{"id":884,"date":"2018-02-14T10:16:27","date_gmt":"2018-02-14T09:16:27","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=884"},"modified":"2018-02-14T10:17:47","modified_gmt":"2018-02-14T09:17:47","slug":"strafvollzugsgesetze-feest-johannes-lesting-wolfgang-lindemann-michael-hrsg-rezensiert-von-andreas-ruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=884","title":{"rendered":"Strafvollzugsgesetze &#8211; Feest, Johannes \/ Lesting, Wolfgang \/ Lindemann, Michael (Hrsg.) &#8211; Rezensiert von: Andreas Ruch"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Strafvollzugsgesetze;<\/em> Feest, Johannes \/ Lesting, Wolfgang \/ Lindemann, Michael (Hrsg.), 7. Aufl. K\u00f6ln;<\/strong> 2017, 1923 Seiten, 168,00 \u20ac, ISBN 9783452284464<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-886 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/strafvollzugsgesetze-113x150.png\" alt=\"\" width=\"113\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/strafvollzugsgesetze-113x150.png 113w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/strafvollzugsgesetze.png 200w\" sizes=\"(max-width: 113px) 100vw, 113px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Reihe \u201eAlternativkommentare\u201c unterscheidet sich von klassischer Kommentarliteratur dadurch, dass zur Erl\u00e4uterung des Gesetzestextes neben Rechtsprechung, Literatur und Gesetzesmaterialien auch rechtstats\u00e4chliche Erkenntnisse herangezogen werden. Dieser Blick \u00fcber den juristischen Tellerrand ist vor allem im Strafvollzugsrecht von Bedeutung. Denn in kaum einem anderen Rechtsgebiet greift der Staat derart unmittelbar und intensiv in die Grundrechte der B\u00fcrger ein, zuvorderst namentlich durch die Entziehung der Freiheit. <!--more-->Dem Staat steht im Strafvollzug eine in der Regel von vielf\u00e4ltigen pers\u00f6nlichen und sozialen Problemlagen betroffene Personengruppe gegen\u00fcber, die durch fehlende Rechts- und Beschwerdemacht in der Wahrnehmung ihrer Interessen eingeschr\u00e4nkt ist. Das Weggesperrt-Sein geht dabei mit einem Verlust von Sichtbarkeit einher. F\u00fcr Au\u00dfenstehende ist es nur unter gro\u00dfer Anstrengung m\u00f6glich, Einblicke in die Welt des Strafvollzugs zu erlangen und das staatliche Handeln auf den Pr\u00fcfstand zu stellen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die vorgenannten Umst\u00e4nde in klassischen Kommentaren zum Strafvollzugsgesetz allenfalls im Vorwort oder am Rande aufgegriffen werden, r\u00e4umt der Alternativkommentar zum Strafvollzugsgesetz ihnen traditionell breiten Raum ein. So auch in der hier zu besprechenden 7. Auflage, in der im Anschluss an die Erl\u00e4uterung des Gesetzestextes auf besondere Vollzugsformen (Sicherungsverwahrung und Sozialtherapie) sowie auf besondere Personengruppen (z.B. Ausl\u00e4ndische Gefangene, Drogenabh\u00e4ngige Gefangene, Frauen im Strafvollzug, Menschen mit Behinderung) eingegangen wird. Der AK-StVollzG kann hier neben seiner inhaltlichen auch seine personelle St\u00e4rke ausspielen. Neben versierten Praktikern aus Anwaltschaft, Gerichten, Ministerien und Vollzug kommen Vertretern nicht-juristischer Disziplinen, insbesondere der sozialen Arbeit, zu Wort. Gerade hierdurch wird der Anspruch der Reihe \u201eAlternativkommentare\u201c umgesetzt, auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Rechtsanwendung stattfindet, abzubilden.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den klassischen Bereich der Rechtsanwendung im Umgang mit Beh\u00f6rden und Gerichten ist der AK-StVollzG eine wertvolle Arbeitshilfe. Im Hauptteil des Buches werden die landesrechtlichen Vorschriften und die nach der F\u00f6deralismusreform in Kraft gebliebenen bundesrechtlichen Regelungen (v.a. zum Rechtsschutz) kommentiert. Der Aufbau ist trotz der unterschiedlichen landesrechtlichen Regelungssystematiken nachvollziehbar und benutzerfreundlich. Als Gliederung wird auf den Musterentwurf eines Landesstrafvollzugsgesetzes zur\u00fcck gegriffen, unter dem die einzelnen Landesgesetze erl\u00e4utert werden.<\/p>\n<p>Das Gesamtpaket \u00fcberzeugt daher auch in der 7. Auflage des AK-StVollzG. Wer in der allt\u00e4glichen Rechtsanwendung eine klassische Gesetzeskommentierung ben\u00f6tigt, wird ebenso f\u00fcndig wie derjenige, der auf Materialien zur rechtstats\u00e4chlichen Situation in Deutschen JVAs zur\u00fcckgreifen m\u00f6chte. Genau hierin liegt die St\u00e4rke der Reihe \u201eAlternativkommentare\u201c.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Andreas Ruch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Strafvollzugsgesetze; Feest, Johannes \/ Lesting, Wolfgang \/ Lindemann, Michael (Hrsg.), 7. Aufl. K\u00f6ln; 2017, 1923 Seiten, 168,00 \u20ac, ISBN 9783452284464 &nbsp; Die Reihe \u201eAlternativkommentare\u201c unterscheidet sich von klassischer Kommentarliteratur dadurch, dass zur Erl\u00e4uterung des Gesetzestextes neben Rechtsprechung, Literatur und Gesetzesmaterialien auch rechtstats\u00e4chliche Erkenntnisse herangezogen werden. 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