{"id":170,"date":"2015-10-08T12:06:33","date_gmt":"2015-10-08T10:06:33","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=170"},"modified":"2016-03-03T11:59:13","modified_gmt":"2016-03-03T10:59:13","slug":"charlotte-otter-karkloof-blue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=170","title":{"rendered":"Charlotte Otter &#8211; Karkloof Blue"},"content":{"rendered":"<p>330)<br \/>\n<em><strong>Otter, Charlotte; <\/strong><\/em><strong>Karkloof Blue; <\/strong>Ariadne Kriminalroman 1209, Argument-Verlag Hamburg 2015, ISBN 978-3-86754-209-8, 13.- Euro<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/karkloof_blue.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-171 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/karkloof_blue-192x300.png\" alt=\"karkloof_blue\" width=\"96\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/karkloof_blue-192x300.png 192w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/karkloof_blue.png 200w\" sizes=\"(max-width: 96px) 100vw, 96px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Versuch, aktuelle politische Probleme in die Genreform eines Kriminalromans zu packen ist nicht neu. Nicht immer aber gelingt er so gut wie in dem Roman von Charlotte Otter. Thema ist das sog. \u201eGreenwashing\u201c, also den Versuch von Unternehmen, durch Marketing- und PR-Ma\u00dfnahmen ein \u201egr\u00fcnes Image\u201c zu erlangen, ohne allerdings entsprechende Ma\u00dfnahmen im Rahmen der Wertsch\u00f6pfung zu implementieren. Greenwashing ist kein Kapitalverbrechen, sondern g\u00e4ngige Praxis in der PR gro\u00dfer Firmen. <!--more-->So pflegt (in dem Roman) der s\u00fcdafrikanische Papierkonzern Sentinel sein Image als umweltfreundlicher Wohlt\u00e4ter der Region. Nachrichtenredakteurin Maggie Cloete (sprich: Kluti) soll eigentlich ihren Schreibtisch h\u00fcten und nicht herumschn\u00fcffeln, stolpert aber schnell \u00fcber eine Leiche. Selbstmord oder nicht, wenn man sich nackt einen Wasserfall herunterst\u00fcrzt und zuvor noch seine Kleidung fein s\u00e4uberlich zusammenlegt? Die Journalistin kann Ungereimtheiten nicht auf sich beruhen lassen. Ihre Recherchen zu vom Aussterben bedrohten Schmetterlingen l\u00f6sen einen Wirbelsturm aus, der alte Leichen und neue Gewalt zum Vorschein bringt. Der zweite Roman um die kompromisslose Reporterin Maggie Cloete zeigt \u2013 so der Verlag \u201edie dunklen Seiten des heutigen S\u00fcdafrika\u201c.<\/p>\n<p>Aus dem Kommentar der Verlegerin auf der Verlagswebsite zu dem Roman: \u201eKarkloof Blue ist ein virtuoser Politkrimi mit weitem Horizont. Es geht um Artenvielfalt und Monokulturen, um Medienalltag, Kapitalinteressen und S\u00fcdafrikas Vorgeschichte von Segregation und staatlich protegiertem Mord. Lassen Sie sich entf\u00fchren in die \u00f6stliche Provinz KwaZulu- Natal und zu der gerade f\u00fcr geschichtsbewusste Deutsche so brisanten Frage, was in einer noch jungen Demokratie aus dem blutigen Erbe alter Seilschaften erw\u00e4chst. Denn hier geleitet uns der Schmetterling Karkloof Blue, \u2026, in seinem gattungstypischen Zickzackflug \u00fcber Stadt und Land, durch alte und neue Intrigen, zu vergangener und gegenw\u00e4rtiger Gewalt. \u2026 Charlotte Otter (zelebriert) die Kunst, Gesellschaft \u203ain progress\u2039 zu zeigen, mit den Mitteln des Hardboiled-Kriminalromans eine relevante Story actionreich und tiefenscharf aufzubereiten. Ihre Geschichte \u00f6ffnet uns ein Fenster zu einem warm, lebhaft und sinnlich geschilderten fernen Kosmos, dessen Reibungspunkte und Widerspr\u00fcche jedoch vielf\u00e4ltig \u00fcbertragbar sind und uns alle betreffen. Ihre Hauptfigur \u2026 zeigt uns mit Charme und journalistischem Sachverstand \u203aihr\u2039 S\u00fcdafrika, wie es heute ist: gezeichnet von der Geschichte seiner Verbrechen, mit einer deutlich sp\u00fcrbaren Kluft zwischen Profitinteressen und sozialer Verantwortung sowie der Sisyphos-Aufgabe, auch das atemberaubende Naturerbe einer Region zu bewahren\u201c.<\/p>\n<p>Die S\u00fcdafrikanerin Charlotte Otter schreibt in englischer Sprache (Karkloof Blue haben Katrin Kremmler und Else Laudan \u00fcbersetzt). Otter lebt seit vielen Jahren in Deutschland und hat als Kriminalreporterin, als Zeitungsredakteurin sowie als freie Journalistin und Autorin gearbeitet und lebt in Heidelberg.<\/p>\n<p>Der Roman eignet sich nicht nur zur Vorbereitungslekt\u00fcre auf einen dienstlichen oder privaten Aufenthalt in der s\u00fcdafrikanischen Ostprovinz Kwazulu-Natal mit Durban und der Hauptstadt Pietermaritzburg (in der der Roman spielt). Die Provinz grenzt \u00fcbrigens an Swasiland, Mosambik und an Mpumalanga, im S\u00fcden an das Ostkap, im Westen an Lesotho und den Freistaat sowie im Osten an den Indischen Ozean \u2013 also ideal f\u00fcr einen entspannten Urlaub mit Badem\u00f6glichkeit. Lesen sollte man ihn auch, wenn man sich mit der Geschichte S\u00fcdafrikas und den (daraus entstandenen?) aktuellen Problemen besch\u00e4ftigen will. Zumindest genauso spannend (und vielleicht wichtiger) sind \u00fcbrigens die Verweise auf diverse Quellen, die sich mit dem Thema des Romans und der Entwicklung S\u00fcdafrikas besch\u00e4ftigen. Sie sind zu finden auf der Verlagswebsite <a href=\"http:\/\/www.argument.de\/belle_index_reload.html?ak\/1214.html\">http:\/\/www.argument.de\/belle_index_reload.html?ak\/1214.html<\/a>.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas Feltes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>330) Otter, Charlotte; Karkloof Blue; Ariadne Kriminalroman 1209, Argument-Verlag Hamburg 2015, ISBN 978-3-86754-209-8, 13.- Euro Der Versuch, aktuelle politische Probleme in die Genreform eines Kriminalromans zu packen ist nicht neu. Nicht immer aber gelingt er so gut wie in dem Roman von Charlotte Otter. 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