{"id":734,"date":"2017-05-26T09:57:42","date_gmt":"2017-05-26T07:57:42","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=734"},"modified":"2017-05-26T09:58:25","modified_gmt":"2017-05-26T07:58:25","slug":"hrsg-karlhans-liebl-empirische-polizeiforschung-xx-polizei-und-minderheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=734","title":{"rendered":"Hrsg.: Karlhans Liebl &#8211; Empirische Polizeiforschung XX: Polizei und Minderheiten"},"content":{"rendered":"<p>Hrsg.: Liebl; Karlhans;<strong> Empirische Polizeiforschung XX: Polizei und Minderheiten,<\/strong> 230 Seiten, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft, Frankfurt am Main, 2017, ISBN 978-3-86676-487-3, 24,90 \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-735 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/empirische_polizeiforschung-107x150.png\" alt=\"\" width=\"107\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/empirische_polizeiforschung-107x150.png 107w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/empirische_polizeiforschung.png 200w\" sizes=\"(max-width: 107px) 100vw, 107px\" \/><\/p>\n<p>Der Sammelband beinhaltet Beitr\u00e4ge der 20. Tagung des <em>Arbeitskreises Empirische Polizeiforschung<\/em>, die im Juli 2016 in Rothenburg\/Oberlausitz (Sachsen) stattfand. Leider verstarb Thomas Ohlemacher, der Mitbegr\u00fcnder des Arbeitskreises, w\u00e4hrend der Planungen f\u00fcr diese Tagung. Vor diesem Hintergrund ist der Band der Erinnerung an ihn gewidmet. In dem Band sind 11 Beitrage zusammengefasst. Zu einigen Autorinnen und Autoren gibt es am Ende des Buches erg\u00e4nzende Hinweise.<!--more--><\/p>\n<p>In dem ersten Beitrag reflektieren Asmus\/Enke ihre eigene Untersuchung aus Sachsen-Anhalt \u00fcber den Umgang der Polizei mit migrantischen Opfern (vgl. Asmus\/Enke 2016). &#8222;Die Studie geht der Frage nach, welche Ursachen und Hintergr\u00fcnde die wiederholt in der \u00f6ffentlichen Kritik stehende mangelnde Sensibilit\u00e4t der Polizei im Umgang mit migrantischen Opfern in Eins\u00e4tzen bei politisch motivierter Kriminalit\u00e4t hat&#8220; (S. 2). In dem Beitrag pr\u00fcfen die Autoren die Belastbarkeit ihrer Interpretation der von ihnen gef\u00fchrten Interviews und Gruppendiskussion anhand von Untersuchungen der Meinungsforschung, der Forschung zum &#8222;Ethnic Profiling&#8220; und zum institutionellen Rassismus (S. 5). Aus polizeiwissenschaftlicher Sicht ist die Distanz zwischen den F\u00fchrungskr\u00e4ften und den &#8222;operativen Kr\u00e4ften&#8220; (S. 10) bemerkenswert und deshalb hervorzuheben. &#8222;Die operativen Kr\u00e4fte f\u00fchlen sich nur noch unter gleichgestellten Kollegen verstanden und sicher&#8220; (S. 10). Demgegen\u00fcber zeigen die F\u00fchrungskr\u00e4fte ein kritisch-distanziertes Verh\u00e4ltnis &#8211; auch in der Au\u00dfendarstellung &#8211; gegen\u00fcber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Am 19. August 2015 kam es zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen in der Landeserstaufnahmestelle Suhl (Th\u00fcringen). Hier\u00fcber berichtete ein Artikel in einer polizeiinternen Zeitschrift. Heike W\u00fcrstl erschlie\u00dft diesen Artikel mit der Methode der objektiven Hermeneutik. Sie m\u00f6chte dabei &#8222;m\u00f6glichst viele kontrastierende Lesarten \u00fcber die Logik der polizeilichen Deutungspraxis aufstellen&#8220; (S. 20). Der Aufsatz zeigt das Untersuchungspotenzial auf, das in der Textanalyse polizeilicher Dokumente steckt. Leider wird die Analyse in diesem Aufsatz zugunsten eines vergleichsweise langen Fazits abgebrochen. Es ist nicht unproblematisch, dass sich der Beitrag auf ein polizeiinternes Dokument bezieht, das f\u00fcr viele Rezipienten nicht zug\u00e4nglich ist. Zudem wird auf ein Dokument des LKA Th\u00fcringen Bezug genommen, das als VS-NfD eingestuft ist und damit ebenfalls nicht verf\u00fcgbar ist; dennoch wird aus dieser Verschlusssache in einer Fu\u00dfnote zitiert (S. 28). Methodische Probleme f\u00fcr forschende Polizisten werden auch in dem Beitrag von Dirk Herzbach deutlich, der Feldforschungen in Stra\u00dfburg betrieb, und einleitend bereits darauf hinweist, dass er als Polizeibeamter &#8222;zahlreiche deutsch-franz\u00f6sische Kooperationsprojekte begleitete&#8220; und zudem als &#8222;Koordinator der deutsch-franz\u00f6sischen Zusammenarbeit&#8220; agiert (S. 41). Vermutlich ergab sich dadurch die Gelegenheit, die &#8218;Verschlossenheit der Police Nationale auf dem Gebiet der Polizeiforschung&#8220; (S. 41) aufzubrechen. Nicht nur deshalb w\u00e4re eine detailliertere Beschreibung und kritische Reflektion der reaktiven Forschungsmethoden w\u00fcnschenswert gewesen. Inhaltlich beruht der Aufsatz auf einem laufenden Promotionsvorhaben, das die Polizeiarbeit in einem Stra\u00dfburger Jugendzentrum untersucht. Es gelingt dem Autor nicht immer, den Untersuchungsgegenstand anschaulich zu erl\u00e4utern. So wird beispielsweise das Angebot im Jugendzentrum Neuhof folgenderma\u00dfen beschrieben: &#8222;So gibt es Angebote in den Bereichen Individuelle Pr\u00e4vention und Nachsorge, Pr\u00e4vention durch Ansprechbarkeit, Ferienprogramme, Pr\u00e4vention durch Teilhabe und Aktion, Pr\u00e4vention an Schulen und Sport&#8220; (S. 51). Im Fazit wird die Pr\u00e4ventionsarbeit der Police Nationale als &#8222;sehr erfolgreich&#8220; beschrieben; worauf dieses Ergebnis beruht, bleibt unklar (S. 56). Leider f\u00e4llt der Aufsatz gegen\u00fcber den vorherigen Beitr\u00e4gen auch durch mehrere Textfehler aus dem Rahmen. Gegenstand des Aufsatzes von Peter Ullrich \u00fcber die polizeilichen Kategorisierungen beziehen sich auf den Bin\u00e4rcode, der sich zwischen dem Normalb\u00fcrger und dem Krawalltouristen bewegt. Die Untersuchung basiert auf Interviews und Feldbeobachtungen von Bereitschaftspolizisten. Ullrich, der auf Probleme beim Feldzugang hinweist (S. 67), kommt zu nicht unproblematischen Ergebnissen: &#8222;Die Sichtweisen von Bereitschaftspolizist\/innen auf Demonstrationen sind gepr\u00e4gt von Unwissen \u00fcber soziale Bewegungen, schematischen Wahrnehmungen von Protestierenden und einer hegemonialen, auch in der Wertorientierung vieler Beamt\/innen angelegten intuitiven sozialen Distanz&#8220; (S. 88). Bereits Asmus\/Enke weisen in ihrem o. a. Beitrag zum Umgang mit migrantischen Opfern bereits auf Anpassungsbedarf bei der polizeilichen Aus- und Fortbildung hin. Im Anschluss berichten K\u00f6rner et al. \u00fcber erste Ergebnisse aus einem deutsch-\u00f6sterreichischen Forschungsprojekt \u00fcber Einflussfaktoren auf die Strafverfolgung bei Zwangsprostitution. Der Beitrag ist deskriptiv angelegt und bietet durch die h\u00e4ufige Bezugnahme auf das Bundeslagebild zum Menschenhandel des BKA wenig Neues. Kritisch zu bewerten ist die unreflektierte Wiedergabe der offiziellen Begr\u00fcndung f\u00fcr das <em>Gesetz zum Schutz von in der Prostitution t\u00e4tigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz &#8211; ProstSchG)<\/em> durch die Autorenschaft, als h\u00e4tte es dazu nicht kontroverse Diskussionen gegeben. Dass das in Kraft treten im Aufsatz f\u00e4lschlicherweise mit &#8222;im Juni 2017&#8220; (richtig: 1. Juli 2017) beschrieben wird, mag dem Redaktionsschluss geschuldet sein. Nach dem sch\u00f6nen vorherigen Beitrag von Ullrich l\u00e4sst eine nahezu triviale Aussage, wonach f\u00fcr die &#8222;nachvollziehbare Darstellung&#8220; der Tatbest\u00e4nde des Menschenhandels (\u00a7\u00a7 232 StGB alt\/neu) &#8222;die Aussage des Opfers unabdingbar&#8220; ist, die Leserschaft staunen. Richtigerweise wird darauf hingewiesen, dass es den sich <em>illegal<\/em> in Deutschland aufhaltenden Zwangsprostituierten oft schwerf\u00e4llt, sich Hilfe suchend an die Polizei zu wenden; deshalb &#8211; und das fehlt im Text &#8211; gibt es Beratungsstellen und Initiativen, da im ersten Schritt die Polizei nicht immer die beste Ansprechpartnerin ist. Auf S. 115 wird dann die Gefahr beschrieben, dass vernehmende Polizisten bei bildungsfernen Opfern zu Generalisierungen neigen k\u00f6nnen. Das Modell hierzu lautet<em>: (A) Ich vernehme ein Opfer, das mich nicht gleich versteht. -&gt; (B) Opfer ist naiv, bildungsfern und widerspricht sich. -&gt; (C) Ich sehe das Strafverfahren als gef\u00e4hrdet und reagiere direktiv, schroff.<\/em> An dieser Stelle darf man jedoch davon ausgehen, dass F\u00e4lle der Zwangsprostitution regelm\u00e4\u00dfig bei Fachkommissariaten bearbeitet werden, die die entsprechenden Problemstellungen kennen sollten. Die Autorenschaft weist sp\u00e4ter selbst darauf hin, dass sich &#8222;einige Dienststellen auf Milieukriminalit\u00e4t [&#8230;] spezialisiert haben (S. 117). Mit der &#8222;Konstruktion von Raumwissen bei der Polizei im Kontext benachteiligter Stadtteile&#8220; besch\u00e4ftigt sich Daniela Hunold. Sie hat sich in der Vergangenheit bereits mit polizeilichen Kontrollpraktiken und Raumwissen auseinandergesetzt und so stellt diese Beitrag einen &#8222;Zusammenschnitt verschiedener, bereits ver\u00f6ffentlichter Ergebnisse dar&#8220; (S. 123, FN 1). Dieser geh\u00f6rt leider zu den k\u00fcrzeren Aufs\u00e4tzen in diesem Sammelband und dieses Bedauern resultiert aus zweierlei Gr\u00fcnden. Erstens handelt es sich um einen der \u00fcberzeugendsten Beitr\u00e4ge. Die Pr\u00e4gnanz des Textes verdient Hochachtung. Zweitens verdeutlicht er anschaulich Aspekte der Entstehung und Bedeutung des polizeilichen Alltagswissens f\u00fcr den Raum und die hieraus sich entwickelnden Kontrollpraktiken. Hier versprechen auch die IT-basierten Kartografierungen (Precops u.a.) wenig Besserung, da dort vorhandenes Wissen weitestgehend reproduziert wird, w\u00e4hrend &#8211; und darauf weist Hunold hin &#8211; komplexere multivariate Analysen mangels Methodenwissen bei der Polizei nur wenig Verwendung finden. Hier wird ein grundlegendes polizeiliches Manko deutlich, denn die zumeist deskriptiven Lagebilder k\u00f6nnen Kausalanalysen nicht ersetzen. Die Prostitution steht dann nochmals im Fokus eines Aufsatzes. Christiane Howe nimmt dabei allerdings die &#8222;Flanierende Polizeiarbeit im Quartier&#8220; in den Blickpunkt. Sie m\u00f6chte dabei die Frage beantworten, wie die Polizei Informationen erh\u00e4lt und zu Wissen verarbeitet. Hierzu wurden Polizisten (es handelt sich wohl um B\u00fcrgerpolizisten oder sog. Kontaktbeamte) begleitet. Aufschlussreich dabei ist, wie Howe &#8211; auch mit Blick auf die vorherige Beschreibung von Hunold &#8211; den Wissensaustausch innerhalb der Polizei beschreibt. Der &#8222;Austausch mit Bezugnahme auf vorliegende allt\u00e4gliche Erfahrungen, Erkenntnisse und vorhandenes Wissen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein zentrales Element der Arbeit [&#8230;] Mit diesen Deutungsprozessen wird Vorliegendes und Vorgefallenes gepr\u00fcft und als wahr oder richtig eingesch\u00e4tzt, wird Wissen legitimiert und geltend gemacht. Fehleinsch\u00e4tzungen und Entt\u00e4uschungen werden durch diese kontinuierliche Reflexion minimiert&#8220; (S. 145). Kleinere Unsch\u00e4rfen ergeben sich, wenn Howe die kommunikative und b\u00fcrgernahe Polizeiarbeit als &#8222;zunehmend&#8220; beschreibt. Eine Begr\u00fcndung f\u00fcr diese Aussage w\u00e4re an dieser Stelle gut gewesen. Die &#8222;Wiederbelebung des Dorfpolizisten&#8220; (Schreiber 2011, 18) ist an sich kein neues Ph\u00e4nomen. &#8222;\u00dcber das Flanieren als eine Methode der empirischen Sozialforschung&#8220; (Legnaro 2010) h\u00e4tte man gerne etwas mehr gelesen. Treffend zitiert Christiane Howe zwar Hartmut Rosa; sie nimmt dabei jedoch Bezug auf den sozialen Wandel und nicht auf Rosas (hier passenderen) Schl\u00fcsselbegriff der Beschleunigung (Rosa 2005). Denn gerade der Beschleunigungsbegriff steht im Kontrast zu dem flanierenden Ordnungsh\u00fcter. In einer Diskussion w\u00fcrde sich zudem anbieten, die Notwendigkeit (oder Zust\u00e4ndigkeit) der Polizei zu thematisieren. Sind diese kommunikativen und anlassunabh\u00e4ngigen Streifeng\u00e4nge im Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Sperrbezirksverordnungen tats\u00e4chlich Aufgabe des Polizeivollzugsdienstes oder nicht doch diejenige der Sicherheitsbeh\u00f6rden bzw. allgemeinen Polizeibeh\u00f6rden? Ausgehend von den bekannten pragmatischen Axiomen Paul von Watzlawicks und der (irrt\u00fcmlichen) These, wonach die Polizei ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellt, pr\u00fcft Lilia Monika Hirsch, weshalb es polizeilicherseits &#8222;oft zu eskalierenden Gewalt- und Konfusionsspiralen&#8220; (S. 162) kommt. Sie nimmt an, dass &#8222;der Grad der Konfusion w\u00e4chst, je weiter das Milieu des handelnden Polizisten von dem Milieu des handelnden B\u00fcrgers entfernt ist&#8220; (S. 163). Das &#8222;angeblich hohe Vertrauen der B\u00fcrger in die Polizei&#8220; (S. 164) wird unter Hinweis auf eine Online-Umfrage von YouGov bekr\u00e4ftigt. Demnach soll &#8222;ein Viertel der Bev\u00f6lkerung in Deutschland\u00a0 [&#8230;] die Aussage, sie h\u00e4tten Vertrauen in zu Polizisten als &#8218;Freund und Helfer'&#8220; verneinen. Hier kann man der Autorin entgegenhalten, dass ein Blick in den etablierten ALLBUS-Datensatz zu anderen Ergebnissen gef\u00fchrt h\u00e4tte (vgl. Guzy 2015; Lauber\/M\u00fchler 2017), auf die man hinweisen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Lena Lehmann nimmt die Bodycam in den Blick, stellt wesentliche Unterschiede zu der Umsetzung in den USA heraus und richtet ihren Fokus auf die Bedeutung f\u00fcr das Racial Profiling. Zwei Aspekte sind hervorzuheben. Zun\u00e4chst der Hinweis, wonach das erste Pilotprojekt in Hessen nicht wissenschaftlich begleitet wurde. Des Weiteren versteckt sich in der Zusammenfassung (S. 188 ff) ein noch weiter zu beleuchtender Aspekt. Die Bodycam als Mittel, dem Autorit\u00e4tsverlust der Polizei entgegenzuwirken, denn in Hamburg erfolgte die Einf\u00fchrung der Bodycam unter anderem mit dem Hinweis auf das respektlose Verhalten gegen\u00fcber Polizisten. Auch an dieser Stelle scheint sich der Begriff der <em>Ordnung<\/em> zu etablieren und m\u00f6glicherweise verschiebt sich hier auch zunehmend der Gewaltbegriff ins Vorfeld. Die soziale Benachteiligung, die sich in der PKS und der Strafvollzugsstatistik widerspiegelt, ist der Aufh\u00e4nger f\u00fcr den lesenswerten Beitrag von Andreas Ruch. Ruch thematisiert die Diskussion, das Opportunit\u00e4tsprinzip auf die polizeilichen Ermittlungen auszuweiten und erl\u00e4utert den Forschungsstand zum &#8222;faktischen Opportunit\u00e4tsprinzip&#8220; (S. 202 ff). Schl\u00fcssig wird zu dem Ergebnis hin argumentiert, wonach [d]die selektive Kontroll- und Ermittlungspraxis gegen\u00fcber Personen aus einer niedrigen sozialen Herkunftsschicht [&#8230;] vor allem auf gesetzgeberische und kriminalstrategische Wertentscheidungen zur\u00fcckzuf\u00fchren&#8220; ist (S. 211). Auf der Grundlage von Interviews von Expertinnen und Experten widmet sich Jana M\u00f6bius abschlie\u00dfend dem noch wenig beachteten Thema der weiblichen Homosexualit\u00e4t innerhalb der Polizei.<\/p>\n<p>Der vielf\u00e4ltig ausgerichtete Sammelband kann in der Gesamtschau empfohlen werden. Besonders hervorzuheben sind die Beitr\u00e4ge von Ullrich, Hunold und Ruch. F\u00fcr den Rezensenten sind bei Sammelb\u00e4nden auch die abschlie\u00dfenden Autorenhinweise von Interesse; in diesem Band fehlen jedoch einige Autorinnen und Autoren. F\u00fcr eine Neuauflage w\u00e4re ein nochmaliges Korrektorat w\u00fcnschenswert. Dabei sollten auch die nicht immer vollst\u00e4ndigen Literaturverzeichnisse erg\u00e4nzt werden (z. B. Hunold, M\u00f6bius).<\/p>\n<p><strong>Verwendete Literatur<\/strong><\/p>\n<p><em>Asmus, H.-J.; Enke, T.: <\/em>Der Umgang der Polizei mit migrantischen Opfern. Eine qualitative Untersuchung, Wiesbaden, 201<\/p>\n<p><em>Guzy, N.: <\/em>Vertrauen in die deutsche Polizei: Risikogruppen und Einflussfaktoren, in: Die kritisierte Polizei, hrsg. von Bernhard Frevel und Rafael Behr, Frankfurt am Main, 2015, S. 13 &#8211; 35<\/p>\n<p><em>Lauber, K.; M\u00fchler, K.: <\/em>Ist das Vertrauen in die Institution Polizei eine Folge politischer Orientierungen? Manuskript, eingereicht &#8211; noch unver\u00f6ffentlicht, Leipzig, 2017<\/p>\n<p><em>Legnaro, A.: <\/em>\u00dcber das Flanieren als eine Methode der empirischen Sozialforschung. Gehen &#8211; Spazieren &#8211; Flanieren, in: sozialersinn, 2\/2010, S. 275 &#8211; 288. Verf\u00fcgbar unter: www.wiso-net.de\/document\/SOSI__194B0CD9DCF2FEF20E92FA04963162DA. Abgerufen am: 21.05.2017.<\/p>\n<p><em>Rosa, H.: <\/em>Beschleunigung. Die Ver\u00e4nderung der Zeitstrukturen in der Moderne, Frankfurt am Main, 2005<\/p>\n<p><em>Schreiber, V.: <\/em>Fraktale Sicherheiten. Eine Kritik der kommunalen Kriminalpr\u00e4vention, Bielefeld, 2011<\/p>\n<p>Rezensiert von: Karsten Lauber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hrsg.: Liebl; Karlhans; Empirische Polizeiforschung XX: Polizei und Minderheiten, 230 Seiten, Verlag f\u00fcr Polizeiwissenschaft, Frankfurt am Main, 2017, ISBN 978-3-86676-487-3, 24,90 \u20ac Der Sammelband beinhaltet Beitr\u00e4ge der 20. Tagung des Arbeitskreises Empirische Polizeiforschung, die im Juli 2016 in Rothenburg\/Oberlausitz (Sachsen) stattfand. Leider verstarb Thomas Ohlemacher, der Mitbegr\u00fcnder des Arbeitskreises, w\u00e4hrend der Planungen f\u00fcr diese Tagung. &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=734\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Hrsg.: Karlhans Liebl &#8211; Empirische Polizeiforschung XX: Polizei und Minderheiten<\/span> <span class=\"meta-nav\">&uarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/734"}],"collection":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=734"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/734\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":737,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/734\/revisions\/737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}