{"id":1176,"date":"2019-03-11T00:04:36","date_gmt":"2019-03-10T23:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1176"},"modified":"2019-03-11T00:04:36","modified_gmt":"2019-03-10T23:04:36","slug":"oliver-bidlo-vom-flurfunk-zum-scrollbalken-mediatisierungsprozesse-bei-der-polizei-rezensiert-von-thomas-a-fischer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1176","title":{"rendered":"Oliver Bidlo &#8211; Vom Flurfunk zum Scrollbalken. Mediatisierungsprozesse bei der Polizei &#8211; Rezensiert von: Thomas A. Fischer"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Bidlo, Oliver<\/em>; Vom Flurfunk zum Scrollbalken. Mediatisierungsprozesse bei der Polizei; <\/strong>Oldib Verlag Essen, 2018, 134 Seiten, 15,- EUR, ISBN 978-3-939556-64-0.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1177 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/flurfunk_scrollbalken-108x150.png\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/flurfunk_scrollbalken-108x150.png 108w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/flurfunk_scrollbalken.png 200w\" sizes=\"(max-width: 108px) 100vw, 108px\" \/><\/p>\n<p>Das Thema der Digitalisierung bzw. umfassender: Mediatisierung ist in unterschiedlichen Kontexten und in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen Gegenstand der Forschung. Exemplarisch stellt sich angesichts der Ver\u00e4nderungen im gesellschaftlichen Mediensystem wie bspw. zunehmende Medienkonvergenz, die Pluralisierung von Medienverb\u00fcnden, Kommerzialisierungs- und Deregulierungsprozesse und damit einhergehender Vervielfachung von Medienangeboten die Frage, wie die Menschen mit dieser Durchdringung ihres Alltags, ihrer Lebenswelt umgehen \u2013 eine Perspektive, die insbesondere in der entwicklungspsychologischen und sozialisationstheoretisch-orientierten Forschung nach wie vor eine hohe Relevanz besitzt. <!--more-->Eine weitere thematische Fokussierung erf\u00e4hrt das Thema Mediatisierung in Bezug auf deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Institutionen und Organisationen und damit verbunden auch auf den (Arbeits-)Alltag der Menschen in diesen institutionellen Kontexten. Eine solche Fokussierung aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Sicht bietet der vorliegende Band bezogen auf die Organisation Polizei.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt ist das DFG-gef\u00f6rderte Forschungsprojekt \u201eDie Praxis des Entscheidens. Internetgest\u00fctzte Entscheidungsprozesse in Organisationen am Beispiel der Ermittlungsarbeit der Polizei\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a>, welches im Zeitraum 2010 bis 2012 von der Universit\u00e4t Duisburg-Essen und der Fernuniversit\u00e4t Hagen durchgef\u00fchrt wurde. Untersucht wurde hierbei der Wandel von Formen der Kooperation, der Wissensverarbeitung und der Entscheidungsfindung in den allt\u00e4glichen Arbeitspraxen von Organisationen durch die Einf\u00fchrung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Kontext dieses Forschungsprojekts und auf Basis dessen Empirie<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> wurden vom Verfasser zwei umfangreiche Aufs\u00e4tze erstellt, \u201ederen Thematik durch die Frage nach Ver\u00e4nderungen im Arbeitsalltag und in den sozialen Beziehungen zu ArbeitskollegInnen durch den Einsatz neuer, digitaler Medien verbunden sind\u201c (S. 7) und erstmals in Form des vorliegenden Bandes ver\u00f6ffentlicht wurden.<\/p>\n<p>In einer den beiden Aufs\u00e4tzen vorangestellte Einleitung geht der Verfasser zun\u00e4chst auf die grundlegende kommunikations- und medienwissenschaftliche Perspektive ein und stellt die methodischen und methodologischen Grundlagen der vorliegenden Analyse dar. Unter Mediatisierung wird hierbei die zunehmende Durchdringung von Alltag und Kultur mit verschiedenen Formen der Medienkommunikation und damit verbundene Wandlungsprozesse verstanden: \u201eDer zeitlich und r\u00e4umlich fast fortw\u00e4hrend m\u00f6gliche Zugriff <em>auf<\/em> digitale Medien sowie der Zugriff <em>\u00fcber<\/em> sie auf ein gemeinschaftliches Netzwerk, mithin der Prozess der latenten und manifesten Durchdringung des Alltags durch Medientechnologien, f\u00fchrt zu einer Reihe von Ver\u00e4nderungen.\u201c (S. 10, Hervorhebung im Original). Insbesondere stehen damit einhergehende, neue gesellschaftliche Praktiken im Kontext gesellschaftlicher Institutionen und Arbeitsorganisationen im Mittelpunkt der Betrachtung. Als grundlegende These und in diesem Zusammenhang als Ziel des vorliegenden Bandes schreibt der Verfasser: \u201eDer Einzug digitaler Medientechnologie sowie der dar\u00fcber genutzten Software in der Organisation <em>Polizei<\/em> f\u00fchrt [\u2026] zu sichtbaren und auch unsichtbaren Ver\u00e4nderungen, die durch Datenerhebung und eine anschlie\u00dfende hermeneutische Analyse im Folgenden sichtbar gemacht werden sollen\u201c (S. 11, Hervorhebung im Original). Die Analyse folgt dabei der wissenssoziologischen Hermeneutik, welche vom Verfasser in der Einleitung umfassend dargestellt wird.<\/p>\n<p>Im ersten Aufsatz mit dem Titel \u201e\u00dcber <em>Flurfunk<\/em> und <em>Scrollbalken<\/em> bei der Polizei \u2013 Von der M\u00fcndlichkeit zur Schriftlichkeit und zur\u00fcck\u201c geht der Verfasser der Frage nach, welche Ver\u00e4nderungen in der Kommunikationskultur sich bei der polizeilichen Arbeit, insbesondere bei der Ermittlungsarbeit der Polizei durch die Einf\u00fchrung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien ergeben haben. Als Referenzpunkt der Ver\u00e4nderungen \u2013 und damit dem Erfassen eines \u201eDavor\u201c \u2013 dient eine Studie von Jo Reichertz aus dem Jahr 1991, welche die polizeiliche Aufkl\u00e4rungsarbeit in den Blick nimmt und auf die polizeiliche Kommunikationskultur fokussiert.<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Nach einer Auseinandersetzung des Verfassers mit Aspekten der Datenerhebung und -auswertung im Sinne einer Forschungs-(und Forscher-)reflexion wird der Wandel der polizeilichen (Arbeits-)Praxis im Rahmen ihrer Kommunikationskultur von oraler Kommunikation zu einer zunehmend (auch) literalen Kommunikation und die damit einhergehenden Folgen beschrieben. Besonders anschaulich ist diese Beschreibung insbesondere durch die umfassende Materialdarstellung und -analyse. Der Verfasser bezieht sich hierbei auf insgesamt sechs leitfadengest\u00fctzte Interviews und Feldnotizen von zwei Feldaufenthalten, wobei sich die Analyse \u201eauf das Verh\u00e4ltnis von Oralit\u00e4t \u2013 m\u00fcndliche Gespr\u00e4che, Telefonate und unmittelbare Face-to-Face-Treffen \u2013 und Literalit\u00e4t (E-Mails, Briefe etc.)\u201c (S. 40) im Arbeitsalltag und bei Entscheidungsprozessen fokussiert.<\/p>\n<p>In der interpretativen Erkundung des Materials geht der Verfasser zun\u00e4chst auf die grunds\u00e4tzliche Bedeutung des Computers im polizeilichen Arbeitsalltag ein und verdeutlicht dessen Rolle als \u201e\u2018erster\u2018 Ansprechpartner f\u00fcr den Start in den Arbeitstag und <em>Auftraggeber<\/em> f\u00fcr das weitere Vorgehen\u201c (S. 49, Hervorhebung im Original), insbesondere die Rezeption von Verteilernachrichten, Listeneintr\u00e4ge und E-Mails ist implizit vorausgesetzt und verdeutlicht die Verbindlichkeit des Computers als Nachrichtenmedium (vgl. S. 50). Weiter geht der Verfasser anhand des Materials auf die Ver\u00e4nderungen der Kommunikationskultur genauer ein, insbesondere einer wahrgenommenen Abnahme (gleichwohl keinesfalls eines Relevanzverlustes!) der oralen Kommunikation durch den Einsatz digitaler Medien. Der Verfasser konkretisiert diese Ver\u00e4nderungen u.a. an dem Beispiel von Entscheidungsprozessen zu Verantwortlichkeiten, \u201ewer, was und wann macht\u201c (S. 57). Vor allem die (Verantwortungs\u00fcbernahme f\u00fcr die) Bearbeitung und Koordination von Vorg\u00e4ngen bzw. damit verbundene Kommunikationsformen haben sich durch die E-Mail-Kommunikation, die damit zusammenh\u00e4ngende Zunahme von kursierenden Informationen bzw. der Verf\u00fcgbarkeit von <em>Wissen<\/em> ver\u00e4ndert (vgl. S. 57 ff.). \u201eDenn mit dem Wissen <em>um<\/em> gewisse Dinge steigt zugleich der normative Druck F\u00fcrsorge (Hilfe) zu leisten und damit Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Durch das Weiterleiten von Informationen wird zun\u00e4chst jedem <em>alles<\/em> selbst \u00fcberantwortet. Die Verantwortung wird sozusagen sprachlos und wortlos allein durch die Praxis des Verf\u00fcgbarmachens der Informationen (durch E-Mail-Weiterleitung) an jeden Einzelnen \u00fcbergeben. Das Lesen der Informationen und die damit einhergehende Verpflichtung, sich selbst informieren zu m\u00fcssen, <em>muss<\/em> nicht fortlaufend \u201avon oben\u2018 befohlen werden, sondern wird letztlich durch die Praxis sprach- und wortlos \u00fcbersandt\u201c (S. 60 f.). An anderer Stelle betont der Verfasser, dass sich damit \u201eder Verantwortungs- und Entscheidungsdruck f\u00fcr den Einzelnen [erh\u00f6ht], sich fortw\u00e4hrend die neuesten Mail-Informationen zuzuf\u00fchren, sie zu sichten, zu lesen und zu bewerten&#8220; (S. 64). Diese Entwicklung beschreibt der Verfasser unter Bezug auf Foucault mit der \u201eFremdf\u00fchrung zur Selbstf\u00fchrung\u201c (S. 61, Hervorhebung im Original)<\/p>\n<p>Bei allen Unterschieden der beiden mit unterschiedlichen sozialen Praxen verbundenen Kommunikationsformen (oral und literal) gilt grunds\u00e4tzlich zu ber\u00fccksichtigen, so der Verfasser, dass diese \u201ein der polizeilichen Praxis nicht ein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch meinen. Sie sind in der Praxis miteinander verschr\u00e4nkt\u201c (S. 62).<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a> Vor diesem Hintergrund und bezugnehmend auf kommunikations- und medientheoretische Erkenntnisse betont der Verfasser, dass \u201eein neues Medium ein Altes nicht g\u00e4nzlich \u00fcberfl\u00fcssig macht oder aufl\u00f6st, sondern das kommunikative M\u00f6glichkeitsfeld erweitert\u201c (S. 69)<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend in diesem Aufsatz bzw. Kapitel spannt der Verfasser nochmals den Bogen von der oralen zur literalen Kultur \u2013 und wieder zur\u00fcck (S. 70 ff.). Insgesamt wird, so der Verfasser, eine Verschiebung hin zu digital-literaler Kommunikation deutlich. \u201eGleichwohl, und das macht die Notwendigkeit einer Synthetisierung beider Handlungsweisen (digital und analog) evident [\u2026], bleibt die konkrete Einsatzsituation sowohl in Bezug zum B\u00fcrger als auch zu PolizeibeamtInnen untereinander weiterhin von unmittelbarer Kommunikation gepr\u00e4gt\u201c (S. 81).<\/p>\n<p>Im zweiten Aufsatz mit dem Titel \u201eDie Anpassung an und die Nutzung von digitale(n) Medien in der Polizei\u201c widmet sich der Verfasser der \u201eFrage nach der Art und Weise wie in dem Kontext der Computer- und digitalen Techniknutzung Wissen von den Beteiligten wechselseitig vermittelt und aufgenommen wird und welche <em>Praktiken<\/em> sich diesbez\u00fcglich etabliert haben\u201c (S. 84, Hervorhebung im Original).<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht der Verfasser hier auf theoretische Implikationen aus medien- und kommunikationstheoretischer Sicht sowie auf das empirische Material und das Vorgehen bei der Analyse ein. Auch hier stammt das Datenmaterial aus dem oben genannten DFG-gef\u00f6rderten Forschungsprojekt. Die ebenfalls der hermeneutischen Wissenssoziologie folgenden Analyse bezieht sich hier auf insgesamt f\u00fcnf leitfadengest\u00fctzten Interviews und acht Feldmemos (vgl. S. 88).<\/p>\n<p>In einem ersten Schritt der Materialvorstellung und -analyse beschreibt der Verfasser die in der polizeilichen Praxis vorhandenen Techniken, bestehend sowohl aus Hard- wie auch Software, und verdeutlicht die Vielf\u00e4ltigkeit der zum Einsatz kommenden digitalen und technischen Artefakte. Anhand der Feldnotizen und Interviews bietet der Verfasser dem Leser im Weiteren einen Einblick in das empirische Material und damit in das Feld. In der daran anschlie\u00dfenden Verdichtung wird zu Beginn betont, dass der Umgang mit entsprechenden Techniken heute als Grundf\u00e4higkeiten sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag vorausgesetzt werden: \u201eDie ad\u00e4quate Nutzung dieser Technik wird als eine neue, vierte Kulturtechnik \u2013 neben den klassischen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und elementarem Rechnen \u2013 mehr oder weniger vorausgesetzt\u201c (S. 102). Sowohl vor dem Hintergrund einer \u201e\u2018normalen\u2018 Technisierung des B\u00fcroalltags\u201c (S. 102) als auch angesichts kriminalistischer Notwendigkeiten (vgl. S. 103) sind diese Techniken Teil polizeilicher Praxis. Entsprechend wird eben auch von PolizeibeamtInnen ein f\u00e4higer Umgang mit diesen Techniken erwartet. Im Weiteren legt der Verfasser den Fokus u.a. auf den Zusammenhang von Alter (des\/der Polizeibeamten\/Polizeibeamtin) und der Mediennutzung. Dieser Zusammenhang wird anhand verschiedener Beispiele aus dem Datenmaterial verdeutlicht. Der Verfasser betont, dass der Umgang mit digitalen Medien von PolizeibeamtInnen unterschiedlichen Alters zwar nicht generell anders ist, jedoch ist bei j\u00fcngeren PolizeibeamtInnen der \u201eUmgang mit digitalen Medien [\u2026] h\u00e4ufig unbefangener und selbstverst\u00e4ndlicher, da sie mit diesen von Kindesbeinen gro\u00df geworden sind\u201c (S. 109). So banal diese Feststellung erscheint, so bedeutsam ist sie im Hinblick auf eine \u2013 mehr oder weniger aufw\u00e4ndige \u2013 Aneignung von Technik in der beruflichen bzw. polizeilichen Praxis (vgl. S. 116 ff.). Diesbez\u00fcglich konstatiert der Verfasser: \u201eTrotz m\u00f6glicher Schulungen in den unterschiedlichen Softwaresystemen der Polizei wird ein Gro\u00dfteil der Technikkompetenz durch Learning-by-Doing, also autodidaktisch und zum anderen durch KollegInnen, die man fragen kann, angeeignet\u201c (S. 121). Damit verbunden ist nicht zuletzt eine neue Hierarchieebene, bei der die eigene Stellung von der vorhandenen Medien- bzw. Technikkompetenz abh\u00e4ngt. Damit wird nicht zuletzt deutlich, \u201edass die Technik nicht mehr nur als ein Werkzeug verstanden werden kann. Die F\u00e4higkeit sie zu bedienen, ist ein eigener Wert geworden, die sich als <em>soziales Kapitel<\/em> ausweist\u201c (S. 121, Hervorhebung im Original).<\/p>\n<p>In einem den beiden Aufs\u00e4tzen nachgestellten bilanzierenden Abschluss setzt der Verfasser die Erkenntnisse nochmals in den (grunds\u00e4tzlichen) Kontext von Mediatisierungs- und Technisierungsprozessen und benennt in diesem Zusammenhang weitere, f\u00fcr die Forschung durchaus spannende Aspekte wie die starke mediale Pressearbeit der Polizei oder die zunehmende Nutzung von Facebook oder Twitter (vgl. S. 125). Res\u00fcmierend stellt der Verfasser fest, dass die Einf\u00fchrung und Etablierung technischer Neuerungen \u2013 sowohl hard- wie softwareseitig \u2013 [\u2026] bei der hier untersuchten Organisation \u201aPolizei\u2018 nicht nur zu offensichtlichen Ver\u00e4nderungen der allt\u00e4glichen Praxis gef\u00fchrt [hat]: So ist heute die erste Handlung das Starten des Computers. Es hat sich durch die Technisierung \u00fcberdies die Art und Form der Kommunikation und mithin die Kommunikationsstruktur in der Organisation ver\u00e4ndert\u201c (S. 125).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/soziologie\/lg3\/forschung\/projekte\/praxis_entscheidens.shtml\">https:\/\/www.fernuni-hagen.de\/soziologie\/lg3\/forschung\/projekte\/praxis_entscheidens.shtml<\/a> [zuletzt abgerufen am 05.03.2019]<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Bez\u00fcglich des empirischen Materials, welches im Zeitraum von 2009 bis 2012 erhoben wurde, weist der Verfasser selbst im Vorwort darauf hin, \u201edass manche genannten Einzelaspekte f\u00fcr das Erscheinungsjahr 2018 schon wieder \u00fcberholt oder bekannt klingen\u201c (S. 7). Gleichwohl sechs bis neun Jahre mit Blick auf die rasante Entwicklungen der (neuen) Medien als eine Ewigkeit erscheinen, ist dem Verfasser jedoch zuzustimmen, dass die grunds\u00e4tzlichen Perspektiven auf bspw. soziale Netzwerke und darauf bezogenes polizeiliches Handeln nach wie vor bedeutsam und g\u00fcltig sind\u00a0 \u2013 auch \u201eweil Ver\u00e4nderungen in einer Organisation (hier der Polizei), zumal, wenn es um Ver\u00e4nderungen im Rahmen sozialer Praktiken, der Wissensweitergabe und damit zusammenh\u00e4ngender Binnenprozesse sozialen Wandels von Organisationen geht, von einer gewissen Langsamkeit gepr\u00e4gt sind\u201c (S. 7).<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Reichertz, Jo (1991): Aufkl\u00e4rungsarbeit. Kriminalpolizisten und Feldforscher bei der Arbeit. Stuttgart: Enke.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Dies wird nicht zuletzt deutlich, wenn man die (Zuschreibungen von) Bedeutung oraler und\/oder literaler Kommunikationsformen auch aus der Sicht j\u00fcngerer und \u00e4lterer Polizeibeamten, \u201edie sich grob aufteilen lassen in intensive E-Mail-Nutzer auf der einen und stark auf Gespr\u00e4che ausgerichtete auf der anderen Seite\u201c (S. 68) im Vergleich betrachtet (vgl. S. 64 ff.).<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas A. Fischer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bidlo, Oliver; Vom Flurfunk zum Scrollbalken. Mediatisierungsprozesse bei der Polizei; Oldib Verlag Essen, 2018, 134 Seiten, 15,- EUR, ISBN 978-3-939556-64-0. Das Thema der Digitalisierung bzw. umfassender: Mediatisierung ist in unterschiedlichen Kontexten und in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen Gegenstand der Forschung. 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