{"id":1278,"date":"2019-06-29T12:54:19","date_gmt":"2019-06-29T10:54:19","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1278"},"modified":"2019-06-29T12:54:19","modified_gmt":"2019-06-29T10:54:19","slug":"thomas-obruca-16-jahre-spaeter-sarajewo-und-mostar-ein-wiedersehen-rezensiert-von-thomas-feltes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1278","title":{"rendered":"Thomas Obruca: 16 Jahre sp\u00e4ter &#8211; Sarajewo und Mostar: ein Wiedersehen &#8211; Rezensiert von: Thomas Feltes"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Obruca, Thomas;<\/em> 16 Jahre sp\u00e4ter &#8211; Sarajewo und Mostar: ein Wiedersehen;<\/strong> ISBN 978-3-200-06156-9. Selbstverlag, zu beziehen \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.tomoideas.com\/shop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.tomoideas.com\/shop\/<\/a> , 171 S., 29,90 Euro<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1279 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/bih_16_jahre_spaeter-150x131.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/bih_16_jahre_spaeter-150x131.png 150w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/bih_16_jahre_spaeter.png 200w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p>Der Autor verbrachte insgesamt 6 Jahre in Bosnien und Herzegowina, u.a. als Angeh\u00f6riger des \u00f6sterreichischen UN-Polizeikontingentes. Sp\u00e4ter war er Sonderermittler f\u00fcr den internationalen Gerichtshof f\u00fcr das ehemalige Jugoslawien (ICTY). Als leidenschaftlicher Hobbyfotograf hat er w\u00e4hrend dieser Zeit seine Eindr\u00fccke dokumentiert und nun in einem Buch Bildern gegen\u00fcbergestellt, die er 2015, 10 Jahre nach seinem letzten Besuch, dort aufgenommen hat. Bilder von Verw\u00fcstung und Zerst\u00f6rung, Not und Eindr\u00fccke von Freunden reihen sich in dem Buch aneinander.<!--more--><\/p>\n<p>Nur weniger wissen, dass Sarajevo die Stadt ist, die in der neueren Geschichte am l\u00e4ngsten belagert wurde: Insgesamt mehr als drei Jahre. Vieles davon ist heute vergessen \u2013 zumindest bei uns. Das Buch erlaubt es denjenigen, die z.B. in Polizeimissionen vor Ort waren, ihre Gedanken und Erinnerungen aufzufrischen, aber auch kritisch zu hinterfragen, ob und welche Erfolge ihre T\u00e4tigkeit (oder besser: die T\u00e4tigkeit der internationalen Organisationen) in dem Land gezeitigt hat.<\/p>\n<p>Verbunden mit Kommentaren, und (gesondert erh\u00e4ltlich) auch Musik entsteht so ein Bild von Ver\u00e4nderungen in diesem Land, aber auch von Narben, die \u00fcber die Zeit geblieben sind. Am Ende des Buches finden sich zudem Kurzinformationen \u00fcber die verschiedenen Polizeimissionen in dem Land.<\/p>\n<p>Der Autor l\u00e4dt den Leser 16 Jahre nach seinem ersten Aufenthalt in BiH ein auf eine Reise durch die Zeit und f\u00fchrt an Pl\u00e4tze, die Bestandteil von Lebensabschnitten vieler Menschen waren. Er schreibt dazu:<\/p>\n<p>\u201eTausende aus aller Welt \u2013 Polizisten, Soldaten und Zivilisten \u2013 haben hier in Bosnien und Herzegowina und dem ehemaligen Jugoslawien w\u00e4hrend des Krieges und danach gearbeitet. Getrennt von ihren Familien und der Heimat, haben viele hier f\u00fcr Wochen, Monate, Jahre gelebt, in einem Land, das den meisten vorher vermutlich kaum bekannt war. Die meisten Personen hatten nach ihrer Heimkehr nie wieder die M\u00f6glichkeit, das Land zu besuchen. Dieses Buch erlaubt es dem Leser, in diese Zeit zur\u00fcckzukehren und l\u00e4dt Kenner wie Nichtkenner Bosniens und der Herzegowina gleicherma\u00dfen auf eine spannende Zeitreise ein: einerseits durch die Fotos und die dokumentierten Erinnerungen, andererseits auch durch das Lesen von Geschichten und dem damit verbundenen Eintauchen in die Gedankenwelt des Autors. Das Werk erm\u00f6glicht zudem das Jetzt des Landes kennenzulernen. Bilder und Erinnerungen von damals sind dem Heute gegen\u00fcbergestellt und spannen so den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Sie zeigen die Entwicklung \u2013 das Neue \u2013, aber auch den Stillstand \u2013 die Verharrung \u2013 eines Landes, das durch den Einsatz und das Engagement so vieler Frauen und M\u00e4nner aus aller Welt wieder eine Perspektive erhalten hat, auf eigenen F\u00fc\u00dfen zu stehen und in eine positive Zukunft zu blicken. Sehen \u2013 lesen \u2013 h\u00f6ren \u2013 sich erinnern: das ist die Idee hinter dem Projekt 16 Jahre sp\u00e4ter\u201c.<\/p>\n<p>Ein Buch, das nicht nur f\u00fcr diejenigen lesenswert ist, die in einem Einsatz in BiH waren, sondern das auch in alle Polizeibibliotheken geh\u00f6rt \u2013 damit junge und angehende Polizeibeamte einen visuellen Eindruck von diesen Eins\u00e4tzen, die noch gar nicht so lange zur\u00fcck liegen, bekommen.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas Feltes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obruca, Thomas; 16 Jahre sp\u00e4ter &#8211; Sarajewo und Mostar: ein Wiedersehen; ISBN 978-3-200-06156-9. Selbstverlag, zu beziehen \u00fcber https:\/\/www.tomoideas.com\/shop\/ , 171 S., 29,90 Euro Der Autor verbrachte insgesamt 6 Jahre in Bosnien und Herzegowina, u.a. als Angeh\u00f6riger des \u00f6sterreichischen UN-Polizeikontingentes. Sp\u00e4ter war er Sonderermittler f\u00fcr den internationalen Gerichtshof f\u00fcr das ehemalige Jugoslawien (ICTY). 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