{"id":265,"date":"2015-11-30T18:18:47","date_gmt":"2015-11-30T17:18:47","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=265"},"modified":"2016-03-03T11:54:36","modified_gmt":"2016-03-03T10:54:36","slug":"ulrich-eisenberg-jugendgerichtsgesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=265","title":{"rendered":"Ulrich Eisenberg &#8211; Jugendgerichtsgesetz"},"content":{"rendered":"<p>336)<br \/>\n<strong><em>Eisenberg, Ulrich<\/em>; Jugendgerichtsgesetz; <\/strong>18.Auflage, M\u00fcnchen 2016, Beck-Verlag, ISBN 978-3-406-68261-2, 1.521 Seiten, 99.- \u20ac<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/jugendgerichtsgesetz.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-266 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/jugendgerichtsgesetz-190x300.png\" alt=\"jugendgerichtsgesetz\" width=\"95\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/jugendgerichtsgesetz-190x300.png 190w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/jugendgerichtsgesetz.png 200w\" sizes=\"(max-width: 95px) 100vw, 95px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Arthur Kreuzer bezeichnet den Kommentar als \u201eStandardwerk\u201c und einzigen JGG- Kommentar, \u201eder seit 1982 fast schon im Jahresrhythmus neu bearbeitet erscheint. (&#8230;) Nur in diesem Kommentar findet sich ein zus\u00e4tzliches, n\u00fctzliches, ausf\u00fchrliches Entscheidungsregister mit Fund stellen nach weisen von rund hundert Seiten.&#8220; Richtig so! <!--more-->Tats\u00e4chlich \u00fcberzeugt der Kommentar mit praxisgerechter Konzeption, klarer Darstellung und umfassender Auswertung der Rechtsprechung auf der einen, einem best\u00e4ndig kritischen Blick auf die Regelungen und die Praxis des Jugendstrafrechts auf der anderen Seiten. Dem Neuling helfen dabei Hinweise zur Entstehung des JGG und zu aktuellen Reformbestrebungen und \u2013vorstellungen, vor allem auch in Bezug auf europ\u00e4ische Regelungen (S. 4 ff.).<\/p>\n<p>Besonders wichtig aber ist, dass Eisenberg nicht m\u00fcde wird, Erkenntnisse aus Kriminologie, Psychologie und Sozialwissenschaften einzubeziehen, auch wenn man inzwischen den Eindruck haben kann, dass die jugendstrafrechtliche Praxis weitestgehend ohne solche Grundkenntnisse auszukommen glaubt \u2013 sieht man sich nur die (nicht vorhandenen) Voraussetzungen an, unter denen man Jugendstaatsanwalt oder Jugendrichter werden kann<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<p>Schwerpunkte der Kommentierung sind die jugendstrafrechtliche Verantwortlichkeit, die Beurteilung des Entwicklungsstandes Heranwachsender sowie das Rechtsfolgensystem unter Ber\u00fccksichtigung der Prognosestellungen im Allgemeinen sowie konkret bei einzelnen Ma\u00dfnahmen oder Strafen. Dies alles wird, wie wir wissen, in der Praxis eher so nebenbei abgehandelt; hier orientiert man sich mehr an \u201ehaben wir schon immer so gemacht\u201c oder \u201e das gibt hier xy\u2026\u201c bzw. \u201edas hat bisher nichts gefruchtet, also m\u00fcssen wir jetzt\u2026\u201c. Umso wichtiger (und wenn auch vor allem f\u00fcr den Verteidiger) ist ein Kommentar, der hilft, hier auch einmal dem Praxis-Mainstream etwas entgegenzusetzen \u2013 auch wenn \u201eKonfliktverteidigung\u201c im Jugendstrafrecht nicht gern gesehen wird, weder von Staatsanwaltschaft und Gericht, noch von den Verteidigern, die in der Regel als Pflichtverteidiger auftreten und sich zuk\u00fcnftige Mandate nicht durch kritisches Verteidigen verbauen wollen.<\/p>\n<p>Die 18. Auflage des Kommentars von Eisenberg verarbeitet alle Neuerungen bis Anfang September 2015. Bereits dargestellt werden das in K\u00fcrze in Kraft tretende 3. Opferrechtsreformgesetz sowie das geplante Gesetz zur \u00c4nderung der Regelungen \u00fcber die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ber\u00fccksichtigt ist auch die neueste Gesetzgebung zum Untersuchungshaftvollzug, Jugendstrafvollzug und Jugendarrestvollzug auf Landesebene. Die Neuauflage bietet dar\u00fcber hinaus einen detaillierten Ausblick auf den Entwurf der Europ\u00e4ischen Richtlinie vom 24.11.2013 \u00fcber Verfahrensgarantien in Strafverfahren f\u00fcr verd\u00e4chtigte und beschuldigte Kinder. Die neueste Literatur und Rechtsprechung \u2013 v.a. die Judikatur des EGMR \u2013 sind umfassend ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Insgesamt ein Kommentar, der es verdient, h\u00e4ufig benutzt zu werden. Denn zu oft wird gerade im Jugendstrafverfahren darauf vertraut, dass \u201eleichtere\u201c F\u00e4lle im Vorfeld durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden (und dann braucht man ja keine rechtlichen Erl\u00e4uterungen\u2026) und die Gerichte es dann (nur) mit wirklich schweren F\u00e4llen zu tun haben. Beides zu hinterfragen ist Aufgabe der Verteidigung, sofern sie denn in der Lage ist, ihre Rolle angemessen auszu\u00fcben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Dazu zuletzt Wiesener, Andrea: Qualifikationsanforderungen an Jugendrichter und Jugendstaatsanw\u00e4lte. Neuerungen und Alternativen zur Umsetzung. Holzkirchen 2014<\/p>\n<p>Rezensiert von: Thomas Feltes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>336) Eisenberg, Ulrich; Jugendgerichtsgesetz; 18.Auflage, M\u00fcnchen 2016, Beck-Verlag, ISBN 978-3-406-68261-2, 1.521 Seiten, 99.- \u20ac Arthur Kreuzer bezeichnet den Kommentar als \u201eStandardwerk\u201c und einzigen JGG- Kommentar, \u201eder seit 1982 fast schon im Jahresrhythmus neu bearbeitet erscheint. 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