{"id":486,"date":"2016-05-18T10:18:29","date_gmt":"2016-05-18T08:18:29","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=486"},"modified":"2016-05-18T10:18:56","modified_gmt":"2016-05-18T08:18:56","slug":"armin-maetzler-ingo-wirth-todesermittlung-grundlagen-und-faelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=486","title":{"rendered":"Armin M\u00e4tzler \/ Ingo Wirth &#8211; Todesermittlung \u2013 Grundlagen und F\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<p>363)<strong><em> M\u00e4tzler, Armin \/ Wirth, Ingo;<\/em> \u201eTodesermittlung \u2013 Grundlagen und F\u00e4lle\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/strong>; ISBN: 978-3-7832-0046-1, 434 Seiten, Verlag C. F. M\u00fcller, Heidelberg, 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2016, Reihe \u201eGrundlagen \u2013 Die Schriftenreihe der Kriminalistik\u201c, 28,99 \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-488 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Maetzler_Todesermittlung-102x150.png\" alt=\"Maetzler_Todesermittlung\" width=\"102\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Maetzler_Todesermittlung-102x150.png 102w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Maetzler_Todesermittlung.png 200w\" sizes=\"(max-width: 102px) 100vw, 102px\" \/><\/p>\n<p>Das Werk, erstmals aufgelegt im Jahr 1985, wird nun in der Reihe \u201eGrundlagen der Kriminalistik\u201c in der 5., neu \u00fcberarbeiteten und (deutlich) erweiterten Auflage 2016 zum ersten Mal in \u201eKo-Autorenschaft\u201c herausgegeben. Neben dem pensionierten leitenden Kriminalbeamten aus NRW, <strong>Armin M\u00e4tzler<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/strong>, der das Werk abschlie\u00dfend bis zur 4. Auflage bearbeitet hat, ist nun der fr\u00fchere Rechts\u00admediziner und Kriminalist <strong>Ingo Wirth<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a><\/strong> als \u201eNeuherausgeber\u201c \/ \u201eMit\u00adautor\u201c in der Nachfolge von M\u00e4tzler \u201ean Bord\u201c, was das ohnehin schon recht akzentuierte Werk noch aussagekr\u00e4ftiger macht.<!--more--><\/p>\n<p>Das Werk bietet einen sehr profunden \u00dcberblick \u00fcber alle wesentlichen Aspekte der kriminalpolizeilichen Leichensachbearbeitung und Identifizierung. Ziel\u00adgruppe sind aber (eher und) nicht (nur) erfahrene T\u00f6tungs\u00adsachbearbeiter in den entsprechend spezialisierten Kriminal\u00adkommissariaten. Vielmehr richtet es sich explizit an zwar geschulte, aber nicht st\u00e4ndig mit der Bearbeitung von Todesermittlungsverfahren betrauten Krimina\u00adlisten und will Hilfe und An\u00adregung geben, den Leichenfundort und Leichen\u00aderscheinungen richtig zu beurteilen. Fehler beim polizeilichen <a href=\"http:\/\/www.gletschertraum.de\/Lehrmaterialien\/06Angriff_Skriptum.pdf\">&#8222;Ersten Angriff&#8220;<\/a> an einem derartigen Ereignisort f\u00fchren im extremsten Fall dazu, dass ein T\u00f6tungsdelikt nicht erkannt wird oder k\u00f6nnen die sp\u00e4tere Aufkl\u00e4rungsarbeit in den Fach\u00adkommissariaten enorm erschweren.<\/p>\n<p>Wie M\u00e4tzler im Vorwort zur 3. Auflage erw\u00e4hnt, liegen \u201e<em>die Probleme nicht dort, wo es darum geht, einen Mord zu bearbeiten, sondern dort, wo es gilt, ihn zu erkennen!\u201c <\/em>Das gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die \u00c4rzteschaft<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> wie auch f\u00fcr die an einem Ereignisort eines \u00e4rztlich \u201enicht-nat\u00fcrlich\u201c bescheinigten Todesfalles zuerst eintreffenden Polizei- bzw. Kriminalbeamten. Nicht umsonst kursiert unter deutschen Rechts\u00admedizinern und erfahrenen Todesermittlern der zynische Spruch: <em>\u201eWenn auf jedem Grab, in dem ein Ermordeter beigesetzt ist, eine Kerze brennen w\u00fcrde, w\u00e4ren unsere Friedh\u00f6fe Nachts taghell erleuchtet.\u201c <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><strong>[5]<\/strong><\/a><\/em> Die Zeitung DIE WELT bilanziert <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article134023447\/Wenn-Aerzte-bei-der-Leichenschau-schlampen.html\">in ihrer Online-Ausgabe vom 05.11.2014<\/a> an\u00adgesichts eines entsprechenden Beschlusses (vgl. <a href=\"https:\/\/www.justiz.bayern.de\/media\/pdf\/jumiko_2014\/herbst\/top_2.5_-_unerkannte_t%C3%B6tungsdelikte.pdf\">Beschluss zu TOP II.5<\/a>)\u00a0 der 85. Jus\u00adtiz\u00administerkon\u00adfe\u00adrenz vom 06. November 2014 in Berlin zur \u201eVerbesserung der Qualit\u00e4t der \u00e4u\u00dferen Leichenschau\u201c mittels einer \u201eelektrisierenden\u201c Metapher und sehr zynisch, dass <em>\u201ef\u00fcr jeden verbeulten Kotfl\u00fcgel in Deutschland mehr Aufwand betrieben wird als f\u00fcr einen toten Menschen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ohne wegen der sehr indifferenten Faktenlage letztlich einen Beweis erbringen zu k\u00f6nnen, gehen verschiedene (\u00e4ltere rechtsmedizinische) Studien davon aus, dass es im Verh\u00e4ltnis zwischen erkannten vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdelikten und schon bei der gesetzlich vorgeschriebenen \u00e4rztlichen Leichenschau bei sogenannten \u201enicht-nat\u00fcrlichen Todesf\u00e4lle\u201c nicht erkannten T\u00f6tungsdelikten eine sehr hohe Dunkelziffer (<a href=\"http:\/\/www.kriminalpolizei.de\/ausgaben\/2008\/juni\/detailansicht-juni\/artikel\/zur-problematik-der-aerztlichen-leichenschau-aus-rechtsmedizinischer-sicht.html\">Brinkmann et al.<\/a>, 1997, gingen sogar von einer Dunkelziffer von 1 : 1 aus!) gibt. Das ist und bleibt nicht tolerabel. Auf diesen unertr\u00e4glichen Umstand hinzuweisen und diesen Zustand zu verbessern, hierf\u00fcr sind sowohl das theoretische Konzept als auch die praktischen Hinweise des Buches sehr geeignet.<\/p>\n<p>Das Buch ersetzt sicher nicht das f\u00fcr erfahrene Todesermittler (zus\u00e4tzlich) notwendige Studium rechtsmedizinischer Fachliteratur. Diese werden regel\u00adm\u00e4\u00dfig auch auf eine enge Kooperation mit dem Rechtsmediziner angewiesen sein. Trotzdem muss auch der erfahrene Ermittlungsbeamte sich schon beim \u201eEr\u00adsten Angriff\u201c der M\u00f6glichkeiten und Grenzen rechts\u00admedizinischer Be\u00adfundinterpretationen gegenw\u00e4rtig sein und seinen im Rahmen des \u201eAus\u00adwerteangriffs\u201c zu erstellenden \u201eTatortbefundsbericht\u201c und die Folge\u00ader\u00admitt\u00adlungen daraufhin anpassen \/ ausrichten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die weiter o. g. Zielgruppe der \u201eunerfahreneren Kriminalisten\u201c bietet es durch seinen didaktischen, immer wieder mit praktischen Beispielen und F\u00e4llen angereicherten Aufbau aber die M\u00f6glichkeit, sich spezifisches kriminalistisches Wissen zur zielgerichteten Verdachtssch\u00f6pfung anzueignen und so die indi\u00adviduelle (krimi\u00adnalistische) Erfahrung enorm zu verbreitern. Sehr zutreffend stellt der neue Herausgeber Wirth in seinem Vorwort deshalb im Hinblick auf die von M\u00e4tzler vorgenommene und von ihm fortgef\u00fchrte Anlage des Werkes mit zahlreichen \u201eFallberichten\u201c auch ein Zitat des bekannten Berliner Kriminalisten \/ Juristen und langj\u00e4hrigen Lehrbeauf\u00adtragten am \u201eKrimina\u00adlistischen Seminar\u201c der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin, Hans Schneickert, in den Mittelpunkt:<\/p>\n<p><em>\u201eDie kriminaltaktische Lehre kann selbstverst\u00e4ndlich nicht auf eine Kasuistik verzichten. Auch \u00e4ltere Kriminalf\u00e4lle k\u00f6nnen als Lehrbeispiele ein theoretisches Interesse beanspruchen. Die Ber\u00fccksichtigung der Kriminalgeschichte wird immer von einigem Nutzen sein, weil sie geeignet ist, die Kombinationsf\u00e4higkeit des jungen Kriminalisten anzuregen.\u201c<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Ziel muss es dabei sein, die Schwelle der festgestellten Referenzf\u00e4lle nicht-nat\u00fcrlicher Todesursache zu erh\u00f6hen und bei diesen im Rahmen der Entscheidungshoheit der Staatsanwaltschaft nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stpo\/__159.html\">\u00a7 159 StPO<\/a> die weitere Sach\u00adaufkl\u00e4rung zur Todesursache, ggf. \u00fcber die Anordnung einer gesonderten Lei\u00adchenschau \/ -\u00f6ffnung gem. <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stpo\/__87.html\">\u00a7 87 StPO<\/a> (Umfang gesetzlich bestimmt in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stpo\/__89.html\">\u00a7 89 StPO<\/a>) bzw. \u00fcberhaupt einer Identifizierung des Verstorbenen (vor der Lei\u00adchen\u00ad\u00f6ffnung) gem. <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stpo\/__88.html\">\u00a7 88 StPO<\/a> und die Fest\u00adstellung m\u00f6glicher Fremd\u00adeinwirkung hierbei in die H\u00e4nde von erfahrenen Rechts\u00admedizinern zu geben und mit gr\u00f6\u00dfter Beschleunigung (vgl. <a href=\"http:\/\/www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de\/bsvwvbund_01011977_420821R5902002.htm\">Nr. 36 RiStBV)\u00a0 <\/a>durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Buch ist <strong>in 6. Kapitel<\/strong> gegliedert:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Strafprozessuale Grundlagen der Todesermittlung (s. o.)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Leichenschau und Leichen\u00f6ffnung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Hier werden am Beispiel von (verfremdeten) praktischen Fallbeispielen typische Fehlerquellen im Zusammenhang mit der \u00e4rztlichen Leichen\u00adschau, der Todesbescheinigung, bei der polizeilichen Todesfallermittlung und bei der Bearbeitung von Vermisstensachen benannt und bereits zahlreiche Empfehlungen zur Beseitigung derselben gegeben. Ferner werden allgemeine kriminalistische Grunds\u00e4tze f\u00fcr den \u201eErsten Angriff\u201c in Todesermittlungsf\u00e4llen und f\u00fcr den sogenannten <a href=\"http:\/\/www.gletschertraum.de\/Lehrmaterialien\/06Angriff_Skriptum.pdf\">&#8222;Tatortbefundbericht&#8220;<\/a> (vgl. Ziff. 2.2.5, S. 19 ff.) dargelegt.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Identifizierung unbekannter Toter<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Kapitel legt die strafprozessrechtlichen Vorschriften (s. o. \u00a7 159 StPO) und die relevante polizeiliche Vorschriftenlage (z. B. Polizeidienstvorschrift \/ <a href=\"http:\/\/www.gletschertraum.de\/Lehrmaterialien\/12Skriptum_Vermisste.pdf\">PDV 389<\/a>, Ziff. 3.1 ff.) f\u00fcr den Umgang mit solchen F\u00e4llen dar und beschreibt verschiedene kriminalistische Identifizierungsverfahren.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Kriminalistische Ermittlungen bei Todesf\u00e4llen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In diesem Kapitel werden die bereits dargestellten verschiedenen Ermittlungsphasen (\u201eErster Angriff\u201c, \u201eSicherungs- und Auswerteangriff\u201c, \u201eEreignis- bzw. Tatortbefundbericht\u201c etc.) und die dabei kriminalistisch notwendigen Ma\u00dfnahmen sowie typische Fehlerquellen bei diesen Ma\u00dfnahmen dargelegt.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Die Ph\u00e4nomenologie des nicht nat\u00fcrlichen Todes, dargestellt an F\u00e4llen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Am Beispiel von zahlreichen F\u00e4llen werden in diesem Abschnitt Vorgehensweisen bei T\u00f6tungsverbrechen in Bezug gesetzt zu typischen kriminalistischen\u00a0 Problemstellungen bei der Spurendetektion und \u2013bewertung.<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Aufdeckung rechtlich relevanter Todesf\u00e4lle \u2013 ein Res\u00fcmee<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die (popul\u00e4r-) wissenschaftliche Literatur zur Rechtsmedizin und insbesondere zur Todesfallermittlung hat sich in den letzten Jahren exponentiell erh\u00f6ht. Das zeigt auch, dass derartige Ermittlungen im Fokus \u00f6ffentlicher \/ medialer\u00a0 Aufmerksamkeit stehen. Darunter sind neben wenigen durchaus wertvollen Werken kasuistischer Pr\u00e4gung, die in angemessener Weise auf rechtsme\u00addizinische und strafprozessuale Problemstellungen eingehen, auch viele Schrif\u00adten, die &#8211; fachlich gr\u00f6\u00dftenteils wertlos &#8211; offenkundig nur zur Befriedigung \u201evoyeuristischer\u201c Bed\u00fcrfnisse oberfl\u00e4chlicher Kriminalliteratur zugeneigter Le\u00adser\u00adschaft dienen.<\/p>\n<p>Das vorliegende Werk von M\u00e4tzler \/ Wirth geh\u00f6rt in keine der beiden Kategorien. Es stellt empirisch wie auch rechtsmedizinisch in sehr fundierter Weise wesentliche Problemstellungen bei der \u00e4rztlichen und polizeilichen Leichensachbearbeitung dar. Gerade weil dieses Thema leider weder in der \u00e4rztlichen noch in der (kriminal-)polizeilichen Ausbildung vertieft behandelt wird, ist dieses umfassende Grundlagenwerk wertvoll und geh\u00f6rt mindestens in die Bibliotheken der polizeilichen Aus- und Fortbildungseinrichtungen wie auch als Fachliteratur in die inzwischen bundesweit institutionell verankerten 24\/7-Kriminaldauerdienste der Polizeipr\u00e4sidien. Als didaktisch sehr brauchbar aufgebautes und sehr gut lesbares Grundlagenwerk eignet es sich aber auch f\u00fcr \u00c4rzte, die sich mit der Problematik \u201eLeichenschau\u201c n\u00e4her besch\u00e4ftigen wollen, sehr gut als naturwissenschaftlich-juristische Einstiegslekt\u00fcre.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4dikat: Nach wie vor, auch in der Neuauflage, sehr empfehlenswert!<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe Hinweis auf der <a href=\"https:\/\/www.mohr.de\/buch\/die-schule-franz-von-liszts-9783161541483\">\u00a0Verlags-Website von C. F. M\u00fcller<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.cfmueller.de\/autoren\/Armin-Maetzler\/\">http:\/\/www.cfmueller.de\/autoren\/Armin-Maetzler\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.cfmueller.de\/autoren\/Ingo-Wirth\/\">Prof. Dr. med. Dr. phil Ingo Wirth<\/a> war Gerichtsarzt am Institut f\u00fcr Gerichtliche Medizin an der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin und ab 1990 Hochschuldozent f\u00fcr Kriminalistik \/ Forensische Medizin an der Sektion Kriminalistik der Humboldt-Universit\u00e4t. Ab 1993 lehrte er Kriminalistik an der Fachhochschule der Polizei in Brandenburg und ist Autor und Herausgeber mehrerer Werke bei\u00a0 C. F. M\u00fcller, unter anderem auch des <a href=\"http:\/\/www.cfmueller.de\/Juristische-Ausbildung\/Strafrecht-Strafverfahren\/Kriminalistik\/Rechtsmedizin-Softcover.html\">Bandes &#8222;Rechtsmedizin&#8220;, 3. Auflage 2012<\/a> und hat zahlreiche fachbezogene und allgemein kriminalistische Beitr\u00e4ge, u. a. in der Zeitschrift Kriminalistik (vgl. Jg. 62, 2008, S. 348 ff \u2013 \u201eBeweisf\u00fchrung \u2013 Probleme beim Sexualmord\u201c; Jg. 56, 2002, S. 385 ff. \u2013 \u201eErh\u00e4ngen \/ Suizid oder T\u00f6tungsdelikt\u201c; Jg. 50, 1996, S. 726 ff. \u2013 \u201eSadistischer Knabenm\u00f6rder\u201c; Jg. 61, 2007, S. 660 ff. \u2013 \u201eBrandstiftungsserien\u201c; Jg. 54, 2000, 595 ff., 655 ff., 731 ff. u. 799 ff.\u00a0 \u2013 \u201eZur Kriminalistik als Wissenschaft im System der Kriminalwissenschaften\u201c) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Das Bestattungswesen, in dem das beh\u00f6rdliche Verfahren der \u201eLeichenschau\u201c geregelt ist, liegt in der Regelungskompetenz der jeweiligen Bundesl\u00e4nder (vgl. z. B. <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_bes_text?anw_nr=2&amp;gld_nr=2&amp;ugl_nr=2127&amp;bes_id=5166&amp;aufgehoben=N&amp;menu=0&amp;sg=0#det315552\">\u00a7 9 &#8222;Leichenschau, Todesbescheinigung und Unterrichtung der Beh\u00f6rden&#8220; des Gesetzes \u00fcber das Friedhofs- und Bestattungswesens in NRW vom 17. Juni 2003, zuletzt ge\u00e4ndert durch Gesetz vom 09. Juli 2014<\/a>). Hier werden auch \u201eQualit\u00e4tsanspr\u00fcche\u201c definiert. Weit \u00fcberwiegend ist es so, dass jeder niedergelassene Arzt, unabh\u00e4ngig von evtl. vorhandenen rechtsmedizinischen Kenntnissen, zur Leichenschau verpflichtet sind. Aktuell l\u00e4uft eine Studie zur Verbesserung der Leichenschau <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/article\/891090\/qualitaet-gefordert-saarland-will-bessere-leichenschau.html\">im Saarland<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. z. B. nur Masterarbeit <a href=\"http:\/\/www.hwr-berlin.de\/fileadmin\/downloads_internet\/lb\/forschung\/publikationen\/fb3\/heft48.pdf\">F. Spormann<\/a>, Berlin, 2005, S. 10.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Schneickert, in: Kriminaltaktik mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Kriminalpsychologie, 5., v\u00f6llig umgearbeitete Auflage,1940, Vorwort, S. IV.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>363) M\u00e4tzler, Armin \/ Wirth, Ingo; \u201eTodesermittlung \u2013 Grundlagen und F\u00e4lle\u201c[1]; ISBN: 978-3-7832-0046-1, 434 Seiten, Verlag C. F. 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