{"id":257,"date":"2015-11-23T09:46:58","date_gmt":"2015-11-23T08:46:58","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=257"},"modified":"2016-03-03T11:56:11","modified_gmt":"2016-03-03T10:56:11","slug":"clemens-lorei-hrsg-studien-zur-eigensicherung-neue-studien-zur-polizei-im-jagdfieber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=257","title":{"rendered":"Clemens Lorei (Hrsg.) &#8211; Studien zur Eigensicherung: Neue Studien zur Polizei im Jagdfieber"},"content":{"rendered":"<p>334)<br \/>\n<strong><em>Lorei, Clemens (Hrsg.); <\/em>Studien zur Eigensicherung: Neue Studien zur Polizei im Jagdfieber; <\/strong>Polizeiwissenschaftliche Analysen, Band 27, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2015,\u00a0ISBN 978-3-86676-201-5, 260 Seiten, 24.90 \u20ac<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/studien_zur_Eigensicherung.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-258 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/studien_zur_Eigensicherung.png\" alt=\"studien_zur_Eigensicherung\" width=\"106\" height=\"151\" \/><\/a><\/p>\n<p>In unseren Studien zu \u201ePolice Use of Force\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> haben wir 2009 den \u201eJagdinstinkt\u201c als wichtiges, auch im internationalen Vergleich h\u00e4ufig vorhandenes Element benannt, das immer dann eine Rolle spielt, wenn eine bestimmte Eskalationsstufe polizeilichen Handelns erreicht wird. In der Diskussion des Szenarios, die der Studie weltweit zugrunde gelegt wurden, spielte das u.a. im Zusammenhang mit der Verfolgung eines fl\u00fcchtenden Fahrzeuges <!--more-->und der \u201eVerfolgung bis zur letzten Konsequenz, inklusive Rammen aufgrund des aufkommenden\u201c eine Rolle und wurde von uns als \u201eJagdfieber\u201c beschrieben. Ebenso haben wir den Versto\u00df gegen den Grundsatz, sich niemals vom Streifenpartner zu trennen, das Prinzip \u201eJeder schnappt sich einen\u201d aufgrund des Jagdfiebers (Emotion) anhand von Zitaten aus den Interviews mit Polizeibeamten beschrieben.<\/p>\n<p>Im meinem Beitrag von 2011<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> habe ich verschiedene F\u00e4lle solcher Verfolgungsfahrten, die Ausdruck dieses Jagdfiebers sind, beschrieben und analysiert. Im Gegensatz zum Herausgeber dieses Bandes, der der Auffassung ist, dass das so genannte Jagdfieber oder der Jagdtrieb nicht als Erkl\u00e4rung herangezogen werden kann, wenn polizeiliches Handeln \u00fcbertrieben oder unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig erscheint, weil \u201emit diesem Zirkelschluss \u2026 nichts erkl\u00e4rt\u201c sei, bin ich allerdings der Auffassung, dass die von uns beschrieben und analysierte psychologische Komponente des Jagdfiebers (also jemanden, der sich \u2013 angeblich \u2013 strafbar gemacht hat, nicht ungestraft davonkommen lassen zu k\u00f6nnen, weil damit ein (subjektiv empfundener) Autorit\u00e4tsverlust einhergeht) sehr wohl eine relevante Dimension zur Erkl\u00e4rung darstellt. Auch kann der Auffassung (so der Verlag auf seiner Website) nicht gefolgt werden, dass \u201eParadox zu der Bedeutung dieses Ph\u00e4nomens \u2026 der wissenschaftlich gesicherte Kenntnisstand\u201c erscheint \u2013 womit wohl gemeint sein soll, dass dieser d\u00fcrftig ist, was gerade nicht der Fall ist.<\/p>\n<p>Daher meint der Verlag auch, diesem \u201eMangel\u201c mit der Forschungsreihe \u201eAbhilfe schaffen\u201c zu m\u00fcssen. Der vorliegende Sammelband stelle neben theoretischen Ann\u00e4herungen einige Studien vor, die Ursachen, Einfl\u00fcsse und insbesondere Interventionsm\u00f6glichkeiten diesbez\u00fcglich untersuchen. Letzteres ist sicherlich richtig, und es ist in jedem Fall sinnvoll, sich mit den Beitr\u00e4gen zu besch\u00e4ftigen \u2013 auch, wenn die Autoren sich vielen der Beitr\u00e4ge im Wesentlichen selbst zitieren und ausl\u00e4ndische Literatur und entsprechende Studien kaum zur Kenntnis genommen werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Eine \u00dcbersicht findet sich z.B. hier: Astrid Klukkert, Thomas Ohlemacher, Thomas Feltes: Torn between two targets: German police officers talk about the use of force. Crime Law and Social Change 08\/2009; 52(2); verf\u00fcgbar unter <a href=\"http:\/\/www.researchgate.net\/publication\/47746876_Torn_between_two_targets_German_police_officers_talk_about_the_use_of_force\">http:\/\/www.researchgate.net\/publication\/47746876_Torn_between_two_targets_German_police_officers_talk_about_the_use_of_force<\/a>. Deutsche Ver\u00f6ffentlichungen dieser Autoren: Die diskursive Rechtfertigung von Gewaltanwendung durch Polizeibeamtinnen und -beamte \u00ad\u2013 Methoden und Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes. In: Polizei &amp; Wissenschaft 2008, S. 20-29 sowie \u201e\u2026, dann habe ich ihm auch schon eine geschmiert.&#8220; Autorit\u00e4tserhalt und Eskalationsangst als Ursachen polizeilicher Gewaltaus\u00fcbung. In: MSchrKrim 4\/2007, S. 285-303<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Polizeiliche Verfolgungsfahrten und der \u201eJagdinstinkt\u201c. Kriminologisch-polizeiwissenschaftliche Anmerkungen zu einem wenig beachteten Ph\u00e4nomen. In: Polizei &amp; Wissenschaft 2011, S. 11-23<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas Feltes, November 2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>334) Lorei, Clemens (Hrsg.); Studien zur Eigensicherung: Neue Studien zur Polizei im Jagdfieber; Polizeiwissenschaftliche Analysen, Band 27, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2015,\u00a0ISBN 978-3-86676-201-5, 260 Seiten, 24.90 \u20ac In unseren Studien zu \u201ePolice Use of Force\u201c[1] haben wir 2009 den \u201eJagdinstinkt\u201c als wichtiges, auch im internationalen Vergleich h\u00e4ufig vorhandenes Element benannt, das immer dann eine Rolle &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=257\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Clemens Lorei (Hrsg.) &#8211; Studien zur Eigensicherung: Neue Studien zur Polizei im Jagdfieber<\/span> <span class=\"meta-nav\">&uarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/257"}],"collection":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=257"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":362,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/257\/revisions\/362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}