{"id":1817,"date":"2022-06-13T19:22:02","date_gmt":"2022-06-13T17:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1817"},"modified":"2022-06-13T19:22:02","modified_gmt":"2022-06-13T17:22:02","slug":"nadine-jukschat-katharina-leimbach-carolin-neubert-hrsg-qualitative-kriminologie-quo-vadis-rezensiert-von-ruth-sapelza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=1817","title":{"rendered":"Nadine Jukschat , Katharina Leimbach, Carolin Neubert (Hrsg.): Qualitative Kriminologie, quo vadis? Rezensiert von Ruth Sapelza"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nadine Jukschat , Katharina Leimbach, Carolin Neubert (Hrsg.): <\/strong><strong>Qualitative Kriminologie, quo vadis? <\/strong><strong>Stand, Herausforderungen und Perspektiven qualitativer Forschung <\/strong><strong>in der Kriminologie. <\/strong>Beltz Juventa, Weinheim Basel, 2022. 239 Seiten, 29,95 \u20ac. Print ISBN 978-3-7799-6449-0; E-Book (PDF) ISBN 978-3-7799-5764-5<\/p>\n<p>Motiviert von ihren wissenschaftsbiographischen Erfahrungen ist es der Autorinnen \u2013 <em>Nadine Jukschat, Katarina Leimbach, Carolin Neubert<\/em> \u2013 Anliegen, mithilfe dieses Sammelbandes die \u201equalitative Kriminologie\u201c, vor allem in der Forschungslandschaft <img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1818 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/9783779964490.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/9783779964490.jpg 600w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/9783779964490-98x150.jpg 98w\" sizes=\"(max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/>Deutschland, zu konturieren, sie folglich in einem Konzept zu verorten, damit sie \u201e(\u2026) in ihrer historischen und aktuellen Bedeutung sichtbar und auch pr\u00e4senter (\u2026)\u201c (S. 11) und damit unweigerlich auch gest\u00e4rkt wird. Die Autorinnen wollen Begriffsarbeit leisten (vgl. S. 20) sowie f\u00fcr die Herausforderungen einer qualitativen Kriminologie sensibilisieren, indem sie \u201eeinen vertieften methodologischen Diskurs und Auseinandersetzungen mit den f\u00fcr qualitativ-kriminologische Forschung spezifischen Herausforderungen ansto\u00dfen\u201c (S. 19). So organisierten sie eine gleichlautende Tagung am KFN, starteten einen Publikationsaufruf und ver\u00f6ffentlichten diesen Sammelband, den sie selbst als \u201e(\u2026) Versuch einer Rekonstruktion des qualitativ-kriminologisch forschenden (Wissenschafts-)Feldes lesen \u2013 mit zentralen Forschungsgegenst\u00e4nden, Debatten und methodologischen Positionen im Sinne von Feldkonzepten.\u201c (S. 20).<!--more--><\/p>\n<p>Im einleitenden Beitrag \u201eQualitative Kriminologie: Ein Konzeptversuch\u201c benennen <em>Jukschat, Leimbach, Neubert<\/em> neben historischen Ausgangspunkten und Einfl\u00fcssen, all jene Herausforderungen, mit denen sich qualitativ, vor allem qualitativ-rekonstruktiv arbeitende Forschende in der Aus\u00fcbung ihrer Arbeit konfrontiert sehen: Sie benennen strukturelle Widerst\u00e4nde, betonen die Notwendigkeit einer konzeptionellen Begriffsarbeit, kritisieren die stark eingeschr\u00e4nkte Sichtbarkeit, mangelnde Anerkennung, eine fehlende institutionelle Organisation, die zunehmende Abh\u00e4ngigkeit von einer Verwertungslogik folgenden Drittmittelf\u00f6rderung sowie den Publikationsdruck, der einer zeitintensiven rekonstruktiven Auswertung entgegensteht. Zudem sehen sie, dass eine von der Inter- und Multidisziplinarit\u00e4t ihrer Bezugswissenschaften lebende Kriminologie, durch ihre institutionelle rechtswissenschaftliche Verankerung (im deutschsprachigen Raum), in ihrer Ausrichtung entsprechend geleitet aber auch eingeschr\u00e4nkt wird. So erzeugt diese Verankerung \u201e(\u2026) eine hegemoniale Blick- und Denkrichtung auf kriminologische Fragestellungen, n\u00e4mlich vor allem eine (straf-)rechtliche und letztlich h\u00e4ufig auch eine anwendungsorientierte, welche die Kriminalit\u00e4t zudem tendenziell \u00e4tiologisch und ontologisch denkt\u201c (S. 16).<\/p>\n<p>Den Autorinnen ist absolut zuzustimmen: Es ist genau diese eingeschr\u00e4nkte, in Teilen komplexit\u00e4tsreduzierende Sicht- und Denkweise, die der f\u00fcr diesen Forschungsbereich notwendigen Offenheit widerspricht. Denn nur durch eben diese Offenheit und Reflexionsprozesse k\u00f6nnen hochkomplexe gesellschaftliche Zusammenh\u00e4nge und Abl\u00e4ufe sowie Sinnstrukturen, die von Dynamiken, Denkmustern, Stereotypisierungen, der eigenen Standortgebundenheit bedingt und gepr\u00e4gt sind, angemessen rekonstruiert und erforscht werden. Eine \u00fcber numerische Komponenten hinausgehende, f\u00fcr die kriminologische Forschung unabdingbare Notwendigkeit.<\/p>\n<p>Der Sammelband umfasst 239 Seiten und wurde in drei gro\u00dfe Themenkomplexe aufgeteilt, in welche die Autorinnen jeweils kurz und pr\u00e4gnant einf\u00fchren. I. Standortgebundenheit, Normativit\u00e4t und Reflexivit\u00e4t (S. 25-84); II. Repr\u00e4sentativit\u00e4t und Generalisierbarkeit (S. 85-179); III. Gesellschaftlicher Kontext und Erwartungsstrukturen (S. 181-237). \u00dcberschaubarerweise finden sich zu jedem thematischen Abschnitt drei bzw. vier Beitr\u00e4ge, die sich in der Auseinandersetzung mit eigenen Forschungsprojekten mit den relevanten Fragestellungen besch\u00e4ftigen. Dadurch leisten sie einen wertvollen Beitrag und setzen spannende und wichtige Impulse f\u00fcr Theorie und Praxis.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge des ersten Themenkomplexes \u2013 I. Standortgebundenheit, Normativit\u00e4t und Reflexivit\u00e4t \u2013 , verfasst von <em>Holger Schmidt <\/em>(S. 28-48),<em> Barbara Sieferle <\/em>(S. 49-66) und<em> Philipp M\u00fcller <\/em>(S. 67-84), befassen sich dabei mit den gro\u00dfen Fragen der Umsetzbarkeit von Werturteilsfreiheit und Objektivit\u00e4t in qualitativer Forschung, wobei zun\u00e4chst ern\u00fcchternd festgestellt wird, dass Reflexivit\u00e4t in der hiesigen kriminologischen Forschung kaum Einzug gehalten hat (vgl. S. 28, 45) bzw. Reflexivit\u00e4tsverst\u00e4ndnisse unterschiedlich ausfallen und entsprechend unterschiedlich in der Forschung Anwendung finden (vgl. S. 31, 32). Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, wird ein offensiver, etwas optimistischerer, anerkennender Umgang mit unweigerlich vorhandener Subjektivit\u00e4t, sozialer Situiertheit sowie soziokultureller Positionierung gefordert, um deren epistemologisches sowie erkenntnisf\u00f6rderndes Potential zu erkennen. Anhand von forschungserfahrungsbasierten Beispielen wird diese Forderung konkret umgesetzt und gleichzeitig veranschaulicht. Hierbei kommen \u2013 die Autor*innen sind sich der Kritiken und Leerstellen durchaus auch bewusst \u2013 unterschiedliche Ans\u00e4tze und Zug\u00e4nge zum Einsatz: So besch\u00e4ftigt sich <em>Schmidt<\/em> bspw. in seinem Beitrag mit einer interaktions-, konstruktionstheoretischen Analyse und kombiniert diese mit biographieanalytischen Ans\u00e4tzen. Hierbei weicht er bewusst \u201e(\u2026) von den Konventionen akademischen Schreibens (\u2026)\u201c (S. 28 f.) ab, wodurch Reflexivit\u00e4t fast erlebbar wird und er den \u201e(\u2026) teils widerspr\u00fcchlichen Anforderungen von Reflexivit\u00e4t (\u2026)\u201c (S. 28) durchaus gerecht wird. Die Leserschaft profitiert unweigerlich von dieser Strategie und dem in Teilen subtilen Humor des Autors.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge des zweiten Themenkomplexes \u201eII Repr\u00e4sentativit\u00e4t und Generalisierbarkeit\u201c \u2013 verfasst von <em>Helena Sch\u00fcttler und Carolin Neubert<\/em> (S. 88-113), <em>Dirk Lampe<\/em> (S. 114-141), <em>Katharina Friederike Str\u00e4ter<\/em> <em>und Sebastian Rhein<\/em> (S. 142-168) und <em>Andreas B\u00f6ttger<\/em> (S. 169-178) \u2013 besch\u00e4ftigen sich mit diesen aus der quantitativen Methodologie stammenden Begrifflichkeiten, welchen qualitativ Forschende h\u00e4ufig argumentativ bis konfrontativ begegnen m\u00fcssen; oder sollen? Darin kann mal wohl ein Indiz erkennen, dass die Denkstrukturen (vor allem) des Zielpublikums immer noch von numerischen Komponenten quantitativer Forschung durchzogen sind oder aber, dass die Postulate qualitativer Forschung nicht in der gesamten Forschungswelt Anerkennung finden. So ist es wohl notwendig, dass \u2013 wovon diese Beitr\u00e4ge handeln \u2013 es ein qualitatives Verst\u00e4ndnis geben muss, nach welchem es um die Bildung von Ideal- nicht Durchschnittstypen geht oder generalisierbare Aussagen durchaus mittels qualitativer Forschungsmethoden getroffen werden k\u00f6nnen (vgl. S. 85, 86) bzw. es geht darum, den Erkenntnisgewinn qualitativer kriminologischer Forschung einfach nur anzuerkennen (vgl. S. 169). Denn erst durch den Einsatz sensibler Konzepte k\u00f6nnen gewisse Feinheiten und Ambiguit\u00e4ten \u00fcberhaupt erst erkannt oder unbekannte Kategorien exploriert werden (vgl. S. 159, 160). Doch die Autoren*innen sprechen sich auch und vor allem f\u00fcr Methodenpluralismus und multiparadigmatische Ans\u00e4tze, eine Kombination von quantitativen und qualitativen Methoden aus (vgl. u. a. S. 136) \u2013 die explizite Besch\u00e4ftigung mit den diesem Themenkomplex gebenden Begrifflichkeiten bleibt in manchen Beitr\u00e4gen hingegen etwas marginal \u2013 bzw. daf\u00fcr, und das ist nat\u00fcrlich essentiell, dass die Wahl der Methode vom Forschungsinteresse bestimmt werden muss und dem Gegenstand angemessen sein muss.<\/p>\n<p>Gerade diesbzgl. l\u00e4sst sich leider h\u00e4ufig feststellen, dass in meist unter Zeitdruck gefertigten kriminologischen Masterarbeiten, der Grund f\u00fcr die Wahl qualitativer Methoden paradoxerweise ma\u00dfgeblich vom Faktor Zeit und weniger vom Forschungsinteresse bestimmt wird, auch wenn gerade der Zeitfaktor in der Fachwelt als Hemmschuh f\u00fcr die Durchf\u00fchrung qualitativer, vor allem rekonstruktiver Forschung, angesehen wird. Argumentativ steht hier jedoch die Akzeptanz einer geringen Anzahl an Untersuchungsobjekten qualitativer Forschung, den einzuhaltenden G\u00fctekriterien Repr\u00e4sentativit\u00e4t und Generalisierbarkeit quantitativer Forschungen gegen\u00fcber. Und hier sehen die Studierenden den Vorteil qualitativer Untersuchungen. Denn nur allzu oft finden sich in diesen Arbeiten entsprechende Begr\u00fcndungen bis hin zu Entschuldigungen f\u00fcr die geringe Gr\u00f6\u00dfe des Samples und der damit verbundenen fehlenden Generalisierbarkeit oder fehlenden M\u00f6glichkeiten, kausale Aussagen zu treffen. Die Entscheidung f\u00fcr den Einsatz von qualitativer oder quantitativer Methoden \u2013 und darin ist den Autor*innen uneingeschr\u00e4nkt zuzustimmen \u2013 sollte nicht vom Ziel abh\u00e4ngen, generalisierbare Aussagen zu treffen, sondern davon, ob Ph\u00e4nomene <em>gemessen<\/em> (quantitativ) oder <em>verstanden<\/em> (qualitativ) werden sollen (vgl. S. 178). Sensibilisierungsarbeit in methodologischer Hinsicht muss unbedingt geleistet werden.<\/p>\n<p>Die Aufs\u00e4tze des letzten Themenkomplexes \u201eIII. Gesellschaftlicher Kontext und Erwartungsstrukturen\u201c werden von <em>Nicole B\u00f6gelein<\/em> (S. 184-199), <em>Martin Herrnkind und Marschel Sch\u00f6ne<\/em> (S. 200-218) sowie <em>Folke Brodersen<\/em> (S. 219-237) verfasst. Hierbei geht es darum, dass jede wissenschaftliche Forschung von feldimmanenten Logiken und spezifischen Erwartungsstrukturen des\/der Forschenden und des\/der Beforschten und den jeweils diese umgebenden, darin herrschenden gesellschaftlichen Bestimmungen und Bedingungen geformt werden. Es geht also um das \u201eVerstehen des Verstehens\u201c (S. 181), was qualitative, rekonstruktive Verfahren zu leisten verm\u00f6gen. Forschungsanliegen m\u00fcssen folglich bereits zu Beginn der Untersuchung richtig und transparent kommuniziert werden, um gewissen Erwartungshaltungen bereits im Vorfeld realistisch zu begegnen, so <em>B\u00f6gelein<\/em> (vgl. S. 196).<\/p>\n<p>Doch dass es nicht immer einfach ist, transparent argumentativ den Feld- und Forschungszugang zu erhalten, kommt vor allem in der polizeiwissenschaftlichen Forschung zum Tragen. Welche Spannungsfelder und Kr\u00e4fte auf den Forschungsbereich um und \u00fcber die Polizei nun wie eine \u201eArt Wissenschafts-Firewall\u201c (S. 201) wirken, werden anhand des Bourdieuschen Feld-Habitus-Modells analysiert. \u00dcberzeugungsarbeit muss also besonders hier geleistet werden und detaillierte Kenntnisse der strukturellen wie habituellen Besonderheiten der Untersuchungsfelder sollen dazu f\u00f6rderlich sein (vgl. S. 215). So ist es: nur auf bekannte \u00c4ngste und Bef\u00fcrchtungen des zu erforschenden Feldes kann angemessen reagiert werden. Der Aufsatz der Polizeiwissenschaftler <em>Herrnkind und Sch\u00f6ne<\/em> leistet einen entsprechenden Beitrag.<\/p>\n<p>Aber auch sonst treffen Forscher*innen immer wieder auf Schwierigkeiten im Feldzugang und bei der Datenerhebung. Besonders wenn es um die Erforschung von problematisierten Adressat*innen geht, die sich in \u201e\u2018absoluten\u2018 Diskursen\u201c (S. 219, vgl. S. 220, 221) befinden, deren Aktionsfelder sowie Wissensordnungen von hegemonialen Denkstrukturen und Diskursorganisationen durchzogen sind (vgl. S. 224, 225): im Bereich der P\u00e4dophilie dominieren bspw. therapeutische Wissensordnungen (vgl. S. 224), im Bereich Radikalisierung dominiert die Sicherheitsperspektive. Wie man Forschung innerhalb von und \u00fcber \u201aabsolute\u2018 Diskurse mittels qualitativer Forschung produktiv betreiben kann, wird im Beitrag <em>Brodersen<\/em> verdeutlicht (vgl. S.234). Gerade hier m\u00fcssen das Prinzip der Offenheit, die F\u00e4higkeit der Selbstreflexion und die Orientierung am Feld dringlich eingehalten werden (vgl. S. 234). Diese hegemonialen Perspektiven m\u00fcssen n\u00e4mlich als irritierend angesehen und kritisch, reflexiv hinterfragt werden. Nur so k\u00f6nnen gewisse dem Material anhaftende Sinn- und Entscheidungsstrukturen als soziale Konstrukte erkannt und hinterfragt und ein besseres Verst\u00e4ndnis der Forschungsgegenst\u00e4nde erzielt werden sowie \u2013 und das ist von immenser Bedeutung \u2013 verhindert werden, dass wissenschaftliche Forschung sich unkritisch f\u00fcr gewisse politische Zwecke instrumentalisieren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Bei dem Buch handelt es sich also nicht um ein klassisches Einf\u00fchrungswerk in die Methodiken der qualitativen Sozialforschung oder um einen Methodenstreit vom Zaun brechenden Sammelband. Vielmehr richten sich die Autor*innen an eine methodisch bereits geschulte Leserschaft, die das Buch als anwendungsorientierte Handreichung verstehen kann. Das im Buch vermittelte Wissen und die beschriebenen Erfahrung im Umgang mit forschungs- oder feldimmanenten Herausforderungen oder Schwierigkeiten, kann und soll f\u00fcr die eigene Forschung fruchtbar gemacht, angewandt und umgesetzt werden. Dies ist ein erster und wichtiger Schritt in Richtung der Konzeptualisierung sowie Systematisierung einer \u201equalitativen Kriminologie\u201c.<\/p>\n<p>Der Sammelband eignet sich allerdings nicht nur f\u00fcr all jene, die explorativ forschen und ihr methodisches qualitatives Wissen vertiefen und st\u00e4rken wollen, sondern auch f\u00fcr all jene, die der qualitativen Kriminologie kritisch gegen\u00fcber stehen, welche immer noch in den quantitativen Methoden das Ma\u00df aller Dinge w\u00e4hnen. Diese k\u00f6nnen anhand des Sammelbandes durchaus erkennen, wie bereichernd und effizient ein Methodenpluralismus ist.<\/p>\n<p>Das Werk sollte im Methodendiskurs folglich nicht unerw\u00e4hnt bleiben.<\/p>\n<p>Die \u201eAngaben zu den Autor*innen\u201c (S. 238 f.) finden sich am Ende des Bandes, sind alphabetisch gelistet und beinhalten Ausk\u00fcnfte zu den theoretischen sowie praktischen Arbeitsbereichen und Arbeitsschwerpunkten.<\/p>\n<p>Ruth Sapelza, M\u00fcnchen, Mai 2022<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nadine Jukschat , Katharina Leimbach, Carolin Neubert (Hrsg.): Qualitative Kriminologie, quo vadis? Stand, Herausforderungen und Perspektiven qualitativer Forschung in der Kriminologie. Beltz Juventa, Weinheim Basel, 2022. 239 Seiten, 29,95 \u20ac. 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