{"id":2302,"date":"2026-01-20T10:38:35","date_gmt":"2026-01-20T09:38:35","guid":{"rendered":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2302"},"modified":"2026-01-20T20:34:14","modified_gmt":"2026-01-20T19:34:14","slug":"rudi-heimann-juergen-fritzsche-gewaltpraevention-und-eigensicherung-im-polizeieinsatz-risiken-erkennen-verantwortung-uebernehmen-konflikte-beherrschen-rezensiert-von-holger-plank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2302","title":{"rendered":"Rudi Heimann \/ J\u00fcrgen Fritzsche, Gewaltpr\u00e4vention und Eigensicherung im Polizeieinsatz. Risiken erkennen &#8211; Verantwortung \u00fcbernehmen &#8211; Konflikte beherrschen. Rezensiert von Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rudi Heimann \/ J\u00fcrgen Fritzsche, Gewaltpr\u00e4vention und Eigensicherung im Polizeieinsatz.<\/strong>\u00a0Boorberg-Verlag, Stuttgart\/M\u00fcnchen, 2025, 284 Seiten, ISBN 978-3-415-07778-2, 34.&#8211; \u20ac.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rudi <strong>Heimann<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/strong>, Vizepr\u00e4sident des Hessischen Landeskriminalamtes, und der Sportwissenschaftler J\u00fcrgen <strong>Fritzsche<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/strong>, haben mit ihrem j\u00fcngsten Lehrbuch<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> einen aktuell empfindlichen Nerv ge\u00adtroffen. Polizeibeamte und -beamtinnen, aber nicht nur sie, sondern leider zunehmend auch alle anderen Angeh\u00f6rigen der Blaulichtorganisationen (Feuerwehr, THW, Rettungsdienste etc) und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Arztpraxen, <img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2303 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Cover.jpg 516w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Cover-105x150.jpg 105w\" sizes=\"(max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/>Krankenh\u00e4usern oder in Beh\u00f6rden \/ \u00c4mtern, treffen tagt\u00e4glich in einer Vielzahl von im Einzelfall konflikt\u00adtr\u00e4chtigen Situationen auf \u201eden B\u00fcrger\u201c. F\u00fcr den professionellen Umgang hiermit ben\u00f6tigen sie dringend empirisch fundierte und praxisorientierte Ratgeber zur Risikoerkennung und zum professionellen Konflikthandling.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dabei entsprechen die Erwartungen \u201edes B\u00fcrgers\u201c als Hinweisgeber \/ Ge\u00adsch\u00e4digter \/ Adressat polizeilicher Ma\u00dfnahmen nicht immer der polizeilichen Zielhierarchie in Bezug auf die gesetzliche Auftragserf\u00fcllung und die begleitend erforderliche ad\u00e4quate Eigensicherung. Die Polizei handelt hierbei im Schwerpunkt \u201ehoheitlich\u201c zur Verfolgung von Straftaten \/ Ordnungswidrigkeiten und \/ oder zur Gefahren\u00adabwehr. Die Probleml\u00f6sung erfolgt daher zumeist in einem kommunikativ heiklen \u201eSubordi\u00adnations\u00adverh\u00e4ltnis\u201c gegen\u00fcber den Adressaten, ist also per se gefahren\u00adtr\u00e4chtig f\u00fcr die beteiligten Parteien. Dennoch ist ein \u201eGeneralverdacht\u201c gegen\u00fcber Adressaten unangemessen, ein professionell entwickeltes, kommunikationswissenschaftlich fundiertes Risiko- und Gefahrenradar und ein daran orientiertes situationsgerechtes Sicherungsverhalten sollte jedoch f\u00fcr beide Seiten selbstverst\u00e4ndlich sein. Das wird &#8211; trotz aller kriminalstatistischer Unsch\u00e4rfen, auf die die Autoren zurecht hinweisen (S. 27ff.) &#8211; schon durch die signifikanten Steigerungsraten in dem seit 2011 durch das BKA ver\u00f6ffentlichten bundesweiten Lagebild \u201eGewalt gegen Polizeivollzugsbe\u00adamtinnen und -be\u00adamte\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> deutlich. Schon deshalb sind fundierte interdisziplin\u00e4re Empfehlungen zur Verbesserung der Risikoerkennung, -minimierung und Kon\u00adfliktresilienz n\u00f6tiger denn je. Zum einen deshalb, weil trotz des umfangreichen Literaturverzeichnisses (S. 266 \u2013 280) im Anhang des vorliegenden Werks offenkundig ist, dass es trotz verbindlicher innerdienstlicher Richtlinien und Weisungen, neben Seminar\u00adunterlagen zu \u201ePolizeilichen Antistress-, Kom\u00admunikations- und Einsatztrainings\u201c nicht zuletzt der Leitfaden 371 \u2013 VS &#8211; NfD), polizeiwissenschaftlicher Studien und zahlreicher allgemeiner und wenig polizeispezifischer psycho\u00adsozialer Ratgeber, nach wie vor an ganzheitlich aufgebauten Lehrb\u00fcchern \/ Praxisratgebern f\u00fcr Angeh\u00f6rige von Sicherheitsbe\u00adh\u00f6rden fehlt. Zum anderen weisen die Autoren m. E. durchaus zutreffend darauf hin, dass in den Curricula polizeilicher Aus- und Fortbildung vor allem der zentrale Aspekt einer ad\u00e4quaten, jederzeit situationsgerechten Kommunikation nach wie vor kaum ganzheitlich gedacht wird und bei der Vermittlung grundlegender Kenntnisse auf diesem Feld und auch im Kontext darauf aufbauender taktischer Ma\u00dfnahmen leider methodisch-didaktische M\u00e4ngel erkennbar sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heimann und Fritzsche beabsichtigen mit dem sachlogisch in <u>neun<\/u> Kapitel gegliederten:<\/p>\n<ol>\n<li>Gefahren erkennen \u2013 Leben sch\u00fctzen (Einleitung), S. 11 \u2013 26,<\/li>\n<li>Gewalt gegen Polizei (historische Entwicklung und Lagebild), S. 27 \u2013 32,<\/li>\n<li>Human Factors<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, S. 33 \u2013 78,<\/li>\n<li>(15) Leits\u00e4tze f\u00fcr sicheres Handeln, S. 79 \u2013 94 (als \u00dcbergang in die Folgekapitel),<\/li>\n<li>Konflikte, Aggression und Gewalt<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>, S. 95 \u2013 116,<\/li>\n<li>(ausf\u00fchrlichen Erl\u00e4uterungen zur) Kommunikation<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> (als prim\u00e4rem \u201epolizeilichen Einsatzmittel\u201c zur Konfliktl\u00f6sung), S. 117 \u2013 190,<\/li>\n<li>K\u00f6rperlicher Zwang<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>, S. 191 \u2013 236,<\/li>\n<li>Nach dem Einsatz<a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>, S. 237 \u2013 244 und abschlie\u00dfend<\/li>\n<li>(Grunds\u00e4tzliche Erl\u00e4uterungen zu vielf\u00e4ltigen und in ihren erfolgskri\u00adtischen Wirkungen auf den Polizeieinsatz bedeutsamen) \u201eMentalen St\u00f6\u00adrungen\u201c (bei Adressaten polizeilicher Ma\u00dfnahmen), S. 254 \u2013 264,<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sehr informativen, durch zahlreiche praxisrelevante Erl\u00e4uterungen \/ Einsch\u00fcbe und Grafiken illustrierten Kompendium eine Verbesserung des individuellen Verhaltens im Einsatzfall mit dem Ziel der nachhaltigen Ge\u00adwaltpr\u00e4vention.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das aufgrund seiner inhaltlichen F\u00fclle und der Vielzahl der praktischen und methodischen Empfehlungen durchaus \u201egewichtige\u201c Werk ist dabei kein Ersatz f\u00fcr zielgerichtetes polizeiliches Kommunikations- und Einsatztraining auf Grundlage des LF 371 \u2013 VS NfD, macht jedoch durch die Vermittlung nach dem Prinzip des \u201eWarum hinter dem Wie\u201c (S. 14) insbesondere die Wichtigkeit der \u201ementalen Einstellung zur Eigensicherung\u201c (S. 16) deutlich. Insofern verfolgen die Autoren ihr o. g. Ziel im Aufbau des Buches konsequent und sachgerecht. Die zahlreichen praktischen Beispiele machen eindringlich deutlich, wie wichtig unter dem konfliktpr\u00e4ventiven Leitgedanken im Einsatzfall ein stetiges pers\u00f6nliches und sowohl taktisch als auch kommunikativ nachhaltig vorhandenes \/ vermitteltes \u201eSituationsbewusstsein\u201c ist. Die Komplexit\u00e4t dieser Aufgabe nimmt zu, wenn Einsatzkr\u00e4fte lagebedingt im Team in unterschiedlichen Rollen operieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Insofern kann man sich nur w\u00fcnschen, dass der gelungene ganzheitliche Ratgeber als pers\u00f6nliches Nachschlagewerk und Grundlagenliteratur zur Begleitung des sicherheitsbeh\u00f6rdlichen Kommunikations- und Einsatztrainings gut angenommen wird. Das Buch geh\u00f6rt als Standardliteratur nicht nur in die Bibliotheken der Aus- und Fortbil\u00addungseinrichtungen, sondern als Nachschlagewerk verf\u00fcgbar f\u00fcr PET-Fortbildungsbeauftragte und Einsatzkr\u00e4fte auch in die Dienststellen. Aufgrund der beachtlichen F\u00fclle fachlicher und polizeitaktischer Hinweise und damit verbundener Fragestellungen ist das Erfassen und die anschlie\u00dfende \u00dcbernahme wesentlicher Inhalte in den t\u00e4glichen Einsatz kein Selbstl\u00e4ufer. Ein kontinuierliches Studium der Inhalte ist erforderlich, damit Handlungsroutinen wachsen k\u00f6nnen. Ich halte es mit Blick auf das Ziel auch nicht f\u00fcr sch\u00e4dlich, dass manche Hinweise und Empfehlungen stichpunktartig dargestellt werden. Bei Bedarf und je nach individuellem Interesse k\u00f6nnen diese mit den umfangreichen Literaturempfehlungen im Anhang vertieft werden. Auch wenn viele Erkenntnisse vielleicht selbstverst\u00e4ndlich klingen, \u201eim Einsatz schon immer so gehandhabt worden sind\u201c, wie manch ein Kritiker vielleicht anmerken wird, die ganzheitlich eingebettete, durch praktische Empfehlungen und zahllose reflexive Reize erg\u00e4nzte Darstellung des taktischen Vorgehens unter hochvariablen Einsatzbedingungen kann &#8211; neben der Notwendigkeit stetigen individuellen Trainings &#8211; dazu beitragen, die individuelle Handlungssicherheit und die einsatzbedingte Teamorientierung kommunikativ und beim ad\u00e4quaten, m\u00f6glichst konflikt\u00adminimierenden taktischen Vorgehen zu verbessern. Das ist ein absolut erstrebenswertes Ziel, sowohl f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte, die sich professionell in den Dienst der Allgemeinheit stellen, als auch f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit ihren nachvollziehbaren Erwartungen an die Repr\u00e4sentanten des staatlichen Gewaltmonopols, egal ob als Betroffene oder unbeteiligte, gleichwohl interessierte Beobachter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine besondere (strategische, taktisch-operative aber vor allem auch pers\u00f6nliche) Verantwortung trifft hierbei F\u00fchrungskr\u00e4fte als Impulsgeber und Vorbilder, vom Streifenf\u00fchrer \u00fcber den Dienstgruppen- und Dienststellenleiter bis hin zu den Sachgebiets- und Abteilungsleitern Einsatz in den polizeilichen F\u00fchrungsst\u00e4ben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In weiteren Auflagen des Buches w\u00e4re es m. E. w\u00fcnschenswert, die pers\u00f6nliche und taktische Handlungssicherheit in Bezug auf Eins\u00e4tze unter Beteiligung offenkundig unter mentalen St\u00f6rungen leidender Adressaten &#8211; auch mit Blick auf die ggf. erforderliche Beiziehung von psychosozialen Ersthelfern &#8211; zu vertiefen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Holger Plank<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.beck-shop.de\/rudi-heimann\/creator\/576572934?srsltid=AfmBOooxPjjzsXe4ilhjLe1lCIVrggNuKqLu9A5CTEXyDIShY1tMWAqk\">Vizepr\u00e4sident<\/a> des Hessischen Landeskriminalamtes, Dozent und Autor.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.spt-education.de\/ueber-spt\/spt-team\/dr-phil-nat\/\">Sportwissenschaftler und promovierter Biologe<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Abstract <a href=\"https:\/\/www.inlibra.com\/de\/document\/view\/detail\/uuid\/968995e5-7fac-3db7-8801-2c21a8967a71#bibliographische-angaben\">elektronische Verlagsplattform Inlibra<\/a> inkl. Inhaltsverzeichnis.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. Website des <a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/AktuelleInformationen\/StatistikenLagebilder\/Lagebilder\/GewaltGegenPVB\/gewaltGegenPVB_node.html\">BKA<\/a> (zuletzt zugegriffen: 20.01.2026).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Das Kapitel reflektiert auf die Darlegung typischer Begebenheiten der \u201epolizeilichen Einsatz\u00adsituation\u201c, zumeist gepr\u00e4gt von sp\u00e4rlichen Informationen bei gleichzeitigen Handlungsdruck, und skizziert dabei auf erfolgskritische Faktoren wie \u201eindividuelle Grenzen\u201c, mangelndes \u201eSituationsbewusstsein\u201c und begleitende \u201esystemische Faktoren\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Mit Unterkapiteln dargestellt in einem \u201ekybernetischen Regelkreismodell\u201c beginnend mit \u201eUrsachen\u201c und der \u201eFr\u00fcherkennung\u201c von Konflikten \u00fcber die Beschreibung des oftmals typischen \u201eKonfliktverlaufs\u201c bis hin zu \u201eKonfliktl\u00f6sungsstilen\u201c, abschlie\u00dfend garniert mit Ausf\u00fchrungen zur Wirkung des \u201eFaktors Macht\u201c, letztlich passend nicht nur aufgrund der Aus\u00fcbung des staatlichen Gewaltmonopols in Konfliktsituationen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Aufgrund des Umfangs und der inhaltlichen Dichte wohl das zentrale Kapitel des Werks.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Da sich die sehr detaillierten Regelungen zum \u201eUnmittelbaren Zwang\u201c und seinen \u201eHilfs\u00admitteln\u201c als Sekund\u00e4rma\u00dfnahme zur Durchsetzung von Eingriffsbefugnissen (Prim\u00e4rma\u00df\u00adnahme) aufgrund der Gesetzgebungszust\u00e4ndigkeit der L\u00e4nder f\u00fcr das Polizeirecht hinsichtlich (Entscheidungs- und Auswahl-) Ermessen, Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitserw\u00e4gungen und Form\u00advorschriften im Einzelfall nicht unerheblich unterscheiden, wird hier insbesondere auf die die\u00adses Thema arrondierenden \u201eHuman Factors\u201c (\u201eBelastbarkeit\u201c, \u201eArbeitskapazit\u00e4t\u201c, \u201eStress\u00adresistenz\u201c und \u201eStabilit\u00e4t\u201c und nicht zuletzt auf die Anforderungen, die aus diesen Gr\u00fcnden an polizeiliche \u201eEinsatztrainer\u201c zu stellen sind) besonderer Wert gelegt.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/FE9E8B1F-4DF1-44E3-9BD8-8E5D875D51F1#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Einigerma\u00dfen erschreckend liest sich die empirische Bilanz der Autoren, wonach insbe\u00adsondere nach heiklen Eins\u00e4tzen nur in etwa der H\u00e4lfte der F\u00e4lle ein wirklich nennenswertes Debriefing mit institutionalisierten Feedbackregeln stattfindet. Das spricht \u2013 obwohl sich die Situation auch nach meiner dienstlichen Erfahrung in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, noch nicht f\u00fcr die Etablierung einer ad\u00e4quaten Fehlerkultur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rudi Heimann \/ J\u00fcrgen Fritzsche, Gewaltpr\u00e4vention und Eigensicherung im Polizeieinsatz.\u00a0Boorberg-Verlag, Stuttgart\/M\u00fcnchen, 2025, 284 Seiten, ISBN 978-3-415-07778-2, 34.&#8211; \u20ac. Rudi Heimann[1], Vizepr\u00e4sident des Hessischen Landeskriminalamtes, und der Sportwissenschaftler J\u00fcrgen Fritzsche[2], haben mit ihrem j\u00fcngsten Lehrbuch[3] einen aktuell empfindlichen Nerv ge\u00adtroffen. 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