{"id":1202,"date":"2019-03-30T12:51:02","date_gmt":"2019-03-30T11:51:02","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1202"},"modified":"2019-03-30T13:00:13","modified_gmt":"2019-03-30T12:00:13","slug":"benno-zabel-hrsg-strafrechtspolitik-ueber-den-zusammenhang-von-strafgesetzgebung-strafrechtswissenschaft-und-strafgerechtigkeit-rezensiert-von-holger-plank-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1202","title":{"rendered":"Benno Zabel (Hrsg.) &#8211; Strafrechtspolitik. \u00dcber den Zusammenhang von Strafgesetzgebung, Strafrechtswissenschaft und Strafgerechtigkeit &#8211; Rezensiert von: Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Zabel, Benno<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> (Hrsg.);<\/em> Strafrechtspolitik. \u00dcber den Zusammenhang von Strafgesetzgebung, Strafrechtswissenschaft und Strafgerechtigkeit. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/strong><strong>;<\/strong> ISBN: 978-3-8487-4706-1, 263 Seiten, erschienen bei Nomos, Baden-Baden (in Gemeinschaft mit <a href=\"https:\/\/www.facultas.at\/home\">facultas<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/www.dike.ch\/\">Dike Verlag<\/a>, Z\u00fcrich\/St. Gallen) als Band 4 der Schriftenreihe \u201eGrundlagen des Strafrechts\u201c, 2018, 69.- \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1203 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/strafrechtspolitik-101x150.png\" alt=\"\" width=\"101\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/strafrechtspolitik-101x150.png 101w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/strafrechtspolitik.png 200w\" sizes=\"(max-width: 101px) 100vw, 101px\" \/><\/p>\n<p>Der in betont (interdisziplin\u00e4rer) kriminalpolitischer Orientierung gestaltete, da\u00adher aktuell hochinteressante Sam\u00ad\u00admelband, vereint neun strafrechts\u00adwissen\u00adschaft\u00adliche Bei\u00adtr\u00e4ge namhafter deut\u00adscher und eines spanischen Wissenschaftler(s). Ein weiterer Beitrag (Frau Morsch<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>) verl\u00e4sst in einem multidisziplin\u00e4ren Ansatz den wis\u00adsen\u00ad\u00adschaftstheo\u00adreti\u00adschen Rahmen des Bandes und bildet die Klammer zur Legis\u00adlative und zu Fragen der Rechts\u00adanwen\u00addung.<!--more--> Die Beitr\u00e4ge stammen zum gr\u00f6\u00dften Teil aus der im Juni 2016 an der Universit\u00e4t Bonn am Lehrstuhl des Herausgebers veranstalteten Tagung \u201e<a href=\"https:\/\/www.jura.uni-bonn.de\/lehrstuhl-prof-dr-zabel\/prof-dr-benno-zabel\/tagungen\/\">Strafgesetzgebung und Strafgerechtigkeit<\/a>\u201c, in welcher die unmittelbaren Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen beiden Anker\u00adpunkten inter\u00addisziplin\u00e4r aus den Perspektiven der Kriminalpolitik, Rechtstheorie und Dog\u00admatik, der Kriminologie und der Sanktionspraxis diskutiert wurden.<\/p>\n<p><strong>Zabel<\/strong> mahnt daher bereits in seinem Vorwort in Ankn\u00fcpfung an Vertreter einer \u201eGe\u00adsam\u00adten Strafrechtswissenschaft\u201c das geraume Zeit vorherrschende \u201e<em>Refle\u00adxions\u00adde\u00adfizit im Umgang mit den demokratischen Rahmungen der Strafrechts\u00adinsti\u00adtu\u00adtionen<\/em>\u201c an und stellt eine \u201e<em>wechselseitige Entfremdung der Akteure<\/em>\u201c, sehr sch\u00f6n in die Metapher \u201e<em>Kriminalpolitik, Wissenschaft und Rechtsprechung bezeichnen aus\u00adein\u00adan\u00adder\u00addriftende Kontinente<\/em>\u201c eingebettet, fest. Die unterschied\u00adlichen Ak\u00adteure nahmen kaum noch Notiz vonein\u00adander, man marginalisierte sich gegen\u00adseitig und leistete so der Sprachlosigkeit zus\u00e4tz\u00adlich Vorschub, so Zabel r\u00fcckblickend.<\/p>\n<p>Dies scheint sich allerdings zu \u00e4ndern. Zahlreiche Autoren melden sich in j\u00fcng\u00aderer Zeit zu Wort und versuchen das \u201eTheorie- und Hand\u00adlungsfeld\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> \u00fcbergreifend auszuleuchten. Insofern leistet auch dieser Sammelband (vgl. Fn. 2, Link zum In\u00adhalts\u00adverzeichnis) einen Beitrag zu einem weniger dogmatischen, eher evidenz\u00adba\u00adsierten Straf\u00adrechts\u00ad\u00adverst\u00e4ndnis, wie es im Sinne der Vertre\u00adter einer \u201eGesamten Straf\u00adrechts\u00ad\u00adwis\u00adsenschaft\u201c immer wieder gefordert wurde und wird. So beschrieb z. B. einst Hassemer das in\u00adter\u00addis\u00adziplin\u00e4re Zusammenspiel innerhalb der o. g. Instanzen in diesem Rahmen sogar als \u201e<em>g\u00f6ttliche Ordnung<\/em>\u201c, innerhalb derer \u201e<em>jeder wisse, was er zu tun habe. Dem Strafrecht gehe es um die Normen und die Werte; hier werde bestimmt, was sein solle, weil es gerecht ist. Die Kriminologie liefere die Fakten, die Wahrheit; sie sagt uns, wie die Dinge stehen, und pro\u00adphezeit uns vielleicht gar noch, wie sie sich unter dem Einfluss einer bestimmten Strafjustiz entwickeln werden. Und die Kriminalpolitik setze mit Augenma\u00df ins Werk<\/em>, <em>was Strafrecht und Kriminologie zuvor gemeinsam hervor\u00adge\u00adbracht ha\u00adben<\/em>.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Auch wenn das aktuelle Zusam\u00admen\u00adspiel der Akteure auf diesem Feld, Gesetzgebung, Dogmatik und die Verfahrens- und Sanktionspraxis, wohl noch weit von diesem Ideal entfernt sein d\u00fcrfte, lohnenswert ist die Ann\u00e4herung an einen derartigen \u201eparadiesischen\u201c Zustand allemal. In diesem Bild forderte auch Roxin<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> stets \u201e <em>(&#8230;) das Strafrecht unter Ber\u00fccksichtigung em\u00adpi\u00adrischer, z. B. kri\u00adminolo\u00adgi\u00adscher Erkenntnisse der Verbrechenswirklichkeit im kri\u00adminalpolitischen Kon\u00adtext<\/em>&#8220; fortzuentwickeln. Der Gesetzgeber jedenfalls will diese As\u00adpekte, folgt man zumindestens den Aussagen des aktuellen Koalitions\u00advertrages f\u00fcr die 19. Legislaturperiode zwi\u00adschen CDU\/CSU und SPD vom 07. Februar 2018, st\u00e4rker als bisher ber\u00fcck\u00adsichtigen. Die Koalition\u00e4re haben sich auf eine \u201e<em>evidenzbasierte Kriminalpolitik<\/em>\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> geeinigt, bei der \u201e<em>krimi\u00adnologische Evi\u00addenzen sowohl bei der Erarbeitung von Gesetzentw\u00fcrfen als auch bei deren Evaluation ber\u00fccksichtigt werden<\/em>\u201c sollen. Insgesamt also ein grds. diskurs\u00adfreundliches Klima, welches in \u201e<em>Zeiten, in der der Wandel von Staat und Ge\u00adsellschaft auch immer st\u00e4rker auf das Strafrecht durchschl\u00e4gt<\/em>\u201c (Stichwort: \u201eDigitalisierung\u201c), wohl auch die Beitr\u00e4ge dieses Sammelbandes mit\u00adbeeinflusst haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Der vorliegende Band soll in diesem Kontext \u201e<em>den Auftakt f\u00fcr eine kon\u00adtinuierliche Auseinandersetzung mit der Theorie und Praxis des Strafrechts<\/em>\u201c darstellen, so die Herausgeber im Vorwort. Ein notwendiger, ja \u00fcberf\u00e4lliger Ansatz, der sich aber zunehmend und durchaus vielseitig zu konturieren versucht.<\/p>\n<p><strong>Zabel<\/strong> bezeichnet in seinem einleitenden Beitrag \u201e<em>Strafrecht unter dem Grund\u00adgesetz<\/em>\u201c (S. 9 \u2013 44), der gewisserma\u00dfen eine konstitutionelle Klammerfunk\u00adtion f\u00fcr die weiteren Beitr\u00e4ge bildet, den derzeitigen Zustand des Sujets u. a. als \u201e<em>\u00dcber\u00adgangsstrafrecht<\/em>\u201c (vgl. au\u00dferdem Fn. 9), unter dem \u201e<em>Gro\u00dftitel Transfor\u00admation von Staat und Gesell\u00adschaft<\/em>\u201c eingepasst in rasante Ver\u00ad\u00e4n\u00adderungen der \u201e<em>Sozial- und Verbrechenskon\u00adtrolle, der Reorganisa\u00adtion der inneren und \u00e4u\u00dferen Sicherheit (&#8230;)<\/em>\u201c u. a., und stellt die Frage, wie sich dieser \u201e<em>unumkehrbare Prozess (&#8230;) in eine Kultur legitimer Strafrechts\u00adgew\u00e4hr\u00adleistung<\/em>\u201c unter dem Diktat zahl\u00adreicher \u201e<em>pro\u00adduk\u00adtiver bzw. <u>struktureller Ambivalenzen<\/u><\/em>\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> und \u201e<em>latent gestei\u00adgerter Symbol\u00fcber\u00adsch\u00fcsse<\/em>\u201c sowie eines \u201e<em>pragmatischen Inter\u00adven\u00adtions\u00ad\u00admana\u00adge\u00adments<\/em>\u201c in\u00adte\u00ad\u00adgrieren las\u00adse. Dies betreffe, im Kontext der Einleitung oben, \u201e<em>Gesetzgebung und Krimi\u00adnal\u00adpolitik, die Wissenschaft und Dogmatik und die am Verfahren Beteiligten (allesamt). Dieses Netzwerk von Institutionen und Akteuren entscheide, auch das geh\u00f6re zur Ambi\u00advalenz des Strafrechts<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><strong>[9]<\/strong><\/a>, wie kontr\u00e4re Interessen ausgemittelt wer\u00adden sollen<\/em>.\u201c Allerdings ginge es bei dem gesellschaftlichen Strukturwandel auch um (ver\u00adfassungs-)\u201e<em>normative R\u00fcckkoppelungen<\/em>\u201c und Rahmenbedingungen, die auf das Straf\u00adrecht selbst zur\u00fcckwirken. Dies alles finde in einem Span\u00adnungsfeld zwischen einem immer h\u00f6her werdenden und gleichzeitig indivi\u00adduali\u00adsierten Ord\u00adnungs\u00adverlangen und Sicherheitsbed\u00fcrfnis statt, und das in demselben Ma\u00dfe, in dem \u201e<em>Koh\u00e4renz\u00aderfahrungen<\/em>\u201c abnehmen und \u201e<em>Wir-Identit\u00e4ten<\/em>\u201c immer seltener \u00fcber \u201e<em>allgemein anerkannte, staatlich sanktionierte Sinnagenten organisiert wer\u00adden<\/em> <em>(bzw.)<\/em> <em>Moral und Religion sich nicht mehr universalisieren lassen<\/em>.\u201c Da tra\u00additionelle Konzepte die Logik anerkannter Koh\u00e4renzproduktion offenkundig nicht mehr umf\u00e4nglich be\u00adgr\u00fcn\u00adden k\u00f6nnten, trete das Recht an deren Stelle und das Strafrecht laufe so Gefahr, zum \u201e<em>Si\u00adcher\u00adheitsgew\u00e4hrleistungs- bzw. Koh\u00e4renz\u00adstraf\u00adrecht<\/em>\u201c zu werden, r\u00e4soniert Zabel. Das m\u00fcsse sich dann aber auch auf den \u201eNormhaus\u00adhalt\u201c strafrechtlicher Tatbest\u00e4nde aus\u00adwirken, was eines \u201e<em>innovativen Umgangs mit der im Recht angelegten Ambiva\u00adlenz bed\u00fcrfe<\/em>.\u201c Zum Teil k\u00f6nne man diesen Schwenk bereits in spezifischen Eigenschaften des modernen Strafrechts erken\u00adnen, wenn es \u201e<em>allgemeinverbind\u00adliche Orientierungen durch die Koppelung norma\u00adtiver und kommunikativer Strate\u00adgien zu garantieren versuche<\/em>\u201c, bspw. aber nicht nur durch seinen aufgewachsenen Opferbezug etc. Sehe man Strafrecht auch als \u201e<em>Freiheitsge\u00adw\u00e4hrleistungsordnung<\/em>\u201c so habe sich die Perspektive in der Mo\u00adderne vom \u201e<em>Kol\u00adlektivismus<\/em>\u201c im Sinne eines \u201e<em>gewalthabenden Staates<\/em>\u201c in Hegel\u2018 scher Tradition gewendet, hin zu einem \u201e<em><u>normativen Individualismus<\/u><\/em>\u201c<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>, bei dem die \u201e<em>Ver\u00adfolgung kollektiver Ziele letztlich an den Belangen und Freiheitsin\u00adteres\u00adsen der davon betroffene Menschen ausgerichtet sei<\/em>.\u201c Heute st\u00fcnden beide Kon\u00adzepte allerdings komplement\u00e4r zueinander, keines k\u00f6nne f\u00fcr sich einen ab\u00adsoluten Deutungsan\u00adspruch reklamieren, weshalb Zabel eher von einem \u201e<em>institu\u00adtionellen Freiheitsver\u00adst\u00e4ndnis<\/em>\u201c im Sinne von Institutionen im Verst\u00e4ndnis \u201e<em>sozia\u00adler Netz\u00adwerke<\/em>\u201c ausgeht. In diesen k\u00f6nne zwischen den Ankerpunkten \u201e<em>Freiheit und Auto\u00adnomie (&#8230;), in den Kontexten faktischer Umweltbedingungen<\/em>\u201c auch im\u00admer wieder \u00fcber neu zu verhandelnde Orientierungspotentiale f\u00fcr ein funk\u00adtionierendes Gemeinwesen diskutiert werden, was bei diesem Entwurf aus\u00addr\u00fcck\u00adlich \u201e<em>die Existenz oder auch nur die Behauptung von Unsicherheit, Angst und Kontingenz, von Gefahren und Risiken<\/em>\u201c als diskursive Elemente beinhalte.<\/p>\n<p>Das Ansinnen erfordert nat\u00fcrlich einen Blick auf die einzelnen Akteure und deren Selbstverst\u00e4ndnis. <strong>Kubiciel<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/strong> richtet bspw. in seinem Beitrag \u201e<em>Kriminalpolitik und Strafrechtswissenschaft<\/em>\u201c (S. 99 \u2013 132) zun\u00e4chst den Spot auf die Kriminal\u00adpolitik und stellt deren Aktivit\u00e4ten die (denkbaren) Impulse der Strafrechts\u00adwissenschaft ge\u00adgen\u00ad\u00fcber. Sein Fazit f\u00e4llt dabei allerdings recht n\u00fcchtern aus. So sei rationale Kriminalpolitik zunehmend von einer Kriminalpolitik zur\u00fcck\u00adgedr\u00e4ngt worden, \u201e<em>die ad hoc auf das Entstehen neuer sozialer Probleme, Ver\u00e4n\u00adde\u00adrungen gesellschaftlicher Bewusstseinszu\u00adst\u00e4n\u00adde und die Er\u00f6ffnung politischer Chancen reagiert<\/em>\u201c habe. Aber, gleicherma\u00dfen inad\u00e4quat habe auch die Straf\u00adrechtswissenschaft auf diese \u201e<em>grundlegenden Ver\u00e4n\u00adderungen<\/em>\u201c reagiert, n\u00e4mlich \u201e<em>mit seit Jahrzenten einge\u00ad\u00fcbten Reflexen und unter Verwendung von seit Jahr\u00adzehnten (erfolglos) bem\u00fchter Formeln<\/em>.\u201c Sie sei von \u201e<em>einer Debatte \u00fcber eine \u201aNeue Strafrechtswissenschaft\u2018, wie sie bspw. die Ver\u00adwal\u00adtungsrechtslehre vor dem Hintergrund vergleichbar gro\u00dfer Umw\u00e4lzungen sein eineinhalb Jahrzehnten f\u00fchrt, (&#8230;) weit entfernt<\/em>.\u201c Vor allem, und das ist das eigentlich Bemerkenswerte an der Feststellung, sei sie \u201e<em>auf die Herausforde\u00adrungen der zu beobachtenden Umgestaltung des Strafrechts weder konzeptionell noch methodisch ausreichend vorbereitet<\/em> <em>(&#8230;)<\/em>\u201c und m\u00fcsse daher \u201e<em>ihr Selbst\u00adverst\u00e4ndnis und ihre Arbeitsweisen \u00fcberdenken<\/em>\u201c. Nur so k\u00f6nne \u201e<em>der Renaissance der Kriminalpolitik eine Wieder\u00adgeburt der Wissenschaft als Rat- und Impulsgeber folgen<\/em>.\u201c Die Wissenschaft m\u00fcsse sich daher methodisch erweitern und derart \u201e<em>auf weitere Ver\u00e4nderungen des Strafrechts einstellen, die keiner systematischen Idee folgen<\/em> (&#8230;).\u201c Manche der auf dem Plan stehenden Modifikationen lie\u00dfen sich n\u00e4mlich mit den bew\u00e4hrten Formeln nicht mehr ad\u00e4quat begleiten, weshalb sich auch die Strafrechtswis\u00adsenschaft st\u00e4rker als bisher interdisziplin\u00e4r, bzw. in Anlehnung an den von Roxin gesch\u00f6pften Begriff, \u201e<em>sub\u00adsi\u00addi\u00e4rwissenschaftlich<\/em>\u201c, d. h. \u201e<em>gemein\u00adsam mit Vertre\u00adtern anderer Teildiszi\u00adplinen des Rechts sowie der Rechtspraxis<\/em> (mit der Suche) <em>nach Alternativen zum Straf\u00adrecht<\/em>\u201c besch\u00e4ftigen m\u00fcsse. Hier ist er im Prinzip erneut deutlich zu erkennen, der \u201eerweiterte\u201c Gedanke einer \u201eGesamten Straf\u00adrechtswissenschaft\u201c.<\/p>\n<p><strong>Morsch<\/strong>, aus ihrer damaligen Perspektive (vgl. Fn. 3) an der unmittelbaren Schnitt\u00adstelle zur Gesetzgebung im saarl\u00e4ndischen Justizministerium t\u00e4tig, for\u00admuliert in ihrem Beitrag \u201e<em>Zum Verh\u00e4ltnis von Wissenschaft und Gesetzgebung<\/em>\u201c (S. 133 \u2013 151) den Auftrag und die M\u00f6glichkeiten der Strafrechtswissenschaft abschlie\u00dfend in mehreren Thesen. Zusammengefasst sei \u201e<em>die Bedeutung der Wis\u00adsenschaft bei der He\u00adrauspr\u00e4parierung von Gesetzesvorhaben und der Bildung des \u201anormativen Konsenses\u2018<\/em>\u201c unbestritten, ja, \u201e<em>(gute) Rechtspolitik w\u00e4re ohne das Zusam\u00admenspiel mit der Wissenschaft kaum denkbar<\/em>\u201c, wobei die \u201e<em>Rolle der Wis\u00adsenschaft erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig sei<\/em>\u201c, denn \u201e<em>das eigene Wissen um die Sach\u00adkom\u00adpetenz und die Einsch\u00e4tzung, deshalb mehr zu sagen zu haben, rechtfertige alleine eine gewisse Vorrangstellung nicht<\/em>.\u201c Einschr\u00e4nkend bemerkt sie aller\u00addings, dass \u201e<em>der Wissenschaft im Rahmen der Gesetzgebung vor allem im Stadium der Im\u00adpulsgebung und der Gesetzesvorbereitung eine bedeutende Rolle<\/em>\u201c zu\u00adkomme. Ihr Einfluss im parlamentarischen Verfahren ist allerdings eher gering, da hier grund\u00adlegend andere Weichenstellungen im politischen Prozess nur noch schwer durch\u00adsetzbar seien. Leider sei \u2013 und das erschwert den kontinuierlichen Beitrag und Ein\u00adfluss auf die Gesetzgebung \u2013 \u201e<em>die politische und die wissen\u00adschaftliche Arbeit von einer gewissen \u201aUngleichzeitigkeit\u2018 gepr\u00e4gt<\/em>\u201c, wissen\u00adschaftliche und politi\u00adsche Planungen liefen eben nicht synchron. Vor allem aber m\u00fcsse sich \u201e<em>Wissen\u00adschaft mit der Politik, will sie verst\u00e4rkt geh\u00f6rt werden, ver\u00adnetzen<\/em>.\u201c Letzteres findet nach meiner Beobachtung inzwischen in vielen kriminal\u00adpolitischen Initiativen und Kreisen Ausdruck und erzeugt Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, bleibt man dem List\u2018 schen Ansatz (Zweckbestimmung) einer \u201eGe\u00adsamten Strafrechtswissenschaft\u201c, der seither \u00fcber die Jahre immer wieder modi\u00adfiziert, wenn auch vorsichtig aufgegriffen wird (z. B. durch Roxin oder Has\u00adsemer), hier durchg\u00e4ngig verhaftet, bedarf es auch einer Stimme der \u201eKrimi\u00adnologie\u201c, in diesem Band vertreten durch Frau <strong>Goeckenjan<\/strong><a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> mit dem Beitrag \u201e<em>Strafge\u00adsetz\u00adgebung und Krimi\u00adnologie<\/em>\u201c. Sowohl einleitend wie auch res\u00fcmierend beschreibt sie den (Erkenntnis-)Zustand und die Beachtung der Kriminologie (als autonome Wissenschaft) innerhalb der Strafrechtswissenschaft wohl einiger\u00adma\u00dfen zutreffend als Anto\u00adnymie, denn, \u201e<em>die Kriminologie habe zu vielen Vor\u00adhaben der Strafgesetzgebung Substanzielles beizutragen \u2013 auch wenn sie damit zumeist nicht geh\u00f6rt wird<\/em>\u201c, und das, obwohl die Erzielung sozial n\u00fctzlicher Wirkungen das Strafrecht eigentlich legitimiere, mindestens die Strafwirkungs\u00adforschung und rechtstats\u00e4chliche Evaluation von Gesetzen somit \u201e<em>verfassungs\u00adrechtlich (\u00fcber das) Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsprinzip <u>das<\/u> Einfallstor f\u00fcr die Ber\u00fcck\u00adsichtigung empirischer Erkenntnisse bildet<\/em>.\u201c Schon deshalb sei es angesichts des mangels einer \u201e<em>Re-Rationalisierung des Kriminalit\u00e4tsdiskurses<\/em>\u201c erforderlich, dass die Kriminologie ihren Fokus weiterhin hierauf richte und der Kriminal\u00adpolitik permanent einen Spiegel vor\u00adhalte. Eine \u201e<em>kritische Begleitung der Vor\u00adg\u00e4nge in der Kriminalpolitik durch die Kriminologie scheint heute mehr denn je erforderlich<\/em>\u201c, so Goeckenjan. In die gleiche Kerbe, ebenfalls mit krimino\u00adlogischem Impetus, schl\u00e4gt im \u00dcbrigen in einem weiteren Beitrag mit dem Titel \u201e<em>Evidence based Kriminalpolitik?<\/em>\u201c Frau <strong>H\u00f6ffler<\/strong><a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>. Sie bringt dabei deutlich schon \u00fcber die in Frageform gegossenen Titulierung ihres Beitrags zum Aus\u00addruck, dass die Kriminologie (wie auch die Strafrechtswissenschaft) dabei \u201e<em>nicht nur mantrahaft auf ihre eigene Notwen\u00addigkeit rekurrieren, sondern sich ihr Po\u00adten\u00adtial und ihre Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit, ihre Ziele, kurz, ihr Programm immer wieder neu erstreiten und mit einem modernen Inhalt f\u00fcllen<\/em>\u201c m\u00fcsse und wenn sie nur dabei hilft, \u201e<em>einen kritischen Blick auf alte Gewohnheiten frei(zu)geben<\/em>\u201c. Insoweit schlie\u00dft Fr. H\u00f6ffler wiederum den \u201ekriminologischen\u201c Kreis zu Kubiciel und dessen progressiven Blick auf die \u201eStrafrechtswissenschaft\u201c, in diesem Band thematisch sehr sch\u00f6n vereint unter dem Ideal einer \u201eGesamten Strafrechts\u00adwissenschaft\u201c und unter Beteiligung aller dargestellten Akteure.<\/p>\n<p>Die Herausgeber haben einen wirklich ansehnlichen und sehr lesenswerten\u00a0 Sam\u00admel\u00adband zusammengestellt, aus dem ich mir exemplarisch, zugegeben mit diszi\u00adplin\u00e4r verengtem Blick, nur einige der allesamt sehr lesenswerten zehn Beitr\u00e4ge herausgegriffen habe, und damit den selbst angek\u00fcndigten Einstieg f\u00fcr eine kon\u00adtinuierliche Aus\u00adeinandersetzung mit der Theorie und Praxis des Strafrechts hervorragend be\u00adw\u00e4ltigt. Mit einer k\u00fcnftig noch intensiveren Ber\u00fccksichtigung der Praxis k\u00f6nnte der interdisziplin\u00e4re Charakter des vertretenen Ansatzes, bleiben wir bei Roxin und seiner \u201eSubsidi\u00e4rwissenschaft\u201c, sogar noch verst\u00e4rkt werden. Aber, ein solch reizvoller, weil facettenreicher Auftakt macht sehr neugierig auf die Fortsetzung der Reihe.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Prof. Dr. iur. <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-bonn.de\/lehrstuhl-prof-dr-zabel\/prof-dr-benno-zabel\/\">Benno Zabel,<\/a> B.A., Rechtswissenschaftler, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht und Rechtsphi\u00adlo\u00adsophie an der Universit\u00e4t Bonn. Mitherausgeber der Nomos-Reihe \u201e<a href=\"https:\/\/www.nomos-shop.de\/reihenpopup.aspx?reihe=565\">Grundlagen des Straf\u00adrechts<\/a>\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.nomos-shop.de\/Zabel-Strafrechtspolitik\/productview.aspx?product=35048\">Verlags-Website<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/9783845289366-1\/titelei-inhaltsverzeichnis\">Inhaltsverzeichnis<\/a> des Sammelbandes in der eLibrary des Nomos-Verlags.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Dr. iur. Anke Morsch, seit Januar 2018 Pr\u00e4sidentin des <a href=\"https:\/\/www.saarland.de\/2327.htm\">Finanzgerichts<\/a> des Saarlandes, vorher Staats\u00adsekret\u00e4rin im saarl\u00e4n\u00addischen Ministerium der Justiz a. D. Ihr Vortrag ist allerdings noch in der urspr\u00fcnglichen Fassung vom Juni 2016 in dem Band vertreten.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Das zeigt sich z. B. auch mit der Herausgabe neuer strafrechtswissenschaftlicher Reihen, wie z. B. dem Ende 2018 im ersten Band herausgegebenen neunb\u00e4ndigen \u201e<a href=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1129\">Handbuch des Strafrechts<\/a>\u201c, vgl. Besprechung von Feltes im PNL.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Hassemer, Wilfried, 2008, S.\u00a0116 (\u201eStrafrecht. Sein Selbstverst\u00e4ndnis, seine Welt\u201c, Berliner Wissen\u00adschafts-Verlag) und 2005, S.\u00a019 (\u201eKriminologie \u2013 Strafrecht \u2013 Kriminalpolitik\u201c, in: Pilgram et al. (Hrsg.), Kriminologie. Akteurin und Kritikerin gesellschaftlicher Entwicklung, Jahrbuch f\u00fcr Rechts- und Kriminalsoziologie `04).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Roxin, Claus, 2006, S.\u00a04 f. (in: Strafrecht. Allgemeiner Teil, Band I: Grundlagen. Der Aufbau der Verbrechenslehre, C. H. Beck Verlag, M\u00fcnchen)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.cdu.de\/system\/tdf\/media\/dokumente\/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1\">Koalitionsvertrag<\/a>, S. 133 f., Z. 6289 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Herunter versteht er z. B. die \u201eKarriere der (dem Strafrecht grds. nicht wesensfremden) abstrakten Gef\u00e4hrdungsdelikte zum programmatischen Instrument der Kriminalit\u00e4tsbew\u00e4ltigung\u201c oder auch die \u201e(Re-)Moralisierung des Normhaushaltes\u201c \u00fcber die Ausbringung und Gestaltung von \u201eVerhaltens-, Ge\u00adf\u00fchls- und Tabuschutzdelikten\u201c und auch die \u201eFunktionsverschr\u00e4nkungen zwischen Polizei- und Strafrecht\u201c (j\u00fcngst z. B. im Rahmen der Polizeirechtsnovelle in NRW unter Ausbringung eines eigenst\u00e4ndigen Straftatbestandes in \u00a7 <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_bes_detail?sg=0&amp;menu=1&amp;bes_id=5173&amp;anw_nr=2&amp;aufgehoben=N&amp;det_id=421674\">34d Polizeigesetz<\/a> zur Sanktionierung des Versto\u00dfes gegen voll\u00adstreckbare gerichtliche Anordnungen in den \u00a7\u00a7 34 b und c des Gesetzes explizit als Nebenstrafrecht ausgebracht), welche einer \u201efolgenorientierten Kriminalpolitik, die das Straf\u00adrecht in ein Instrument einer exzessiven Kontrollkultur\u201c im Sinne Garlands verwandeln k\u00f6nnten, immer st\u00e4rkeren Aus\u00addruck verleihen k\u00f6nnten, wobei er die Ausweitung des Sujets zum \u201eSicherheitsstrafrecht\u201c keineswegs rund\u00adweg ablehnt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Weshalb Zabel von einem, das ist im \u00dcbrigen eine Begriffsneusch\u00f6pfung, die ich in diesem Kontext noch nicht geh\u00f6rt habe, \u201e<strong>Unsicherheitsbeherrschungsstrafrecht<\/strong>\u201c spricht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Nach <a href=\"https:\/\/hoernle.rewi.hu-berlin.de\/index.php?expanded=aktuell&amp;id=profhoernle&amp;lang=de\">H\u00f6rnle<\/a>, Prof. Dr. iur. an der HU Berlin.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Michael <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-augsburg.de\/lehrende\/professoren\/kubiciel\/\">Kubiciel<\/a>, Prof. Dr. iur., Lehrstuhl f\u00fcr Deutsches, Europ\u00e4isches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht an der Universit\u00e4t Augsburg.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u00a0Frau Ingke <a href=\"https:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/ls-strafrecht\/prof\/index.html.de\">Goeckenjan<\/a>, Prof. Dr. iur., Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht und Strafprozessrecht an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u00a0 Frau Katrin <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/prof-dr-katrin-h\u00f6ffler\/438326.html\">H\u00f6ffler<\/a>, Prof. Dr. iur., Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht und Kriminologie an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zabel, Benno[1] (Hrsg.); Strafrechtspolitik. \u00dcber den Zusammenhang von Strafgesetzgebung, Strafrechtswissenschaft und Strafgerechtigkeit. [2]; ISBN: 978-3-8487-4706-1, 263 Seiten, erschienen bei Nomos, Baden-Baden (in Gemeinschaft mit facultas und dem Dike Verlag, Z\u00fcrich\/St. Gallen) als Band 4 der Schriftenreihe \u201eGrundlagen des Strafrechts\u201c, 2018, 69.- \u20ac Der in betont (interdisziplin\u00e4rer) kriminalpolitischer Orientierung gestaltete, da\u00adher aktuell hochinteressante Sam\u00ad\u00admelband, vereint neun &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1202\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Benno Zabel (Hrsg.) &#8211; Strafrechtspolitik. \u00dcber den Zusammenhang von Strafgesetzgebung, Strafrechtswissenschaft und Strafgerechtigkeit &#8211; Rezensiert von: Holger Plank<\/span> <span class=\"meta-nav\">&uarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1202"}],"collection":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1202"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1202\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1209,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1202\/revisions\/1209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}