{"id":906,"date":"2018-03-06T08:38:03","date_gmt":"2018-03-06T07:38:03","guid":{"rendered":"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=906"},"modified":"2018-03-06T08:38:03","modified_gmt":"2018-03-06T07:38:03","slug":"komplizen-des-erkennungsdienstes-das-selbst-in-der-digitalen-kultur-andreas-bernard-rezensiert-von-holger-plank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/?p=906","title":{"rendered":"Komplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur &#8211; Andreas Bernard &#8211; Rezensiert von: Holger Plank"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Bernard, Andreas\u00a0 Prof. Dr.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>; <\/strong><\/em><strong>\u201eKomplizen des Erkennungsdienstes. Das Selbst in der digitalen Kultur\u201c; <\/strong>ISBN: 978-3-103-97301-3, 240 Seiten, S. Fischer Verlag, Frankfurt a. Main, Er\u00adscheinungsjahr 2017, 24.- \u20ac<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-908 alignright\" src=\"http:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/komplizen_des_erkennungsdienstes-93x150.png\" alt=\"\" width=\"93\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/komplizen_des_erkennungsdienstes-93x150.png 93w, https:\/\/polizei-newsletter.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/komplizen_des_erkennungsdienstes.png 200w\" sizes=\"(max-width: 93px) 100vw, 93px\" \/><\/p>\n<p>Ein durchaus <strong>ungew\u00f6hnliches<\/strong>, gerade f\u00fcr Kriminalisten und Kriminologen interessantes Buch, das daneben einen (wenn auch nur einzelnen und sicher d\u00fcnnen) Strang des digitalen Nervs unserer Zeit charakterisiert, sollte in einem kriminologisch-polizeiwissenschaftlichen Buch-Blog wie diesem auch einmal auf eine etwas andere Art besprochen werden. <strong>Ungew\u00f6hnlich<\/strong> deshalb, weil der Autor, <strong>Andreas Bernard<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/strong>, geboren 1969 in M\u00fcnchen, Literatur- und Kultur\u00adwissenschaftler, Journalist, inzwischen Professor am \u201eCenter for Digital Cultures\u201c der Leuphana-Universit\u00e4t L\u00fcneburg, <strong>\u201eanaloge\u201c<\/strong> kriminologisch-krimi\u00adnalistische \u00dcberlegungen und Begriffe (vor allem rund um den des <strong>\u201eProfils\u201c<\/strong>, bekannt aus dem krimi\u00adnalistischen Kontext, n\u00e4mlich der \u201e<a href=\"http:\/\/www.archive.org\/stream\/signalementsleh00schngoog#page\/n5\/mode\/2up\">Signalementslehre<\/a>\u201c eines Alphonse Bertillon und von diesem Ausgang des 1900 Jahrhunderts als <strong>\u201ePortrait parl\u00e9\u201c<\/strong> konturiert) in die \u201eSelbstverwirklichung\u201c, wie sie f\u00fcr die Nutzer \u201edigitaler Welten\u201c der Netzwerke heute offenkundig \u00fcblich, ja mitunter sogar Gewinn bringend zu sein scheint, \u00fcbertr\u00e4gt und \u201edigital-\u00e4tiologisch\u201c untersucht. Warum also nicht den Autor einleitend selbst zu Wort kommen lassen?<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><!--more--><\/p>\n<p><strong>Wir sprechen im Zusammenhang mit den neuen M\u00f6glichkeiten, die sich jedem von uns im Internetzeitalter bieten, von digitalen Errungenschaften. Mit Blick auf die Geschichte entdecken sie jedoch Parallelen, die etwas Bedrohliches haben. Was genau?<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201e(&#8230;) Es ist richtig: Heutzutage haben diese Technologien einen unglaublich durchschlagenden Erfolg. (&#8230;) Was durch diese Erfolgsgeschichte aber \u00fcberstrahlt wird, ist die Herkunft dieser Technologien \u2013 die bleibt im Dunkeln. Genau die aber interessiert mich: Woher kommt es, dass wir vor 20 oder 30 Jahren den Begriff <strong>\u201eProfil\u201c<\/strong> ausschlie\u00dflich in Zusammenhang mit Serienm\u00f6rdern genutzt haben? Wir sprachen in der Kriminologie vom \u201eT\u00e4terprofil\u201c, in der Psy\u00adchiatrie beim \u201eWahnsinnigen\u201c vom \u201ePatientenprofil\u201c. Oder nehmen wir die Lo\u00adka\u00adli\u00adsierungsfunktion des Smartphones per GPS. Die Anf\u00e4nge liegen in der Milit\u00e4rforschung und wir kennen diese Technik auch in Zusammenhang mit Verbrechern, denen Fu\u00dffesseln angelegt werden. Betrachten wir zum Schluss die Herkunftsgeschichte von Selbstvermessungstechniken bei Fitnessuhren: Die Daten aus K\u00f6rpermessungen, die man heute freiwillig hergibt, wurden fr\u00fcher genutzt, um \u00fcber den L\u00fcgendetektor die Wahrheit zu ermitteln. Gebrauch und Ruf dieser Anwendungen haben sich in der zur\u00fcckliegenden Zeit also unglaublich gewandelt.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Was aber das Bedrohliche ausmacht, ist doch, dass es in dem urspr\u00fcnglichen Kontext immer einen Feind als Gegen\u00fcber gibt &#8230;.<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eGenau, deswegen spreche ich auch von <strong>\u201eKomplizen des Erkennungsdienstes\u201c<\/strong>. Der Justizbeamte, der den Delinquenten an den L\u00fcgendetektor schnallt, steht in einem Verh\u00e4ltnis der Rivalit\u00e4t. Wir aber sind bei unseren Aktionen die Komplizen dieser Technologien. Das kann allerdings jederzeit umschlagen. Dazu ein kon\u00adkreter Fall: Vor etwa zwei Jahren hat eine Frau ihren Chef der Vergewaltigung bezichtigt. Sie gab an, bei ihm \u00fcbernachtet zu haben, im Schlaf habe er sie dann \u00fcberw\u00e4ltigt. F\u00fcr die polizeilichen Ermittlungen stellte die Frau ihr Fitbit-Band zur Verf\u00fcgung, das sie die ganze Zeit \u00fcber getragen hatte. Die Datenauswertung ergab schlie\u00dflich: Sie war die ganze Nacht \u00fcber aktiv und wach &#8211; und hatte damit nicht die Wahrheit gesagt. Im Endeffekt wurde sie wegen Falschaussage ange\u00adklagt. Was ich damit sagen will: Die Errungenschaft kann also jederzeit wieder in den alten polizeilichen Zusammenhang gedreht werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>Warum haben wir das Bed\u00fcrfnis, so viel von uns preiszugeben?<\/strong><\/p>\n<p>\u201e(&#8230;) <em>Ich glaube, dass diese Konjunktur der selbstgestalteten Profile in Zusam\u00admenhang gesehen werden muss mit bestimmten Entwicklungen auf dem Arbeits\u00admarkt, die Erwerbsbiographie hat sich stark ver\u00e4ndert. Gerade junge Menschen leben heute mit der Unsicherheit, dass sie eine Kette von befristeten Vertr\u00e4gen durchleben. Vor diesem Hintergrund scheint es ihnen wichtig, ein <strong>\u201eProfil\u201c<\/strong> zu pflegen, es st\u00e4ndig zu optimieren und sich attraktiv zu pr\u00e4sentieren. Der zweite Grund hat mit der <strong>Verf\u00fchrungskraft jener Erz\u00e4hlung<\/strong> zu tun, die seit den 1980er Jahren von den Computer- und Internet-Pionieren des Silicon Valley ausgebreitet worden ist. Sie beinhaltet, dass \u201eKommunikation\u201c und \u201eVernetzung\u201c unbedingt erstrebenswerte Kategorien sind, genauso wie der Wunsch, eine \u201eCommunity&#8220; zu bilden. Diese Erz\u00e4hlungen haben in den letzten drei\u00dfig Jahren weltweit eine unglaubliche Macht enfaltet. Ich glaube, dass dieses Versprechen, \u201eGemein\u00adschaft\u201c zu erleben, so verf\u00fchrerisch ist, dass die Herkunft der zugeh\u00f6rigen Tech\u00adno\u00adlogien und Ger\u00e4te in den Hintergrund gedr\u00e4ngt wurde.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Zusammenfassend auf den Punkt gebracht: <strong><em>&#8222;Was an den Verfahren heutiger Selbstrepr\u00e4sentation und Selbsterkenntnis auff\u00e4llt ist der Umstand, dass sie allesamt auf Methoden zur\u00fcckgehen, die in der Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erdacht worden sind.&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bernard konstatiert also, dass das Subjekt offenbar nicht mehr wie fr\u00fcher durch direkte Zwangs- oder versteckte Kontrollma\u00dfnahmen in Schach gehalten werden m\u00fcsse. Es mache sich im Netz frei verf\u00fcgbar und verstehe das auch noch als Akt der Selbsterm\u00e4chtigung und der autonomen Vernetzung. Damit macht es sich aber selbst zum \u201eObjekt\u201c. Oder: <em>&#8222;Von der Disziplinarmacht des 19. \u00fcber die Kontroll\u00admacht des 20. scheint der Weg seit der Wende zum 21. Jahrhundert also zu einer dritten Auspr\u00e4gung gef\u00fchrt zu haben, die man \u201aPr\u00e4ventionsmacht\u2018 nennen k\u00f6nnte oder \u201aInternalisierungsmacht\u2018. Sie sorgt daf\u00fcr, dass Archive der Erfassung oder Normvorstellungen des Lebens nicht mehr von einer \u00e4u\u00dferen Instanz durchgesetzt werden m\u00fcssen, sondern bereits kollektiv verinnerlicht sind. Ein Profil anlegen, den eigenen Standort mitteilen! Gl\u00e4sern werden! Imperative, die sich inzwischen von selbst verstehen, die sich von Weisungen in W\u00fcnsche verwandelt haben&#8220;<\/em>, wie Hubert im Rahmen seiner Buchbesprechung ebenfalls im November 2017 auf <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/kultur\/buecher\/komplizen-des-erkennungsdienstes-104.html\">WDR 3<\/a> schreibt, die er letztlich mit der Bewertung schlie\u00dft: \u201e(&#8230;) <em>Eine \u00fcber\u00adzeugende Gesamttheorie des digitalen Selbst liefert Bernards Buch nicht. Trotzdem ist es lesenswert. Denn es macht eindringlich bewusst, was sich historisch ge\u00e4ndert hat, wenn heute Millionen Menschen nicht die Furcht, sondern die Sorglosigkeit vor der \u00dcberwachung verinnerlicht haben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die heutigen Formen der Selbstverwirklichung gehen also auf die \u00dcberwachungstechniken von gestern zur\u00fcck. Das ist doch ein erstaunlicher Befund angesichts der allgegenw\u00e4rtigen Gefahren des Missbrauchs und der \u201eschieren Allmacht\u201c von global aufgestellten Internet-Mega-Konzernen wie \u201eGoogle\u201c, \u201eFacebook\u201c und Co.. Man kann den Eindruck gewinnen, gerade die \u201edigital natives\u201c seien in der Bedienung der Technik und Anwendungen bis in die tiefsten Ebenen der Hard- und Software unglaublich fingerfertig. Ihre Sorglosigkeit dabei verh\u00e4lt sich jedoch umgekehrt proportional zu den F\u00e4higkeiten. Gesundes Misstrauen, hier unterscheidet sich wohl die digitale Welt immer noch am deutlichsten von der analogen, fehlt hierbei weitgehend. Letztlich begebe sich aber jeder von uns im Cyberspace (mitunter) unbedacht in einen \u00fcberwachten Zustand, der nicht nur an George Orwells Buch 1984 erinnere. Allerdings, <em>\u201ebezogen auf die medialen Bedingungen, unter denen wir heute lebten, seien Dystopien wie der Orwell-Roman l\u00e4ngst \u00fcberboten\u201c<\/em>, wie <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/digitale-profile-wir-orten-uns-selbst.1008.de.html?dram:article_id=396363\">Welty<\/a> (Deutschlandfunk Kultur) in einem Interview vom September 2017 mit dem Autor bemerkt.<\/p>\n<p><strong>Wir<\/strong>, die Subjekte des Internetzeitalters, schreibt Bernard in diesem Zusam\u00admenhang in seiner Studie,\u00a0<em>\u201everhalten uns also zu uns selbst wie Polizisten und Psychiater zu Delinquenten und Patienten. Wir ermitteln verdeckt gegen uns selbst.\u201c <\/em>Und er f\u00e4hrt mit einer weiteren interessanten Aussage fort:<em> \u201eEs geh\u00f6re zu den auff\u00e4lligsten Kennzeichen der Gegenwart, dass Prozesse der Normierung und Regulierung von Menschen, die bis vor wenigen Jahrzehnten von einer staatlichen, wissenschaftlichen oder polizeilichen Instanz gesteuert worden sind, nun auf die betreffenden Individuen \u00fcbergehen.&#8220; <\/em>Dies korrespondiert \u00fcbrigens mit einer nachdenkenswerten Kolumne in der S\u00fcddeutschen Zeitung. Wenn n\u00e4mlich ein namhafter Rechtspolitiker wie der ehemalige Bundesjustizminister <strong>Edzard Schmidt-Jortzig<\/strong> in einem Gastbeitrag f\u00fcr die S\u00fcddeutsche Zeitung vom 10.04.2017<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> feststellt, der \u201enat\u00fcrliche Gef\u00e4hrder informationeller Selbstbestim\u00admung des B\u00fcrgers, n\u00e4mlich der Staat, sei l\u00e4ngst geb\u00e4ndigt\u201c, l\u00e4sst das aufhorchen. Andererseits akklamiert er n\u00e4mlich, der B\u00fcrger m\u00fcsse <strong><u>durch den Staat<\/u><\/strong> st\u00e4rker in seinen Datenschutzrechten gegen\u00fcber der <strong>Wirt\u00adschaft<\/strong> (also auch den Mega-Internet-Konzernen) gesch\u00fctzt werden! Sehr bemerkenswert, wie ich meine, nicht nur f\u00fcr einen ehemaligen FDP-Justizminister sondern auch inhaltsschwer in der Sache selbst, wenn darunter zu verstehen w\u00e4re, der Staat m\u00fcsse \u201edigital nerds\u201c in ihrem \u201edigitalen Selbstbestimmungsrecht\u201c beschr\u00e4nken. Hier l\u00e4sst sich ein unmittelbarer \u201ewettbewerbsrechtlicher Aufschrei\u201c prognostizieren.<\/p>\n<p>Wir machen uns also offenkundig selbst &#8211; und in Umkehrung der damaligen kriminalistischen Absicht, \u201edeviantes Verhalten durch physiologische Anomalien zu erkl\u00e4ren und sich dabei mit empirischen Methoden von den narrativen Formen der Psychoanalyse zu l\u00f6sen\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> &#8211; inzwischen wieder zum Erkenntnisgegenstand, zum \u201eObjekt\u201c. Dieses Mal seien aber wir selbst die Agenten, das Werkzeug nicht mehr die \u201ephrenologische Schieblehre\u201c eines Lombroso oder anderer Exegeten falscher kriminologischer \u201eWahrheiten\u201c sondern der klandestine Algorithmus.<\/p>\n<p>Die bereits zitierte Marie Schmidt (vgl. Fn. 5) schlie\u00dft ihre Besprechung mit dem Wunsch nach einer \u201ezweiten, nichtpolizeilichen genealogischen Begr\u00fcn\u00addungslinie, um die Anziehungskraft der Selbstkultivierung im Digitalen besser verstehen zu k\u00f6nnen\u201c. Ihr greift der Ansatz Bernards also zu kurz. Hierzu zitiert sie den Soziologen Andreas Reckwitz. Der habe j\u00fcngst<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> n\u00e4mlich argumentiert, dass die \u201eBesonderheit des Selbst gerade im Internet stark und einseitig mit positiven Affekten aufgeladen werde, dass der Mensch sich im Internet in einem \u201aEchoraum des Begehrens\u2018 aufhalte, \u201ader die W\u00fcnsche erf\u00fcllt, bevor sie \u00fcberhaupt artikuliert werden\u2018.\u201c Diesen Aspekt der Wunscherf\u00fcllung m\u00fcsse man sich dazu denken, um zu begreifen, \u201ewarum die vernetzten Subjekte ihr Leben als \u201aKomplizen\u2018 ihrer eigenen Verdinglichung, als Polizisten ihrer Selbst, wom\u00f6glich gar nicht als Problem empfinden, sondern (vielleicht sogar) sehr genie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Diesem Wunsch kann man durchaus beipflichten, wenn man das Buch nur als soziologischen Analyseversuch versteht und liest. Hierzu ist es zwar formal, aber inhaltlich sicher nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossen. Dem Kriminologen hingegen bieten sich viele interessante Denkans\u00e4tze und erstaunliche \u201eAnalogien\u201c zu den Grundlagen der eigenen Wissenschaft. Schon aus diesem Grund bleibt es &#8211; ich bleibe bei meiner Eingangsformulierung &#8211; ein ungew\u00f6hnliches und lesenswertes Buch, welches an dieser Stelle durchaus einmal auf eine etwas andere Art, vorwiegend mit den Worten des Autors selbst und einigen Kommentaren hierzu, besprochen werden darf.<\/p>\n<p>Statistisches zum Abschluss. Das Buch gliedert sich in f\u00fcnf Kapitel und leitet mit der Geschichte des \u201eProfils\u201c ein. Es folgen drei Abschnitte zu den Themen \u201eOrtung\u201c, der \u201eQuantified-Self-Bewegung\u201c \u2013 umschrieben mit \u201eLeibesvisitation und Vermessung des K\u00f6rpers und zur \u201eUmschichtung eines Menschenbildes\u201c im Spannungsbogen zwischen \u201eErfassungsangst und Erfassungslust\u201c. Das kurze Fazit, Kapitel 5, umschreibt Bernard mit \u201eDie Macht der Verinnerlichung\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0 <strong>Prof. Dr. Andreas Bernard<\/strong>, Institut f\u00fcr Kultur und \u00c4sthetik Digitaler Medien der <a href=\"https:\/\/www.leuphana.de\/universitaet\/personen\/andreas-bernard.html\">Leuphana-Universit\u00e4t, L\u00fcneburg<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Erstaunlich ist im \u00dcbrigen, wie sich Bernard an sein Buch \u201eherantastet\u201c, dem Thema \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nachgeht, wenn man sich nur seinen Beitrag in der FAZ vom 28.05.2015 \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/die-neue-praeventionskultur-wir-sind-total-kontrolliert-13607780.html\">&#8222;die neue Pr\u00e4ventionskultur&#8220;<\/a> betrachtet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hierbei greife ich auf Ausschnitte eines kurzen Interviews, welches Urte Modlich von der Universit\u00e4tskommunikation der Leuphana-Universit\u00e4t im <a href=\"https:\/\/www.leuphana.de\/news\/meldungen-forschung\/ansicht\/datum\/2017\/11\/09\/komplizen-des-erkennungsdienstes-prof-dr-andreas-bernard-ueber-selbstdarstellung-in-digitalen.html\">November 2017<\/a> mit dem Autor gef\u00fchrt hat, zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Unter der Rubrik \u201eAu\u00dfenansicht\u201c und unter dem Titel <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussenansicht-ausser-kontrolle-1.3457584\">\u201eAu\u00dfer Kontrolle\u201c<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Wie Marie Schmidt am <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/53\/komplizen-des-erkennungsdienstes-andreas-bernard-buch-digitale-ueberwachung\">19.12.2017<\/a> in einer Buchbesprechung bei ZEIT online sch\u00f6n formuliert.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Sie meint damit dessen 2017 erschienenes Buch \u201eDie Gesellschaft der Singularit\u00e4ten\u201c.<\/p>\n<p>Rezensiert von: Holger Plank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernard, Andreas\u00a0 Prof. Dr.[1]; \u201eKomplizen des Erkennungsdienstes. 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