{"id":803,"date":"2017-09-12T09:46:17","date_gmt":"2017-09-12T07:46:17","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=803"},"modified":"2017-09-12T09:46:17","modified_gmt":"2017-09-12T07:46:17","slug":"dirk-kurbjuweit-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=803","title":{"rendered":"Dirk Kurbjuweit &#8211; Angst"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Kurbjuweit, Dirk<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>;<\/em> \u201eAngst\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/strong><strong>;<\/strong> ISBN: 978-3871347290, 256 Seiten, Rowohlt Verlag, Berlin, 2013, Hardcover 18,95 \u20ac, E-Book 16,99 \u20ac, Taschenbuch 9,99 \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-804 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/angst-93x150.png\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/angst-93x150.png 93w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/angst.png 200w\" sizes=\"(max-width: 93px) 100vw, 93px\" \/><\/p>\n<p>Warum bespricht man einen sehr spannenden, sowohl in seiner psychosozialen Anlage beeindruckenden als auch sprachlich eing\u00e4ngigen Kriminalroman aus dem Jahr 2013, wenn er ob seiner Qualit\u00e4ten schon vielfach besprochen wurde (vgl. hierzu nur Fn. 2)? Daf\u00fcr gibt es viele gute (kriminologisch-sozial\u00adwissen\u00adschaftliche \/ kriminaltaktische und -strategische \/ straf- und strafprozess\u00adrechtliche \/ kriminalpolitische wie &#8211; zugegebenerma\u00dfen \u2013 in diesem Fall auch durchaus eigenn\u00fctzige) Gr\u00fcnde. <!--more-->Hier nur einige davon:<\/p>\n<p><strong><u>Kriminalpolitische Komponente des Romans:<\/u><\/strong> Kurbjuweit verarbeitet in diesem spannenden Kriminalroman fiktiv selbst erlebtes \u201eNachstellungs-Verhalten\u201c, stellvertretend am Beispiel einer gutsituierten Akademikerfamilie mit zwei Kindern, aufgrund der losen und im Roman verstreuten Chronologie auf das Jahr 2006 (Februar \u2013 September) zu datieren; Schauplatz ist Berlin. Der Roman spielt also in einer Zeit, in der es den \u00a7 238 StGB &#8211; Nachstellung noch nicht gab<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> und das Gewaltschutzgesetz, seit 2002 in Kraft, zwar zivilrechtlichen Schutz, verbunden mit einer (von Experten allerdings als sachfremd im Zivilrecht verorteten) Strafbe\u00adstimmung in seinem \u00a7 4, aber eben trotzdem kaum aus\u00adreichenden straf\u00adrechtlichen (Opfer-)Schutz bot. Das Gefahrenabwehrrecht in den L\u00e4ndern war zu jener Zeit in diesem Kontext wegen einer notwendigen \u201ekonkreten Gefahr\u201c indirekt noch weitgehend reflexiv auf das Strafrecht bezogen und Opfer h\u00f6rten zu jener Zeit wohl h\u00e4ufig S\u00e4tze wie z. B.: Wieso, es ist doch nichts passiert &#8230;!<\/p>\n<p>Der \u201eNachstellungs-Paragraph\u201c 238 StGB trat erst mit dem 40. Strafrechts\u00ad\u00e4nderungsgesetz am 31.03.2007<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> in Kraft und seither kam es aufgrund der (trotz umfassender Beratung \u201e<u>der<\/u> Kriminalpolitik (gibt es diese \u00fcberhaupt?)\u201c durch die Experten im langwierigen legislativen Geneseprozess) tatbestandlich-dogmatisch eigenwilligen Konstruktion des Ge\u00adsetzes kaum zu Verurteilungen. Mutma\u00dflich h\u00e4tte er schon deshalb auch der Romanfamilie Tiefenthaler, h\u00e4tte es diese zus\u00e4tzliche rechtliche Variante im fiktiven Tatzeitraum in der kurze Zeit sp\u00e4ter in Kraft getretenen Fassung bereits gegeben, wohl nicht wirklich geholfen. Nicht nur aufgrund der statistischen Daten ist deshalb die Aussage erlaubt, dass es sich damals vorwiegend um einen Akt \u201esymbolischer Gesetzgebung\u201c, eine in Paragraphenform gegossene \u201eKompromissformel\u201c aus dem Feinwaschgang parteipolitischer Interessen\u00adfindung handelte, der schon qua dogmatischer Anlage weitgehend wirkungslos verpuffte. Angesichts der in der Vorlage wirksamen emotionalen Kr\u00e4fte \u201eauf dem Spielfeld hochbelastender psychosozialer Ausnahme\u00adsituationen\u201c f\u00fcr die Opfer, die sich bis dato h\u00e4ufig im \u201eGrenzbereich zwischen sozialer Ad\u00e4quanz und Strafw\u00fcrdigkeit\u201c abspielten, ein rechtsstaatlich unertr\u00e4glicher Zustand.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Koalition hat es sich daher im Koalitionsvertrag zur 18. Legislatur\u00adperiode<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> zur Aufgabe gemacht, den offenkundig l\u00fcckenhaften Opferschutz auf diesem Feld zu verbessern<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Dieses Vorhaben haben die Koalition\u00e4re auch tats\u00e4chlich vollzogen und den \u00a7 238 StGB neben dem \u201eGewaltschutzgesetz\u201c und dem \u201eGesetz \u00fcber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)\u201c am 10.03.2017 modifiziert bzw. erg\u00e4nzt in Kraft ge\u00adsetzt.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Diese aktuelle Version h\u00e4tte schon aufgrund der \u00c4nderung des Delikts\u00adcharakters vom <strong>\u201eErfolgsdelikt\u201c<\/strong> zu einem <strong>\u201eGef\u00e4hr\u00addungsdelikt\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/strong> im fiktiven Fall sehr wahrscheinlich polizeiliche \/ justizielle Hilfe impliziert, obwohl das derzeit g\u00fcltige Gesetz wiederum Anlass zu einiger Kritik gibt (etwa die mangelhafte Bestimmtheit bei dem Auffangtatbestand des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__238.html\">\u00a7 238 Abs. 1 Nr. 5<\/a>: \u201e &#8230; eine andere vergleichbare Handlung vornimmt).<\/p>\n<p><u>Normvertrauen \/ Normakzeptanz \/ Gewaltmonopol:<\/u> Der Roman beleuchtet in seiner Anlage au\u00dferdem, vor allem auch durch sein f\u00fcr alle Akteure tragisches Ende, eine weitere zivilgesellschaftlich wichtige Facette. Er bringt durch seine Konstruktion \u201eplastisch\u201c zum Ausdruck, wie wichtig es ist den Betroffenen das Gef\u00fchl zu vermitteln, der Rechtsstaat nehme sich (pr\u00e4ventiv wie auch repressiv) entschlossen der Sorgen und N\u00f6te an, die nachdr\u00fccklich, trotzdem aber sehr rational und angemessen bei verschiedenen Beh\u00f6rden und Institutionen vorgetragen wurden. Andererseits &#8211; und dies wird hier im Besonderen deutlich \u2013 besteht die Gefahr, dass nicht nur die vom Strafrecht so hochgelobte und f\u00fcr wichtig erachtete passive wie aktive Normakzeptanz, sondern auch das Gewaltmonopol des Staates \u00fcber den Verlust des Normvertrauens<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> &#8211; ein Grund\u00adproblem symbolischer Gesetzgebung gerade im Strafrecht &#8211; br\u00fcchig wird.<\/p>\n<p><u>Sicherheitsbeh\u00f6rdliches Versagen durch nahezu v\u00f6llige Unt\u00e4tigkeit in der Romanvorlage:<\/u> Der Roman beschreibt aus der Perspektive eines gutb\u00fcrger\u00adlichen und gutsituierten Familienvaters, wie seine Familie durch das \u201eNach\u00adstellungsverhalten\u201c eines Hausbewohners im Jahr 2006 (im \u00dcbrigen nicht nur aufgrund der damaligen Rechtslage) aus den Fugen ger\u00e4t und wie sich der Protagonist &#8211; bedingt durch das kollektive Versagen \/ die unverst\u00e4ndliche Unt\u00e4tigkeit der Beh\u00f6rden und Institutionen &#8211; zur Selbstjustiz getrieben sieht. Ein praktisch relevantes und realistisches Beispiel? Durchaus! Zwar bleibt die Gesamtdarstellung des \u00e4u\u00dferen Geschehens und vor allem der &#8211; hinsichtlich der dichten inneren Monologe der Protagonisten f\u00fcr den Leser weitgehend gewahr werdenden &#8211; Gef\u00fchlswelt der Darsteller subjektiv; sie ist aber insofern objektivierbar, als sie in sich schl\u00fcssig und objektiv nachvollziehbar ist. Der Roman zwingt den kriminalistisch interessierten Leser nahezu, gedanklich begleitend zum fiktiven Fall ein inter\u00addisziplin\u00e4res, beh\u00f6rden\u00fcbergreifendes kriminalstrategisches Konzept, bestehend aus pr\u00e4ventiven und repressiven Komponenten und basierend auf aktuellen wissenschaftlichen krimino\u00adlogischen, sozialwissenschaftlichen und -psycholo\u00adgischen sowie straf- und strafprozess\u00adrechtlichen Erkenntnissen als Gegenentwurf zu skizzieren. Der Rezensent hat dies auch getan und &#8211; den Roman als begleitende Fallvignette nutzend &#8211; so eine (rechts-)theoretisch begr\u00fcndete und fallpraktisch angereicherte (kriminalstra\u00adtegische) Arbeit (gleichzeitig dissertatio juris) unter dem Titel \u201eGesamte Strafrechts\u00adwissenschaft. Ein fallanalytischer Diskurs am Beispiel eines Kriminalromans\u201cangefertigt, die im Herbst des Jahres<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> \u00a0erscheinen wird. Ein wenig Eigennutz spielt bei dieser Besprechung also durchaus auch eine Rolle.<\/p>\n<p>Gerade am Beispiel dieses komplexen Handlungsgeflechts lassen sich n\u00e4mlich alleine \u00fcber die Verkn\u00fcpfung mit den handelnden Institutionen bzw. Organen der Rechtspflege \u201ede lege lata\u201c, respektive auch \u201ede lege ferenda\u201c, Ansatzpunkte herausarbeiten, bei denen sich die Akteure u. U. auch aus einem limitierten professionellen Selbstverst\u00e4ndnis he\u00adraus, handlungsunf\u00e4hig zeigten. Kurbjuweits fiktiver Plot, ein fast allt\u00e4glicher Geschehensablauf, welcher jedoch durch seine Dauer und zahlreiche von den Protagonisten angelegte Irrwege irgendwann un\u00fcbersichtlich und kaum mehr umfassend psychosozial zu durchdringen ist, weist beispielhaft die Schw\u00e4chen im System der Instanzen der formellen und informellen Sozialkontrolle durch eine evidente Spezialisierung der Institutionen und arbeitsteilige Vorgehensweise der Handelnden nach. Solche beschreibens- und untersuchenswerten Ph\u00e4nomene sind in der Praxis h\u00e4ufig anzu\u00adtreffen, gerade wo verschiedene Professionen mit unterschiedlichen beruflichen Handlungs\u00admustern und \/ oder differierender Wissenschaftsorien\u00adtierung aufein\u00adander\u00adtreffen. Hier helfen gerade oftmals durch Kasuistik unter \u00f6ffentlichem Druck entstandene lokale \/ regionale Ans\u00e4tze, unter der Klammer einer problemzentrierten praktischen und wissenschaftlichen Gesamtsicht, die Professionen bei deren selbstverst\u00e4ndlicher Zieldifferenz dennoch gezielt zu vernetzen. Gut gelungen ist dies in den letzten 15 Jahren (auch unter dem Dach einer \u201eGesamten Strafrechtswissenschaft\u201c &#8211; auch wenn der Terminus isoliert zun\u00e4chst nur die Sichtweise \u201ePr\u00e4vention durch Repression\u201c impliziert) ferner im Rahmen zahlreicher gut untersuchter Projekte Kommunaler Kriminalpr\u00e4vention.<\/p>\n<p><u>Zur Handlung:<\/u> Protagonisten sind das <strong>Ehepaar Randolph und Rebecca Tiefenthaler<\/strong>, er erfolgreicher Architekt mit eigenem B\u00fcro, sie studierte (Bio-) Medizinerin. Sie findet nach der (geplanten) beruflichen Eltern(aus-)zeit nach der Geburt der beiden <strong>gemeinsamen Kinder Paul und Fee<\/strong> (zu Beginn der Handlung ca. 5 und 2 Jahre alt) nicht mehr in den Beruf zur\u00fcck. Das Ehepaar bewohnt eine gro\u00dfz\u00fcgige Eigentumswohnung im Hochparterre (mit eigenem Zugang \u00fcber einen zur Wohnung geh\u00f6renden Gartenanteil) eines unter Denkmalschutz stehenden gepflegten Gr\u00fcnderzeit-Hauses im S\u00fcdwesten Berlins. \u00dcber dem Ehepaar, im zweiten Stock und im Dachgeschoss des Hauses, wohnen zwei weitere Familien als Eigent\u00fcmer.<\/p>\n<p>Im Souterrain wohnt <strong>Dieter Tiberius<\/strong> zur Miete, ein etwa 40-j\u00e4hriger arbeitsloser Informatiker, der (wie sich erst gegen Ende der Vorlage anl\u00e4sslich des Prozesses gegen Randolph Tiefenthalers Vater zeigt) als Kind, nach dem Auszug des an ihm uninteressierten Vaters, mit der alleinerziehenden Mutter unter schwierigen Bedingungen zu Hause und schlie\u00dflich, ab dem neunten Lebensjahr, im Heim aufwuchs. Als kleines, dickleibiges, zugleich aber \u00fcberaus kluges Kind war er dort ein \u201epr\u00e4disponiertes\u201c Opfer f\u00fcr die \u00e4lteren Heimkinder, die ihn als Ventil zum \u201eDruckausgleich\u201c ihrer angestauten eigenen Frustrationen missbrauchten. Er war massiver seelischer, k\u00f6rperlicher und auch sexueller Gewalt ausgesetzt, wurde also \u00fcber lange Zeit massiv viktimisiert und so traumatisiert. Trotzdem schien er nach der Entlassung aus dem Heim sein Leben meistern zu k\u00f6nnen. Er holte das Abitur mit Anfang 20 nach und lie\u00df sich anschlie\u00dfend zum Informatiker ausbilden. Einige Jahre sp\u00e4ter k\u00fcndigte er seine Arbeitsstelle wegen schwerer depressiver St\u00f6rungen, die auf Veranlassung des Sozialamtes, als Tiberius ca. 28 Jahre alt war, auch therapeutisch behandelt wurden (vgl. S. 227), und zog sich seitdem total aus der Gesellschaft zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Herr Tiberius ist zu einem prototypischen, psychopathologischen St\u00f6rer (\u201eStalker\u201c) ohne evidente Gewaltneigung, der das Leben der Familie Tiefenthaler mit seinen sexuellen Anspielungen gegen\u00fcber Frau Tiefenthaler und f\u00e4lschlichen Anschuldigungen (vor allem des sexuellen Missbrauchs der beiden Kinder durch die Eltern Tiefenthaler) in ein \u201eKrisengebiet\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> verwandelt. Die Angst um die k\u00f6rperliche Integrit\u00e4t der Familie, den Familienzusam\u00admenhalt, vor allem aber auch Bedenken wegen des m\u00f6glichen Verlusts des f\u00fcr die Familie Tiefenthaler statusbegr\u00fcndenden Rufs wohlanst\u00e4ndiger \u201eneuer\u201c B\u00fcrgerlichkeit und nicht zuletzt die <strong>Verzweiflung \u00fcber die Ohnmacht des Rechts\u00adstaats w\u00e4hrend eines siebenmonatigen \u201eMartyriums\u201c<\/strong> verwandeln in einem schleichenden Prozess zun\u00e4chst die Gedankenwelt, dann die Haltung, die Rhetorik und schlie\u00dflich auch die Handlungen<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> und damit insgesamt das (innerfamili\u00e4re) wohlanst\u00e4ndige gro\u00dfb\u00fcrgerliche Selbstbild des Ehepaares Tiefenthaler.<\/p>\n<p>Obgleich \u201edie Wohlanst\u00e4ndigkeit (der Familie Tiefenthaler) und die krankhafte Verwahrlosung (des Herrn Tiberius) so klar kontrastieren\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, die konkrete Gefahr einer Eskalation des Geschehensablaufes evident ist, bleibt der Rechts\u00adstaat tatenlos. Alle Versuche, bei der Polizei, dem Jugendamt, dem Sozialamt, den Gerichten und beim Eigent\u00fcmer der Souterrain-Wohnung (dort mittels einer K\u00fcndigung des Mietverh\u00e4ltnisses des Tiberius) die inzwischen angespannte Lage zu entsch\u00e4rfen, verlaufen ergebnislos. Sogar chiffrierte Versuche, etwa bei Freunden wenigstens psychische Unterst\u00fctzung ihrer gedanklichen Konstrukte der gewaltsamen Selbsthilfe im Umgang mit Personen der Kategorie Tiberius` zu erhalten, scheitern kl\u00e4glich. Tiefenthalers verzweifeln fast daran, isolieren sich zusehends untereinander und von ihrem Freundeskreis und es entwickelt sich bei Randolph Tiefenthaler, dem rechtsstaatsgl\u00e4ubigen Pazifisten, ein massiver intrapersonaler Rollenkonflikt. Soll oder muss er die Sache selbst, ggf. sogar mit Gewalt, in die Hand nehmen? Dramaturgisch \u00fcber die Handlung gestreut, scheitern alle diese angedeuteten Ans\u00e4tze, jedenfalls bis zum \u201eKulminationspunkt\u201c der Handlung, entweder an seiner tief verinnerlichten rechtsstaatlichen \u00dcberzeugung, an einer inneren Blockade mutma\u00dflicher bourgeoiser \u00dcberlegenheit, der Feigheit vor dem gef\u00e4hrlichen und unbotm\u00e4\u00dfigen Tun oder ob deren dilettantischer Vorbereitung (vgl. z. B. \u201etschetschenische L\u00f6sung\u201c, S. 203 f.).<\/p>\n<p>Pr\u00e4dispositiv f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeit Randolph Tiefenthalers ist ein latenter <strong>Vater-Sohn-Konflikt (Entfremdung)<\/strong>. Der Vater <strong>Hermann<\/strong>, geb. 1929, ein Waffennarr und aktiver Sch\u00fctze, der beinahe immer und \u00fcberall eine geladene Waffe mit sich herumtr\u00e4gt, versucht seine drei Kinder (zwei S\u00f6hne und eine Tochter) schon fr\u00fch an Waffen zu gew\u00f6hnen. Er nimmt sie schon als Kinder mit in den Sch\u00fctzenverein, verspricht ihnen auch eigene Waffen. Randolph entwickelt dabei eine tiefe Abneigung gegen Waffen und gegen die krankhaft anmutende \u201eManie\u201c des Vaters. Mit knapp 10 Jahren entschlie\u00dft er sich, seinen Vater nicht mehr zum Schie\u00dfplatz zu begleiten. Es kommt zum emotionalen Bruch zwischen den beiden. Der Vater bevorzugt nach Randolphs Ansicht anschlie\u00dfend scheinbar Randolphs \u00e4ltere Schwester und seinen j\u00fcngeren Bruder. Randolph leidet sehr unter der Entfremdung, \u00e4ngstigt sich aber gleichzeitig, der Vater k\u00f6nnte auf ihn oder seinen \u00adBruder Bruno schie\u00dfen, wenn er w\u00fctend wird. Dadurch bedingt verl\u00e4sst er &#8211; zwar studienbedingt, dennoch aber sehr fr\u00fch &#8211; das Haus und entfremdet sich zusehends von seiner Familie.<\/p>\n<p>Die \u201eFallvignette\u201c gewinnt ihre Tiefe durch die Darstellung umfassender \u201einnerer Dialoge\u201c, vor allem des Randolph Tiefenthaler, die dem Leser einen Einblick seiner inneren Zerrissenheit, seiner Hilflosigkeit und Verzweiflung bis hin zum Vertrauensentzug gg\u00fc. seiner Frau erlauben. \u00dcber dieses literarische Stilmittel wird eine tiefgreifende viktimologische Einsicht im Hintergrund eines beinahe allt\u00e4glichen Geschehens, mit einem gewiss hohen Dunkelfeld \u00fcber die durchschnittlich in der PKS erfassten rund 25.000 F\u00e4lle p. a. hinaus, erzeugt. So er\u00f6ffnet der Roman eine sehr viel weitere Perspektive als die einer \u201eAlltagsvorstellung der Kriminalit\u00e4t\u201c, wie sie Walter et al. <a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> als Grundlage ihres \u201eWerkstattberichts\u201c zu sogenannten \u201eAlltagsvorstellungen\u201c nutzen.<\/p>\n<p>Die Geschichte nimmt letztlich eine unerwartete dramaturgische Wendung. Die Eingangsszene beschreibt einen Besuch Randolphs bei seinem Vater im Gef\u00e4ngnis Tegel, wo er, wegen Totschlags an Dieter Tiberius verurteilt, eine 8-j\u00e4hrige Freiheitsstrafe verb\u00fc\u00dft. Tats\u00e4chlich, wie Randolph im Epilog des Buches ausschlie\u00dflich seinem Tagebuch anvertraut, hat aber er den \u201eMord\u201c begangen. Angesichts der verzweifelten Lage seines Sohnes beendete Hermann Tiefenthaler unversehens die zwischen beiden herrschende \u201eSprachlosigkeit\u201c. Der Vater lieferte ihm anl\u00e4sslich eines mehrt\u00e4gigen spontanen Besuchs in Abwesenheit der \u201ewahrscheinlich\u201c nicht eingeweihten Familie eine Pistole aus seiner Sammlung. Er reinigt die Waffe nach der Tat, veranlasst seinen Sohn, sich die H\u00e4nde zu waschen und \u00fcbernimmt gegen\u00fcber der von Randolph verst\u00e4ndigten Polizei die alleinige Verantwortung f\u00fcr die Tat. Trotz offenkundiger Zweifel des ermittelnden Kriminalbeamten wird, der vom Vater beschriebene Tather\u00adgang auch in der Gerichtsverhandlung nicht angezweifelt.<\/p>\n<p><u>Kurze Bewertung:<\/u><\/p>\n<p>Kurbjuweit nimmt den Leser mit auf eine fiktive Reise in zahlreiche intra- und interpersonale, tiefenpsychologische Konflikte. Besonders gewinnbringend er\u00adscheint hierbei die dicht gewobene Beschreibung der Gedankenwelt der Prota\u00adgo\u00adnisten, v. a. des Randolph Tiefenthaler aber auch anderer Charaktere. W\u00e4hrend man bei sich schleichend entwickelnden und dadurch komplexen F\u00e4llen in der Praxis h\u00e4ufig nur den objektiv feststellbaren Tatbestand erheben kann, f\u00fchrt der Protagonist Randolph T. in seinen Gedanken den Leser durch \u201eseine\u201c seelischen Abgr\u00fcnde. Dabei kann man auch die Authentizit\u00e4t durch die subjektive Erfahrung mit diesem Deliktsfeld bei Kurbjuweit deutlich erkennen. Anders als in der Fiktion gewinnt man durch in der Praxis \u00fcbliche, subjektiv eingef\u00e4rbte Rationalisierungsprozesse und dadurch ausgel\u00f6ste Wahrnehmungs\u00adver\u00adzerrungen, sofern man \u00fcberhaupt verwertbare Aussagen der Beteiligten bekommt, kaum ein solch belastbares und dichtes Bild einer intrapersonalen Entwicklung \u201ein die Barbarei\u201c, wie Randolph Tiefenthaler selbst einige Male angesichts seiner und der Entwicklung seiner Frau, trotz vermeintlich b\u00fcrgerlichen Habitus, mit Erschrecken feststellt (vgl. u. a. S. 56, 90, 159, 175, 240).<\/p>\n<p>Durch die geschickt angelegte Dramaturgie, zus\u00e4tzlich mit einem interessanten Spannungsbogen, u. a. versetzt mit zahlreichen Zeitspr\u00fcngen in Kindheit und Adoleszenz der Protagonisten, zeichnet der Roman ein facettenreiches Bild der Pers\u00f6nlichkeiten der fiktiven Hauptdar\u00adsteller. Er liefert ein zwar kontrastreiches, dennoch nur schwer zu ordnendes Konglomerat m\u00f6glicher Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze f\u00fcr die finale \u00dcbersprungshandlung. Die R\u00fcckblenden in die Kindheit und Jugend des Randolph Tiefenthaler, der in b\u00fcrgerlichen und geordneten Verh\u00e4ltnissen aufwuchs, dem jedoch die empfundene Zur\u00fcckweisung durch den schweigsamen, sicherheitsorientierten Vater, einen Waffenfanatiker mit umfangreicher h\u00e4uslicher Sammlung verschiedener Schusswaffen, zusetzt; der vermeintliche Liebesentzug durch den Vater seit der Pubert\u00e4t, den er mit Reaktanz beantwortet; wie auch die kurze Charakterisierung des Werdegangs und des Charakters von Dieter Tiberius m\u00f6gen als beredte Beispiele hierf\u00fcr dienen. Diese Pr\u00e4gungsprozesse erlauben R\u00fcckschl\u00fcsse auf zahlreiche kriminogene, kriminovalente und kriminoresistente Faktoren bei den Protagonisten und auch im Geschehensablauf und machen die engen Bez\u00fcge zur \u201eGesamten Strafrechtswissenschaft\u201c, auch ohne den expliziten Verweis auf die dichten Zusammenh\u00e4nge mit weiteren relevanten Bezugswissenschaften, deutlich.<\/p>\n<p><em>\u201eWas du bist, h\u00e4ngt von drei Faktoren ab: was du geerbt hast (Anlage<\/em><em>), was deine Umwelt aus dir macht (Umwelt) und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast (Autonomie).\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><strong>[15]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Der etwas andere, allerdings wirklich sehr gute Kriminalroman, auch f\u00fcr das (strafrechts-)wissenschaftlich interessierte, kriminologisch-kriminalistische Pub\u00adli\u00adkum unbedingt lesenswerte Roman, den ich jedenfalls in einem Zug n\u00e4chtens verschlungen habe.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen zur Kompletierung: Dirk Kurbjuweit erl\u00e4utert seinen Roman anl. der Verfilmung f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/presseportal.zdf.de\/pressemitteilung\/mitteilung\/zdf-verfilmt-psychothriller-angst-von-dirk-kurbjuweit\/\">ZDF<\/a> (Urauff\u00fchrung in der Reihe Fernsehfilm der Woche voraussichtlich im Herbst des Jahres 2017, von der Produktionsfirma <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/NetworkMovie\/posts\/10154442262039277\">Network Movie<\/a> &#8211; auf FB angek\u00fcndigt f\u00fcr den 16. Oktober) auf <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eT_LONGyfHc\">YouTube<\/a> (hierzu hat er im \u00dcbrigen selbst das <a href=\"http:\/\/www.rowohlt-medienagentur.de\/magazin\/der_feind_im_eigenen_haus_.3470340.html\">Drehbuch<\/a> geschrieben):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Kurbjuweit war viele Jahre Leiter des Hauptstadtb\u00fcros des SPIEGEL in Berlin und ist heute dessen stv. Chefredakteur, Hinweis auf den Kriminalroman auf der Verlags-Website von Rowohlt:\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.rowohlt.de\/hardcover\/dirk-kurbjuweit-angst.html\">https:\/\/www.rowohlt.de\/hardcover\/dirk-kurbjuweit-angst.html<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Der Roman ist vielfach in den Buchbesprechungsseiten renommierter Tageszeitungen besprochen worden, z. B. Matthias Hannemann, \u201eAngriff auf die innere Sicherheit\u201c, FAZ vom 18.02.2013, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/belletristik\/dirk-kurbjuweit-angst-angriff-auf-die-innere-sicherheit-12085222.html\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/belletristik\/dirk-kurbjuweit-angst-angriff-auf-die-innere-sicherheit-12085222.html<\/a>, oder von Lothar M\u00fcller, \u201eWenn sich das Leben in ein Krisengebiet verwandelt\u201c, SZ vom 26.01.2013, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/roman-angst-von-dirk-kurbjuweit-wenn-sich-das-leben-in-ein-krisengebiet-verwandelt-1.1583631\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/roman-angst-von-dirk-kurbjuweit-wenn-sich-das-leben-in-ein-krisengebiet-verwandelt-1.1583631<\/a>, oder von Ijoma Mangold, \u201eEin famili\u00e4rer Waffengang\u201c, ZEIT vom 17.01.2013 bzw. und nicht zuletzt von Richard K\u00e4mmerlings unter dem Titel: \u201eNat\u00fcrlich habe ich ihn erschossen\u201c, in der Welt vom 11.01.2013, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article112714514\/Natuerlich-habe-ich-ihn-erschossen.html\">https:\/\/www.welt.de\/kultur\/literarischewelt\/article112714514\/Natuerlich-habe-ich-ihn-erschossen.html<\/a>. Kurbjuweit, so wird in den meisten Besprechungen klar, hat selbst eine \u201eNachstellungs-Erfahrung\u201c, arbeitet also gewisserma\u00dfen autobiographisch.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. die aussagekr\u00e4ftige Gesetzgebungsdokumentation des BGH zur Genese des \u00a7 238 StGB <a href=\"http:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/DE\/Bibliothek\/GesMat\/WP16\/S\/StRAendG40_Nachstellungen.html\">http:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/DE\/Bibliothek\/GesMat\/WP16\/S\/StRAendG40_Nachstellungen.html<\/a>(zuletzt ge\u00f6ffnet am 25.05.2107).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Bibliothek\/Gesetzesmaterialien\/16_wp\/nachstellungen\/bgbl.pdf;jsessionid=745953AEA9B322427DE149D090B9F350.1_cid368?__blob=publicationFile\">40. Str\u00c4ndG vom 22.03.2007<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/_Anlagen\/2013\/2013-12-17-koalitionsvertrag.pdf?__blob=publicationFile\">&#8222;Deutschlands Zukunft gestalten&#8220; vom 27.11.2013<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> A. a. O., S. 145: \u201eBeim Stalking stehen vielen Strafanzeigen auff\u00e4llig wenige Verur\u00adteilungen gegen- u\u0308ber. Im Interesse der Opfer werden wir daher die tatbestandlichen H\u00fcrden fu\u0308r eine Verurteilung senken. Zudem werden wir Ma\u00dfnahmen zur Kontrolle der Einhaltung von Kontakt- bzw. Na\u0308herungsverboten erarbeiten.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;start=\/\/*%5b@attr_id=%27bgbl117s0386.pdf%27%5d#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s0386.pdf%27%5D__1495721498062\">BGBl., Jahrgang 2017, Teil I, Nr. 11 vom 09.03.2017<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Neben dieser bedeutsamen strafrechtsdogmatischen \u00c4nderung wurde die \u201eNachstellung\u201c im Rahmen der Reform auch aus dem Katalog der Privatklagedelikt in \u00a7 374 StPO gestrichen und ein neuer \u00a7 214 a FamFG \u2013 \u201eBest\u00e4tigung des Vergleichs\u201c mit einem Korrelat zur Strafvorschrift in \u00a7 4 GewaltschutzG eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. hierzu nur den mit hierzu interessanten Beitr\u00e4gen \u201egef\u00fcllten\u201c rechtssoziologischen Sammelband \u201eNormerosion\u201c, bereits 1996 hrsg. von Monika Frommel und Volkmar Gessner bei Nomos,<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Erscheint im Herbst 2017 beim Felix-Verlag Holzkirchen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Treffender Ausdruck: Vgl. SZ vom 26.1.2013: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/roman-angst-von-dirk-kurbjuweit-wenn-sich-das-leben-in-ein-krisengebiet-verwandelt-1.1583631\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/roman-angst-von-dirk-kurbjuweit-wenn-sich-das-leben-in-ein-krisengebiet-verwandelt-1.1583631<\/a>)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0 In Anlehnung an den Talmud-Spruch: \u201eAchte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. die \u201eZEIT\u201c vom 17.01.2013: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/04\/Dirk-Kurbjuweit-Angst-Psychothriller\">http:\/\/www.zeit.de\/2013\/04\/Dirk-Kurbjuweit-Angst-Psychothriller<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Walter et al., 2004<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u00a0 Aldous Huxley, britischer Schriftsteller, * 26. Juli 1894 in Godalming, + 22. November 1963 in Los Angeles, Nachweis bei Lange, 1970, S. 335, allerdings ohne belegten Bezug zur Originalquelle.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurbjuweit, Dirk[1]; \u201eAngst\u201c[2]; ISBN: 978-3871347290, 256 Seiten, Rowohlt Verlag, Berlin, 2013, Hardcover 18,95 \u20ac, E-Book 16,99 \u20ac, Taschenbuch 9,99 \u20ac Warum bespricht man einen sehr spannenden, sowohl in seiner psychosozialen Anlage beeindruckenden als auch sprachlich eing\u00e4ngigen Kriminalroman aus dem Jahr 2013, wenn er ob seiner Qualit\u00e4ten schon vielfach besprochen wurde (vgl. hierzu nur Fn. 2)? &hellip; <a href=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=803\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Dirk Kurbjuweit &#8211; Angst<\/span> <span class=\"meta-nav\">&uarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/803"}],"collection":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=803"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/803\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":805,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/803\/revisions\/805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}