{"id":2229,"date":"2025-01-05T15:42:02","date_gmt":"2025-01-05T14:42:02","guid":{"rendered":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2229"},"modified":"2025-01-05T15:42:02","modified_gmt":"2025-01-05T14:42:02","slug":"martin-rettenberger-stefan-suhling-hauke-brettel-thomas-goergen-hrsg-kriminalitaet-und-ihre-kontrolle-im-wandel-rezensiert-von-holger-plank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2229","title":{"rendered":"Martin Rettenberger \/ Stefan Suhling \/ Hauke Brettel \/ Thomas G\u00f6rgen (Hrsg.): Kriminalit\u00e4t und ihre Kontrolle im Wandel. Rezensiert von Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Martin Rettenberger \/ Stefan Suhling \/ Hauke Brettel \/ Thomas G\u00f6rgen (Hrsg.): Kriminalit\u00e4t und ihre Kontrolle im Wandel. Festschrift f\u00fcr Axel Dessecker. <\/strong>2024, ISBN: 978-3-945037-53-9, 807 Seiten, Kriminologische Zentralstelle Wiesbaden. KRIMZ &#8211; Eigenverlag, Reihe Kriminologie und Praxis, Band 75, 49.&#8211; \u20ac<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: left;\">Der Jubilar Axel <strong>Dessecker<\/strong>, promovierter Rechtswissenschaftler, Soziologe und P<img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2230 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"124\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-scaled.jpeg 1738w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-102x150.jpeg 102w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-695x1024.jpeg 695w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-1043x1536.jpeg 1043w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/IMG_2698-1390x2048.jpeg 1390w\" sizes=\"(max-width: 124px) 100vw, 124px\" \/>hilosoph, dem die Festschrift anl\u00e4sslich der titelgebend gleichnamigen allj\u00e4hr\u00adlichen Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden (KrimZ) am 24.10.2024 zu seinem Ruhestand \u00fcberreicht wurde, war ab 2004 f\u00fcr mehr als 20 Jahre stellvertretender Direktor der KrimZ und seit 2008 apl. Professor am Institut f\u00fcr Kriminalwissenschaften der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1] \u00a0<\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Herausgeber Martin <strong>Rettenberger<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, Stephan <strong>Suhling<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, Hauke <strong>Brettel<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> und Thomas <strong>G\u00f6rgen<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> haben zusammen mit 48 weiteren Autoren in insgesamt 33 Beitr\u00e4gen, gegliedert in die Themenbereiche<\/p>\n<ol>\n<li>Kriminal- und berufspolitische Aspekte,<\/li>\n<li>Strafvollzug,<\/li>\n<li>Sicherungsverwahrung,<\/li>\n<li>Kriminalpsychologische Aspekte,<\/li>\n<li>Extremismus- und Radikalisierungsprozesse,<\/li>\n<li>Sanktionsforschung,<\/li>\n<li>Interdisziplin\u00e4re Perspektiven der Kriminologie und<\/li>\n<li>Wissenschaftskommunikation und Kooperation<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>,<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die Forschungsinteressen und -schwerpunkte der 36-j\u00e4hrigen Ver\u00f6ffentlichungs\u00adhistorie Axel Desseckers<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> und seine Forschungsinteressen gut skizziert. Die F\u00fclle der interdisziplin\u00e4ren kriminalwissenschaftlichen und forensischen Information der Festschrift ist bemerkenswert und nicht wenige der Beitr\u00e4ge zeigen neue Er\u00adkenntnisse auf, andere pr\u00e4sentieren bekannte fachliche Aspekte in neuen Kon\u00adtexten. Da in dieser kurzen Besprechung nicht auf alle Beitr\u00e4ge des Sammel\u00adbandes vertieft eingegangen werden kann, fiel die (subjektiv und von Eigenin\u00adteressen geleitete) Auswahl auf jeweils mindestens einen Beitrag aus jedem Themenbereich. Das ist die Schwierigkeit bei der Besprechung von Festschriften und Sammelb\u00e4nden. Obwohl dieser Auswahl gewiss keine qualitative Bewertung der einzelnen hier nicht explizit erw\u00e4hnten Aufs\u00e4tze zugrunde liegt, m\u00f6chte ich mich dennoch bei denjenigen Autoren und Autorinnen bereits vorab entschul\u00addigen, die in der Besprechung nicht erw\u00e4hnt werden, obgleich sie sich bei der den Aufs\u00e4tzen zugrunde liegenden Forschungsarbeit und der Verschriftlichung f\u00fcr diese Ver\u00f6ffentlichung allesamt erkennbar gro\u00dfe M\u00fche gegeben haben und schon deshalb grds. jeder Beitrag erw\u00e4hnenswert gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus dem <strong>ersten Themenbereich<\/strong> habe ich gleich zwei sehr interessante Beitr\u00e4ge ausgesucht, n\u00e4mlich die lesenswerte Stellungnahme von Bernd-Dieter <strong>Meier<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/strong> zur Beurteilung der Notwendigkeit einer eigenst\u00e4ndigen fachwissenschaftlichen kriminologischen Subdisziplin \u201e<em>Cyberkriminologie<\/em>\u201c (S. 85 \u2013 102) und den Bei\u00adtrag von Hauke <strong>Brettel<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/strong> zur \u201esystematischen \u00dcbersch\u00e4tzung von Gef\u00e4hrlichkeit\u201c von Ma\u00dfregelpatienten und Sicherungsverwahrten (S. 31 \u2013 42).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Meier<\/em> fokussiert auf die f\u00fcr den deutschsprachigen Raum zuerst explizit von <em>Mischkowitz<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> 2013 formulierte Frage, ob durch ein neues subkriminologisches Label \u201e<em>Cyberkriminologie<\/em>\u201c die vielf\u00e4ltigen, durch den technologischen Wandel hervorgerufenen wissenschaftlichen Forschungsbedarfe gezielter angesto\u00dfen und gelenkt und gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnten. Er setzt sich dabei am Beispiel der hoch\u00adaktuellen Folie \u201edigitale Gewalt\u201c intensiv mit der Argumentation des derzeit wohl namhaftesten Vertreters einer neuen \u201e<em>Cyberkriminologie<\/em>\u201c im deutschsprachigen Raum, dem Brandenburger Kriminologen Thomas-Gabriel <em>R\u00fcdiger<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>, ausein\u00adander. Dabei reflektiert er insbesondere auf zwei Thesen R\u00fcdigers, n\u00e4mlich a) \u201edas Verschwimmen der physischen Grenzen und das Entstehen eines globalen digitalen Kriminalit\u00e4tsraums\u201c (Tatort Internet \/ Cyberspace), was einen eigen\u00adst\u00e4ndigen kriminologischen Ansatz erfordere und b) seiner Feststellung, \u201eT\u00e4ter verhalten sich im digitalen Raum anders als im physischen Raum und machten deshalb eigene kriminologische Theorien notwendig\u201c. Meier stimmt im Ergebnis zwar der Argumentation R\u00fcdigers, \u201eInteraktion und Kommunikation gestalteten sich im Netz anders als in der nichtdigitalen face-to-face-Kommunikation\u201c, was zu einer \u201eschlechteren Wahrnehmbarkeit von Risiken, zu einer schwierigeren Kontrolle und zu ver\u00e4nderten Handlungsbereitschaften\u201c f\u00fchre, zu. Allerdings er\u00adfordere auch die Tat mit dem Tatmittel Internet physisches T\u00e4terhandeln an kon\u00adkret benennbaren Orten und auch einen Erfolgseintritt an konkret benennbaren physischen \u00d6rtlichkeiten, selbst wenn es sich um die \u201eVer\u00e4nderung von Daten\u201c handele, die \u201ean wechselnden Orten auf Servern (physisch) abgelegt\u201c seien. Im \u00dcbrigen sei \u201eder digitale Raum auch kein anomischer Raum\u201c, auch wenn \u201edie wahrnehmbare Polizeipr\u00e4senz (dort) gering sei\u201c (S. 99). Zudem gebe es \u201ef\u00fcr das Handeln im digitalen Raum (auch) keine netzspezifischen Motivationen\u201c. Wie im \u201erealweltlichen, nichtdigitalen Raum\u201c seien die T\u00e4ter daran interessiert, \u201eVer\u00e4n\u00adderungen zu bewirken, sich selbst zu bereichern, Befriedigung und Anerkennung zu finden oder (am Beispiel der gew\u00e4hlten Folie \u201adigitale Gewalt\u2018) aus der Ag\u00adgressionsabfuhr Befriedigung zu ziehen.\u201c Das Konzept des \u201edigitalen Narziss\u00admus\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> sei nicht falsch, aber es verdecke, worum es gehe: \u201e(\u2026) Gehandelt werde, um aus der dem \u201adigitalen Ich\u2018 gezollten Anerkennung f\u00fcr das \u201areale Selbst\u2018 Be\u00adfriedigung\u201c zu ziehen.\u201c Insofern bed\u00fcrfe die vordigitale, theoretische kriminolo\u00adgische \u00c4tiologie lediglich der Erg\u00e4nzung, um den durch den technologischen Fortschritt ver\u00e4nderten Handlungsbedingungen Rechnung zu tragen. Aus dieser hier nur verk\u00fcrzt wiedergegebenen Argumentation folgert Meier in Anlehnung an <em>Marres<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/em>abschlie\u00dfend, dass es zwar einer \u201e<strong>technologiesensiblen Kriminologie<\/strong>\u201c bed\u00fcrfe, die \u201eEntwicklung eines neuen Wissenschaftszweigs \u201a<em>Cyberkriminologie<\/em>\u2018 hierf\u00fcr jedoch nicht notwendig\u201c sei. \u00a0Die zum Verst\u00e4ndnis der Taten im digitalen Zeitalter zus\u00e4tzlich notwendigen technologischen Komponenten einschlie\u00dflich ihrer psychologischen Auswirkungen auf die Handlungsbereitschaft seien Bau\u00adsteine, die zu den herk\u00f6mmlichen Erkl\u00e4rungen hinzutreten w\u00fcrden, aber keine eigene Erkl\u00e4rung lieferten (S. 99). Es handelt sich um eine interessante und pointierte Wortmeldung Meiers, die die Vertreter der jungen, interdisziplin\u00e4ren und jedenfalls im deutschsprachigen Raum nach wie vor noch wenig etablierten Disziplin<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> herausfordern d\u00fcrfte, ja m\u00fcsste. Deshalb darf man auf die sicher folgende Duplik zu diesem Beitrag gespannt sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Brettel <\/em>kritisiert unter Bezugnahme auf die der Habilitationsschrift Desseckers aus dem Jahr 2004<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>zugrunde liegenden Fragen: <em>Sind Ma\u00dfregelpatienten ge\u00adf\u00e4hrlich? Sind Sicherungsverwahrte gef\u00e4hrlich?<\/em> den angesichts von derzeit in Deutschland ca. 13.000 im Ma\u00dfregelvollzug (\u00a7\u00a7 63, 64 StGB) &#8211; mit seit Jahren steigender Tendenz &#8211; und zus\u00e4tzlich \u201egut\u201c 600 sicherungsverwahrten (\u00a7 66 StGB) Probanden in der forensischen Risikobewertung massenhaften R\u00fcckgriff auf die Empirie. Es seien \u201edeutlich mehr Menschen im Ma\u00dfregelvollzug von einer \u00dcber\u00adsch\u00e4tzung als von einer Untersch\u00e4tzung ihrer Gef\u00e4hrlichkeit betroffen\u201c (S. 33), so seine Einsch\u00e4tzung. Dies berge erhebliche Gefahren f\u00fcr die Grund- und Men\u00adschenrechte der Personen, um deren \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c es hier gehe. Selbst bei der v\u00f6llig illusorischen Annahme einer durchg\u00e4ngig zutreffenden gutachtlichen Einsch\u00e4tzung von 90% erg\u00e4be sich eine rechtsstaatlich nicht hinnehmbare Anzahl von \u201efalse negatives\u201c. Dies k\u00f6nne sowohl auf pers\u00f6nliche als auch auf metho\u00addische Ursachen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. So berge etwa die \u201ePsychologie der Beurteilungssituation\u201c die Gefahr der \u201eM\u00f6glichkeit, dass die Risikobeurteilung f\u00fcr den Beurteiler selbst zum Risiko\u201c werde, etwa weil eine nicht diagnostizierte \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c zu einem \u201eR\u00fcckfall f\u00fchre\u201c. Insofern sei das Risiko zwischen Beurteiler und Beurteiltem \u201easymmetrisch verteilt\u201c. Die seit dem Aufsehen erre\u00adgenden Fall Mollath<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> im Jahr 2016<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> modifizierten Anforderungsvoraus\u00adsetzungen des Strafrechts zur Unterbringung in der Psychiatrie (\u00a7\u00a7 63, 67 Abs. 4, 67d StGB, \u00a7 463 StPO mit Verweis auf die notwendig kurze Frequenz gutachter\u00adlicher Stellungnahmen in \u00a7 67e StGB) bedingen nun eine regelm\u00e4\u00dfige Begut\u00adachtung der \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c in kurzen Intervallen. Da es um die prognostische Beurteilung einer R\u00fcckfallwahrscheinlichkeit in der Zukunft gehe und diese \u201enicht der unmittelbaren Anschauung und sinnlichen Wahrnehmung zug\u00e4nglich sei\u201c, sondern individuell \u201eerschlossen\u201c werden m\u00fcsse, komme es v. a. auf die methodisch valide, reliable Feststellung verl\u00e4sslicher \u201ePr\u00e4diktoren\u201c mit m\u00f6glichst geringer Restunsicherheit an (S. 35f.). Da die \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c verhaltensbezogen zu beurteilen ist, \u201emenschliches Verhalten jedoch in sozialen Kontexten keinen bekannten Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten oder sonstigen Mechanismen folge, die mit Ge\u00adwissheit auf k\u00fcnftiges Verhalten schlie\u00dfen lasse\u201c, sei eine syllogistische Fol\u00adgerung, die aus zwei Pr\u00e4missen eine logische Schlussfolgerung erlaube, hierbei nicht m\u00f6glich. Vielmehr m\u00fcsse induktiv, also vom Einzelfall auf eine Regel ge\u00adschlossen werden. Die in der Beurteilungspraxis nicht selten (komplement\u00e4r) ge\u00adnutzte Methode, \u201eWissen \u00fcber das Verhalten von Menschen (\u2026) z. B. in Form von Erfahrungsregeln, \u201aBasisraten\u2018 oder \u201aRisikofaktoren\u2018\u201c in die Begutachtung einzubringen, beruhe \u201eso gut wie nie auf Erfahrungen mit genau der Person, deren \u201eGef\u00e4hrlichkeit\u201c zu beurteilen\u201c sei, sondern sei (u. a. auch) auf unabh\u00e4ngig vom Beurteilungsfall gewonnene Erfahrungen zur\u00fcckzuf\u00fchren, (\u2026) die in der Regel durch die (wissenschaftliche) Untersuchung von Personengruppen gewonnen\u201c wurden, zu der die \u201ePerson, auf die er ermittelte Erfahrungswert (empirisch) bezogen werde, nicht geh\u00f6re.\u201c Das berge erhebliche Gefahren f\u00fcr die Betrof\u00adfenen. Allgemeine empirische Erfahrungen d\u00fcrften \u201eim konkreten Einzelfall nur Hinweise auf (individuell zu \u00fcberpr\u00fcfende und ggf. kasuistisch relevante) M\u00f6glichkeiten geben.\u201c Eine individuelle Relevanzpr\u00fcfung sei in jedem Fall unverzichtbar. Der Beitrag hinterl\u00e4sst f\u00fcr den naiven, gutachterlich unerfahrenen Leser den Eindruck einer betr\u00e4chtlichen Anzahl von \u201efalse negatives\u201c im Ma\u00df\u00adregelvollzug, auch wenn Brettel diesen in seinem Fazit durch die abstahiert formulierte Beschreibung methodischer Anforderungen abschw\u00e4cht. In jedem Fall wird aber deutlich, welch schwieriges Handwerk die forensische Kriminal\u00adprognostik ist<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> und welche Anforderungen an das fach\u00e4rztliche \/ psychologische \/ psychiatrische Personal und an unabh\u00e4ngige Gutachter in den zunehmend \u00fcber\u00adf\u00fcllten rund 80 Ma\u00dfregelvollzugseinrichtungen in Deutschland gestellt werden.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Das letzte Aspekt, die \u201eBelegung\u201c, dient auch unmittelbar der \u00dcberleitung zum n\u00e4chsten Beitrag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus dem <strong>zweiten Themenbereich<\/strong> habe ich den gemeinsamen Beitrag von Jo\u00adachim <strong>Obergfell-Fuchs<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> und Bernadette <strong>Schaffer<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/strong> unter der \u00dcberschrift \u201e\u00dcberbelegung in deutschen Gef\u00e4ngnissen\u201c (S. 137 \u2013 166) ausgew\u00e4hlt. Der Beitrag fu\u00dft auf mehreren Hypothesen, die sehr anschaulich mit statistischen An\u00adgaben in verschiedenen Rubriken fein ziseliert und mit eigener Expertise gew\u00fcrzt, z. T. sogar im l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Vergleich pr\u00e4sentiert werden. Die erste kri\u00adminologische Hypothese versucht die Thematik \u201emass incarceration\u201c auf die tats\u00e4chliche Situation der Gefangenenrate in Deutschland zu spiegeln. Im europ\u00e4\u00adischen Mittel (ca. 116 Gefangene pro 100.000 Einwohner) liegt Deutschland mit etwa 70 Gefangenen pro 100.000 Einwohnern im unteren Drittel. Verglichen mit den 20 L\u00e4ndern mit der h\u00f6chsten Gefangenenrate weltweit<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a>, darunter auch die USA mit durchschnittlich 531, pr\u00e4sentiert sich Deutschland im Strafvollzugsver\u00adgleich sogar sehr moderat. Diese Aussage l\u00e4sst sich auch anhand der Entwicklung der Gesamtanzahl Strafgefangener in den letzten 20 Jahren belegen. Die Zahl ging von im Durchschnitt 60.000 (mit einem Peak im Jahr 2007 von 64.700) auf 42.492 im Jahr 2022 immerhin um rund 35% zur\u00fcck. Im gleichen Zeitraum nahm auch die Zahl der verf\u00fcgbaren Haftpl\u00e4tze von im Schnitt 80.500 auf aktuell rund 72.000 ab. Dementsprechend sank auch die Belegungsquote, im \u201egeschlossenen Voll\u00adzug\u201c von 107,2% im Jahr 2003 auf 80,1% im Jahr 2022, wobei eine Belegungs\u00adquote von 85-90% empirisch als Vollbelegung gilt. Da erst in den Jahren 2020 \u2013 2022 die durchschnittliche Belegungsquote unter 85% fiel, gehen die Autoren trotz sinkender Gefangenenzahlen im Gegensatz zur Situation im \u201eoffenen Voll\u00adzug\u201c (mit einer deutlichen Unterbelegung) insgesamt von einer Vollbelegung aus. Dabei schwanken die Belegungsquoten im Vergleich der Bundesl\u00e4nder erheblich zwischen 72% und 88% im Durchschnitt. Kritisch betrachtet wird im \u201egeschlos\u00adsenen Vollzug\u201c das Verh\u00e4ltnis zwischen Straf- und Untersuchungshaft (80:20), insbesondere die best\u00e4ndig steigende Verweildauer in der Untersuchungshaft. Ebenso kritisieren sie den hohen Anteil (durchschnittlich 8%) von Hafttagen f\u00fcr \u201eErsatzfreiheitsstrafen\u201c und begr\u00fc\u00dfen die seit dem 01.02.2024 wirksame Reform des Rechts der Ersatzfreiheitsstrafe, die im Rahmen des Umrechnungsma\u00dfstabes zu einer Halbierung der Hafttage f\u00fchrte. Auch unter Einbeziehung anderer Para\u00admeter, wie H\u00f6he der verh\u00e4ngten Freiheitsstrafe, Haftdauer, Entwicklung der Strafaussetzungen etc. kann in Deutschland nicht von einer \u201emass incarceration\u201c die Rede sein. Einzig die Anzahl der \u201enichtdeutschen Inhaftierten\u201c entwickelt sich tendenziell deutlich nach oben, was einen einzelnen theoretischen Aspekt des Konstrukts der \u201emass incarceration\u201c, n\u00e4mlich den Zusammenhang mit dem As\u00adpekt der \u201esozialen Ungleichheit\u201c zu best\u00e4tigen scheint. Im Vergleich zur Gesamt\u00adbev\u00f6lkerung in Deutschland (2022: 14,6% \u201eNichtdeutsche\u201c) betrug die Gefange\u00adnrate dieser Population in Haft 34,1% und entwickelte sich ab 2019 \u201easymp\u00adtomatisch\u201c (S. 156). Abschlie\u00dfend stellen die Autoren unter Bezug auf ihre Eingangshypothesen fest, dass a) die \u00dcberbelegung in deutschen Haftanstalten tendenziell als ein \u201eProblem fr\u00fcherer Jahre\u201c betrachtet werden k\u00f6nne, allerdings gerade der \u201egeschlossene Vollzug\u201c sich immer noch an der \u201eGrenze zur \u00dcberbe\u00adlegung\u201c bewege, b) die Zunahme von Gefangenen in Untersuchungshaft sowohl hinsichtlich der zunehmenden Dauer in Relation zur verfassungsrechtlichen \u201eUnschuldsvermutung\u201c wie auch in ethischer Hinsicht und nicht zuletzt \u201elo\u00adgistisch\u201c nicht nur f\u00fcr die Haftanstalten, sondern allgemein f\u00fcr die Strafjustiz ein Problem darstelle, c) man die Entwicklung der Hafttage trotz der seit 01.02.2024 geltenden strafvollzugsrechtlichen \u00c4nderung f\u00fcr die Ersatzfreiheitsstrafe genau beobachten und ggf. legislativ nachsteuern m\u00fcsse, weil gerade diese Haftform besonders un\u00f6konomisch sei, d) die Annahme einer allgemeinen Zunahme der Dauer der Inhaftierung nicht gerechtfertigt sei, lediglich die relative Zunahme kurzer Inhaftierungszeiten f\u00fcr die Betroffenen und ihre Sozialprognose ggf. unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Auswirkungen zeitige und man e) die Zunahme nicht\u00addeutscher Gefangener genauer analysieren m\u00fcsse, da sie auch auf eine nicht gelungene Integration zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnte. Insgesamt zeigen die Autoren ein sehr gut lesbares und informatives Lagebild des Strafvollzugs und seiner Entwicklung auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im <strong>dritten Themenbereich<\/strong> fiel meine Wahl auf den empirischen Beitrag zur \u201ePraxis der Sicherungsverwahrung\u201c von Fredericke Leuschner<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a>, Susanne <strong>Niemz<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> und Claudia <strong>Regler<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a>(S. 251 \u2013 274). In Deutschland befinden sich der\u00adzeit mehr als 600 Menschen in Sicherungsverwahrung, die eine der schwerwie\u00adgendsten freiheitsentziehenden Ma\u00dfnahmen des Rechtsstaates mit dem \u201eCha\u00adrakter als einer letzten Notma\u00dfnahme der Kriminalpolitik\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> nach vollst\u00e4ndiger Verb\u00fc\u00dfung der verh\u00e4ngten Haftstrafe, also schuldunabh\u00e4ngig zum Schutz der Be\u00adv\u00f6lkerung, demnach also zur Gefahrenabwehr darstellt. Seit 1998 wurden mit dem \u201eGesetz zur Bek\u00e4mpfung von Sexualdelikten\u201c (BGBl. I Nr. 6, S. 160 vom 26.01.1998) zun\u00e4chst die H\u00fcrden f\u00fcr die Anordnung von Sicherungsverwahrung Schritt f\u00fcr Schritt (u. a. bspw. mit dem \u201eGesetz zur Einf\u00fchrung der \u201avorbehaltenen Sicherungsverwahrung\u2018\u201c, BGBl. I Nr. 60, S. 3.344, sogar unter Einf\u00fchrung eines Urteilsvorbehaltes, und kurze Zeit sp\u00e4ter mit dem \u201eGesetz zur Einf\u00fchrung der \u201anachtr\u00e4glichen Sicherungsverwahrung\u2018\u201c, BGBl. I Nr. 39, S. 1.838 vom 23.07.\u00ad2004, nachdem das BVerfG entsprechende L\u00e4nderregelungen aus gesetzgebungs\u00adkompetenzrechtlichen Gr\u00fcnden f\u00fcr verfassungswidrig erkl\u00e4rt hatte) abgesenkt. In der Folge wurde mit dem \u201eGesetz zur Reform der F\u00fchrungsaufsicht und zur \u00c4n\u00adderung der Vorschriften \u00fcber die nachtr\u00e4gliche Sicherungsverwahrung\u201c (BGBl. I Nr. 13, S. 5123 vom 13.04.2007, das den Gerichten die Anordnung erleichterte, in dem die Anordnungsvoraussetzungen auch auf Tatsachen, die dem Gericht zu Zeitpunkt der Verurteilung bereits bekannt waren, ausgedehnt wurden) sowie dem \u201eGesetz zur Einf\u00fchrung der nachtr\u00e4glichen Sicherungsverwahrung bei Verurtei\u00adlungen nach Jugendstrafrecht\u201c (BGBl. I Nr. 28, S. 1.212 vom 08.07.2008) weiter erleichtert. Mit dem Urteil des EGMR vom 17.12.2009 (Nr. 19359\/04) wurde dieser Prozess der Erweiterung der Anordnungsm\u00f6glichkeiten umgekehrt und die Sicherungsverwahrung als sehr scharfes pr\u00e4ventives strafrechtliches Schwert in mehreren verfassungsgerichtlichen und Gesetzgebungs-Akten rechtsstaatlich auf das aktuelle Ma\u00df eingek\u00fcrzt. Soweit in der gebotenen K\u00fcrze zur Vorgeschichte<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a> dieser spezifischen Ma\u00dfregel. Gerade wegen dieses \u201eSonderopfers der Betrof\u00adfenen\u201c weisen die Autorinnen zurecht auf die Relevanz einer wissenschaftlichen Begleitung des Vollzugs der Sicherungsverwahrung und ihrer menschenrechts\u00adkonformen Ausgestaltung, wozu auch die Entgliederung der Unterbringung von der Strafhaft geh\u00f6rt, und Weiterentwicklung hin (S. 269). Nach der signifikanten Umgestaltung des Vollzugs der Sicherungsverwahrung im Jahr 2013 f\u00fchrte daher die KrimZ federf\u00fchrend unter dem Dach einer L\u00e4nderarbeitsgruppe seit 2014 \u2013 2022 eine itemreiche Stichtagserhebung (jeweils 31.03) durch und aggregierte die seither gewonnen Daten zu einem aussagekr\u00e4ftigen statistischen und strafvoll\u00adzugsrechtlichen Lagebild als Grundlage f\u00fcr kriminalpolitische und vollzugsge\u00adstalterische Entscheidungen in der Sache. Dieses aus vielen kleinen Steinen zu\u00adsammengesetzte kontrastreiche Mosaik ist schon wegen der Bedeutung der Sache als Entscheidungshilfe und -grundlage m. E. unverzichtbar und kann k\u00fcnftig bei Aufsehen erregenden, medial diskutierten Bezugsf\u00e4llen dazu beitragen, jegliche kriminologisch und rechtstats\u00e4chlich unhaltbare Spekulation im Keim zu er\u00adsticken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus aktuellem Anlass fiel meine Wahl im <strong>vierten Abschnitt, \u201eKriminalpsy\u00adchologische Aspekte\u201c,<\/strong>auf den Beitrag von Thomas <strong>G\u00f6rgen<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a>, Stefanie <strong>Horn<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a> und Charlotte <strong>Nie\u00dfe<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> von der DHPol mit dem Titel \u201e\u00dcber Leaking vor schweren zielgerichteten Gewalttaten \u2013 und wann mit ihm (eher nicht) zu rechnen ist\u201c (S. 377 \u2013 396). Der Beitrag des Forscherteams der Deutschen Hochschule der Polizei resultiert aus den Erkenntnissen des vom BMBF im Rahmen der \u201eAnwender-Innovativ: Forschung f\u00fcr die Zivile Sicherheit\u201c gef\u00f6rderten Projekts \u201eLATE\u00adRAN\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn31\" name=\"_ftnref31\">[31]<\/a>, bei dem das Autorenteam f\u00fcr das Teilvorhaben \u201eLeakingph\u00e4nomene im Bereich rechts- und linksextremistischer Gewalttaten und Anschl\u00e4ge\u201c auf der Grundlage recherchierter F\u00e4lle aus den Jahren 2001 \u2013 2018 die Verantwortung trug.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn32\" name=\"_ftnref32\">[32]<\/a> Sie arbeiten heraus, dass es gerade im \u201ePh\u00e4nomenbereich der serious tar\u00adgeted violence eine Vielzahl von Merkmalen gibt, von denen anzunehmen ist, dass sie die Auftretenswahrscheinlichkeit von \u201aLeaking\u2018 beeinflussen.\u201c Unter \u201eLeaking\u201c versteht man in der Psychologie, dass der T\u00e4ter seine Tatphantasien oder Pl\u00e4ne im Vorfeld unbewusst oder bewusst \u201edurchsickern\u201c l\u00e4sst. \u201eLeaking\u201c kann auf unterschiedliche Arten erfolgen: entweder direkt durch Zeichnungen, Schulaufs\u00e4tze, Comics, Chat-Rooms, E-Mails, Telefonate, SMS bzw. via Social Media-Profile oder indirekt durch demonstratives Interesse f\u00fcr Waffen, Tragen von Tarnkleidung, Sammeln von Zeitungsausschnitten etc. Dieses Ph\u00e4nomen bie\u00adtet somit theoretisch betrachtet einen Anhaltspunkt f\u00fcr ein pr\u00e4ventives Ein\u00adgreifen.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn33\" name=\"_ftnref33\">[33]<\/a> Das Autorenteam identifiziert bei bestimmten individuellen bzw. ph\u00e4nomenologischen Merkmalen und Merkmalskombinationen eine erh\u00f6hte \u201eLeaking\u201c-Wahrscheinlichkeit, die von Sicherheitsbeh\u00f6rden prognostisch-pr\u00e4\u00adventiv als \u201eFr\u00fchwarnsignal\u201c oder auch retrograd-reaktiv zur Aufkl\u00e4rung von Motiven und Strukturen genutzt werden kann. Hierbei unterscheiden sie hin\u00adsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Auftretens allerdings sowohl die \u201ekon\u00adspirative Kompetenz\u201c\u2018 als auch sogenannte Taten mit \u201emessage-crime-Cha\u00adrakter\u201c bzw. \u201eNahraumtaten\u201c. Der Beitrag liefert interessante Erkenntnisse im Kontext von aktuellen und k\u00fcnftigen sicherheitsbeh\u00f6rdlicher Strategien, er\u00f6ffnet ggf. komplement\u00e4re Handlungsoptionen, die z. T. allerdings zus\u00e4tzlicher Befug\u00adnisse (etwa das zielgerichtete Verarbeiten und die Analyse und Auswertung von durch Web-Crawling erlangten Daten) bed\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im <strong>f\u00fcnften Kapitel<\/strong> reflektiere ich &#8211; ankn\u00fcpfend an den \u201eLeaking-Beitrag\u201c des Forschungsteams der DHPol &#8211; kurz auf den Beitrag von Stefan <strong>Harrendorf<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn34\" name=\"_ftnref34\">[34]<\/a> \u00fcber \u201eNarrative extremistischer Online-Kommunikation\u201c (S. 461 \u2013 502), der \u2013 ab\u00adstellend auf die ihn mit Dessecker verbindende Extremismus-Forschung &#8211; ein\u00adleitend feststellt, dass in Zeiten, in welchen digitale Kommunikationsprozesse aus dem Leben der Einzelnen nicht mehr wegzudenken sind, nat\u00fcrlich auch terror\u00adistische T\u00e4ter und T\u00e4terinnen vor oder nach der Tatbegehung online kommuni\u00adzieren und dabei durchaus auch offenbaren, welchem Weltbild sie anh\u00e4ngen. An\u00adders als Dessecker, der mit seinem Team bei der KrimZ klassische Aktenanalysen in Terrorismus-Strafverfahren vornahm<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn35\" name=\"_ftnref35\">[35]<\/a>, wisse man \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Kommunizierenden allerdings zun\u00e4chst nicht viel, wenn man sich ihnen von der Seite der Online-Kommunikation ann\u00e4here.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn36\" name=\"_ftnref36\">[36]<\/a> Die semantische Auswertung der projektbezogenen Daten eigener Forschung ((Fn. 36) zeige \u00c4hnlichkeiten zwi\u00adschen extrem rechten und salafistisch-jihadistischen Ideologien in vielen Narra\u00adtiven, z. B. in Bezug auf \u201eVerschw\u00f6rungsideologien, antisemitische und miso\u00adgyne Einstellungen\u201c. Sie bef\u00e4nden sich \u201eaber dennoch auf zwei Seiten eines Konfliktgrabens\u201c, wobei sie sich \u201ewechselseitig als Outgroups definieren.\u201c Auf\u00adgrund der Annahme einer jeweils relativ stabilen Ideologie erstaunlich ist der Umstand, dass die in offenen Foren durchaus in unterschiedlicher Intensit\u00e4t nach\u00adweisbare \u201eGegenrede\u201c bzw. \u201eInterventionen von Administrator*innen keinesfalls wirkungslos sei, sondern Eskalationen sogar vorbeugen\u201c k\u00f6nne. Bei der Analyse der Daten von \u201eInKoPrep\u201c zeige sich zudem, dass Prepper keine geschlossene Szene bilden. Es handele sich um unterschiedliche Gruppen von Menschen, die das gemeinsame Hobby zur Krisenvorsorge verbinde. Gemeinsam sei dieser hete\u00adrogenen Gruppe allerdings die Gefahr, von Rechten unterwandert und instru\u00admentalisiert zu werden. Auch hier zeigte sich bei der Auswertung, dass der Um\u00adfang der Nutzung extrem rechter Narrative vom medialen Umfeld abh\u00e4nge. Das sei ein bedeutsamer Hinweis darauf, wie wichtig eine dosierte, jedoch nachhaltige Moderation und Kontrolle der Inhalte von Plattformen sei. Der Beitrag best\u00e4tigt einige der bereits im Beitrag von G\u00f6rgen et al. herausgearbeiteten Annahmen und weist einige neue empirische Erkenntnisse aus, zumal die nachgewiesenen Quel\u00adlen zus\u00e4tzlich zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte bieten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus den Beitr\u00e4gen zur <strong>Sanktionsforschung<\/strong> im <strong>sechsten Kapitel<\/strong> habe ich mich auf den Beitrag von Katharina <strong>Burkart<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn37\" name=\"_ftnref37\">[37]<\/a> zum aktuellen \u201eEinsatz der elektroni\u00adschen \u00dcberwachung in Deutschland und Europa\u201c (S. 643 \u2013 662) konzentriert. Der Beitrag fokussiert auf eine laufende Projektarbeit der KrimZ zur \u201eEvaluation der (im Jahr 2000 als Modellprojekt in Hessen gestarteten) Elektronischen Pr\u00e4senz\u00adkontrolle zur Haftvermeidung\u201c im Auftrag des Hessischen Justizministeriums<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn38\" name=\"_ftnref38\">[38]<\/a> (Projektlaufzeit 01.02.2023 \u2013 31.01.2026<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn39\" name=\"_ftnref39\">[39]<\/a>). Auftrag ist u. a. die Untersuchung, inwieweit die Elektronische Pr\u00e4senzkontrolle genutzt wird, ob dadurch die Haft\u00adanstalten entlastet werden, ob sch\u00e4dliche Inhaftierungsfolgen vermieden werden k\u00f6nnen und ob eine Resozialisierung erleichtert bzw. eine Entsozialisierung ver\u00admieden werden kann. Deutschland stieg im europ\u00e4ischen Vergleich relativ sp\u00e4t in diese elektronische Kontrolltechnik ein. Im Jahr 2022 nutzten 31 L\u00e4nder in Eu\u00adropa die elektronische \u00dcberwachung mindestens theoretisch. Hessen war in Deutschland dabei ein Vorreiter. Nach dem Urteil des BVerfG zum BKA-Gesetz verankerten seit 2017 zudem nach und nach alle Bundesl\u00e4nder die elektronische Aufenthalts\u00fcberwachung in ihren polizeilichen Gefahrenabwehrgesetzen. Bei der technischen Umsetzung hilft Hessen inzwischen ebenfalls im Rahmen eines mit seiner Gemeinsamen elektronischen \u00dcberwachungsstelle der L\u00e4nder (\u201eG\u00dcL\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn40\" name=\"_ftnref40\">[40]<\/a>), die inzwischen l\u00e4nder\u00fcbergreifend staatsvertraglich<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn41\" name=\"_ftnref41\">[41]<\/a> abgesichert ist und kasu\u00adistisch auch bei gefahrenabwehrrechtlich angeordneten Ma\u00dfnahmen zum techni\u00adschen Support genutzt wird. Im Zwischenergebnis werden die einleitenden Frage\u00adstellungen tendenziell positiv bewertet. In der empirischen Literatur besteht aller\u00addings noch Uneinigkeit \u00fcber Einsetzen und Reichweite eines \u201eNet-widening-Effekts\u201c zum Nachteil der Probanden, auf den die Autorin abschlie\u00dfend hinweist, der jedoch f\u00fcr alle alternativen Sanktionsformen gilt.<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn42\" name=\"_ftnref42\">[42]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im <strong>siebten Kapitel<\/strong> fiel mein Blick auf den (zugleich letzten von mir zitierten) Beitrag von Wolfgang <strong>Klug<\/strong><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn43\" name=\"_ftnref43\">[43]<\/a>, der sich mit \u201esozialarbeiterischen Perspektiven auf die F\u00fchrungsaufsicht\u201c besch\u00e4ftigt (S. 663 \u2013 694). Die F\u00fchrungsaufsicht ist eine der in \u00a7 61 namentlich aufgef\u00fchrten und in den \u00a7\u00a7 68ff. inhaltlich im StGB skiz\u00adzierten Ma\u00dfregeln der Besserung und Sicherung. Sie ersetzte mit vollst\u00e4ndigem Inkrafttreten des 2. Strafrechtsreformgesetzes (BGBl. I Nr. <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl169s0717.pdf%27%5D__1736032409263\">56<\/a> vom 10.07.1969) im Jahr 1975 die sogenannte \u201e<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgbeg\/art_14_bis_17.html\">Polizeiaufsicht<\/a>\u201c (\u00a7\u00a7 38f. StGB a. F.). Was soll und kann sie leisten? Zum einen soll die F\u00fchrungsaufsicht<a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftn44\" name=\"_ftnref44\">[44]<\/a> die verurteilte Person nach der Entlassung aus der Strafhaft, der Unterbringung in einem psychiatri\u00adschen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt durch Betreuung und Hilfe unterst\u00fctzen, ihr dadurch die Eingliederung in die Gesellschaft erleichtern und sie vor erneuter Straff\u00e4lligkeit bewahren. Zum anderen soll sie eine \u00dcberwachung und Kontrolle durch die F\u00fchrungsaufsichtsstelle gew\u00e4hrleisten. Diese beiden Aspekte der F\u00fchrungsaufsicht &#8211; <strong>Hilfe und Kontrolle<\/strong> &#8211; finden bei der Ausge\u00adstaltung gleicherma\u00dfen Ber\u00fccksichtigung, k\u00f6nnen aber abh\u00e4ngig vom Einzelfall durchaus unterschiedliche Gewichtung zugemessen bekommen, ja sich in kom\u00adplexen F\u00e4llen ggf. sogar widersprechen. Allerdings beklagt der Autor gleich ein\u00adleitend einen \u201eBlinden Fleck\u201c: Die \u201eF\u00fchrungsaufsicht stehe weder in der besonderen \u201aGunst\u2018 der Praxis noch in der der Justiz oder Sozialarbeitswis\u00adsenschaft\u201c. Deshalb \u201ewisse man kaum etwas, was dort praktisch geschieht\u201c. Das liege auch daran, dass es kaum qualitative \u201eStudien zur Wirksamkeit von Ma\u00df\u00adnahmen der Sozialen Arbeit\u201c gebe, obwohl es um Straft\u00e4ter gehe, die eine Strafe wegen schwerer Sexual- oder Gewaltstraftaten verb\u00fc\u00dft haben. Deshalb n\u00e4hert sich der Autor zun\u00e4chst \u00fcber eine anonymisierte allt\u00e4gliche Fallvignette einer f\u00fcr f\u00fcnf Jahre gerichtliche angeordneten F\u00fchrungsaufsicht, die mit verschiedenen engmaschigen gerichtlichen Weisungen (\u00a7 68b Abs. 1 StGB) verbunden ist, mit Zitaten aus der umf\u00e4nglichen Fallakte beispielhaft der allt\u00e4glichen Handlungs\u00adpraxis mit dem Ziel einer Hypothesenbildung an. Dabei f\u00fchlt man sich gedanklich an viele \u201etypische (Gespr\u00e4chs-) Situationen\u201c aus der eigenen beruflichen Praxis erinnert. Klug stellt im Anschluss m. E. zutreffend fest (S. 670ff.), dass a) die Ausgangssituation der Sozialen Arbeit (BewH) innerhalb der F\u00fchrungsaufsicht in Bezug auf ihre beiden in praxi oft \u201ewiderstreitenden\u201c Handlungsauftr\u00e4ge, ihre Rolle innerhalb der F\u00fchrungsaufsicht und ihrer methodischen Handlungsstra\u00adtegien stets komplex sei, b) die Soziale Arbeit, z. B. mit Blick auf die Modi\u00adfikation von gerichtlichen Weisungen (\u00a7 68b Abs. 1 StGB), aber auch sonst im Rahmen der Bew\u00e4ltigung besonderer Problemstellungen der Probanden, i. d. R. nur indirekt \u00fcber den Puffer der F\u00fchrungsaufsichtsstelle mit den juristischen Akteuren kommuniziert, wodurch es in komplexen Situationen c) mitunter zu einer Art. \u201eMachtumkehr\u201c zwischen Proband und BewH kommen kann, das kann d) v. a. dann geschehen, wenn sich bei langandauernden Fallverl\u00e4ufen das metho\u00addische Inventar ersch\u00f6pft hat und die beiden Handlungsziele (nur noch) durch ein formales Abarbeiten von bestimmten \u201eStandard-Themen\u201c ersetzt werden. Letzt\u00adlich unterzieht Klug abschlie\u00dfend die &#8211; mangels reliabler empirischer Belege vorl\u00e4ufigen &#8211; Hypothesen nochmals einem \u201ePlausibilit\u00e4tstest\u201c (S. 676ff.), u. a. auf Grundlage eines Komplexit\u00e4ts-Analyserasters nach Luhmann. Die fiktive Fall\u00adakte repr\u00e4sentiert einen Ausschnitt eines (alltagstypischen) Ablaufs, hier von etwa zwei der angeordneten f\u00fcnf Jahre F\u00fchrungsaufsicht des anonymen Probanden. Sie reflektiert die h\u00e4ufig ungemeinen kasuistischen Schwierigkeiten der Damen und Herren in der Sozialen Arbeit bei der Wahrnehmung und methodischen Be\u00adw\u00e4ltigung komplexer Fall-Vignetten treffend. Klug rundet daher den Beitrag unter dem explizit formulierten Vorbehalt, dass sich aus Einzelfallbetrachtungen keine allgemeing\u00fcltigen Schl\u00fcsse ziehen lie\u00dfen, mit drei aus den Hypothesen generierten Denkanst\u00f6\u00dfe ab. Der Beitrag ist dadurch argumentativ schl\u00fcssig abgerundet, mit seinen praktischen (interinstitutionellen) Bez\u00fcgen und Implika\u00adtionen gut illustriert und zusammen mit den abschlie\u00dfenden Denkanst\u00f6\u00dfen durch\u00adg\u00e4ngig interessant und sehr lesenswert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Festschrift mit ihren mehr als 30 Beitr\u00e4gen als Sammelband bietet eine breite, ansprechend kategorisierte interdisziplin\u00e4re Palette von interessanten kriminal-, sozial-, natur- und geisteswissenschaftlichen Beitr\u00e4gen an, darunter auch viele von aktiven und ehemaligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit unmittel\u00adbarem Projektbezug zur \/ der KrimZ. Ihrem anspruchsvollen Titel \u201eKriminalit\u00e4t und ihre Kontrolle im Wandel\u201c wird sie nicht nur quantitativ, sondern auch quali\u00adtativ gerecht und zeigt, zu welcher Bedeutung die KrimZ innerhalb der deutschen kriminologischen Community seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 1986 als Impulsgeber einer anwendungsorientierten Kriminologie (vgl. hierzu auch Rettenberger im einleitenden Beitrag) gereift ist. Axel Dessecker, der der KrimZ mehr als 20 Jahre als stv. Direktor Impuls gebend und Nachhaltigkeit pflegend vorstand, wird das Werk sicher erfreuen. F\u00fcr die kriminologische Community ist dar\u00fcber hinaus das Angebot der zahlreichen fachlichen Ankn\u00fcpfungs- und Bezugspunkte reichhaltig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Holger Plank (im Januar 2025)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/krimz\/team\/cvdessecker.html\">CV<\/a> von Prof. Dr. iur. Axel Dessecker auf der Website der KRIMZ (abgerufen: 20.12.\u00ad2024). <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/fileadmin\/dateiablage\/download\/Tagungsprogramm_25092024.pdf\">Hier<\/a> geht es zum Tagungsprogramm der Fachtagung 2024.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Prof. Dr. biol. hum. Martin <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/krimz\/team\/cvrettenberger.html\">Rettenberger<\/a>, Dipl.-Psych. und Kriminologe, Direktor der KrimZ.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Prof. Dr. Stefan <a href=\"https:\/\/bildungsinstitut-justizvollzug.niedersachsen.de\/startseite\/wir_uber_uns\/fachbereiche\/kriminologischer_dienst\/prof-dr-stefan-suhling-109437.html\">Suhling<\/a>, Dipl. Psych., Leiter des Kriminologischen Dienstes der Justiz in Niedersachsen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Prof. Dr. iur. Dr. Hauke <a href=\"https:\/\/brettel.jura.uni-mainz.de\/\">Brettel<\/a>, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Kriminologie, Straf- und Medizin\u00adrecht, Jugendstraf- und Strafvollzugsrecht an der Universit\u00e4t Mainz.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Prof. Dr. Thomas <a href=\"https:\/\/www.dhpol.de\/departments\/department_III\/FG_III.1\/goergen.php\">G\u00f6rgen<\/a>, seit Oktober 2024 Professor (a. D.) und seither Gastprofessor f\u00fcr Kriminologie und interdisziplin\u00e4re Kriminalpr\u00e4vention am Fachgebiet III.1 der Deutschen Hochschule der Polizei in M\u00fcnster-Hiltrup.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/publikationen\/kup\/kup-75.html\">Website<\/a> der KrimZ zur Festschrift inkl. Inhaltsverzeichnis der Festschrift.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. beeindruckend vielf\u00e4ltige <a href=\"https:\/\/publications.goettingen-research-online.de\/cris\/rp\/rp114284\">Publikationsliste<\/a> Desseckers.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Prof. Dr. iur., Bernd-Dieter <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-hannover.de\/de\/meier\">Meier<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie am Kriminalwissenschaftlichen Institut der Juristischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Hannover. Er ist gleichzeitig <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-hannover.de\/de\/meier\/lehrstuhlinhaber\">Direktor<\/a> des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Prof. Dr. iur, Dr. in Sozialwissenschaften Hauke <a href=\"https:\/\/brettel.jura.uni-mainz.de\/\">Brettel<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Kriminologie, Straf\u00adrecht und Medizinrecht, einschlie\u00dflich Jugendstraf- und Strafvollzugsrecht an der Universit\u00e4t Mainz.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Dr. Robert Mischkowitz, Forschungs- und Beratungsstelle PKS Dunkelfeldforschung (IZ 33) beim BKA in MschKrim 2013 (96), 2-3, S. 212 (<a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/mks-2013-962-314\/html?lang=de&amp;srsltid=AfmBOoolAJJKG5dLoslf9HCQT7-4dvW2cBaYicjWrZPVE4EI0gIcMQxA\">218<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Prof. Dr. Thomas-Gabriel <a href=\"https:\/\/hpolbb.de\/tgr\">R\u00fcdiger<\/a>, Leiter des Instituts f\u00fcr Cyberkriminologie an der Hoch\u00adschule der Polizei des Landes Brandenburg; vgl. z. B. nur \u201eCyberkriminologie \u2013 Von digitaler Kriminalit\u00e4tstransparenz bis zum Broken Web\u201c, ders., <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/978-3-658-34394-1_56-1?pdf=chapter%20toc\">2022<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. R\u00fcdiger, \u201eDer digitale Narzissmus \u2013 Zwischen Risiko und M\u00f6glichkeiten\u201c, in PVT 2019, 1, S. 38 \u2013 41.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/noortjemarres.net\/\">Marres<\/a>, N., spricht in \u201eDigital Sociology. The Reinvention of Social Research\u201d, 2017, S. 11 von einem \u201cmore \u2018technology-aware\u2019 way of understanding social life\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> R\u00fcdiger &amp; Bayerl, <a href=\"https:\/\/www.dreske.de\/media\/pdf\/30\/a9\/ec\/9783658354411_LP.pdf\">Vorwort<\/a> zum Handbuch Cyberkriminologie 2.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Dessecker, \u201eGef\u00e4hrlichkeit und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit. Eine Untersuchung zum Ma\u00dfregel\u00adrecht, Berlin, Duncker &amp; Humblot, <a href=\"https:\/\/elibrary.duncker-humblot.com\/search?keywords=Gef%C3%A4hrlichkeit+und+Verh%C3%A4ltnism%C3%A4%C3%9Figkeit+Eine+Untersuchung+zum+Ma%C3%9Fregelrecht&amp;search_param=title&amp;type=any\">2004<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. hierzu u. a. nur Ritzer &amp; Przybilla, Die Aff\u00e4re Mollath. Der Mann, der zu viel wusste\u201c, M\u00fcnchen, Droemer, 2013; Strate, \u201eDer Fall Mollath. Vom Versagen der Justiz und Psychia\u00adtrie\u201c, Z\u00fcrich, Orell F\u00fcssli, 2014; Schl\u00f6tterer, \u201eStaatsverbrechen. Der Fall Mollath\u201c, M\u00fcnchen, FBV, 2021.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Deutscher Bundestag, 21.01.<a href=\"https:\/\/webarchiv.bundestag.de\/archive\/2016\/0812\/presse\/hib\/201601\/-\/402988.html\">2016<\/a> (abgerufen: 04.01.2025); erl. Kaspar &amp; Schmidt, ZIS <a href=\"https:\/\/zis-online.com\/dat\/artikel\/2016_11_1062.pdf\">2016<\/a>, 11, S. 756ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> So auch Dessecker (Fn. 15), S. 197ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Instruktiv hierzu u. a. auch der 2014 bei Nomos erschienene, von Dudeck et al. hrsg. Sam\u00admelband \u201eVerantwortung und Zurechnung im Spiegel von Strafrecht und Psychiatrie\u201c, darin vor allem der Beitrag von <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/9783845253299\/verantwortung-und-zurechnung-im-spiegel-von-strafrecht-und-psychiatrie\">Orlob<\/a>, \u201eBegutachtung im Ma\u00dfregelvollzug \u2013 Aufgaben und Probleme\u201c, S. 39 \u2013 72.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Dr. Joachim <a href=\"https:\/\/kriminologischer-dienst-bw.justiz-bw.de\/pb\/,Lde\/Startseite\/Der+Kriminologische+Dienst\/Organisation\">Obergfell-Fuchs<\/a>, Dipl.-Psych., Leiter des Kriminologischen Dienstes der Justiz Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Dr. Bernadette <a href=\"https:\/\/kriminologischer-dienst-bw.justiz-bw.de\/pb\/,Lde\/Startseite\/Der+Kriminologische+Dienst\/Organisation\">Schaffer<\/a>, Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin, Kriminologischer Dienst der Justiz Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. Statista, Stand Juni <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/3213\/umfrage\/laender-mit-den-meisten-gefangenen-pronull000-einwohner-im-jahr-2007\/\">2024<\/a>, abgerufen: 04.01.2024.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Fredericke <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/krimz\/team\/cvleuschner.html\">Leuschner<\/a>, M. A. Soziologie, KrimZ Wiesbaden.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Dr. rer. pol. Susanne <a href=\"https:\/\/www.beltz.de\/autor_detailansicht\/autorenseite\/7548-susanne-niemz.html\">Niemz<\/a>, Kriminologischer Dienst des Landes Brandenburg, ehemalige Mitarbeiterin der KrimZ<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Dr. phil. Claudia <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/krimz\/team\/cvregler.html\">Regler<\/a>, Kriminologin, Mitarbeiterin der KrimZ, vgl. auch deren Mono\u00adgrafie \u201eSicherungsverwahrung im Kontext von Sicherheitskultur\u201c, Wiesbaden, KrimZ, BM-Online, Band 21, <a href=\"https:\/\/krimpub.krimz.de\/frontdoor\/deliver\/index\/docId\/185\/file\/bm-online21.pdf\">2020<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. B.-tags.-Drs. 5\/4094, S. 19 im Vorfeld des Gesetzes zur Reform des Strafrechts (BGBl I Nr. 52, S. 645 vom 25.06.1969.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Eine detaillierte, z. T. durch Grafiken angereicherte Aufstellung der Entwicklung von 1994 &#8211; 2013 findet sich bei Regler (Fn. 25, S. 30ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Prof. (a. D.) Dr. Thomas <a href=\"https:\/\/www.dhpol.de\/departments\/department_III\/FG_III.1\/goergen.php\">G\u00f6rgen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dhpol.de\/die_hochschule\/aktuelles\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen-2024\/09_pressemeldung_verabschiedung_goergen.php\">Gastprofessor<\/a> f\u00fcr Kriminologie und interdisziplin\u00e4re Kriminalpr\u00e4ven\u00adtion an der DHPol.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Stefanie <a href=\"https:\/\/www.dhpol.de\/departments\/department_III\/FG_III.1\/fg_III_1.php\">Horn<\/a>, M. Sc., Wiss. Mitarbeiterin an der DHPol.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Dr. Charlotte Nie\u00dfe, Wiss. Mitarbeiterin an der DHPol.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Vgl. Projekt-<a href=\"https:\/\/www.dhpol.de\/departments\/department_III\/FG_III.1\/projekte\/lateran.php\">Website<\/a> der DHPol, abgerufen: 04.01.2025.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Zur Methodik vgl. ppt. mit den Projektdaten, pr\u00e4sentiert anl. des 25. DPT in Kassel (<a href=\"https:\/\/dpt-statisch.s3.eu-central-1.amazonaws.com\/dpt-digital\/dpt-25\/medien\/dateien\/192\/Leaking-im-Vorfeld-extremistischer-Gewalttaten-Praesentation-Deutsche-Hochschule-der-Polizei.pdf\">2020<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a> Vgl. Stangl, o. D., \u201e<a href=\"https:\/\/lexikon.stangl.eu\/549\/leaking\">Leaking<\/a>\u201c, Online-Lexikon v\u00fcr Psychologie und P\u00e4dagogik.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> Prof. Dr. iur. Stefan <a href=\"https:\/\/rsf.uni-greifswald.de\/lehrstuehle\/rewi\/strafrecht\/lehrstuhl-harrendorf\/personen\/prof-dr-stefan-harrendorf-lehrstuhlinhaber\/\">Harrendorf<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften an der Universit\u00e4t Greifswald.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Vgl. hierzu bspw. Dessecker et al., <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/forschung\/pmk\/motra.html\">2024<\/a>, \u201eStrafverfahrensaktenanalyse im Rahmen des Verbundprojekts \u201eMonitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung\u201c (MOTRA);<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Vgl. hierzu bspw. <a href=\"https:\/\/rsf.uni-greifswald.de\/lehrstuehle\/rewi\/strafrecht\/lehrstuhl-harrendorf\/forschung\/radigz\/\">Harrendorf<\/a> et al., \u201eQualitative und quantitative Analyse internetbasierter Propaganda\u201c als Teilprojekt von \u201eRadigZ\u201c (\u201eRadikalisierung im digitalen Zeitalter\u201c) und <a href=\"https:\/\/rsf.uni-greifswald.de\/lehrstuehle\/rewi\/strafrecht\/lehrstuhl-harrendorf\/forschung\/inkoprep\/\">Harrendorf<\/a> et al., \u201eInKoPrep\u201c (\u201e\u201eQualitative und quantitative Analyse internetbasierter Kom\u00admunikationsprozesse von Preppern\u201c); beide Projekte wurden am Lehrstuhl Harrendorf in den Jahren 2017 \u2013 2022 mit verschiedenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bearbeitet. Das in Greifswald bearbeitete Prepper-Projekt ist insofern interessant, da in Mecklenburg-Vorpommern die \u201ePrepper\u201c-Gruppe Nordkreuz u. a. durch \u00f6ffentlich Aufsehen erregende Waffen- und Sprengstofffunde und (von 2012 \u2013 2017) durch den Diebstahl von tausenden Patronen Polizeimunition Schlagzeilen machte.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a> Katharina <a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/krimz\/team\/curriculum-vitae-katharina-burkart.html\">Burkart<\/a>, M. Sc. Soziologie, Mitarbeiterin an der KrimZ<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> Vgl. auch <a href=\"https:\/\/justizministerium.hessen.de\/sites\/justizministerium.hessen.de\/files\/2021-08\/infoblatt_eaue_juni_2021_bf.pdf\">FAQ<\/a> zur Elektronischen Aufenthalts\u00fcberwachung, in welchen der Unterschied zwischen dem hier beschriebenen hessischen Projekt und der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgabe gem. \u00a7 <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__68b.html\">68b<\/a> Abs. 1 Nr. 12 StGB unter dem gemeinsamen Dach der G\u00dcL als l\u00e4nder\u00ad\u00fcbergreifende Zentralstelle dargestellt wird.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Vgl. Projekt-<a href=\"https:\/\/www.krimz.de\/forschung\/elektronische-praesenzkontrolle.html\">Website<\/a> KrimZ.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/it-stelle-justiz.hessen.de\/gemeinsame-elektronische-ueberwachungsstelle-der-laender-guel\">Website<\/a> der IT-Stelle der hessischen Justiz.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> Vgl. bspw. GVBl. Bayern, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/StVGUeLStV\/true\">2012<\/a>, S. 2, 41.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Vgl. bspw. Aebi, <a href=\"https:\/\/www.dbh-online.de\/aktuelles\/alternative-sanktionen-und-der-net-widening-effekt\">2015<\/a>, S. 575ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref43\" name=\"_ftn43\">[43]<\/a> Prof. Dr. Wolfgang <a href=\"https:\/\/www.ku.de\/fsa\/mitarbeitende\/hauptamtliche\/prof-dr-wolfgang-klug\">Klug<\/a>, Katholische Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/2FD1344F-DBC3-43A5-921C-F603E7CD33DF#_ftnref44\" name=\"_ftn44\">[44]<\/a> Gegliedert in eine F\u00fchrungsaufsichtsstelle (in Bayern gibt es z. B. insgesamt <a href=\"https:\/\/www.justiz.bayern.de\/media\/images\/behoerden-und-gerichte\/oberlandesgerichte\/muenchen\/bewh\/bewh_f%C3%BChrungsaufsichtsstellen_2020.pdf\">sieben<\/a> bei verschiedenen Landgerichten angesiedelte FA-St.) und einen jeweils gerichtlich bestellten Bew\u00e4hrungshelfer \/ eine Bew\u00e4hrungshelferin (\u00a7 68a Abs. 1, 2 StGB), der die Einhaltung der je nach Fall z. T. umf\u00e4nglichen gerichtlichen Weisungen (\u00a7 68b Abs. 1 StGB) \u00fcberpr\u00fcft. Zumindest f\u00fcr haftentlassene Sexualstraft\u00e4ter, f\u00fcr die die F\u00fchrungsaufsicht angeordnet ist, gibt es in allen Bundesl\u00e4ndern auch institutionalisierte polizeiliche Pr\u00e4ventionsprogramme (wie z. B. <a href=\"https:\/\/www.dbh-online.de\/sites\/default\/files\/doku\/vortraege\/bock_kursetc_04-11-10.pdf\">HEADS, K.U.R.S. und Co<\/a>.), die eng mit der BewH zusammen\u00adarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Rettenberger \/ Stefan Suhling \/ Hauke Brettel \/ Thomas G\u00f6rgen (Hrsg.): Kriminalit\u00e4t und ihre Kontrolle im Wandel. Festschrift f\u00fcr Axel Dessecker. 2024, ISBN: 978-3-945037-53-9, 807 Seiten, Kriminologische Zentralstelle Wiesbaden. KRIMZ &#8211; Eigenverlag, Reihe Kriminologie und Praxis, Band 75, 49.&#8211; \u20ac Der Jubilar Axel Dessecker, promovierter Rechtswissenschaftler, Soziologe und Philosoph, dem die Festschrift anl\u00e4sslich der &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2229\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Martin Rettenberger \/ Stefan Suhling \/ Hauke Brettel \/ Thomas G\u00f6rgen (Hrsg.): Kriminalit\u00e4t und ihre Kontrolle im Wandel. Rezensiert von Holger Plank<\/span> <span class=\"meta-nav\">&uarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2229"}],"collection":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2229"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2229\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2236,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2229\/revisions\/2236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}