{"id":2120,"date":"2024-06-26T16:11:47","date_gmt":"2024-06-26T14:11:47","guid":{"rendered":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2120"},"modified":"2024-07-08T11:48:59","modified_gmt":"2024-07-08T09:48:59","slug":"2120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2120","title":{"rendered":"Lea de Gregorio. Unter Verr\u00fcckten sagt man Du. Rezensiert von Thomas Feltes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lea de Gregorio. Unter Verr\u00fcckten sagt man Du.<\/strong> Suhrkamp-Verlag, Berlin 2024, 297 S., ISBN 978-3-518-47430-3. 20.- Euro<\/p>\n<p>\u201eEs war Winter und ich befand mich auf einer psychiatrischen Akutstation mittel in Berlin mit einer T\u00fcr, die verschlossen war\u201c \u2013 so beginnt das Buch von de Gregorio. An einer <img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2121 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover.jpg\" alt=\"\" width=\"164\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover.jpg 1347w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover-94x150.jpg 94w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover-639x1024.jpg 639w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover-958x1536.jpg 958w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/unter-verrueckten-sagt-man-du_9783518474303_cover-1277x2048.jpg 1277w\" sizes=\"(max-width: 164px) 100vw, 164px\" \/>Umbruchstelle im Leben wird die Autorin Lea De Gregorio \u201everr\u00fcckt\u201c. Zu viele Gedanken drehen frei in ihrem Kopf, zu viele Fragen rasen ihr durchs Herz, der Schlaf bleibt aus. Es war keine genetisch veranlagte \u201eSollbruchstelle\u201c, sondern etwas, was jedem von uns passieren kann. Auf den Umbruch folgt, was hierzulande nun mal vorgesehen ist: die Behandlung in der Psychiatrie. Der \u201eHeilung\u201c geht aber die Entm\u00fcndigung voraus und begleitet sie. In der Psychiatrie bestimmen, entscheiden, sprechen andere. Man selbst ist Objekt, nicht Subjekt.<!--more--><\/p>\n<p>Die Fragen, die de Gregorio sich w\u00e4hrend ihrer Aufenthalte in der Psychiatrie (ja, man ist auch in der Psychiatrie nicht immer \u201eirre\u201c, sondern das \u201eIrresein\u201c ist auch dort eher die Ausnahme als die Regel) und sp\u00e4ter stellt, sind grundlegende: Muss ich mich dieser althergebrachten Ordnung tats\u00e4chlich f\u00fcgen, damit alles besser wird? Oder muss ich sie erst recht in Frage stellen? Das Buch beschreibt eine Suche nach grundlegenden Antworten. Diese Suche f\u00fchrt die Autorin auch an tabuisierte Orte der Geschichte, in unsere Sprache, die Philosophie und schlie\u00dflich \u201ein den Kampf. Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Verr\u00fcckten, einer viel zu lange \u00fcbersehenen Minderheit\u201c.<\/p>\n<p>\u201ePsychiatrisierung ist Entpolitisierung, das medizinische Krankheitsmodell verhindert den Blick auf die soziale Genese psychischer St\u00f6rungen\u201c schreibt der Salzburger forensische Psychologe <a href=\"https:\/\/www.klopf.at\/\">Johannes Klopf<\/a> in einem Beitrag<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> und er verweist darauf, dass die Treffsicherheit prognostischer Gutachten sehr gering sei, man von einer \u201ewissenschaftlich angestrichenen Form der Hellseherei und von modernem Hokuspokus\u201c spreche. Zwar geht es hier um die forensische Psychiatrie, also um die Begutachtung und Unterbringung von Straft\u00e4tern; im Prinzip aber stellen sich die gleichen Probleme auch denjenigen, die in der \u201enormalen\u201c Psychiatrie daf\u00fcr zust\u00e4ndig sind, Ursachen von psychischen St\u00f6rungen zu bestimmen, Behandlungen sowie Entlassungen (oder Zwangsunterbringungen) anzuordnen.<\/p>\n<p>Lea De Gregorio entlarvt in dem Buch nicht nur die oftmals nicht hinterfragten, \u201estandardisierten\u201c Abl\u00e4ufe in psychiatrischen Einrichtungen, sondern auch die tradierten Ungerechtigkeiten in unserem Denken, F\u00fchlen, Handeln. Das Buch leistet, so der Verlag \u201edringend notwendige Psychiatrie- und Gesellschaftskritik. In einer Sprache, die so klar und so klug und so z\u00e4rtlich ist, dass sie den Blick auf unser Zusammenleben substanziell zu ver\u00e4ndern vermag\u201c.<\/p>\n<p>Diese Feststellung trifft zu, auch wenn die Darstellungen oftmals schonungslos sowohl der Autorin selbst, als auch den professionellen Protagonisten gegen\u00fcber sind. Es ist also kein \u201eleichtes\u201c Buch, auch weil es immer wieder betroffen macht und man sich die Frage stellt: Muss das alles so sein, was da in der Psychiatrie geschieht? Geht das nicht anders? Kann man mit diesen Menschen, die in einer \u201ever-r\u00fcckten\u201c (sic!) Ausnahme(sic!)situation sind, nicht anders umgehen?<\/p>\n<p>Und: Welche Rolle dabei spielen wir, die vorurteilsbehaftet Menschen als \u201eirre\u201c bezeichnen, weil sie eine Gewalttat begehen, obwohl Psychosen und Gewalttaten nicht zusammenh\u00e4ngen \u2013 und dies so auf alle \u00fcbertragen, die psychische Probleme haben. Zum Vorfall am Berliner Breitscheidplatz schreibt de Gregorio: \u201eWeder der Migrationshintergrund noch die Tatsache, irgendwann im Leben einmal eine psychische Krise gehabt zu haben, sind hinreichende Erkl\u00e4rungen f\u00fcr eine schreckliche Tat. \u2026 Wenn jemand \u00fcber Menschen als \u201everr\u00fcckt\u201c oder \u201eirre\u201c spricht, schafft das eine Distanz, sind die anderen die <em>Verr\u00fcckten<\/em>, die Irrationalen, die B\u00f6sen. Wer andere so nennt, zeichnet von sich selbst das Bild des \u201eNormalen\u201c\u201c (S. 31).<\/p>\n<p>Wir fl\u00fcchten aber zu gerne in solche Erkl\u00e4rungen, weil sie uns entlasten: Wir verlagern dadurch die Verantwortung f\u00fcr die Integration oder die angemessene und ausreichende Behandlung von Menschen auf diese selbst und k\u00f6nnen mit Wilhelm <a href=\"https:\/\/www.aphorismen.de\/zitat\/149071\">Busch<\/a> und der \u201efrommen (!) Helene\u201c sagen: \u201eEi ja! \u2013 Da bin ich wirklich froh! Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!\u201c. Kriminologisch betrachtet dient dies der durchaus \u201ewohlfeilen Abgrenzung\u201c der Guten von den B\u00f6sen. Durch moralische Emp\u00f6rung und wohlfeile Entr\u00fcstung, die auch \u00f6ffentlich kundgetan wird, best\u00e4tigen wir uns immer wieder, dass wir nicht so sind wie \u201edie da\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. De Gregorio hingegen macht in ihrem Buch deutlich, dass psychiatrisierte Menschen nicht anders sind als ich und du, und dass Ausgrenzung keine L\u00f6sung sein kann.<\/p>\n<p>Die in unserer Gesellschaft zunehmend zu beobachtende Dehumanisierung von gesellschaftlichen Randgruppen stellt eine Form von moralischer Exklusion dar, bei der dehumanisierte Personen von moralischen Regeln und Werten ausgeschlossen werden. Zu den dehumanisierten Gruppen geh\u00f6ren Strafgefangene ebenso wie Menschen, die in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht sind. Dadurch werden ehemals vorhandene moralische Prinzipien aufgeweicht und aufgegeben, was eine Rechtfertigung f\u00fcr Aus- und Abgrenzungen bietet. Empathie und Schuldgef\u00fchle gegen\u00fcber den dehumanisierten Personen fehlen.<\/p>\n<p>Dabei sind psychische Erkrankungen ubiquit\u00e4r: Bundesweit erf\u00fcllt mehr als jeder vierte Erwachsene im Zeitraum eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung (<a href=\"https:\/\/www.dgppn.de\/publikationen\/dossier.html\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie<\/a>). Hinzu kommen 45 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten und die Tatsache, dass 15 Prozent aller Arbeitsunf\u00e4higkeitstage pro Jahr auf solche Erkrankungen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Es gibt also gen\u00fcgend Gr\u00fcnde, sich mit einer Verbesserung der Situation in unseren psychiatrischen Einrichtungen und dar\u00fcber hinaus und mit der Frage, wie wir mit Menschen in solchen Ausnahmesituationen umgehen, zu besch\u00e4ftigen. Das Buch von de Gregorio bietet dazu Anlass und gleichzeitig Material f\u00fcr eine Auseinandersetzung mit den M\u00e4ngeln in der psychiatrischen Betreuung und Behandlung.<\/p>\n<p>Dabei ist der Umgang mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen nicht nur f\u00fcr Mediziner und Psychologen eine besondere Herausforderung, sondern auch f\u00fcr Polizeibeamte. \u201eWeil man in andere nicht reingucken kann\u201c \u2013 Die Wechselwirkungen in Begegnungen mit der Polizei sind auch von einer Betroffenen beschrieben worden<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, und die Tatsache, dass drei von vier der von der Polizei im Einsatz get\u00f6teten Menschen sich in solchen Ausnahmesituationen befunden gaben, habe ich in einem Vortrag ausf\u00fchrlich <a href=\"https:\/\/www.thomasfeltes.de\/images\/Feltes_Vortrag_Salus_Januar_2023.pdf\">kommentiert<\/a> und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge in einer <a href=\"https:\/\/www.thomasfeltes.de\/images\/Feltes_Polizei_und_psychisch_Auff%C3%A4llige_11_2023.pdf\">Anh\u00f6rung<\/a> in Brandenburg gemacht<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Zwar berichtet de Gregorio in ihrem Buch \u00fcber (positive) Begegnungen mit Polizeibeamten im Rahmen einer Schulung zum Umgang mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen, aber Aus- und Fortbildung sind eine Seite, der reale Alltag mit seinen Herausforderungen eine andere. Hier wird dann oftmals die schnelle L\u00f6sung gesucht (wie im Fall des in Dortmund durch f\u00fcnf Polizeisch\u00fcsse get\u00f6teten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Todesfall_Mouhamed_Dram%C3%A9\">Mouhamed Dram\u00e9<\/a>), statt abzuwarten und ggf. Sondereinsatzkr\u00e4fte, die besser ausgebildet und gesch\u00fctzt sind, hinzuzurufen.<\/p>\n<p>Menschenrechte werden in der Psychiatrie permanent verletzt. Wie man dagegen angehen kann, stelle ich in einem <a href=\"https:\/\/www.thomasfeltes.de\/images\/Feltes_Menschenrechte_2022.pdf\">Beitrag<\/a> f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/book\/10.1007\/978-3-662-64465-2\">Handbuch<\/a> dar. Es gibt umfangreiches Schrifttum zu all diesen Aspekten, die Frage ist nur, wie k\u00f6nnen die Bedingungen, unter denen der oftmals unzureichende Umgang mit Menschen in solchen Ausnahmesituationen erfolgt, verbessert werden. Unter dem Titel \u201eIrren ist Menschlich\u201c behandeln Klaus D\u00f6rner u.a. in ihrem inzwischen in der 25. Auflage erschienenen <a href=\"https:\/\/psychiatrie-verlag.de\/product\/irren-ist-menschlich\/\">Lehrbuch der Psychiatrie und Psychotherapie <\/a>die verschiedenen Facetten (eine <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=840\">Besprechung<\/a> der Vorauflage des Werkes findet sich hier) &#8211; eine gute Erg\u00e4nzung f\u00fcr denjenigen, der auch wissenschaftich tiefer in die Problematik einsteigen will.<\/p>\n<p>Es fehlt letztlich nicht an Wissen \u00fcber psychische Krankheiten, therapeutische Ans\u00e4tze und Methoden, wissenschaftliche Grundlagen und den gesellschaftlichen Kontext \u2013 aber es fehlt nach wie vor an der Umsetzung. Und es fehlt an Selbstberichten aus der Psychiatrie, wie sie hier von de Gregorio vorgelegt werden. Solche Selbstberichte (und damit verbundene Analysen) sind deshalb wichtig, weil sie die Sichtweise der betroffenen Menschen deutlich machen und damit einerseits die \u201ed\u00e9formation professionelle\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> der in diesen Einrichtungen t\u00e4tigen \u201eProfis\u201c erg\u00e4nzen und oftmals auch kontrastieren und konterkarieren; sie sind aber auch wichtig, weil sie Au\u00dfenstehenden den Blick daf\u00fcr \u00f6ffnen, was \u201enormal\u201c oder \u201eunnormal\u201c ist oder eben nicht. De Gregorio macht auch deutlich, dass die oftmals vorhandene Vorstellung \u201eeinmal irre, immer irre\u201c, nicht zutrifft, zumindest nicht auf die ganz gro\u00dfe Mehrheit der Menschen, die sich in eine psychiatrische Einrichtung begeben, dorthin gebracht werden oder in entsprechender Behandlung sind.<\/p>\n<p>Und noch etwas macht de Gregorio deutlich: In psychiatrischen Einrichtungen kommen Menschen aus allen Bereichen in ihren Krisen zusammen, \u201eegal ob Malermeister, Arbeitslose oder Intellektuelle, \u2026 Man kann dort so vieles \u00fcber die menschliche Existenz erfahren, auf solch schonungslose und unmittelbare Weise wie sonst vielleicht nirgendwo\u201c.<\/p>\n<p>Das Buch von de Gregorio ist nicht nur der Selbstbericht einer Psychiatriebetroffenen, es ist auch ein guter \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklung des Umgangs mit der Institution Psychiatrie und den Menschen, die diese in Anspruch nehmen (m\u00fcssen). Sie geht dabei auf ethnologische Aspekte (sie hat einen Master in Europ\u00e4ischer Ethnologie) ebenso ein wie auf die Anti-Psychiatrie-Bewegung der 1970er Jahre , behandelt die Arbeiten von Foucault und Szasz und den Umgang mit &#8222;ver-r\u00fcckten&#8220; Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>Insgesamt ist es kein \u201eLehrbuch\u201c in dem Sinne, dass ein strukturiertes Ziel verfolgt wird. Es ist entlang der Lebensgeschichte der Autorin aufgebaut und nicht nach wissenschaftlichen Aspekten gegliedert. Aber genau dies macht das Buch so lesenswert, weil es dadurch\u00a0 \u00fcberkommene Vorstellungen immer wieder aus anderen Perspektiven aufbricht und zu \u201eneuem Denken\u201c f\u00fchrt.<\/p>\n<p>De Gregorio \u00e4u\u00dfert zum Schluss ihres Buches den Wunsch, mit dem Geschriebenen etwas zu verschieben \u201eim Kopf, in der Psychiatrie oder in unserer Gesellschaft\u201c. Zumindest bei demjenigen, der das Buch liest, d\u00fcrfte dieser Wunsch in Erf\u00fcllung gehen. Wer\u00a0 Angst davor hat, seine \u00fcberkommenen Vorstellungen von \u201eVer-r\u00fcckten\u201c und vom Leben in und au\u00dferhalb der Psychiatrie in Frage zu stellen, der sollte das Buch meiden. F\u00fcr alle anderen ist es eine anregende Lekt\u00fcre &#8211; auch wegen der oftmals schwer zu verkraftenden Beschreibungen und Analysen.<\/p>\n<p>Thomas Feltes, Juni 2024<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Geisteskrankheit \u2013 ein moderner Fluch. In: asozial \u2013 dissozial \u2013 antisozial. Wider die Politik der Ausgrenzung, hsrg. von D. Fabricius und U. Kobb\u00e9, Lengerich 2023, S. 128. Eine Besprechung dieses Bandes folgt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. zur Abgrenzung gegen\u00fcber Straft\u00e4tern mein Nachwort zu dem Kriminalroman von Georg Tenner, Jagd auf den Inselm\u00f6rder. Oldenburg 2007, verf\u00fcgbar <a href=\"1\">hier.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Psychiat Prax 2023; 50: 333\u2013335<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ausf\u00fchrlicher dazu: Thomas Feltes, Michael Alex: Polizeilicher Umgang mit psychisch gest\u00f6rten Personen. In: D. Hunold, A. Ruch (Hrsg.), Polizeiarbeit zwischen Praxishandeln und Rechtsordnung. Empirische Polizeiforschungen zur polizeipraktischen Ausgestaltung des Rechts. Wiesbaden 2020, S. 279-299. Verf\u00fcgbar <a href=\"https:\/\/www.thomasfeltes.de\/images\/Polizei_und_psychisch_Gest%C3%B6rte_f%C3%BCr_Ruch_Hu-\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Dieser Begriff wird oftmals mit \u201eberuflicher Missbildung\u201c \u00fcbersetzt. Gemeint sind damit aber nicht nur die Neigung, eine berufs- oder fachbedingte Methode oder Perspektive unbewusst \u00fcber ihren Geltungsbereich hinaus anzuwenden (\u201eein Polizist sieht \u00fcberall Straftaten\u201c), sondern auch \u00fcber Jahre hinweg eingetretene und eingeschliffene Handlungsweisen, die nicht mehr hinterfragt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lea de Gregorio. Unter Verr\u00fcckten sagt man Du. Suhrkamp-Verlag, Berlin 2024, 297 S., ISBN 978-3-518-47430-3. 20.- Euro \u201eEs war Winter und ich befand mich auf einer psychiatrischen Akutstation mittel in Berlin mit einer T\u00fcr, die verschlossen war\u201c \u2013 so beginnt das Buch von de Gregorio. An einer Umbruchstelle im Leben wird die Autorin Lea De &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2120\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Lea de Gregorio. Unter Verr\u00fcckten sagt man Du. 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