{"id":1233,"date":"2019-04-28T11:27:47","date_gmt":"2019-04-28T09:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1233"},"modified":"2019-04-28T11:27:47","modified_gmt":"2019-04-28T09:27:47","slug":"meropi-tzanetakis-heino-stoever-hrsg-drogen-darknet-und-organisierte-kriminalitaet-herausforderungen-fuer-politik-justiz-und-drogenhilfe-rezensiert-von-holger-plank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1233","title":{"rendered":"Meropi Tzanetakis \/ Heino St\u00f6ver (Hrsg.) &#8211;  Drogen, Darknet und Organisierte Kriminalit\u00e4t. Herausforderungen f\u00fcr Politik, Justiz und Drogenhilfe. &#8211; Rezensiert von: Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Tzanetakis, Meropi Dr.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \/ St\u00f6ver, Heino Prof. Dr.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> (Hrsg.);<\/em> Drogen, Darknet und Organisierte Kriminalit\u00e4t. Herausforderungen f\u00fcr Politik, Justiz und Drogenhilfe.<\/strong><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><strong>;<\/strong> ISBN: 978-3-8487-3998-1, 280 Seiten, Nomos Verlag, Baden-Baden, 2019, 54.- \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1236 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/drogen_darknet_OK-102x150.png\" alt=\"\" width=\"102\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/drogen_darknet_OK-102x150.png 102w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/drogen_darknet_OK.png 200w\" sizes=\"(max-width: 102px) 100vw, 102px\" \/><\/p>\n<p>Der Sammelband, mit einem einf\u00fchrenden kritischen Geleitwort von Henner <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henner_Hess\">Hess<\/a><\/strong> zur seiner Meinung nach weitgehend gescheiterten bzw. fehlgeleiteten staatlichen Prohibi\u00adtionspolitik versehen, vereint neben einer Einleitung von <strong>Tzanetakis<\/strong> und einem ab\u00ad\u00ad\u00adschlie\u00ad\u00dfenden Ausblick beider Herausgeber dreizehn Beitr\u00e4ge (davon drei in eng\u00adlischer Sprache), die in den drei Ab\u00adschnitten<\/p>\n<ol>\n<li>\u201eOrganisierte Kriminalit\u00e4t. Ein umstrittenes Konzept\u201c (vier Beitr\u00e4ge)<\/li>\n<li>\u201eDrogenm\u00e4rkte im Darknet. Aktivit\u00e4ten und Akteure\u201c (vier Beitr\u00e4ge) und<\/li>\n<li>\u201eZum Umgang mit der neuen Herausforderung Darknet-M\u00e4rkte\u201c (f\u00fcnf Bei\u00adtr\u00e4ge)<\/li>\n<\/ol>\n<p>thematisch gegliedert pr\u00e4sentiert werden (vgl. Fn. 3 \u2013 Inhaltsverzeichnis).<!--more--><\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge entstammen zum gro\u00dfen Teil dem vom deutschen BMBF und dem \u00f6sterreichischen F\u00f6rderungsprogramm f\u00fcr Sicherheitsforschung (<a href=\"https:\/\/www.kiras.at\/#category-filter:path=default\">KIRAS<\/a>) des BMVIT gef\u00f6rderten international-interdisziplin\u00e4ren For\u00adschungs\u00adverbund \u201eOrga\u00adnisierte Kriminalit\u00e4t zwischen virtuellem und realem Drogenhandel\u201c (<a href=\"https:\/\/www.sifo.de\/files\/Poster-13_Werse_DROK_IF18.pdf\">DROK<\/a>).<\/p>\n<p>Das Buch ist alleine deshalb interessant, weil die Beitr\u00e4ge offenbaren, dass schon das Thema Darknet an sich empirisch nicht hinreichend erforscht ist. Vor allem hinsichtlich des Ausma\u00dfes, der Reichweite, Nutzerzahlen, Pr\u00e4vention bzw. der Beratung \/ \u201eharm reduction\u201c, der Angebotsreduzierung sowie ermittlungs\u00adbeh\u00f6rdlicher Ma\u00dfnahmen zu illegalen Online\u00admarktpl\u00e4tze und Krypto\u00adm\u00e4rkten mit dem \u201eHandelsgut\u201c Drogen bleiben viele Fragen offen. Zus\u00e4tzlich bietet die titelgebende Kombination mit den Attributen \u201eOrganisierte Kriminalit\u00e4t\u201c und \u201eDrogen\u201c aber \u00fcber die Beitr\u00e4ge des Bandes einen recht soliden ersten \u00dcberblick zur derzeitigen \u201eFor\u00adschungs\u00adlandschaft\u201c und -literatur und erschlie\u00dft insbesondere evidente Erkenntnisl\u00fccken. Letzteres ist auch nicht weiter verwunderlich, ist das Ph\u00e4nomen als \u201eWegbereiter f\u00fcr eine disruptive kriminelle soziotechnische Innovation\u201c doch noch relativ jung<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> und aufgrund der strengen Abschottung der Betreiber, H\u00e4ndler und Nutzer nur sehr schwer zu \u00f6ffnender Forschungszug\u00e4nge und nur begrenzter er\u00admittlungsbeh\u00f6rdlich-kasuistischer Erkenntnisse seither sozialwissenschaftlich nur eingeschr\u00e4nkt erschlossen.<\/p>\n<p>Der Sammelband erscheint wegen der legislativen Aktivit\u00e4ten rund um ein \u201e<strong>IT-Sicherheitsgesetz 2.0<\/strong>\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, federf\u00fchrend vom Bundesinnenministerium als RefE Ende M\u00e4rz an die beteiligten Ministerin zur Abstimmung versandt, in welchem neben zahlreichen straf-, nebenstraf- und sicherheitsrechtlichen Neuregelungen bspw. auch ein lange von den L\u00e4ndern \u00fcber die IMK, die JMK und zuletzt \u00fcber den Bundesrat geforderter Tatbestand des \u201eZug\u00e4nglichmachens von Leistungen zur Begehung von Straftaten\u201c (\u00a7 126a StGB-E) als typischer \u201eDarknet-Handelsplattform-Straf\u00adtat\u00adbestand\u201c ent\u00adhalten ist, ferner zum rechten Zeitpunkt, um den langsam beginnenden Diskurs hierzu immerhin mit einigen, wenn auch inhaltlich begrenzten empirischen Beitr\u00e4gen zu begleiten.<\/p>\n<p>Neben der dargelegten thematischen Fundierung und forschungsbasierten Genese der Beitr\u00e4ge des Buches m\u00f6chte ich, ohne tiefer auf die Beitr\u00e4ge im Einzelnen oder die technische Struktur des Dark- bzw. Deep-Web und die verschiedenen Anonymisierungsdienste, von denen der TOR-Browser und die .onion-Struktur der\/die Bekannteste sein d\u00fcrfte, einzugehen, einen kurzen allgemeinen und inhaltlich-tendenziellen, bezogen auf die Gliederung und Beitragsfolge daher eher unstrukturierten \u00dcberblick zu ei\u00adnigen wesentlichen Erkenntnissen bzw. For\u00adderungen der Autoren des Sam\u00admelbandes geben.<\/p>\n<p>\u201eDer Begriff Darknet gebe zun\u00e4chst keine Auskunft \u00fcber den rechtlichen Status der Inhalte, sondern lediglich dar\u00fcber, wie diese Informationen abgerufen werden k\u00f6nnen\u201c (Tzanetakis, Einleitung zum Sammelband, S. 13). So stellt der freie Autor und Technologie-Journalist <strong>Stefan Mey<\/strong><a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> (S. 259 \u2013 266), mit dem ich einsteigen will, in einem kurzen, dennoch facettenreichen Beitrag nicht nur mit recht eindeutigem Ergebnis die Frage zum medialen Image des Darknets. Er versucht dar\u00fcber hinaus auch nach akribischer Recherche mit Fehlinformationen aufzu\u00adr\u00e4umen und \u201eportraitiert (so) diesen (den meisten von uns unbekannten) Raum, in dem so vieles nah beieinander liegt: illegaler Kommerz und ethische Abgr\u00fcnde, aber auch poli\u00adtischer Aktivismus und die Hoffnung auf ein besseres Internet\u201c, als nicht nur \u201eb\u00f6se\u201c. Dabei stellt er zun\u00e4chst fest, dass neben den notwendigen und legalen insbesondere po\u00adlitischen Plattformen im Darknet, die \u00fcberwiegend nur ein kryptierter Spiegel der Seiten der Betreiber im offenen Netz seien, der illegale Darknet-Kosmos sehr gut ausdifferenziert sei. Die Marktpl\u00e4tze dort verf\u00fcgen \u00fcber eine breite Produkt\u00adpalette, es gebe eine ambitionierte Selbst\u00adregulierung und funktionierende Ge\u00adsch\u00e4fts\u00admodelle. Er erm\u00f6glicht dem Leser so einen ersten \u00dcberblick zur ungef\u00e4hren Reichweite \/ Nutzerzahl dieses f\u00fcr Au\u00dfen\u00adstehende nahezu vollst\u00e4ndig kryptierten Raumes. Gleichzeitig r\u00e4umt er ein, dass \u201eein seri\u00f6\u00adser Vergleich der H\u00e4ufigkeit illegaler Handlungen im \u201anormalen Netz\u2018 und im Darknet (schlichtweg) nicht m\u00f6glich sei\u201c. Die \u201esehr \u00fcberschaubare Gr\u00f6\u00dfe des Darknets lasse es (jedoch) wenig plausibel erscheinen, dass sich dort tats\u00e4ch\u00adlich ein Gro\u00dfteil illegaler Aktivit\u00e4ten abspielen k\u00f6nnte.\u201c So nutzen nach seinen Re\u00adcherchen <u>t\u00e4glich<\/u> etwa 2 Millionen Menschen den Anonymisierungsbrowser Tor, davon wiederum bewegen sich <u>nur 3,4%<\/u> (also etwa 70.000) im relevanten .onion-Bereich, der Rest versuche mit dem Tor-Browser nur unerkannt im offenen Netz zu surfen. Im Vergleich hierzu liegt die <u>monatliche<\/u> Nutzerzahl im \u201eoffenen Netz\u201c bei etwa 4 Milliarden. Alleine Facebook registriere daneben t\u00e4glich etwa 1,5 Milliarden Menschen auf diesem Kanal!<\/p>\n<p>Mit einem Quervergleich, bezogen auf den illegalen Ertrag einer (aus einer insgesamt \u00fcberschaubaren Anzahl von) illegalen Handelsplattform(en) f\u00fcr ille\u00adgale Drogen, versuchen <strong>Tzanetakis und St\u00f6\u00adver<\/strong> in ihrem Ausblick (S. 267 \u2013 275) das Ph\u00e4nomen zu konturieren. So setze eine der bekannteren Platt\u00adformen j\u00e4hrlich etwa 100 Mio. US-Dollar um. Im \u00dcbrigen, nur etwa f\u00fcnf Prozent der \u201eH\u00e4ndler\u201c erziele dabei Ertr\u00e4ge jenseits der 200.000 US-Dollar oder mehr, die \u00fcber\u00adwiegende Mehrzahl rangiere bei etwa 10.000 US-Dollar Umsatz p. a. Drei Viertel der Kunden dieser Plattformen konsumieren die erworbenen Substanzen selber, ein Viertel erwirbt Drogen auch zur Weitergabe. Im Vergleich hierzu rechnet die Europ\u00e4ische Drogenbeobachtungsstelle \u201e<a href=\"http:\/\/www.emcdda.europa.eu\/emcdda-home-page_en\">EMCDDA<\/a>\u201c (in ihrem <a href=\"http:\/\/www.emcdda.europa.eu\/start\/2016\/drug-markets_en#pane0\">Jahresbericht 2016<\/a> alleine den europ\u00e4ischen Einzelhandelsmarkt f\u00fcr Drogen auf etwa 28 Milli\u00adarden US-Dollar hoch! Der kryptierte Markt f\u00fchre dabei zu signifikanten Konzentrationsprozessen. <strong>Tzanetakis \/ St\u00f6ver<\/strong> sprechen sogar in Anlehnung an den legalen Wirtschaftssektor und die GAFAM-Player<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> von \u201ePlattform-Oligo\u00adpolen\u201c auf dem Kryptomarkt. So seien max. 10-12 Kryptoplattformen gleichzeitig im Darknet online. Auch hinsichtlich der Kunden \/ H\u00e4ndler arbeiten die Hrsg. ein \u201eProfil\u201c heraus. So spr\u00e4chen anonyme Netz-Drogenm\u00e4rkte vorwiegend m\u00e4nn\u00adliche Nutzer zwischen 20-40 Jahren an, die einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen oder eine Hochschulbildung absolvieren und technologisch gebildet sind, an. Im Kern handele es sich hier um \u201einternetaffine, wohlsituierte, junge, m\u00e4nnliche und sozial eher unauff\u00e4llige Konsumierende\u201c, die im Nutzer-Typus dem von Hess einleitend (S. 5 \u2013 8) herausgearbeiteten Kategorien \u201eexperimenteller\u201c bzw. \u201ekontrollierter Gebrauch\u201c entspr\u00e4chen. Sozial ausgegrenzte Drogenkonsumenten, wie etwa \u201ever\u00adelendete Heroinge\u00adbrau\u00adcher*innen\u201c seien nahezu \u201eausgeschlossen\u201c. Nun etwas n\u00e4her zu den einzelnen Abschnitten des Buches:<\/p>\n<p>Im <u>ersten Abschnitt<\/u> des Sammelbandes wird zun\u00e4chst in den Beitr\u00e4gen von <strong>Lampe<\/strong> (S. 23 \u2013 50) und <strong>Neubacher<\/strong> (S. 51 \u2013 62) die aus verschiedenen Gr\u00fcnden seit den 1970er Jahren keinesfalls komplikationsfrei verlaufende Diskussion um das Begriffsverst\u00e4ndnis und notwendige Definition von \u201e<strong>Organisierter Krimi\u00adnalit\u00e4t<\/strong>\u201c aus historischem und ph\u00e4nomenologischem Blickwinkel berichtet. Die\u00adser sehr akribisch aufgearbeitete Entwicklungsabschnitt des OK-Begriffs und dessen aktuell dringliche Reformbed\u00fcrftigkeit zeigen die Schwierigkeit des Umgangs mit sich modifizierenden Kriminalit\u00e4tsph\u00e4nomenen in einer f\u00f6deralen Polizei\u00adlandschaft und beweisen verschiedentlich \u00fcber deren \u201eBereichsegoismen\u201c sehr eindr\u00fccklich die Schw\u00e4chen eines multilateralen Aushandlungsprozesses auf dem Weg zu einem \u201ekleinen gemeinsamen Nenner\u201c, weshalb ich diesen Part f\u00fcr mich pers\u00f6nlich besonders intensiv gelesen und das eine oder andere Mal auch geschmunzelt habe. Ein von Neubacher hierzu aufgeworfenes Problem ist bspw., dass die strukturelle Offenheit der OK-Definition nebst deren begleitenden Indikatoren (vgl. <a href=\"http:\/\/bravors.brandenburg.de\/verwaltungsvorschriften\/rlok\">Anlage E, Ziff. 2<\/a> der RiStBV) gerade auf dem Feld der Dro\u00adgenkriminalit\u00e4t schon auf bzw. knapp \u00fcber der \u201eKonsumentenebene\u201c prinzipiell den \u201eOK-Begriff\u201c er\u00f6ffne und \u00fcber eine derart fehlgeleitete Definitionsmacht ph\u00e4nomenologisch sinnlos Kr\u00e4fte gebunden werden k\u00f6nnen. Das zeigt sich im Be\u00adsonderen schon in der Definitionsphase des im Ergebnis als Br\u00fccke zur \u201eCyber-OK\u201c au\u00dferordentlich spannenden, aus Mitteln des EU-Programms \u201eKriminal\u00adpr\u00e4vention und Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung\u201c (<a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/home-affairs\/financing\/fundings\/security-and-safeguarding-liberties\/prevention-of-and-fight-against-crime_en\">ISEC<\/a>) gef\u00f6rderten und im Jahr 2016 abgeschlossenen trans\u00adnationalen<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Forschungsprojektes \u201e<a href=\"https:\/\/www.bka.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Publikationen\/Publikationsreihen\/PolizeiUndForschung\/1_50_Cyber-OC-ScopeAndManifestationsInSelectedEUMemberStates.html\">Cyber-OK \u2013 Ausma\u00df und Auspr\u00e4gungen in ausgew\u00e4hlten EU-Mitgliedsstaaten<\/a>\u201c schon bei der Begriffsbestimmung der \u201eCyber-OK\u201c, f\u00fcr die die Definitionskriterien und das Indikatorenraster der Anlage E zur RiStBV im transnationalen Abstimmungs\u00adprozess schlichtweg unpassend waren. Daher bedienten sich die Projektpartner schon im Setting des Projekts ersatzweise der OK-Definition von EUROPOL!<\/p>\n<p>Der <u>zweite Abschnitt<\/u> er\u00f6ffnet einige interessante Perspektiven \u00fcber die Struk\u00adturen des Drogenhandles im Darknet. So berichten die Autoren sehr dezidiert \u00fcber die Abwicklung der Bestellvorg\u00e4nge, die jenen von legalen E-Commerce Platt\u00adformen und deren typischen Elementen wie Struktur der Plattform, Kundenkonto, Suchfunktion, Preis, Produktbeschreibung, Versandart und Feedback weitgehend entspr\u00e4chen. Aufgrund des durchg\u00e4ngig pseudonymen Verkehrs in derartigen Foren seien einige \u201esoziale Praktiken\u201c besonders bedeutsam, wie z. B. ein durchg\u00e4ngiges \u201eTreuhand-Bezahl-\u201c und\u00a0 \u201eKunden\u00adfeedback-System\u201c sowie aus\u00adge\u00adkl\u00fc\u00adgelte \u201eStreitbeilegungsverfahren\u201c, ggf. sogar \u00fcber \u201eMediatoren\u201c. Vertrauen und Logistik seien auf diesem Markt ohne jegliche offizielle Klage- oder Beschwerdem\u00f6glichkeit f\u00fcr den Plattformbetreiber (\u201eAdmin\u201c), seinen \u201eMe\u00addiator\u201c, die H\u00e4ndler und Kunden besonders wichtig f\u00fcr die relative Nachhaltigkeit des Gesch\u00e4ftsmodells. Selbst \u201eGesch\u00e4ftsbe\u00addingungen\u201c, die auf den beobachteten Plattformen z. B. durchg\u00e4ngig den Handel von kinderpornografischem Material explizit ausschlie\u00dfen (!), seien g\u00e4ngige Praxis. <strong>Tzanetakis<\/strong> versucht in ihrem Beitrag (S. 113 \u2013 136) auf Basis eigener und ausgewerteter sozialwis\u00adsenschaftlicher Studien derartige strukturelle Be\u00addingungen des Drogenhandels auf Kryptom\u00e4rkten im Unterschied zum Dro\u00adgenhandel auf der Stra\u00dfe oder in geschlossenen R\u00e4umen analytisch zu erfassen und erkennt hierbei \u201e<u>sieben strukturelle Ver\u00e4nderungen<\/u>\u201c.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Logisch ist bei diesem Ph\u00e4nomen nat\u00fcrlich prim\u00e4r der gravierende Unterschied, dass sich \u201eim Gegensatz zu materiellen Drogen\u00adm\u00e4rkten (&#8230;) bei Kryptom\u00e4rkten erstmalig die Sichtbarkeit der Handelnden massiv erh\u00f6he, ohne dass zwangsl\u00e4ufig ebenso das Risiko der Strafverfolgung gr\u00f6\u00dfer werde.\u201c Zudem sei das Substanzangebot umfassend, stets verf\u00fcgbar und die Information zu der Ware (Reinheit \/ Inhalt) als auch durchg\u00e4ngig deren Qualit\u00e4t viel besser als auf den herk\u00f6mmlichen Offline-M\u00e4rkten. Dies erh\u00f6ht einerseits ggf. die \u201eExperimentierfreude\u201c und kann auch Auswirkungen auf das Ge\u00adsundheitsrisiko entfalten. Interessant ist in diesem Zusammenhang der qualitative Forschungsansatz des Beitrags von <strong>Kamphausen und Werse<\/strong> (S. 161 \u2013 185), in welchem die Autoren die \u201edigitale Figuration\u201c unter Zugrundelegung der Hauptkategorien \u201eVertrauen, Logistik und Gewalt\u201c am Beispiel von Feedback-Kommunikations-Threads derartiger Foren analysiert haben. Dieser Ansatz konturiert die bislang dargelegten sozialen Mechanismen nochmals sehr klar im empirischen Setting.<\/p>\n<p>Im <u>dritten Abschnitt<\/u> werden zun\u00e4chst die Perspektiven Beratung und Schadens\u00admini\u00admierung (\u201eharm rediction\u201c) aus der Sicht der N\u00fcrnberger Beratungsstelle \u201e<a href=\"https:\/\/www.mudra-online.de\/enterprise.html\">Enterprise<\/a>\u201c (Beitrag von <strong>L\u00f6hner und R\u00f6sler<\/strong>, S. 229 \u2013 240), also die besonderen Herausforderungen f\u00fcr die Drogenberatungspraxis unter dem Diktat der Online-Marktpl\u00e4tze \u00fcber eine kleine, nicht-repr\u00e4sentative Klientenbefragung der Beratungsstelle dargelegt. Au\u00dferdem wird die Alternative Regulierung der Drogenpolitik anstelle von bislang erfolgloser durchg\u00e4ngiger Repression (Beitrag <strong>St\u00f6ver<\/strong>, S. 241 \u2013 249), letztere wird in einem gesonderten kurzen Beitrag von <strong>Mader<\/strong> (s. u.) eher kasusistisch geschildert, mit klarer Aussage behandelt.<\/p>\n<p>L\u00f6hner \/ R\u00f6sler berichten von einer mir bis dato nicht pr\u00e4senten \u201e<strong>Honey-Moon-Phase<\/strong>\u201c, welche die erste Zeit nach dem Einstieg in einen anonymisierten Marktplatz kennzeichnet und den Effekt einer Konsumsteigerung aufgrund der h\u00f6heren Verf\u00fcgbarkeit und Substanzqualit\u00e4t umschreibt. Einige der o. g. strukturellen Ver\u00ad\u00e4nderungen w\u00fcrden auch die Drogenberatungsstellen zum Umdenken zwingen, bspw. auf dem Gebiet der \u201eharm-reduction\u201c, etwa was die Inhaltsstoffe der \u00fcber diesen Markt im Besonderen erh\u00e4ltlichen \u201eNeuen psychoaktiven Substanzen\u201c (NpS) angehe (Angebot von derzeit noch rechtlich unzul\u00e4ssigem Drugchecking etc.) oder auch der internen Fortbildung, z. B. hinsichtlich des technischen Zugangs zu derartigen Marktpl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Die Ermittlungsbeh\u00f6rden, so berichtet <strong>Mader<\/strong> (S. 251 \u2013 257), gingen davon aus, dass der illegale Drogenhandel auf den dunklen Handelsplattformen des Darknet ein Bestandteil der Drogenkriminalit\u00e4t mit wachsendem Potential geworden sei und sich bereits international etabliert habe. Neue Ermittlungsstrategien seien n\u00f6tig, wie bspw. das von der EU gef\u00f6rderte transnationale Projekt (BKA Wien und Wiesbaden) namens \u201e<a href=\"https:\/\/bundeskriminalamt.at\/news.aspx?id=4B636E6E62786F59562B553D\">Joint Investigation to combat drug trafficking via the virtual market (darknet) within and also into the EU<\/a>\u201c bewiesen habe. Hierbei wurden erfolgreich neue Ermittlungsstrukturen erprobt. Besonders die Team\u00adbildung, bestehend aus Drogenermittlern, IT- und Cybercrime-Experten als &#8222;Best Practice&#8220; Methode habe sich bei diesem Ansatz bew\u00e4hrt. Weitere Schwerpunkte waren die Funktionalit\u00e4t virtueller W\u00e4hrungen, dem Hauptzahlungsmittel der Drogendealer im Internet, sowie das Thema &#8222;Open Source Intelligence&#8220; (OSINT), dem freien Informationspool im Internet, so die kurze Projektbilanz. Insgesamt muss man als Betrachter des Materials aber wohl n\u00fcchtern feststellen, dass die Ermittlungsbeh\u00f6rden bei diesem Medium im Moment wohl lediglich etwas \u201eim dichten Nebel stochern\u201c. Die Nachhaltigkeit repressiver Ma\u00dfnahmen, so eine Langzeitstudie von <a href=\"https:\/\/www.usenix.org\/system\/files\/conference\/usenixsecurity15\/sec15-paper-soska-updated.pdf\">Soska &amp; Christin, 2015<\/a> im Zusammenhang mit der 2014 gemeinsam von FBI und Europol durchgef\u00fchrten \u201e<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2014-11\/operation-onymous-silk-road-betreiber-festgenommen\">Operation Onymous<\/a>\u201c und der dabei vorgenommenen Schlie\u00dfung zahlreicher Schwarzmarkt-Plattformen, fehlt weitgehend. Zwar gab es zun\u00e4chst einen star\u00adken, wenn auch nur sehr kurzfristigen R\u00fcckgang des Angebotes auch auf anderen, noch offenen Plattformen, der aber schon nach relativ kurzer Zeit wieder mehr als kompensiert war. Das l\u00e4sst <strong>Tzanetakis<\/strong> (S. 132) auch unter Bezug auf o. g. Studie von Soska et al. schluss\u00adfolgern, \u201eregelm\u00e4\u00dfige Schlie\u00dfungen von anonymen Drogenmarktpl\u00e4tzen durch Ermittlungsbeh\u00f6rden h\u00e4tten kaum Einfluss auf die Resilienz des Systems der Kryptom\u00e4rkte an sich.\u201c<\/p>\n<p>Brevi manu, die interdisziplin\u00e4ren Beitr\u00e4ge des Sammelbands sind allesamt sehr facettenreich und fokussieren den bislang unklaren Blick auf die zahllosen Kon\u00adfliktfelder dieses \u201erelativ neuen\u201c Online-Ph\u00e4nomens. Schon deswegen ist der gut strukturierte und inhaltlich unter den gegebenen eingeschr\u00e4nkten For\u00adschungs\u00adbedingungen dennoch inhaltsreiche Sammelband f\u00fcr einen Einstieg in die The\u00admatik uneingeschr\u00e4nkt empfehlenswert. Dennoch, es bleiben noch viele Fragen offen, nicht nur die hinsichtlich der Kritik an der staatlichen Drogen\u00adprohibitionspolitik evidente Frage, wie viele Suchtmittel vertr\u00e4gt eine Gesell\u00adschaft denn \u00fcberhaupt? Der weitergehende Forschungsbedarf wird nicht nur hinsichtlich der Anwendbarkeit der einzelnen Komponenten des seit den 1990er Jahren in der deutschen Drogen- und Suchtpolitik gebr\u00e4uchlichen \u201eVier-S\u00e4ulen-Modells\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>Pr\u00e4vention<\/li>\n<li>Beratung \/ Behandlung<\/li>\n<li>Schadensminimierung (\u201eHarm-Reduction\u201c) sowie<\/li>\n<li>Repression<\/li>\n<\/ul>\n<p>deutlich und zwar f\u00fcr alle Player im \u201eVier-S\u00e4ulen-Modell\u201c und deren not\u00adwendigem Zusammenwirken bei Wahrung der jeweils spezifischen Identit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Kriminalpolitik, so die Herausgeber implizit, wird sicher \u00fcber die bisherige strenge Dogmatik nachdenken m\u00fcssen, wie <strong>Tzanetakis und St\u00f6ver<\/strong> (S. 270) abschlie\u00dfend res\u00fcmieren. Die Entstehung von Krypto\u00adm\u00e4rkten sei als \u201enicht beabsichtigter Effekt\u201c n\u00e4mlich auch auf das globale \u201eDrogenprohibitionsregime\u201c zur\u00fcckzuf\u00fchren, denn, \u201eeine drogenfreie Gesell\u00adschaft ohne illegalen Handel mag zwar im Sinne des Risiko- und Sch\u00e4di\u00adgungs\u00adpotentials ein w\u00fcnschenswerter Slogan sein, doch seit der Implementierung der UN-Konventionen und der damit einhergehenden internationalen Kontrolle des ann\u00e4hernd universell akzeptierten Verbots von Drogen zeige sich, das dieses Konzept der gesellschaftlichen Praxis nicht standhalten k\u00f6nne.\u201c Als Nachweis f\u00fcr die gescheiterte Prohibitionspolitik wird u. a. eine im Auftrag der Eu\u00adrop\u00e4ischen Kommission erstellte Studie von Reuter und Trautmann (\u201e<a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/AReportOnGlobalIllicitDrugsMarkets1998-2007\">A Report on Global Illicit Drug Markets 1998 \u2013 2007<\/a>\u201c, ver\u00f6ffentlicht 2009) angef\u00fchrt. Der wesentliche Befund hieraus lautet, dass es trotz aller transnationalen Bem\u00fchungen (sowohl hinsichtlich der Reduzierung der Nachfrage wie auch des Angebots) keinen empirischen Nachweis f\u00fcr die Reduktion der globalen Drogenproblematik im Untersuchungszeitraum gebe. Der Anstieg der Delikts\u00adzahlen in den polizeilichen Kriminalstatistiken gr\u00fcnde sich im \u00dcbrigen weit \u00fcberwiegend auf den Verfolgungsindex \u201ekonsumnaher Delikte\u201c (so <strong>St\u00f6ver<\/strong>, S. 241 ff.).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Dr. phil., <a href=\"https:\/\/homepage.univie.ac.at\/meropi.tzanetakis\/de-index.html\">Politikwissenschaftlerin<\/a>, FWF Erwin-Schr\u00f6der Postdoctoral Fellow am Department of Criminology and Sociology of Law an der Universit\u00e4t Oslo und am Department of So\u00adciology an der Universit\u00e4t von Essex, Mitherausgeberin des KrimJ.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Prof. Dr. Heino <a href=\"https:\/\/www.frankfurt-university.de\/de\/hochschule\/fachbereich-4-soziale-arbeit-gesundheit\/kontakt\/professor-innen\/heino-stover\/\">St\u00f6ver<\/a>, Professur f\u00fcr sozialwissenschaftliche Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Instituts f\u00fcr Suchtforschung Frankfurt (<a href=\"https:\/\/www.frankfurt-university.de\/de\/hochschule\/fachbereich-4-soziale-arbeit-gesundheit\/forschung\/forschungsinstitute\/institut-fuer-suchtforschung-isff\/\">ISSF<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl.<a href=\"https:\/\/www.nomos-shop.de\/Tzanetakis-St\u00f6ver-Drogen-Darknet-Organisierte-Kriminalit\u00e4t\/productview.aspx?product=29310&amp;pac=weco\">Verlags-Website<\/a> zum diesem Band nebst <a href=\"https:\/\/www.nomos-shop.de\/_assets\/downloads\/9783848739981_lese01.pdf\">Inhaltsverzeichnis<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Obwohl seit nahezu zwei Jahrzehnten bekannt, kam es eigentlich erst nach der Schlie\u00dfung des Kryptomarktplatzes \u201eSilk Road\u201c durch das FBI und die Festnahme des 29-j\u00e4hrigen Betreibers William Ulbricht, der 2015 zu einer Strafe von \u201ezweimal lebensl\u00e4nglich ohne die M\u00f6glichkeit einer Strafaussetzung zur Bew\u00e4hrung\u201c verurteilt wurde, im Jahr 2013 nachdr\u00fccklich bzw. \u00f6ffentlich wahrnehmbar auf die kriminalpolitische Agenda.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> RefE vom 27.03.2019, am 03.04.2019 auf der Plattform <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/it-sicherheitsgesetz-2-0-wir-veroeffentlichen-den-entwurf-der-das-bsi-zur-hackerbehoerde-machen-soll\/\">Netzpolitik.org<\/a> ver\u00f6ffentlicht<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Der sich zuletzt in seinem 2018 bei C. H. Beck, M\u00fcnchen, in 2. Auflage herausgegebenen Buch \u201e<a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/mey-darknet\/product\/20384484\">Darknet \u2013 Waffen, Drogen, Whistleblower<\/a>. Wie die digitale Unterwelt funktioniert\u201c sehr intensiv empirisch mit der Thematik auseinandergesetzt hat.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Hierbei arbeiteten das BKA Wiesbaden, der schwedische \u201eNational Council f\u00fcr Crime Prevention\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bra.se\/bra-in-english\/home\/about-bra.html\">Br\u00e5<\/a>) und das niederl\u00e4ndische \u201eResearch and Documentation Centre of die Ministry of Security and Justice\u201c (<a href=\"https:\/\/english.wodc.nl\/\">WODC<\/a>) eng zusammen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Diese Kategorien sind a) die ver\u00e4nderte Sichtbarkeit der Akteure; b) das Vertrauen schaffende Feedbacksystem; c) das Treuhandverfahren zur Konfliktl\u00f6sung; d) die M\u00f6glichkeit zur aktiven Vermarktung von Drogen; e) der grenzenlose Zugang und die st\u00e4ndige Verf\u00fcgbarkeit der Waren; f) die lokale Zustellung der Sendungen sowie g) die durch die Digitalisierung ver\u00e4nderten Wettbewerbsbedingungen.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tzanetakis, Meropi Dr.[1] \/ St\u00f6ver, Heino Prof. Dr.[2] (Hrsg.); Drogen, Darknet und Organisierte Kriminalit\u00e4t. 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