{"id":816,"date":"2017-09-19T22:28:36","date_gmt":"2017-09-19T20:28:36","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=816"},"modified":"2017-09-19T22:28:36","modified_gmt":"2017-09-19T20:28:36","slug":"christoph-safferling-gabriele-kett-straub-christian-jaeger-hans-kudlich4-hrsg-festschrift-fuer-franz-streng5-zum-70-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=816","title":{"rendered":"Christoph Safferling \/ Gabriele Kett-Straub \/ Christian J\u00e4ger \/ Hans Kudlich[4] (Hrsg.) &#8211; Festschrift f\u00fcr Franz Streng[5] zum 70. Geburtstag."},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Safferling, Christoph Prof. Dr. <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/strong><\/em><strong><em> \/ Kett-Straub,\u00a0Gabriele Prof. Dr. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> \/ J\u00e4ger, Christian Prof. Dr. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> \/ Kudlich,\u00a0Hans Prof. Dr. <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> (Hrsg.);<\/em> Festschrift f\u00fcr Franz Streng<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> zum 70. Geburtstag. <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/strong><strong>;<\/strong> ISBN: 978-3-8114-3958-0, 825 Seiten, Verlag C. F. M\u00fcller, Heidelberg, 2017, 259.90 \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-817 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/festschrift_streng_franz-108x150.png\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/festschrift_streng_franz-108x150.png 108w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/festschrift_streng_franz.png 200w\" sizes=\"(max-width: 108px) 100vw, 108px\" \/><\/p>\n<p>Die vier Herausgeber der \u201eopulenten\u201c Festschrift im einem dem zu Ehrenden und dem Anlass angemessenen \u201efeierlichen Gewand\u201c, welche 56 Beitr\u00e4ge (vgl. <a href=\"https:\/\/mediendb.cfmueller.de\/cfmueller\/texte\/inhaltsverzeichnis\/9783811439580_inhaltsverzeichnis_01.pdf\">Inhaltsverzeichnis<\/a> der Festschrift) mit den Themen\u00adschwerpunkten <strong>\u201eMaterielles Straf\u00adrecht\u201c<\/strong>, \u201e<strong>Sanktionenrecht\u201c<\/strong> (neben dem Ju\u00adgendstrafrecht und der Krimi\u00adnologie einer der Forschungsschwerpunkte des Jubilars<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>), \u201e<strong>Jugend\u00adstrafrecht &amp; Kriminologie\u201c<\/strong> und \u201e<strong>Strafverfahrensrecht &amp; Son\u00adsti\u00ad\u00adges\u201c<\/strong> von ins\u00adgesamt 65 Au\u00adtoren vereint, stehen nicht nur aufgrund der Zugeh\u00f6rigkeit zur gleichen Uni\u00adversit\u00e4t mit dem Jubilar, Prof. em. Dr. Dr. h. c. (2010 \u2013 durch die Kapodistrias Universit\u00e4t in Athen) Franz Streng, in enger Verbindung, sie sind ihm auch pers\u00f6nlich eng zugewandt.<!--more--> Fr. Kett-Straub (die zusammen mit dem Jubilar die \u201e<a href=\"https:\/\/www.fk.rw.fau.de\/\">Forschungsstelle<\/a> f\u00fcr Kriminologie und Sanktionenrecht\u201c am Fachbereich Rechtswissenschaft der FAU leitet) und Herr Safferling (von 2002 \u2013 2006) waren au\u00dferdem langj\u00e4hrige (wissenschaftliche) Mitarbeiter bei Herrn Streng. Alle Mitherausgeber haben deshalb auch eigene Beitr\u00e4ge zu der Festschrift beigesteuert.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Welch ausgezeichneten Ruf, ja welch \u00fcberragende wissenschaftlich Reputation Herr Streng in der akademischen (kriminologischen) Welt, insbesondere im Bereich der Kriminologie, der Sanktionsforschung und des Jugendstrafrechts genie\u00dft, zeigt sich nicht nur an der in Umfang, Inhalt, Aufmachung und Herausgeberschaft besonderen Festschrift, sondern auch an den namhaften Autoren. Vertreten sind nicht nur die (ehemaligen) Direktoren und Leiter der namhaftesten kriminolo\u00adgischen Einrichtungen und Lehrst\u00fchle des Landes<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>, sondern dar\u00fcber hinaus sehr viele weitere aktive oder ehemalige hochange\u00adsehene Strafrechtswissenschaftler. Die Beitr\u00e4ge spiegeln gr\u00f6\u00dftenteils die ge\u00adnann\u00adten und bekannten Forschungsinteressen des Jubilars, sodass ich nur einige wenige (nach eigenen Interessen, also relativ willk\u00fcrlich ausgew\u00e4hlt und aus jeder der vier Rubriken nur einen Aufsatz aufnehmend) kurz besprechen m\u00f6ch\u00adte.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>\u201eMaterielles Strafrecht\u201c \u2013 Dieter D\u00f6lling <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Prof. Dr. Dieter D\u00f6lling<\/strong> war Mitglied der f\u00fcnfzehnk\u00f6pfigen <a href=\"http:\/\/www.bmjv.de\/DE\/Ministerium\/ForschungUndWissenschaft\/ReformToetungsdelikte\/ReformToetungsdelikte_node.html\">Expertengruppe<\/a>, die im Auftrag von Bundesjustizminister Heiko Maas eine Empfehlung zur Reform der T\u00f6tungsdelikte erarbeitet und im <a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Artikel\/DE\/2015\/06292015_Expertengruppe_Toetungsdelikte.html\">Juni 2015<\/a> an StS Dr. Hubig vom BMJV \u00fcbergeben hat. Hierzu liefert er seinen Beitrag <em>\u201eZur Reform der Strafvorschriften \u00fcber die vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdelikte\u201c<\/em> der Festschrift zu (S. 3 \u2013 12).<\/p>\n<p>BJM <strong>Heiko Maas<\/strong> hierzu in einer Presseerkl\u00e4rung: \u201e<em>Die T\u00f6tungsdelikte des Strafgesetzbuchs sind historisch schwer belastet. Der Mordparagraph ist bis heute vom Ungeist der Nazi-Ideologie gepr\u00e4gt. Wir wollen ein modernes Recht, das frei ist von der Sprache der Nazis; die Empfehlungen zum Reformbedarf bei der jetzigen Terminologie, die auf einen T\u00e4tertypus zielt, nehmen wir daher dankbar auf. Es geht darum, der Rechtsprechung Gesetze an die Hand zu geben, aus denen heraus gerechte Urteile im Einzelfall m\u00f6glich sind \u2013 und nicht wie bislang gerechte Urteile den Gesetzen auf Umwegen abgetrotzt werden m\u00fcssen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Die Kritik des BMJ betrifft demnach Wortlaut, Systematik und Inhalt der Vorschriften der \u00a7\u00a7 211 \u2013 213 StGB, deren Handlungssubjekte, der \u201eM\u00f6rder\u201c und der \u201eTotschl\u00e4ger\u201c, noch auf der im Dritten Reich entwickelten und heute \u00fcberholten T\u00e4tertypen-Lehre beruhen<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>. Gleichwohl hat die Kriminalpolitik dieses \u201ehei\u00dfe Eisen\u201c in der 18. Legislatur\u00adperiode nicht mehr angefasst (hierzu war im <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/_Anlagen\/2013\/2013-12-17-koalitionsvertrag.pdf?__blob=publicationFile\">Koalitionsvertrag<\/a> allerdings auch nichts ausgesagt).<\/p>\n<p>Nicht wie in der geltenden Fassung der \u201eT\u00e4tertyp\u201c, sondern die \u201eTaten\u201c bed\u00fcrfen angemessener Strafe. Deshalb weist D\u00f6lling eingangs auch auf die mit dem AT des StGB verkn\u00fcpfte, sich insbesondere auf <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__28.html\">\u00a7 28 Abs. 1 und 2 StGB<\/a> und das systematische Verh\u00e4ltnis zwischen den \u00a7\u00a7 211 und 212 beziehende Problematik zurecht hin. Wesentliche weitere Problemstellungen sind<\/p>\n<ul>\n<li>die Diskrepanz zwischen Rechtsprechung und der hM in der Literatur, wonach einerseits die \u00a7\u00a7 211, 212 StGB selbstst\u00e4ndige Tatbest\u00e4nde darstellen, w\u00e4hrend die Literatur anderseits in \u00a7 211 eine Qualifikation des \u00a7 212 sehe,<\/li>\n<li>das \u201eExklusivit\u00e4ts-Absolutheits-Verh\u00e4ltnis\u201c, wonach das Hinzutreten eines Mordmerkmals <strong><u>zwingend<\/u><\/strong> eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich zieht, obwohl es durchaus Mordf\u00e4lle gebe, nach deren Schuldgehalt eine lebenslange Freiheitsstrafe nicht schuldangemessen sei, sodass der <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Gericht=BGH&amp;Datum=19.05.1981&amp;Aktenzeichen=GSSt%201%2F81\">BGH<\/a> mindestens f\u00fcr \u201eHeimt\u00fcckef\u00e4lle\u201c (z. B. \u201eHaustyrannen-Fall\u201c) eigens eine gesetzlich nicht fixierte und deshalb in der Literatur umstrittene \u201e<strong>Rechtsfolgenl\u00f6sung<\/strong>\u201c \u00fcber den Strafrahmen des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__49.html\"> 49 Abs. 1 StGB<\/a> kreiert habe,<\/li>\n<li>au\u00dferdem sei die Strafmilderungsvorschrift des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__213.html\"> 213 StGB<\/a> wegen der angenommenen Konturenlosigkeit der Generalklausel des \u201esonstigen minder schweren Falls\u201c der Kritik ausgesetzt und<\/li>\n<li>die Mordmerkmale \u201eniedere Beweggr\u00fcnde\u201c, \u201eHeimt\u00fccke\u201c und \u201eVer\u00addeckungs\u00adabsicht\u201c (letzteres Merkmal will D\u00f6lling, s. u., jedoch trotz Bedenken erhalten) seien in der Praxis schwierig zu handhaben und bed\u00fcrften der Reformulierung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der \u201eKriminologe\u201c D\u00f6lling n\u00e4hert sich der L\u00f6sung \u00fcber den Blick auf kriminologische Untersuchungen \u00fcber die vors\u00e4tzliche T\u00f6tungsdelinquenz und h\u00e4lt fest, dass \u201edie Erscheinungsformen der vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdelikte vielf\u00e4ltig seien und die Delikte im Schuldgehalt erheblich variierten. Da es sowohl Umst\u00e4nde gebe, die den Unrechts- und Schuldgehalt eines vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdeliktes erh\u00f6hen, als auch solche, die Unrecht und Schuld mindern, sei ein dreistufiges L\u00f6sungsmodell, (wie folgt) am besten geeignet.\u201c Au\u00dferdem will er aus grunds\u00e4tzlichen Erw\u00e4gungen zur Rechtsklarheit und Einhegung bestimmter Tathandlungen die Tatbestandsmerkmale des \u00a7 211 grds. neu ordnen. Aus diesen \u00dcberlegungen heraus schl\u00e4gt er folgende, im Vergleich mit den \u201ealten\u201c \u00a7\u00a7 <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__211.html\">211<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__212.html\">212<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__213.html\">213<\/a> StGB z. T. erheblich modifizierte, inhaltlich und formal gut f\u00fcr die rechtspolitische Debatte in der 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages diskussionsf\u00e4hige Neufassung vor:<\/p>\n<ul>\n<li><strong><em> 211 StGB &#8211; Mord<\/em><\/strong><\/li>\n<li><em>Wer einen anderen Menschen t\u00f6tet, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft, wenn er<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier, mutwillig oder aus krasser Selbstsucht,<\/em><\/p>\n<p><em>mehrere Menschen, einen schutzlosen Menschen, hinterh\u00e4ltig, grausam oder mit gemeingef\u00e4hrlichen Mittel,<\/em><\/p>\n<p><em>um eine andere Straftat zu erm\u00f6glichen oder zu verdecken,<\/em><\/p>\n<p><em>einen Menschen wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens oder seiner religi\u00f6sen oder politischen Anschauung,<\/em><\/p>\n<p><em>oder unter Verletzung sonstiger fundamentaler Prinzipien der Rechtsordnung (hiermit will D\u00f6lling insbesondere \u201eterroristische Gewalttaten\u201c erfassen)<\/em><\/p>\n<p><em>t\u00f6tet. <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Liegen au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde vor, welche die Schuld des T\u00e4ters erheblich mindern, ist auf Freiheitsstrafe nicht unter f\u00fcnf Jahren zu erkennen.<\/em><\/li>\n<li><strong><em> 212 StGB &#8211; Totschlag<\/em><\/strong><\/li>\n<li><em>Wer einen anderen Menschen t\u00f6tet, ohne dass ein Mord vorliegt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter f\u00fcnf Jahren bestraft.<\/em><\/li>\n<li><em>In besonders schweren F\u00e4llen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.<\/em><\/li>\n<li><strong><em> 213 StGB \u2013 Minder schwerer Fall des Totschlags<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn der T\u00e4ter<\/em><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><em>Ohne eigene Schuld durch eine ihm oder einem ihm nahe stehenden Menschen zugef\u00fcgte Misshandlung oder schwere Beleidigung, von dem get\u00f6teten Menschen zum Zorn gereizt oder in eine vergleichbar heftige Gem\u00fctsbewegung versetzt und hierdurch auf der Stelle zur Tat hingerissen wird,<\/em><\/li>\n<li><em>Aus Verzweiflung handelt, um sich oder einen ihm nahe stehenden Menschen aus einer ihm ausweglos erscheinenden und allgemein begreiflichen Konfliktlage zu befreien,<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>oder<\/em><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><em>Wenn sonst ein minder schwerer Fall vorliegt.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>\u201eSanktionenrecht\u201c \u2013 Hans-J\u00f6rg Albrecht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Prof. Dr. Hans-J\u00f6rg Albrecht <\/strong>besch\u00e4ftigt sich getreu des von Jescheck gesetzten Mottos am MPICC in Freiburg, \u201eStrafrecht und Kriminologie unter einem Dach\u201c seit geraumer Zeit u. a. auch mit der <em>\u201eEmpirischen Strafzu\u00admessungsforschung\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a><\/em> und versucht damit die theoretische, rechtsdogma\u00adtische Debatte zur Strafzwecklehre durch empirisch-kriminologische Elemente und Einfl\u00fcsse sach- und praxisgerecht fortzuentwickeln.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang untersucht und vergleicht er (in der f\u00fcr eine Festschrift gebotenen K\u00fcrze, S. 185 &#8211; 199) die deutsche Strafzumessungs- und -vollzugspraxis mit der anderer L\u00e4nder (allerdings, anders als Streng, der h\u00e4ufig im Querschnitt arbeitete, im L\u00e4ngsschnitt), vor allem jener in den USA. Hierbei widerlegt er die g\u00e4ngigen und vielfach in \u00f6ffentlichen Berichterstattungen unreflektiert 1:1 \u00fcbertragenen Annahmen, auch hierzulande h\u00e4tten sich Muster strafender Kriminalpolitik, versinnbildlicht mit den Begriffen \u201epunitive turn\u201c oder des \u201egoverning through crime\u201c, demnach also eine neue \u201eLust am Strafen\u201c wie in einer Blaupause des US-amerikanischen Justizsystems \u00fcbertragen. Insofern widerspricht er Streng in gewisser Weise, der &#8211; jedenfalls in seinen regelm\u00e4\u00dfigen empirischen Quer\u00adschnitts\u00aduntersuchungen (vgl. Fn. 7, 2014) &#8211; einen Zuwachs an Punitivit\u00e4t erkennt. Allerdings, er st\u00fctzt seine Aussagen im Wesentlichen auf die Auswertung sehr grob gehaltener nationaler justizieller Statistiken und europ\u00e4ischer Surveys, h\u00e4lt er fest, dass es nach wie vor an \u201el\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume abdeckenden nationalen L\u00e4ngsschnittuntersuchungen in Europa und insbe\u00adson\u00addere in Deutschland fehle\u201c. V. a. gebe es einen signifikanten Mangel an Forschungsarbeiten, die sich detailliert mit Entwicklungen und Ver\u00e4nderungen richterlichen Strafens und der Strafzumessung befassen. Dennoch, in Deut\u00adschland gebe es eine \u201ebemerkens\u00adwerte Stabilit\u00e4t in der Strafenpraxis\u201c und &#8211; jedenfalls im Besonderen f\u00fcr den Bereich des Jugend\u00adstrafvollzugs &#8211; auch eine signifikante Tendenz der Abnahme (im Jugendstraf\u00advollzug von 2000 \u2013 2015 von \u2013 50%, bei den Erwachsenen im gleichen Zeitraum von immerhin \u2013 20%), wobei statistisch nicht ganz klar sei, ob dies nicht auch an einer restriktiveren Entlas\u00adsungs\u00adpraxis liege. In der deutschen Strafjustiz, und das ist in der Tat \u2013 f\u00fchrt man sich die z. T. scharfe Sicherheits- und Strafrhetorik der Kriminalpolitik vor Augen \u2013 beachtenswert, gebe es \u201etrotz einer nur recht allgemeinen Entschei\u00addungs\u00adregel in <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__46.html\">\u00a7 46 StGB<\/a> und deutliche Ermessens- und Beurteilungsspielr\u00e4ume belassenden besonderen Normen in den \u00a7\u00a7 <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__46a.html\">46a<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__47.html\">47<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__56.html\">56<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__57.html\">57<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__57a.html\">57a<\/a> StGB offensichtlich Stabilit\u00e4t und Konsistenz\u201c, also \u201estabile Strafzumessungsmuster\u201c, die seit langer Zeit stabil in einem L-Verteilungsschema angelegt seien. F\u00fcr eine \u201eeffektive Begrenzung punitiver Ausschl\u00e4ge\u201c gebe es v. a. im Vergleich mit dem amerikanischen Strafrecht auch durch unterschiedliche \u201emateriell- und verfah\u00adrens\u00adrechtliche Rahmenbe\u00addingungen\u201c gute Gr\u00fcnde, z. B.<\/p>\n<ul>\n<li>das im Vgl. fehlende System wirksamer und nicht aussetzbarer Freiheitsstrafe erzwingender Mindeststrafen,<\/li>\n<li>das Fehlen einer allgemeinen R\u00fcckfallsch\u00e4rfungsregel,<\/li>\n<li>die systematische Einf\u00fchrung von unbenannten minder schweren F\u00e4llen, die in allen F\u00e4llen einer hohen Mindeststrafandrohung f\u00fcr den Grundfall zur\u00fcck in den Bereich aussetzungsf\u00e4higer Freiheitsstrafe f\u00fchren,<\/li>\n<li>ausgiebige Begr\u00fcndungspflichten als Grundlage f\u00fcr eine effektive \u00dcber\u00adpr\u00fc\u00adfung auch der Strafzumessung durch Obergerichte,<\/li>\n<li>strafprozessuelle Anreize f\u00fcr konsensorientierte Verfahrensregelungen (u. a. das Strafbefehlsverfahren etc.),<\/li>\n<li>eine effektive Obergrenze der zeitigen Freiheitsstrafe bei 15 Jahren sowie eine effektive Regelung der Gesamtstrafenbildung, die eine Festsetzung von separat und nacheinander vollstreckbaren Einzelstrafen verhindert und, nicht zuletzt,<\/li>\n<li>ein zweispuriges Sanktionensystem, welches strafrechtlich zwischen pr\u00e4\u00adventiven und repressiven Funktionen unterscheidet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unklar sei dabei aber, inwiefern hierbei die \u201eSicherheitsventiltheorie\u201c Has\u00adsemers, n\u00e4mlich die Regelung z. B. der Sicherheitsverwahrung als \u201efreiheits\u00adentziehender Ma\u00dfregel der Besserung und Sicherung\u201c <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__66.html\">(\u00a7\u00a7 66 ff StGB<\/a>)\u00a0 bzw. die \u201eUnterbringung in der Psychiatrie\u201c (<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__63.html\">\u00a7 63 StGB<\/a>), \u00fcber die \u201edas in der Kriminalpolitik und in der Gesetzgebung sowie in der Strafjustiz \u00fcberschie\u00dfende Sicherheits- und Straferwartung in kontrollierter Weise (und deshalb im Hinblick auf die Anwendung hoch selektiv) austreten k\u00f6nne\u201c, sich neben einer derart restriktiv schulddeterminierten Strafe auswirke. Die Daten der Strafverfolgungs\u00adstatistik erlaubten jedenfalls keinen direkten Test dieser Hypothese. Nur im Bereich der seit Jahren die kriminalpolitische und \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> in besonderer Weise erregenden \u201eStraftaten gegen die sexuelle Selbst\u00adbe\u00adstim\u00admung lie\u00dfe sich tendenziell die Sicherheitsventilhypothese nachwei\u00adsen.\u201c<\/p>\n<p>Letztlich gebe es in Deutschland starke gesetzliche und im Rahmen justizieller Sozialisation angelegte \u201eResilienzfaktoren\u201c, die \u00dcbersprungs\u00adhand\u00adlungen in der Strafzumessungs- und -vollzugspraxis nachhaltig zu verhindern helfen. Dazu geh\u00f6ren (als st\u00fctzender Begleitfaktor) nicht nur der nachhaltige Einsatz des BVerfG f\u00fcr eine resozialisierungsfreundliche Gestaltung des Strafens, sondern offenbar vor allem auch die effektive Selbstkontrolle der Justiz, die zu einer starken Bindung an vergangene und die oberen Strafrahmenbereiche vermei\u00addende Strafpraktiken f\u00fchre. Gerade letzteren Mechanismus k\u00f6nne man durchaus als \u201evergleichenden empirischen Standard\u201c bezeichnen, schon weil der BGH bereits in einer Entscheidung aus dem Jahr <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Gericht=BGH&amp;Datum=13.09.1976&amp;Aktenzeichen=3%20StR%20313%2F76\">1976<\/a> festlegte, dass &#8211; wegen der weiten Fassung der gesetzlichen Tatbest\u00e4nde &#8211; die meisten F\u00e4lle im unteren Bereich des Strafrahmens eigeordnet werden m\u00fcssten und hierdurch f\u00fcr die Instanzgerichte ein wirksamer \u201eBegr\u00fcndungszwang\u201c in Gang gesetzt werde. Das deutsche System des Strafens, so Albrecht, reagiere deshalb &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; nur sehr z\u00e4h auf \u201eexterne Anforderungen oder Anreize, sondern greife (in erster Linie) auf die (bew\u00e4hrten) intern produzierten Muster zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Apropos \u201eSicherheitsventil\u201c: In Bezug auf das Ma\u00dfregelrecht und insbesondere die Sicherheitsverwahrung mahnen in einem weiteren Beitrag <strong>Prof. Dr.<\/strong> <strong>Feltes und Dr. Alexy<\/strong> (S. 213 \u2013 228) \u2013 \u00fcbrigens im Einklang mit dem Jubilar \u2013 aus Gr\u00fcnden der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit und des geringstm\u00f6glichen Eingriffs zu \u00e4u\u00dferster Zur\u00fcckhaltung bei der Anordnung freiheitsentziehender Ma\u00dfregeln. Ferner seien die Bedingungen im Ma\u00dfregelvollzug drastisch zu ver\u00e4ndern und Therapieressourcen auszubauen. Sogar eine Abschaffung der zweiten Spur des deutschen Strafrechts verbunden mit wirksamen therapeutischen Angeboten f\u00fcr psychisch kranke Straft\u00e4ter wird von Feltes und Alexy vor allem mit einem Hinweis auf das Beispiel Italiens thematisiert<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, die Streng zwar im Grundsatz f\u00fcr vertretbar, wenngleich f\u00fcr unrealistisch h\u00e4lt.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>\u201eJugendstrafrecht &amp; Kriminologie\u201c \u2013 Matthias Jahn<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> und Charlotte Schmitt-Leonardy<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In ihrem Beitrag <em>\u201eReintegration durch Strafe?\u201c<\/em> (S. 499 \u2013 518) stellen die beiden Autoren in An\u00adlehnung an die Studentenbefragungen Strengs fest, dass der Resoziali\u00adsierungszweck (selbst im Jugendstrafrecht und obwohl durch verfassungs\u00adgerichtliche Rechtsprechung [vgl. z. B. nur BVerfGE aus dem Jahr 1972, <a href=\"http:\/\/www.servat.unibe.ch\/dfr\/bv033001.html\">33, 1 [8]<\/a>, wieder aufgegriffen im Jahr 2006 zum Jugendstrafvollzug in <a href=\"http:\/\/www.servat.unibe.ch\/dfr\/bv116069.html\">BVerfGE 116, 69 [89 f.]<\/a> und mit der klassischen Formulierung der \u201eLebach-Entscheidung\u201c aus dem Jahr 1973 in <a href=\"http:\/\/www.servat.unibe.ch\/dfr\/bv035202.html\">BVerfGE 35, 202 [235 f.]<\/a>, in j\u00fcngerer Zeit (2006 und wieder aufgegriffen in <a href=\"http:\/\/www.servat.unibe.ch\/dfr\/bv117071.html\">BVerfGE 117, 71 [112]<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2012\/03\/rs20120327_2bvr225809.html\">130, 372 [390]<\/a>] vielfach best\u00e4tigt \u2013 vgl. hierzu nur den Hinweis im Beitrag Albrechts) an Akzeptanz verloren habe und sie versuchen dieser Entwicklung nachzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Resozialisierung als Strafzweck gehe naturgem\u00e4\u00df mit einer <strong>gro\u00dfen Begr\u00fcn\u00addungs\u00adhypothek<\/strong> (nicht nur, weil sie neben den Individualgrundrechten ans Art. 2 Abs. 1 i. V. m. 1 Abs. 1 GG sich von der Gemeinschaft her betrachtet auf das Sozialstaatsprinzip st\u00fctzt) einher und war \/ ist traditionell theoretischer Natur. Gerade durch die beobachtbaren Defizite im Strafvollzug (insbesondere im Hinblick auf die eingebrachte und auszubauende \u201eMoralkompetenz\u201c der Inhaftierten) ergebe sich allerdings eine zus\u00e4tzliche argumentative Bringschuld. Keinesfalls, schon wegen des Bezugs zur Menschenw\u00fcrdegarantie, sei der Strafzweck \u201eResozialisierung\u201c nur ein \u201eblo\u00dfer Reflexeiner gesellschaftlich n\u00fctzlichen Strategie\u201c, sondern ein \u201eintrinsisch motivierter Eigenwert des rechtsstaatlichen Systems der Strafe\u201c. Unter Bezugnahme und ausschlie\u00dfender Abw\u00e4gung verschiedener inhaltlicher und rechtsdogmatischer Begr\u00fcndungs\u00adschemata zur folgenorientierten Strafzwecklehre er\u00f6ffnen Jahn und Schmitt-Leonardy andeutungsweise eine (noch nicht v\u00f6llig ausdifferenzierte) praktische Perspektive zur Manifestierung des Resozialisierungsge\u00addankens im Strafrecht \u00fcber eine st\u00e4rkere Folgenorientierung in der Strafzu\u00admessung (\u201eStrafzumes\u00adsungsl\u00f6sung\u201c \u2013 zu deren Diskussionsstand Jahn und der Mitherausgeber Kudlich am Beispiel Der \u201eTatprovokation durch V-Leute\u201c auch in der JR 2016, 54 [60 ff.] berichten).<\/p>\n<p>Schon vor dem Hintergrund von j\u00e4hrlich rund 50.000 Entlassungen aus dem Strafvollzug m\u00fcsse aus pragmatischen Gr\u00fcnden <strong>Resozialisierung als kriminalpolitisches Anliegen <\/strong>(rechtlich, finanziell und methodisch)<strong> deutlich ernster genommen werden<\/strong>, denn die Qualit\u00e4t des gesellschaftlichen Zusammenlebens h\u00e4nge auch entscheidend davon ab, dass sieh die Perzeption von \u201eStrafe \u2013 wof\u00fcr?\u201c verlagert auf <strong>\u201eStrafe \u2013 wozu?\u201c<\/strong>, so die Autoren abschlie\u00dfend.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>\u201eStrafverfahrensrecht &amp; Sonstiges\u201c \u2013 Hans-Ullrich Paeffgen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Beitrag <em>\u201eGesetzgebers Geisterbahnen mit echten Fallt\u00fcren. Oder: Ter\u00adrorismus-\u201eBek\u00e4mpfung\u201c zur gesamten Hand\u201c<\/em> (S. 725 \u2013 742) \u00fcbt Prof. em. Dr. Hans-Ullrich Paeffgen<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Kritik an der deutschen Gesetzgebung zur Terroris\u00admusbek\u00e4mpfung, insbesondere am Beispiel des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__89c.html\">\u00a7 89c StGB<\/a>.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Neben dem Normgeneseprozess, inklusive der die Anlage und den Inhalt der Vorschrift in keiner Weise ver\u00e4ndernden Expertenanh\u00f6rung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages, kritisiert er die Vorschrift v. a. dogmatisch aufgrund deren Charakters der \u201eVorverlegung der Vorverlegung\u201c einer Strafbarkeit.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Obgleich nicht zu bestreiten sei, welch essentielle Rolle die Finanzierung f\u00fcr die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung staatsgef\u00e4hrdender Gewalttaten spiele, d\u00fcrfe rechtsdogmatisch nicht unber\u00fccksichtigt bleiben, dass ein hinreichender deliktischer Bezug au\u00dferhalb der \u2013 materiell \u2013 allgemeinen, im Grundsatz nach \u00a7 27 Abs. 1 strafbaren Beihilfe (methodologisch korrekt, d. h., gem. den allgemeinen Beteiligungsstrukturen), im Rahmen einer sog. Vor\u00adfeldstraf\u00adbarkeit nur in \u00e4u\u00dferst eng gesetzten Grenzen angenommen werden k\u00f6nne. Beihilfe werde hier in t\u00e4terschaftliches Handeln gewandelt, womit aber auch die Strafrahmensenkung des \u00a7 27 Abs. 2 StGB umgangen werde und der Gesetzgeber damit \u2013 trotz gro\u00dfen Gestaltungsspielraums \u2013 mit \u201eUnrechts\u00adkategorien (in unzul\u00e4ssiger Weise) herumspiele\u201c. Ferner kritisiert er die Gestaltung der Tatbestandsmerkmale, insbesondere die Alternative \u201esammeln\u201c, welche sowohl das \u201eAnsammeln\u201c wie auch das \u201eEinsammeln\u201c beinhalte. Hinsichtlich der Unteralternative \u201eAnsammeln\u201c sei s. E. wohl die Grenze zum \u201eGesinnungsstrafrecht\u201c bereits \u00fcberschritten. Au\u00dferdem sei durch den Verzicht auf die in der alten Fassung des Tatbestandes in\u00a7 89a Abs. 1 Nr. 4 noch vorhandene Einschr\u00e4nkung auf die \u201eErheblichkeit der Verm\u00f6genszuwendung\u201c ein evidenter Versto\u00df gegen die Notwendigkeit anzunehmen, schon aus Gr\u00fcnden vermeidbaren \u00dcberma\u00dfes zwischen Rechtsvoraussetzungs- und Rechtsfolgen-Seite eine nachvollziehbare Relation herzustellen. Die \u201eAuffang\u00adkon\u00adstruktionen\u201c \u00fcber \u00a7 89c Abs. 5 bzw. 6 neu \u2013 einem \u201eminder schwerer Fall\u201c bzw. die \u201ezwingende Minderung\u201c oder das \u201efakultative Absehen\u201c von Strafe sei kein ausreichend rechtsstaatliches strafrechtsdogmatisches Korrelat. So werde im \u00dcbrigen auch die M\u00f6glichkeit eines pr\u00e4ventiv-polizeilichen Einsatzes massiver strafprozessualer Grundrechts-Eingriffe massiv erweitert (vgl. z. B. nur <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stpo\/__100a.html\">\u00a7 100a Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1a StPO<\/a>).<\/p>\n<p>In seinem Fazit \u00e4u\u00dfert sich Paeffgen auch unter Bezug auf einen Beitrag von Z\u00f6ller zur \u00fcberschie\u00dfenden \u201eSymbolik\u201c des Tatbestandes. Hier handele es n\u00e4mlich explizit nicht um \u201esymbolisches Strafrecht\u201c, denn dieses sei \u201ewohlklingend, aber funktionslos, weil zur Untauglichkeit ausgeh\u00f6hlt.\u201c Die \u00a7\u00a7 89a ff. StGB seien hingegen \u201eerschreckend funktional \u2013 nur nicht im strafrechtlichen Sinne\u201c. Hierzu h\u00e4lt er fest, der Tatbestand des \u00a7 89c neu sei \u201ewortreich, aber (strafrechtsdogmatisch) objektiv substanzarm\u201c und an dessen Beispiel werde die Gefahr offenbar, das \u201eStrafrecht unter der Hand in ein Sicherheitsrecht zur gesamten Hand umzuwandeln.\u201c Ein harter Vorwurf eines liberalen Konservativen an die Adresse der Regierungskoalition\u00e4re, denen er in diesem Zusammenhang \u201eBestrafungsfuror\u201c (in Wirklichkeit jedoch \u201edas Bestreben nach fr\u00fchestm\u00f6glichen Informationen \u00fcber etwaige mutma\u00dfliche \u201aTerroristen\u2019\u201c \u2013 allerdings, in der Notwendigkeit vom Autor anerkannt, nur an dieser Stelle mit in Ausma\u00df, Anlage und Tiefe falschem Mittel) vorwirft.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend zur\u00fcck zum Geehrten. Die Herausgeber und die zahlreichen akademischen Freunde und Weggef\u00e4hrten mit ihren ansprechenden Aufs\u00e4tzen und Beitr\u00e4gen ehren den Jubilar, Prof. Dr. Dr. h. c. Franz Streng, mit einer ihm nicht nur optisch, sondern vor allem auch thematisch und inhaltlich durchg\u00e4ngig w\u00fcrdigen, zu einem erheblichen Teil seine Forschungsinteressen spiegelnde (wobei gerade deshalb nochmals der erkleckliche Umfang der Beitr\u00e4ge zu erw\u00e4hnen ist) und auf sein &#8211; hoffentlich noch lange nicht abgeschlossenes \u2013 sehr beachtliches \u201eLebenswerk\u201c reflektierenden \u201egro\u00dfen\u201c Festschrift. Er hat sie sich auch wirklich redlich verdient!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.str1.rw.fau.de\/lehrstuhl\/lehrstuhlinhaber\/\">Prof. Dr. Christoph Safferling, LL.M. (LSE)<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und V\u00f6lkerrecht an der Friedrich-Alexander Universit\u00e4t (FAU) Erlangen-N\u00fcrnberg, im \u00dcbrigen wie Prof. Dr. D\u00f6lling auch Mitglied der Expertengruppe zur <a href=\"http:\/\/www.bmjv.de\/DE\/Ministerium\/ForschungUndWissenschaft\/ReformToetungsdelikte\/ReformToetungsdelikte_node.html\">\u201eReform der T\u00f6tungsdelikte\u201c<\/a> des BMJV, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.str4.rw.fau.de\/lehrstuhl\/kett-straub\/\">Prof\u2019in Dr. Gabriele Kett-Straub<\/a> (apl.), Institut f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Krimi\u00adnologie an der FAU, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.str3.rw.fau.de\/team\/lehrstuhlinhaber\/\">Prof. Dr. Christian J\u00e4ger<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medizinstrafrecht an der FAU, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.str2.rw.fau.de\/lehrstuhl\/kudlich\/\">Prof. Dr. Hans Kudlich<\/a>, Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie, zugleich seit Oktober 2016 Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakult\u00e4t der FAU, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.fk.rw.fau.de\/\">Prof. em. Dr. Dr. h. c. Franz Streng <\/a>, seit 2013 Leiter (aktuell gemeinsam mit Frau Prof\u2019in Klett-Straub) der Forschungsstelle f\u00fcr Kriminologie und Sanktionenrecht an der FAU, <a href=\"https:\/\/www.fk.rw.fau.de\/files\/2017\/08\/Vita-2016.pdf\">Vita<\/a> des Jubilars, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Hinweis auf der Website des <a href=\"https:\/\/www.cfmueller.de\/Juristische-Wissenschaft\/Strafrecht\/Allgemeines\/Festschrift-fuer-Franz-Streng-zum-70-Geburtstag-Hardcover.html\">Verlags C. F. M\u00fcller<\/a>, zuletzt abgerufen am 15.09.2017.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Hier sind (auszugsweise) die Links zu den letzten B\u00fcchern des Jubilars: <a href=\"http:\/\/www.beck-shop.de\/Streng-Jugendstrafrecht\/productview.aspx?product=17231955&amp;pac=sem-shop&amp;adword=google\/RDSA\/RDSA&amp;gclid=CjwKCAjw9O3NBRB3EiwAK6wPTyuD9p_4ttBDG8V8_iIZHBlewI_6GK6xM4h339UX8bOCcWHo5OWyohoCnKgQAvD_BwE\">Jugendstrafrecht<\/a> (4. Auflage 2016); <a href=\"http:\/\/www.beck-shop.de\/Kett-Straub-Streng-Strafvollzugsrecht\/productview.aspx?product=16088502\">Strafvollzugsrecht<\/a>\u00a0 (2016, zusammen mit Frau Kett-Straub); <a href=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/books\/2014_Kriminalitaetswahrnehmung_und_Punitivitaet_Fischer.pdf\">Kriminalit\u00e4tswahrnehmung und Punitivit\u00e4t im Wandel<\/a> (8. Auflage 2014 \u2013 der Jubilar f\u00fchrt diese Studie unter Jura-Studienanf\u00e4ngern bereits seit 1979 fortlaufend durch); <a href=\"http:\/\/www.beck-shop.de\/Streng-Strafrechtliche-Sanktionen\/productview.aspx?product=9850768&amp;pac=sem-shop&amp;adword=google%2fFremdtitel_Shop_2%2faut%3aStreng_ctr%3akur_res%3afremd_p%3a9850768_tit%3aStrafrechtliche-Sank&amp;gclid=CjwKCAjw9O3NBRB3EiwAK6wPT9r\">Strafrechtliche Sanktionen<\/a> (3. Auf\u00adlage 2012); nach wie vor f\u00fchrt Herr Streng in jedem Semester zusammen mit <a href=\"http:\/\/www.psych1.phil.uni-erlangen.de\/team\/\">Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. L\u00f6sel<\/a>\u00a0 (bis 2011 Lehrstuhl f\u00fcr Klinische Psychologie und Psychotherapie an der FAU) und <a href=\"http:\/\/www.lsdiagnostik.phil.uni-erlangen.de\/stemmler\">Herrn Prof. Dr. Stemmler<\/a>\u00a0 (Lehrstuhl f\u00fcr psychologische Diagnostik, Methoden\u00adlehre &amp; Rechtspsychologie an der FAU) das interdisziplin\u00e4re <a href=\"https:\/\/www.fk.rw.fau.de\/files\/2017\/08\/RP_Kolloquium_Programm-SoSe-17.pdf\">\u201eRechtspsychologische Kolloquium\u201c<\/a> an der FAU zu aktuellen kriminologischen Themen\u00adstellungen durch und ist nach wie vor als Mitglied im <a href=\"https:\/\/www.justiz.bayern.de\/justizvollzug\/justizvollzug-in-bayern\/kriminologischer-dienst\/\">Fachbeirat des Kriminologischen Dienstes<\/a> der Bayerischen Justiz, als Mitglied im <a href=\"http:\/\/www.bezirkskliniken-mfr.de\/unsere-standorte\/erlangen\/behandlungsangebot\/forensische-psychiatrie\/\">Ma\u00dfregelvollzugsbeirat der Forensischen Psychiatrie<\/a> der Fachklinik am Europakanal in Erlangen, (war langj\u00e4hriges) Mitglied (f\u00fcr den Bereich Rechtswissenschaft und Kriminologie) im <a href=\"http:\/\/www.dvjj.de\/ueber-die-dvjj\/vorstand-geschaeftsfuehrender-ausschuss-der-dvjj\">\u201eGesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Ausschuss der Deutschen Vereinigung f\u00fcr Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen\u201c<\/a> (DVJJ) und ist nach wie vor Erster Vorsitzender der <a href=\"http:\/\/www.dvjj.de\/bagen-und-regionalgruppen\/landes-und-regionalgruppen\">Regionalgruppe Nordbayern der DVJJ<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <strong>Safferling<\/strong> in der Rubrik \u201eJugendstrafrecht &amp; Kriminologie\u201c einen Beitrag zu \u201eWilhelm Dallinger: NS-Kontinuit\u00e4t in der fr\u00fchen Bundesrepublik und die Auswirkungen auf die Reform des Jugendstrafrechts\u201c; <strong>Kett-Straub<\/strong> in der Rubrik \u201eSanktionenrecht\u201c einen Beitrag zur F\u00fchrungsaufsicht mit dem Titel \u201eTotgeglaubte leben l\u00e4nger. Eine kritische Bilanz der F\u00fchrungsaufsicht (\u00a768 ff. StGB) und der Strafbarkeit von Weisungsverst\u00f6\u00dfen (\u00a7 145a StGB)\u201c; <strong>J\u00e4ger<\/strong> ebenfalls in der Rubrik \u201eSanktionenrecht\u201c einen Beitrag zu den \u201eWech\u00adselbeziehungen zwischen Tatbestand und Strafzumessung unter besonderer Ber\u00fcck\u00adsichtigung der Regelbeispielsmethode. Zugleich eine Betrachtung zur Bedeutung der strafzumessungsorientierten Auslegung\u201c; <strong>Kudlich<\/strong> einen Beitrag in der Rubrik \u201eMaterielles Strafrecht\u201c zum Thema: \u201eVon R\u00fcckschaufehlern, Gutsherren und Gutsverwaltern. Die Schwie\u00adrigkeit der strafrechtlichen Pr\u00fcfung unternehmerischer Entscheidungen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> So z. B. die Direktoren der <strong>beiden \u00e4ltesten deutschen Institute f\u00fcr Kriminologie<\/strong>, <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-tuebingen.de\/professoren_und_dozenten\/kinzig\">Prof. Dr. J\u00f6rg Kinzig<\/a> aus <strong>T\u00fcbingen<\/strong> mit einem \u201eSpiegelbeitrag\u201c zu den T\u00fcbinger Studierenden\u00adbefragungen hinsichtlich der \u201eWerteorientierungen und kriminalpolitischer Einstellungen zuk\u00fcnftiger Juristinnen und Juristen\u201c (in dem er die Ergebnisse der beinahe gleich gestalteten Untersuchungen des Jubilars im Wesentlichen best\u00e4tigt, vgl. Fn. 7, zuletzt ver\u00f6ffentlicht 2014) und <a href=\"http:\/\/www.uni-heidelberg.de\/institute\/fak2\/krimi\/doelling.html\">Prof. Dr. Dieter D\u00f6lling<\/a> aus <strong>Heidelberg<\/strong> (wo Streng promovierte, danach wissenschaftlicher Assistent bei den Prof. Leferenz und dessen Nachfolger Kerner war, 1983 habilitierte und von 1985 \u2013 1987 seine erste Professur f\u00fcr Kriminologie und Jugend\u00adstrafrecht antrat) mit einem Beitrag \u201eZur Reform der Strafvorschriften \u00fcber die vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdelikte\u201c (Herr D\u00f6lling geh\u00f6rte \u00fcbrigens auch der vom BMJV im Mai 2014 eingesetzten <a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Artikel\/Abschlussbericht_Experten_Toetungsdelike_Uebersicht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Expertengruppe zur Reform der T\u00f6tungsdelikte<\/a> an, berichtet also nicht nur fachlich h\u00f6chst wertvoll zu dieser Themenstellung, die allerdings in der 18. Legislaturperiode vom Gesetz\u00adgeber nicht mehr angefasst wurde); der <strong>Direktor<\/strong> des <strong>Instituts f\u00fcr Kriminologie<\/strong> an der Universit\u00e4t zu <strong>K\u00f6ln<\/strong>, <a href=\"http:\/\/www.kriminologie.uni-koeln.de\/neubacher.html\">Prof. Dr. Neubacher<\/a> mit einem Beitrag zur \u201eSituational Action Theory\u201c (vgl. hierzu ders. et al. auch in <a href=\"https:\/\/www.nomos-elibrary.de\/10.5771\/0934-9200-2013-1-79\/die-situational-action-theory-sat-jahrgang-25-2013-heft-1\">NK 25 (2013), Heft 1, S. 79 \u2013 92<\/a>); der <strong>Direktor<\/strong> (der Abteilung Kriminologie) des <strong>Max-Planck-Instituts f\u00fcr ausl\u00e4n\u00addisches und internationales Strafrecht<\/strong> in Freiburg, <a href=\"https:\/\/www.mpicc.de\/de\/home\/albrecht.html\">Hans-J\u00f6rg Albrecht<\/a> mit einem Beitrag zur \u201eEmpirischen Straf\u00adzumessungsfor\u00adschung\u201c; der <strong>Direktor<\/strong> des <strong>Kriminologischen For\u00adschungsinstituts Nieder\u00adsachsen e. V<\/strong>., <a href=\"http:\/\/kfn.de\/kfn\/institut\/wissenschaftlerinnen\/prof-dr-thomas-bliesener-direktor\/\">Prof. Dr. Thomas Bliesener<\/a>, mit einem Beitrag zu \u201eSanktionsbed\u00fcrf\u00adnissen in der Bev\u00f6lkerung\u201c; <a href=\"http:\/\/www.kriminologie.ruhr-uni-bochum.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=134:feltes-thomas-prof-dr&amp;catid=46:professoren&amp;Itemid=259&amp;lang=de\">Prof. Dr. Thomas Feltes<\/a> vom <strong>Lehrstuhl f\u00fcr Kriminologie, Kriminal\u00adpolitik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, <\/strong>zusammen mit Alexy und einem Beitrag zu \u201ePsychisch kranken Straft\u00e4tern\u201c; der Leiter der Abteilung f\u00fcr Kriminologie, Jugendstraf\u00adrecht und Strafvollzug an der <strong>Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/strong>, <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/prof.+dr.+dr.+h.c.+j\u00f6rg-martin+jehle+\/567775.html\">Prof. Dr. J\u00f6rg-Martin Jehle<\/a>, mit einem Beitrag zu den \u201eGrenzen der Spezial\u00adpr\u00e4vention am Beispiel der Ma\u00dfregeln\u201c sowie z. B. die <a href=\"https:\/\/rsf.uni-greifswald.de\/lehrstuehle\/ehemalige-lehrstuehle\/strafrecht\/lehrstuhl-duenkel\/\">Prof. em. Dr. Frieder D\u00fcnkel<\/a> (Universit\u00e4t <strong>Greifswald<\/strong>), <a href=\"http:\/\/www.uni-giessen.de\/fbz\/fb01\/fbz\/fb01\/professuren-forschung\/professuren\/emeritierte\">Prof. em. Dr. Arthur Kreuzer<\/a> (Universit\u00e4t <strong>Gie\u00dfen<\/strong>), <a href=\"http:\/\/www.krim.unibe.ch\/ueber_uns\/personen\/prof_dr_kunz_karl_ludwig\/index_ger.html\">Prof. em. Dr. Karl-Ludwig Kunz<\/a> (Universit\u00e4t <strong>Bern<\/strong>), <a href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/fb01\/lehrstuehle\/strafrecht\/roessner\/index_html\">Prof. em. Dr. Dieter R\u00f6ssner<\/a> (Institut f\u00fcr Kriminalwissenschaften, Universit\u00e4t <strong>Marburg<\/strong>), <a href=\"http:\/\/www.jura.uni-muenchen.de\/personen\/s\/schoech_heinz\/index.html\">Prof. em. Dr. Heinz Sch\u00f6ch<\/a> (LMU <strong>M\u00fcnchen<\/strong>) oder <a href=\"https:\/\/cms.uni-konstanz.de\/jura\/heinz\/zur-person\/\">Prof. em. Dr. Wolfgang Heinz<\/a> (von der Universit\u00e4t Konstanz, wo Streng seinen zweiten Lehrstuhl hatte und auch Dekan war).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0 Gesetz zur \u00c4nderung des Reichsstrafgesetzbuches vom 0.09.1941, RGBl. I, S. 549.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Bspw. mit seinen Beitr\u00e4gen zu (strafrechts-)theoretischen Konzeptionen unter Einbe\u00adziehung empirischer Befunde \u201eStrafzumessung bei schwerer Kriminalit\u00e4t im Vergleich\u201c (<a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/view\/j\/zstw.1990.102.issue-3\/zstw.1990.102.3.596\/zstw.1990.102.3.596.xml\">ZStW 102 [1990], Heft 3<\/a>), fortgef\u00fchrt und erweitert in Buchform: \u201eStrafzumessung bei schwerer Kriminalit\u00e4t: eine vergleichende theoretische und empirische Studie zur Herstellung und Darstellung des Strafma\u00dfes\u201c, <a href=\"http:\/\/www.worldcat.org\/title\/strafzumessung-bei-schwerer-kriminalitat-eine-vergleichende-theoretische-und-empirische-studie-zur-herstellung-und-darstellung-des-strafmasses\/oclc\/797515151?referer=&amp;ht=edition\">1995 herausgegeben bei Duncker &amp; Humblot, Berlin<\/a>. Er pl\u00e4diert darin jeweils \u201ef\u00fcr eine andere Ausrichtung und Grundlage der Strafzumessungstheorie. Hinsichtlich der Strafzwecke sollten die Ergebnisse der empirischen Sanktionsforschung in ihrer pr\u00e4ventiven Orientierung ber\u00fccksichtigt werden. Die Perspektive der Strafzumessungsforschung m\u00fcsse kriminologisch erweitert werden, beispielsweise durch Untersuchungen von Bedingungen der Gleichm\u00e4\u00dfigkeit in der Strafzumessungsentscheidung.\u201c\u00a0Die Studie zeichne sich in geradezu idealer Art und Weise durch eine Integration sowohl von Strafrecht und Kriminologie als auch von Theorie und Praxis aus, so die Kritiken damals.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0 Duttge et al. (NJW [2004], S. 1065 \u2013 1072 [1072]) haben diese Entwicklung als \u201eTreibstoff des Motors der Kriminalpolitik\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u00a0 Insbesondere unter Bezug auf die Anh\u00f6rung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundesta\u00adges vom 15.02.2016 und die hierbei von Experten vorgetragenen Besorgnis der Unvereinbarkeit des geplanten Umgangs mit psychisch kranken Straft\u00e4tern in Deutschland mit internationalen Konventionen, vor allem der <a href=\"https:\/\/www.behindertenrechtskonvention.info\/\">UN-BRK<\/a>. In Italien gebe es nach der Schlie\u00dfung der psychiatrischen Anstalten ein gut funktionierendes System einer gemeindenahen ambulanten psychiatrischen Versorgung mit Behandlungszentren in mehreren Teilen einer Stadt, in denen nur in Krisenf\u00e4llen auch eine ein- bis zweiw\u00f6chige station\u00e4re Aufnahme m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-frankfurt.de\/44949022\/jahn\">Prof. Dr. Matthias Jahn<\/a> legt diesen Beitrag zusammen mit seiner wissenschaftlichen Mitar\u00adbei\u00adterinnen, <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-frankfurt.de\/46098164\/Team\">Dr. Charlotte Schmitt-Leonhardy<\/a> vor.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jura.uni-bonn.de\/lehrende\/emeriti\/\">Emeritierter Lehrstuhlinhaber f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsgeschichte<\/a>\u00a0 am Institut f\u00fcr Strafrecht der Universit\u00e4t Bonn.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Welcher als ein \u201eerweiterter Abk\u00f6mmling\u201c bezeichnet werden kann, da er im Rahmen des Gesetzes zur \u00c4nderung der Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgef\u00e4hrdenden Gewalttaten (<a href=\"http:\/\/www.bundesgerichtshof.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Bibliothek\/Gesetzesmaterialien\/18_wp\/GVVG-AendG\/rege.pdf?__blob=publicationFile\">GVVG-\u00c4ndG<\/a> \u2013 vgl. <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;start=%252F%252F*%255B%2540attr_id=%2527bgbl115s0926.pdf%2527%255D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl115s0926.pdf%27%5D__1505562192151\">BGBl Jahrgang 2015, Teil I, Nr. 23 vom 19.06.2015, S. 926 ff.<\/a>) aus dem \u00a7 89a Abs. 2 Nr. 4 a. F., nun als selbstst\u00e4ndiger Tatbestand, modifiziert \u201eentstand\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a>\u00a0 Der wahren Intention der Vorschrift d\u00fcrfte, so der Autor, wohl Kubiciel (in: <a href=\"https:\/\/www.klostermann.de\/Kubiciel-Michael-Die-Wissenschaft-vom-Besonderen-Teil-des-Strafrechts\">\u201eDie Wissenschaft vom Besonderen Teil des Strafrechts\u201c, 2013, S. 235<\/a>) nahekommen, der unterstellt, diese diene dazu sich gegen Personen zu richten, \u201edie durch Finanzie\u00adrungshilfen als Gef\u00e4hrder auffallen\u201c \u2013 und um \u201edem Pfad des Geldes zu folgen, um auf diese Weise weiterer Personen habhaft zu werden, die an der Anschlagplanung beteiligt sind\u201c, &#8211; beides \u201efraglos traditionsreiche Aufgaben des Strafrechts\u201c, wie Paeffgen s\u00fcffisant anmerkt.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Safferling, Christoph Prof. Dr. [1] \/ Kett-Straub,\u00a0Gabriele Prof. Dr. [2] \/ J\u00e4ger, Christian Prof. Dr. [3] \/ Kudlich,\u00a0Hans Prof. Dr. [4] (Hrsg.); Festschrift f\u00fcr Franz Streng[5] zum 70. 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