collection of Counter-Cartographies ;<\/strong>\u00a0 \u201cMade possible by Rosa-Luxemburg-Stiftung\u201d; Bielefeld, Transkript-Verlag 2018, 352 S., ISBN: 978-3-8376-4519-4, 34,99 Euro<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1090 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/this_is_not_an_atlas-121x150.png\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/this_is_not_an_atlas-121x150.png 121w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/this_is_not_an_atlas.png 200w\" sizes=\"(max-width: 121px) 100vw, 121px\" \/><\/p>\n<p>Unscheinbar kommt er daher, dieser \u201eNicht-Atlas\u201c. Erinnert gleichwohl in Format und Umfang dem \u201eDiercke-Weltatlas\u201c \u2013 allerdings liegen im wahrsten Sinn des Wortes \u201eWelten\u201c zwischen diesen beiden Werken.<\/p>\n<p>Der Sammelband \u00abThis Is Not An Atlas\u00bb dokumentiert mehr als 40 Gegen-Kartografien aus der ganzen Welt. <!--more-->Die Sammlung zeigt, wie Karten als Bestandteil von politischen K\u00e4mpfen, der kritischen Forschung, in der Bildungsarbeit oder in der Kunst erstellt und ver\u00e4ndert werden: Von indigenen Territorien im Amazonas bis hin zu den Protesten gegen Zwangsr\u00e4umungen in San Francisco; von der Verteidigung der Commons in Mexiko zur Kartierung von Fl\u00fcchtlingslagern mit Hilfe eines Hei\u00dfluftballons im Libanon; von den Slums von Nairobi zu den besetzten H\u00e4usern in Berlin; von der Unterst\u00fctzung von Gemeinschaften auf den Philippinen zur Berichterstattung \u00fcber sexuelle Bel\u00e4stigung in Kairo.<\/p>\n<p>Das Werk ist in 12 Kapitel unterteilt, das \u201eCounter-Cartographies\u201c unter verschiedenen Aspekten und mit verschiedenen Beispielen behandeln. Auch wenn manche Karten etwas klein geraten und daher nur schwer zu entziffern sind: Das ist die Ausnahme, ansonsten ist der Band \u00fcberaus lesefreundlich und anregend zum Nachdenken gestaltet.<\/p>\n<p>\u00abThis Is Not An Atlas\u00bb m\u00f6chte \u2013 so die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die das Projekt gef\u00f6rdert hat, \u201eein n\u00fctzliches Handbuch f\u00fcr angehende Gegen-Kartografierer*innen sein und dazu einladen, das Unterrepr\u00e4sentierte zu dokumentieren\u201c.<\/p>\n<p>Amazon listet das Werk derzeit als Nr. 1 in \u201eGeowissenschaften\u201c. Allerdings ist der Nicht-Atlas eigentlich umso interessanter f\u00fcr alle, die sich mit der aktuellen Weltlage anschaulich besch\u00e4ftigen wollen. Es gibt viel zu bl\u00e4ttern und zu entdecken auf den \u00fcber 350 Seiten. Es ist ein \u201eBilderbuch\u201c im wahrsten Sinn des Wortes, und ein nicht nur \u00fcppiges, sondern kritisch-anregendes Geschenk f\u00fcr alle, die sich einen anderen Blick auf unsere Welt erhalten wollen. Und es ist auch f\u00fcr Lehrer ein interessantes Tool f\u00fcr den Unterricht, vor allem, weil die Bilder download-bar sind (s.u.). Und zwar nicht nur in Geographie, sondern auch in Politik und (nat\u00fcrlich) im Englisch-Unterricht. Denn die Publikation ist in englischer Sprache, und da das Werk nicht nur Bilder und Karten, sondern auch \u00fcberaus lesenswerte Texte enth\u00e4lt, sollte man dies ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Und ja, auch f\u00fcr Kriminologen, die \u00fcber den engen regionalen oder nationalen Kontext denken, ist das Werk eigentlich ein \u201emuss\u201c f\u00fcr die Bibliothek: Die Verh\u00e4ltnisse in einem Land sind immer auch entscheidend f\u00fcr die (Analyse der) Kriminalit\u00e4t. Daher \u00f6ffnen die Beitr\u00e4ge sicherlich auch manchem Kriminologen die Augen.<\/p>\n<p>Und zum Schluss das Besondere: Das gesamte Werk ist als \u201eopen access\u201c kostenlos (!) als pdf verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/media\/pdf\/7b\/46\/73\/oa978383944519879Il8Tk6VTFXf.pdf\">https:\/\/www.transcript-verlag.de\/media\/pdf\/7b\/46\/73\/oa978383944519879Il8Tk6VTFXf.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas Feltes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hrsg. Vom Kollektiv Orangotang+; This is not an Atlas. A Global Collection of Counter-Cartographies ;\u00a0 \u201cMade possible by Rosa-Luxemburg-Stiftung\u201d; Bielefeld, Transkript-Verlag 2018, 352 S., ISBN: 978-3-8376-4519-4, 34,99 Euro Unscheinbar kommt er daher, dieser \u201eNicht-Atlas\u201c. 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