{"id":2442,"date":"2026-08-28T10:59:06","date_gmt":"2026-08-28T08:59:06","guid":{"rendered":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2442"},"modified":"2026-08-28T10:59:06","modified_gmt":"2026-08-28T08:59:06","slug":"monchi-jenseits-der-brandmauer-ueber-mein-leben-in-der-ostdeutschen-provinz-rezensiert-von-thomas-feltes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=2442","title":{"rendered":"Monchi, Jenseits der Brandmauer. \u00dcber mein Leben in der ostdeutschen Provinz. Rezensiert von Thomas Feltes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monchi, Jenseits der Brandmauer. \u00dcber mein Leben in der ostdeutschen Provinz.<\/strong> Kiepenheuer und Witsch, Hamburg 2026, 224 S., ISBN: 978-3-462-05530-6, 20.- Euro (e-book 16,99 Euro)<\/p>\n<p>Nach vielen Jahren in Rostock kehrt Monchi (der S\u00e4nger der Band \u201eFeine Sahne Fischfilet\u201c) in die vorpommersche<img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2443 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Monchi.jpg\" alt=\"\" width=\"153\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Monchi.jpg 562w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Monchi-96x150.jpg 96w\" sizes=\"(max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/> Provinz nach Jarmen zur\u00fcck, einer \u201eStadt\u201c mit 3.000 Einwohnern. Dort hatte bei der letzten Bundestagswahl mehr als jeder zweite AfD gew\u00e4hlt \u2013 wie in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Monchi kann das kaum fassen, obwohl er damit gerechnet hat. In dem Buch schreibt er \u00fcber seine eigene Geschichte, sein Aufwachsen in Jarmen \u201eab Tag 1\u201c und seine Einsch\u00e4tzung der \u201eBrandmauer-Diskussion\u201c. Authentisch, klar und meinungsstark.<!--more--><\/p>\n<p>Monchi (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jan_Gorkow\">Jan Gorkow<\/a>) ist S\u00e4nger und Texter von \u201e<a href=\"https:\/\/www.feinesahnefischfilet.de\/\">Feine Sahne Fischfilet<\/a>\u201c, einer Band aus Mecklenburg-Vorpommern<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Mit seinem zweiten Buch will er gegen Schwarz-Wei\u00df-Denken angehen. Er pl\u00e4diert f\u00fcr den Versuch eines Miteinanders, gerade dann, wenn die Gegens\u00e4tze un\u00fcberwindbar scheinen.<\/p>\n<p>Monchi hat dieses Buch \u2013 eigenen Angaben zufolge \u2013 \u201e<em>innerhalb von ein paar Wochen runtergeschrieben, und zwar so, wie ich denke, wie ich laber, wie ich f\u00fchle. Es war wie eine Achterbahnfahrt<\/em>\u201c (S. 221). Er wollte \u201e<em>nicht das hundertste Anti-AfD-Buch schreiben, sondern ein Buch \u00fcber mein Leben in der ostdeutschen Provinz, mit all meinen Fragezeichen, mit all meinen Gedanken<\/em>\u201c (S. 221). Und das ist ihm, um das vorwegzunehmen, gelungen.<\/p>\n<p>Zu dem Tag nach der letzten Bundestagswahl schreibt Monchi: \u201e<em>Ich bin in Sachen Wahlen \u00fcber die Zeit ein bisschen abgestumpft. &#8230; Mir ist klar, dass das pauschalisierend ist. Aber wer Differenzierung erwartet, ist hier im falschen Kapitel gelandet. Denn heute ist kein guter Tag. Ich meine es nicht mal b\u00f6se, aber je \u00f6fter ich solche Abende vorm Bildschirm verfolgt habe, desto \u00f6fter hatte ich das Gef\u00fchl, all die Statements, die so auswendig gelernt wirken, schon vorher nahezu wortgleich selbst aufsagen zu k\u00f6nnen. In den seltensten F\u00e4llen quatscht da mal jemand frei von der Leber weg\u201c <\/em>(S. 8)<em>.<\/em><\/p>\n<p>Dennoch glaubt Monchi, dass \u201e<em>nicht mal ansatzweise der Peak der Schei\u00dfe erreicht ist<\/em>\u201c; die W\u00e4hlerschaft sei noch nicht vollst\u00e4ndig mobilisiert (S. 21) und manchen sei die AfD noch zu lasch. Gleichzeitig haben die meisten, mit denen er redet, Angst. Angst vor einem Krieg mit Russland, Angst vor dem sozialen Abstieg. \u201e<em>Angst in ihren unterschiedlichen Formen ist omnipr\u00e4sent. Und gegen Angst kann man schlecht argumentieren\u201c<\/em> (S. 38).<\/p>\n<p>Und es geht um Emotionen, die man dumm oder nicht nachvollziehbar finden mag, aber \u201e<em>es sind erstmal ihre Emotionen<\/em>\u201c, und um die habe die AfD den Kampf bei vielen gewonnen (S. 40). Die Leute in Mecklenburg-Vorpommern haben zu \u201e<em>99,9\u201c nicht geerbt<\/em>\u201c. Es g\u00e4be eben nicht nur Wendeverlierer, sondern auch die, die \u201e<em>Schiss davor (haben), dass das, was ihnen wichtig ist, zugrunde geht\u201c<\/em> (S. 48).<\/p>\n<p>Monchi spricht auch sein Verh\u00e4ltnis zu Polizisten an, und warum er das Lied \u201eWut\u201c, in dem die Zeile \u201e<em>Niemand muss Bulle sein<\/em>\u201c vorkommt (die man immer wieder auf T-Shirts bei Ultras findet), nicht mehr singen will. Er habe gemerkt, dass er sich immer mehr wie ein Schauspieler f\u00fchle, wenn er das Lied auf der B\u00fchne singt, und er habe \u201e<em>keinen Bock mehr darauf, diese Leute (Polizisten, TF) zu entmenschlichen<\/em>\u201c (S. 139). Er sch\u00e4mt sich auch teilweise f\u00fcr S\u00e4tze von damals, und muss sich selbst daran erinnern, wie jung er war \u2013 um dar\u00fcber schmunzeln zu k\u00f6nnen. \u201e<em>Es war Wohlstandsverwahrlosung\u201c<\/em> benennt er es selbstkritisch (S. 150).<\/p>\n<p>Zur Diskussion um die Frage, ob und was alles schlecht ist in Mecklenburg-Vorpommern wird gerne auf die deutlich besseren Stra\u00dfen als im Westen verweisen. Monchi verweist dazu und zur st\u00e4ndigen Kritik immer wieder auf seine eigenen Erlebnisse und die Widerspr\u00fcchlichkeit, die seine Gespr\u00e4chspartner auszeichnen \u2013 ohne dies aber in der Regel zu merken: \u201e<em>Nat\u00fcrlich gibt es hier genug, was man verbessern kann und auch sollte. Mir ist selbst klar, dass das Argument mit den sch\u00f6nen Stra\u00dfen nur die Oberfl\u00e4che betrifft. Aber global betrachtet leben wir noch immer im Paradies. Ich stand letztens auf einem Flohmarkt und hab mitbekommen, wie sich jemand dar\u00fcber ausgekotzt hat, dass das Kita-Essen ja immer teurer werde und dass f\u00fcr alles Geld da sei, aber \u00bb f\u00fcr unsere Kinder nicht\u00ab. Der Witz ist nur: Mecklenburg-Vorpommern ist eines der wenigen Bundesl\u00e4nder, in denen Kita, Krippe und Hort nahezu komplett geb\u00fchrenfrei sind. Man muss nur das Mittagessen bezahlen. Mehr nicht. \u2026 Wenn mich wirklich was triggert, dann sind es diese Leute, die alles als selbstverst\u00e4ndlich voraussetzen. Manchen m\u00f6chte ich sagen: Frag mal die Menschen in den anderen Bundesl\u00e4ndern, wie selbstverst\u00e4ndlich das ist! Und dann bezahl die 30 Cent mehr f\u00fcrs Kitaessen und gut ist. F\u00fcr das neue fette Auto, mit dem du grad angekommen bist war ja anscheinend auch genug Kohle da\u201c <\/em>(S. 52).<\/p>\n<p>Monchi verweist auch darauf, dass er dort lebt, wo man sich nicht einigeln kann, wo man mit denen, die AfD gew\u00e4hlt haben, tagt\u00e4glich Kontakt hat. Daher scheut er sich auch durchg\u00e4ngig in seinem Buch nicht davor zur\u00fcck, die \u201eLinken\u201c zu kritisieren \u2013 und das folgende Zitat macht auch die Sprache deutlich, in der er schreibt, und die das Buch so authentisch macht: \u201e<em>Wie oft laufen dir richtige Nazis \u00fcber den Weg? Wann hast du denn das letzte Mal wirklich vor Nazi gestanden? Vor so richtigen? Ich red nicht von f\u00fcnfhundert Metern Entfernung und einer Polizeieinheit dazwischen. Ich rede vom Alltag. Wann hast du denn das letzte Mal von Nazis auf die Fresse gekriegt? Oder wirklich in einer Situation mal Angst gehabt? Ich glaub ich kenn bei sehr vielen die Antwort. Und wenn mir Instagram-Reels in die Timeline gesp\u00fclt werden, in denen irgendwelche Leute vermummt &#8217;nen Harten machen, am besten noch das \u00bbHammer und Sichel\u00ab-Halstuch \u00fcber die Nase gezogen, obwohl man ihnen sofort ansieht, dass sie eher \u00bbFraktion Uni\u00ab als \u00bbSektion Stra\u00dfenbau\u00ab sind: Alter Verwalter, da h\u00f6rt es doch irgendwann auf. Bis Anfang\/Mitte zwanzig f\u00e4llt das alles noch irgendwie unter Welpenschutz (vieles habe ich ja auch durchgespielt), aber trotzdem. Wenn ich diese ganzen \u00bbWir kriegen euch alle &#8211; Nazis aufs Maul! \u00ab-Reels aus irgendwelchen Szenevierteln sehe, unter denen die Instabilsten der Instabilen \u00bbStabil\u00ab kommentieren dann denke ich: Zieht doch mal f\u00fcr ein Jahr nach Anklam oder nach Bautzen<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Frage in <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/pop-und-politik\/interview-feine-sahne-fischfilet-ueber-die-softe-linke-100.html\">einem Interview<\/a> im Bayerischen Rundfunk, ob es keine Jugendkultur im linken Bereich gibt, antwortete er: \u201e<em>Doch gibt es. Aber da ist alles so nett. Da ist nichts Rebellisches. Die Zecken sind im Selbstzerst\u00f6ren stark. Es geht eher darum, wer ist noch perfekter, noch linker. Diese Demos in Berlin unter dem Motto \u201eAufstand der Anst\u00e4ndigen\u201c \u2013 was f\u00fcr ein Wort! Wenn ich mir denke mit 16, da wollte ich doch alles sein au\u00dfer anst\u00e4ndig! Wie kannst du da denn die Leute triggern und provozieren? Heute kannst du eher damit provozieren, dass du solchen Leuten hinterherl\u00e4ufst, die einfache Antworten auf schwierige Fragen geben\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Ein ganz wichtiger Aspekt, der im letzten Satz des Interviews bereits angesprochen wird, taucht in dem Buch immer wieder auf: Statt auf Ideologie zu setzen, betont Monchi die soziale Lage und die Sozialisation der (jungen) Menschen, die nach rechts driften. Er versucht, sich in die Kids reinzuversetzen und fragt sich: Wo w\u00fcrde in 16-j\u00e4hriger Monchi heute landen? Er betont den Unterschied zwischen Jungs und M\u00e4dchen, aber auch die Aspekte von Gemeinschaft, Freundschaft, Zusammenhalt, die diese jungen Menschen suchen \u2013 und eben dann nicht zuf\u00e4llig in rechten Kreisen finden, weil diese pr\u00e4sent sind und sich um sie k\u00fcmmern, ihnen Angebote machen. Und es sind die Rechten, die mit der \u00bbWir gegen die\u00ab &#8211; Philosophie vor allen Dingen in unsicheren Zeiten so was wie Sicherheit geben. \u201e<em>Dass Kameradschaft nicht gleich Freundschaft bedeutet, werden einige erst mit der Zeit verstehen, aber verlockend ist sie f\u00fcr nicht wenige Jungs allemal<\/em>\u201c (S. 121). Die Mischung bei der AfD aus Sieger-Rausch, \u201e<em>die anderen zittern schon vor uns<\/em>\u201c, und der rebellischen \u201e<em>Wir gegen alles<\/em>\u201c-Karte sei eine absolute Top-Mischung, um Jugendliche aus der Provinz zu erreichen. Entsprechend fehle es vor allem an offenen Jugendr\u00e4umen, geleitet von Leuten, \u201e<em>die was auf dem Kasten haben<\/em>\u201c (S. 125).<\/p>\n<p>Gemeinschaft ist f\u00fcr Monchi ein Schl\u00fcsselwort. Der beste Schutz gegen Rechtsextremismus, das \u201e<em>beste Gegengift<\/em>\u201c sei, wenn Menschen zusammenkommen, in der Realit\u00e4t (S. 181). Gemeinsam etwas tun, erleben, feiern, sich austauschen, und streiten. Dann sei es schwerer, einen Keil zwischen sie zu treiben.<\/p>\n<p>Ist das zu blau\u00e4ugig, zu illusorisch? Verkennt Monchi die Schere zwischen Arm und Reich, die sozialen Grenzen in unserer Gesellschaft? Nein, er kennt diese Problematik sehr gut und geht darauf auch in seinem Buch ein, aber er versucht eine pragmatische L\u00f6sung, eine menschliche, zu finden. Die \u201egro\u00dfe Politik\u201c kann er weder ver\u00e4ndern noch beeinflussen, wie er selbst schreibt, auch wenn er das fr\u00fcher anders gesehen h\u00e4tte. Aber im Kleinen, vor Ort, in der Nachbarschaft, da kann man etwas \u00e4ndern. \u201e<em>Ich glaube, dass die Leute weniger hassen, wenn sie mit anderen zusammenkommen<\/em>\u201c (S. 195) \u2013 eine Einsicht, die auch Sozialpsychologen best\u00e4tigen werden.<\/p>\n<p>\u00dcberzeugungsnazis seien diese Jugendlichen keinesfalls, und daher nicht komplett verloren. Daher m\u00fcsse man sie ernst nehmen, ihnen eine aktive Gemeinschaft anbieten, wie er es selbst bei seinen Festivals in Jarmen tut, indem er sie in die Crew einbindet, die das Festival betreut (S. 131 ff.) oder die Kids, die in \u201e<em>Faschoklamotten<\/em>\u201c zum Konzert kommen, nicht nach Hause schickt, sondern ihnen ein Feine-Sahne-Shirt oder ein neutrales Shirt anbietet, damit sie das Konzert miterleben k\u00f6nnen (S. 141).<\/p>\n<p>Monchis Buch ist auch deshalb so authentisch und spannend zu lesen, weil er selbst als Jugendlicher auf Stress aus war und dies, wie er schreibt, genossen hat, z.B. bei den Ultras von Hansa Rostock. Seine Erfahrungen beschreibt er so: \u201e<em>Fakt ist: Ich hatte Bock auf Action. Ich hatte Bock auf Stress. Rauskommen aus&#8217;m Dorf. Schei\u00dfe bauen. Wenn die Spie\u00dfer kotzen, dann l\u00e4uft was richtig. Auf meine ersten Anzeigen wegen Landfriedensbruchs war ich stolz. Wenn meine Eltern schockiert waren, war ich gl\u00fccklich. Wenn die Leute die Nase r\u00fcmpften, dann ging es mir gut. Provokation aus Prinzip. Gegen alles und jeden. Mit dem Zug durch Deutschland, immer Hansa hinterher. Immer dieselben f\u00fcnfzig Leute, einfach nur g st\u00f6rt. So viele fanden uns schei\u00dfe, aber wir waren \u201ede Geilsten\u201c. \u201eNo one likes us, we don&#8217;t care\u201c. Was gibt es Sch\u00f6neres, als wenn alle \u00fcber einen meckern. Der Weg war damals das Ziel. \u00dcber Anzeigen und Stadionverbot brauch ich mich im Nachhinein nicht zu beschweren\u201c.<\/em> Mit achtzehn habe er bei einem Ausw\u00e4rtsspiel von Hansa ein Polizeiauto abgefackelt. Sein (einziger) Wunsch war, dazuzugeh\u00f6ren, Anerkennung von den \u00c4lteren zu bekommen, \u201e<em>einer von den dollen Ultras zu sein<\/em>\u201c. Er stellt dazu die These auf (mit der er richtig liegen d\u00fcrfte), dass 80 % der Kids, die zum Chemnitzer FC gehen, stattdessen zu St. Pauli gehen w\u00fcrden, wenn sie dort leben w\u00fcrden, und andersherum sei es genauso. Manchmal sei es nur Zufall, auf welcher Seite man lande, und die Begegnung mit ein oder zwei Leuten k\u00f6nne da ausschlaggebend sein (S. 122 f).<\/p>\n<p>Monchi wendet sich best\u00e4ndig und immer wieder gegen die Ausgrenzung Andersdenkender. Daher auch der Titel des Buches: Er bewegt sich jenseits der Brandmauer, und dies bewusst und absichtlich. Was nicht bedeutet, dass er die Diskussion um diese Brandmauer nicht differenziert sieht, aber er wei\u00df: Ein Leben in Jarmen (und auch anderswo, TF) funktioniert nur neben- und miteinander, trotz aller Kontraste.<\/p>\n<p>Monchi stellt auch die richtigen Fragen in seinem Buch. Welche \u00c4ngste haben diese jungen Menschen, welche Hoffnungen? Wie kann man es schaffen, trotz allem optimistisch in die Zukunft zu schauen? Monchi will bleiben, wo sich schon so viele verabschiedet haben, will vor Ort etwas bewegen. \u201e<em>Um hoffentlich dort alt werden zu k\u00f6nnen, wo er es so sehr liebt wie nirgends sonst<\/em>\u201c (Text von der <a href=\"https:\/\/www.kiwi-verlag.de\/autor\/monchi-4003002\">website des Verlages<\/a>, der leider auf Angaben wie ISBN und Seitenumfang auf seiner Website verzichtet. Warum?).<\/p>\n<p>In diesem Sinn: \u201e<em>Lasst uns schauen, was uns verbindet, statt was uns trennt<\/em>\u201c (S. 146).<\/p>\n<p>Thomas Feltes, August 2026<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Band rief 2016 die Kampagne \u00bbNoch nicht komplett im Arsch. Zusammenhalten gegen den Rechtsruck\u00ab ins Leben und veranstaltet seitdem regelm\u00e4\u00dfig das \u00bbWasted in Jarmen\u00ab-Festival. 2018 erschien der unter Regie von Charly H\u00fcbner entstandene preisgekr\u00f6nte Dokumentarfilm \u00bbWildes Herz\u00ab, der das gesellschaftliche und politische Engagement der Band und Monchis Lebensgeschichte behandelt. 2022 erschien Monchis Buch \u00bbNiemals satt\u00ab und stieg auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste ein. \u00bb<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PBcW_Yz1fe4\">Wir kommen in Frieden\u00ab,<\/a> das neueste Album seiner Band, stand 2025 auf Platz 1 der deutschen Albumcharts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monchi, Jenseits der Brandmauer. \u00dcber mein Leben in der ostdeutschen Provinz. 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