{"id":1291,"date":"2019-07-06T17:40:10","date_gmt":"2019-07-06T15:40:10","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1291"},"modified":"2019-07-06T17:40:10","modified_gmt":"2019-07-06T15:40:10","slug":"martin-h-w-moellers-robert-chr-van-ooyen-hrsg-jahrbuch-oeffentliche-sicherheit-jboes-2018-2019-rezensiert-von-holger-plank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1291","title":{"rendered":"Martin H. W. M\u00f6llers \/ Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.) &#8211; Jahrbuch \u00d6ffentliche Sicherheit (JB\u00d6S) 2018\/2019 &#8211; Rezensiert von: Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>M\u00f6llers, Martin H. W.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \/ van Ooyen, Robert Chr. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> (Hrsg.);<\/em> Jahrbuch \u00d6ffentliche Sicherheit (JB\u00d6S) 2018\/2019. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/strong><strong>;<\/strong> ISBN: 978-3-86676-570-2, 658 Seiten, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft (dort gleichnamige <a href=\"https:\/\/www.polizeiwissenschaft.de\/schriftenreihen\/jahrbuch-oeffentliche-sicherheit\">Schriftenreihe<\/a>), Frankfurt und Nomos Verlag, Baden-Baden, 2019, 59.90 \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1292 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/jahrbuch_oeffentliche_sicherheit-100x150.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/jahrbuch_oeffentliche_sicherheit-100x150.png 100w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/jahrbuch_oeffentliche_sicherheit.png 200w\" sizes=\"(max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/><\/p>\n<p>Die beiden Herausgeber haben, wenn man so will, mit dem aktuellen JB\u00d6S einen \u201eJubil\u00e4ums\u00adband\u201c herausgebracht. Die Reihe, seit der ersten Auflage 2002\/2003 nun mit dem (ohne die zahlreichen Sonderb\u00e4nde) zehnten Band im Verlag f\u00fcr Polizei\u00adwissenschaft erschienen, ist inzwischen gut eingef\u00fchrt und etabliert. Schon deshalb w\u00fcnscht man sich angesichts des wiederum interessanten Portfolios von 46 Aufs\u00e4tzen von 51 Autorinnen und Autoren zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen (Link zur Kapitel\u00fcbersicht, Fn. 3) eine m\u00f6glichst dauerhafte Fortsetzung der Reihe, an der sich hoffentlich auch der Mitherausgeber Martin H. W. M\u00f6llers aus dem wohlverdienten Ruhestand heraus weiter beteiligen wird.<!--more--><\/p>\n<p>Ein aktueller Themenschwerpunkt dieses Bandes der Reihe sind neben der regel\u00adm\u00e4\u00dfigen und gerade jetzt wieder hochaktuellen Rubrik \u201eExtremismus \/ Radikalismus\u201c sicher die Kapitel \u201eNeue Polizeigesetze und Ausweitung der Befugnisse\u201c sowie \u201eZukunft der deutschen Sicherheitsarchitektur\u201c. Im letztgenannten Kapitel \u201eZukunft der deutschen Sicherheitsarchitektur\u201c steuern die vier Autoren Prof. Dr. Jan-Hendrik Dietrich<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>, Prof. Dr. Dr. Ino Augsberg<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, Prof. Dr. Matthias Jahn<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> und Prof. Dr. Jens Puschke<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> leicht ver\u00e4nderte Versionen ihrer sehr interessanten Impulsvortr\u00e4ge, die sie anl\u00e4sslich der 1. M\u00fcnchner Fachtagung zum Sicherheitsrecht der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag im September 2018<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> gehalten haben, zu dem Sammelband bei. Zudem kommentiert der Mitherausgeber M\u00f6llers den neuen, durch das BVerfG im Rahmen seiner Entscheidung zum <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2016\/04\/rs20160420_1bvr096609.html\">BKA-Gesetz vom 20.04.2016<\/a> (dort Rn. 112) definierten Gefahrenbegriff der \u201edrohenden Gefahr\u201c, wie er in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/BayPAG-11\">Art. 11 Abs. 3 des Bayerischen Polizeiaufgabengesetzes<\/a> (BayPAG), so deutlich wie in keinem anderen L\u00e4nderpoli\u00adzeigesetz im Anschluss an die polizeiliche \u201eGeneralklausel\u201c herausgestellt, \u00fcbernom\u00admen wurde. Man darf gespannt sein, wie die allein gegen das BayPAG erhobenen zw\u00f6lf \u201ePopularklagen\u201c, \u201eMeinungsverschiedenheiten\u201c, Normenkontroll\u00adantr\u00e4ge und Verfassungsbeschwerden gegen inzwischen nahezu alle Befugnisartikel des BayPAG zum Bayerischen Verfassungsgerichtshof und zum Bundesverfassungsgericht entschieden werden. Bislang ist erst ein <a href=\"https:\/\/www.bayern.verfassungsgerichtshof.de\/media\/images\/bayverfgh\/15-vii-18-entscheidung.pdf\">Abweisungsbeschluss vom 07.03.2019<\/a> zu einem Eilrechtsschutzantrag (Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur vorl\u00e4ufigen Aussetzung des Vollzugs der beklagten Vorschriften des PAG, der mit der Popularklage verbunden war) des Bundes f\u00fcr Geistesfreiheit M\u00fcnchen mit einigen interessanten Obiter dicta (A. a. O., S. 32 ff., S. 42 ff. zur drohenden Gefahr) durch den Bayerischen Verfassungs\u00adgerichtshof bekannt.<\/p>\n<p>Einige polizeiwissenschaftlich respektive kriminologisch aktuelle und daher ebenso interessante Beitr\u00e4ge finden sich im Kapitel \u201e\u00d6ffentliche Sicherheit in Deutschland II: insbesondere Polizei\u201c. So beleuchtet z. B. Prof. Dr. Rafael Behr<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> von der Akademie der Polizei Hamburg die Rolle der Polizei rund um den G20-Gipfel und der Mitherausgeber M\u00f6llers und Tim Schlun<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> widmen sich des nicht nur wegen der noch laufenden, von der DFG gef\u00f6rderten Studie \u201e<a href=\"https:\/\/kviapol.rub.de\/\">KVIAPOL<\/a>\u201c am Lehrstuhl von Prof. Dr. Singelnstein wichtigen Thematik Gewaltaus\u00fcbung durch Polizeibeamte sowie dem (inner-) polizeilichen bzw. justiziellen Umgang damit. In diesem Zusammenhang berichten <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/gsw\/phil\/powi\/rvt\/die-professur\/beschaeftigte\/WiMi\/pb_index\">Philipp Buchallik<\/a> und <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/gsw\/phil\/powi\/rvt\/die-professur\/beschaeftigte\/WiMi\/bbs_index\">Benjamin Behschnitt<\/a>, beide von der TU Dresden, von der \u201eZentralen Beschwerdestelle der s\u00e4chsischen Polizei im Kontext des polizeilichen Beschwerdemanagements der anderen L\u00e4nder\u201c und reflektieren hierbei auch auf die Forderungen derartiger (unabh\u00e4ngiger) Beschwerdestellen oder Ombudsleute.<\/p>\n<p>Den Herausgebern ist wiederum gelungen, eine sehr interessante und zumeist aktuelle Melange von Beitr\u00e4gen zusammenzustellen, die das JB\u00d6S als doppelj\u00e4hrlich er\u00adscheinenden Sammelband im \u00dcberblick f\u00fcr seine Leser so attraktiv macht. Es bietet n\u00e4mlich ein schnelles, dennoch recht gehaltvolles und hinreichend kritisch-reflexives Update zu aktuellen kriminalpolitischen, polizeiwissenschaftlichen, kriminologischen, soziologischen, strafrechtswissenschaftlichen und -praktischen Frage- und Problem\u00adstellungen. Daneben bietet es stets wertvolle theoretische Reflexionen des facetten\u00adreichen Begriffs der (\u00f6ffentlichen) Sicherheit, der sich gerade in j\u00fcngerer Vergangenheit sehr dynamisch fortentwickelt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Prof. (a. D.) Dr. phil. M\u00f6llers, bis zu seiner Pensionierung im November 2018 Hochschule des Bundes f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung, Prof. f\u00fcr Staatsrecht und Politik im Studienbereich Staats- und Gesellschaftswissenschaften am Fachbereich Bundespolizei, L\u00fcbeck.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Prof. Dr. phil. <a href=\"https:\/\/www.duncker-humblot.de\/person\/robert-chr-van-ooyen-6718\/?page_id=1\">van Ooyen<\/a>, seit 2001 Hochschullehrer f\u00fcr Staats- und Gesellschaftswissenschaften an der Hochschule des Bundes, Mitherausgeber der Zeitschrift Recht und Politik (RuP).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Siehe Kapitel\u00fcbersicht auf der <a href=\"https:\/\/www.polizeiwissenschaft.de\/schriftenreihen\/jahrbuch-oeffentliche-sicherheit#openCloseUpProductContentID728\">Website<\/a> des Verlags f\u00fcr Polizeiwissenschaft.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Prof. Dr. iur. <a href=\"https:\/\/www.hsbund.de\/SharedDocs\/Kontaktdaten\/4_Dozenten\/Dozenten_ND\/Dietrich.html\">Dietrich<\/a>, Hochschule des Bundes f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung, Fachbereich Nach\u00adrichtendienste, Berlin.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Prof. Dr. iur., Dr. phil. <a href=\"https:\/\/www.augsberg.jura.uni-kiel.de\/de\/prof.-dr.-dr.-ino-augsberg\">Augsberg<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Rechtsphilosophie und \u00d6ffentliches Recht an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Prozessbevollm\u00e4chtigter f\u00fcr die Fraktion B\u00dcNDNIS 90 \/ DIE GR\u00dcNEN im Bayerischen Landtag im Rahmen einer Meinungsverschiedenheit, einer besonderen \u201eVerfassungsbeschwerde\u201c nach Bayerischem Verfassungsrecht, zur ersten Novelle 2017 des Bayerischen Polizeiaufgabengesetzes zum Bayerischen Verfassungsgerichtshof.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-frankfurt.de\/44949022\/Lehrstuhl_f\u00fcr_Strafrecht__Strafprozessrecht__Wirtschaftsstrafrecht_und_Rechtstheorie\">Jahn<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtstheorie an der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt a. Main, Richter am OLG Frankfurt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Prof. Dr. iur. <a href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fb01\/professuren\/strafrecht\/prof-dr-jens-puschke\">Puschke<\/a>, LL.M. (King`s College), Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Krimino\u00adlogie und Medizinstrafrecht an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die Vortr\u00e4ge sind auch als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLyLWyOZH0Z1t2vZM3MITJzKn7oZfg9zeo\">Videostream<\/a> auf YouTube verf\u00fcgbar (zuletzt abgerufen am 30.06.2019).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Prof. Dr. phil. <a href=\"https:\/\/akademie-der-polizei.hamburg.de\/profs\/1952944\/rafael-behr\/\">Behr<\/a>, Professur f\u00fcr Polizeiwissenschaften mit den Schwerpunkten Kriminologie und Soziologie am Fachhochschulbereich der Akademie der Polizei Hamburg, Leiter der Forschungsstelle Kultur und Sicherheit (<a href=\"https:\/\/akademie-der-polizei.hamburg.de\/profs\/11970898\/forschungsstelle-kultur-und-sicherheit\/\">FoKuS<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Dr. iur. Tim Schlun, Gr\u00fcndungspartner der RA-Kanzlei Schlun &amp; Elseven in Aachen.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6llers, Martin H. W.[1] \/ van Ooyen, Robert Chr. [2] (Hrsg.); Jahrbuch \u00d6ffentliche Sicherheit (JB\u00d6S) 2018\/2019. [3]; ISBN: 978-3-86676-570-2, 658 Seiten, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft (dort gleichnamige Schriftenreihe), Frankfurt und Nomos Verlag, Baden-Baden, 2019, 59.90 \u20ac Die beiden Herausgeber haben, wenn man so will, mit dem aktuellen JB\u00d6S einen \u201eJubil\u00e4ums\u00adband\u201c herausgebracht. Die Reihe, seit der ersten &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1291\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Martin H. W. 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