Polizei : Newsletter Nr. 101, Oktober 2007                                                                                             Verantwortlich: Prof. Dr. Thomas Feltes, Bochum
 1)   Geschlechterunterschiede bei Kriminalität und Gewalt
 2)   International Journal of Conflict and Violence
 3)   Das Studium von Polizeiarbeit – Beitrag von Peter Manning
 4)   Neue Informationsquelle für Sicherheitstechnik
 5)   Hot Spots Policing Versuche und Strafjustiz: Lehren aus der Praxis
 6)   Virtuelle Fachbibliothek Recht
 7)   Arbeitsbelastung auf Streife und Festnahmen bei Einbrüchen
 8)   EU und Zusammenarbeit im Bereich Kriminalität
 9)   Aus- und Fortbildung von Polizei in internationalen Polizeimissionen
10)  Bericht der Kommission Gewaltprävention im Strafvollzug
11)  Amnesty-Bericht über die Schweizer Polizei
12)  Europäische Polizeiwissenschaft
13)  Internet Journal of Criminology
14)  Workplace Violence
15)  Brände – Erster Angriff und Ermittlung
16)  Hard Cop, Soft Cop?
17)  Schwind-Lehrbuch in 17. Auflage
18)  Das strafrechtliche Sanktionensystem und die Sanktionierungspraxis in Deutschland 1882 – 2005
19)  Projekt "Polizei im Umgang mit Menschen mit Behinderung"
20)  Polizeiliche Übergriffe und Gegenstrategien
21)  Freier elektronischer Zugang zu kriminologischen Zeitschriften bis Dezember
 
1) Geschlechterunterschiede bei Kriminalität und Gewalt
Dieser Essay untersucht die Geschlechterunterschiede in Bezug auf soziale Wahrnehmung und Kriminalität. Einer der Gründe, weshalb die Kriminalitätsraten bei Frauen geringer sind, ist, dass sie ihre Fähigkeiten zu sozialer Wahrnehmung früher im Leben entwickeln als Männer und weil sie bessere soziale Fähigkeiten haben. Die überlegenen Fähigkeiten der Frauen werden beeinflusst durch die bessere Kommunikation zwischen den Hemisphären, weniger Frontallappendefizite, besseres Ausdrucksvermögen und eine andere Sozialisation durch Eltern und Altersgenossen. Quelle: Bennett, S., Farrington, D. P., & Huesmann, L. R. (2005). Explaining gender differences in crime and violence: The importance of social cognitive skills, in: AGGRESSION AND VIOLENT BEHAVIOR: A REVIEW JOURNAL, 10(3), 263-288.
 
 
2) International Journal of Conflict and Violence
Das International Journal of Conflict and Violence (IJCV) ist ein neues Magazin für wissenschaftlichen Austausch und Verbreitung aktueller Forschungen im Bereich Konflikte und Gewalt. Die Zeitschrift beinhaltet Beiträge aus vielen Disziplinen, u.a. Soziologie, Politikwissenschaft, Bildung, Sozialpsychologie, Kriminologie, Ethnologie, Geschichte, Politikphilosophie, Wirtschafts- und Religionswissenschaften. Das IJCV ist frei: alle Artikel sind allen Internetnutzern zugänglich, kostenfrei und ohne Beschränkung. Das IJCV wird herausgegeben von Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld) et al. http://www.ijcv.org/
 
 
3) Das Studium von Polizeiarbeit – Beitrag von Peter Manning
Polizeien sind legitimierte, bürokratisch gegliederte Organisationen, die bereitstehen, mit Gewaltanwendung die politische Ordnung aufrechtzuerhalten. Der Beitrag gibt eine Einschätzung zur polizeibezogenen Forschung mit besonderem Bezug auf die USA und Großbritannien. Ursprünge, Schlüsselzahlen, die Entstehung der Polizeiwissenschaften und einige Unterschiede zwischen GB und USA in Finanzierung und Ausbildung werden skizziert. Die Arbeit schließt mit Überlegungen zur Zukunft polizeibezogener Studien. Quelle: Manning, P. K. (2005). The study of policing, in: POLICE QUARTERLY, 811). 23-43.
 
 
4) Neue Informationsquelle für Sicherheitstechnik
"Law Enforcement Tech Guide for Information Technology Security" (NCJ 217501) (202 S.) bietet Strategien, best practices, Empfehlungen und Ideen zur Entwicklung effektiver Sicherheitsmaßnahmen. Diese Publikation soll den Lesern helfen, Risiken zu identifizieren und einzuschätzen, und Ideen zur Verminderung der Risiken vorstellen. http://www.cops.usdoj.gov/mime/open.pdf?Item=1969
 
 
5) Hot Spots Policing Versuche und Strafjustiz: Lehren aus der Praxis
In diesem Artikel werden allgemeinere Lehren aus zwei Versuchen nach dem Zufallsprinzip zum Hot Spots Policing gezogen, die der Autor in den 90ern mit entworfen und durchgeführt hatte: das Minneapolis Hot Spots Experiment und das Jersey City Drug Market Analysis Experiment. Mittels Fallstudien-Ansatz werden Faktoren, die die Entwicklung und Anwendung von Tests nach dem Zufallsprinzip erleichtern bzw. behindern, identifiziert, mit Hauptaugenmerk auf den besonderen Problemen und/oder Vorteilen von ortsbasierten Versuchen. Quelle: Weisburd, D. (2005). Hot spots policing experiments and criminal justice research: Lessons from the field. THE ANNALS OF THE AMERICAN ACADEMY OF POLITICAL AND SOCIAL SCIENCE, 599(1), 220-245.
 
 
6) Virtuelle Fachbibliothek Recht
Die Virtuelle Fachbibliothek Recht versteht sich als Internet-Portal, das den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlich juristischen Online-Ressourcen im Sinne eines unkompliziert und intuitiv zu bedienenden One-Stop-Shops gewährleisten will. Es steht eine effektive und schnelle Recherchemöglichkeit durch 27 ausgewählte Datenbanken zur Verfügung. Die gefundenen Ergebnisse lassen sich praxisgerecht verwalten und weiterverarbeiten.. http://www.vifa-recht.de/
 
 
7) Arbeitsbelastung auf Streife und Festnahmen bei Einbrüchen
Die Studie untersucht, wie sich unterschiedliche Belastungen des Personals auf Streife auf die Schnelligkeit und Entschiedenheit der Reaktion auf Notrufe auswirken und wie dies mit den Umständen bei Wohnungseinbrüchen zusammenhängt, mit dem Ziel, den Prozentsatz der Festnahmen am Tatort zu bestimmen. Die Ergreifung von Einbrechern am Tatort hing von der Reaktionszeit ab, vor allem von der Anzahl der beteiligten Einheiten so wie auch von Besonderheiten des jeweiligen Falles. Geringere Arbeitsbelastung verbesserte die Chancen von Festnahmen am Tatort, obwohl auch die Besonderheiten eines Einbruchs bestimmten, wann und wie dies am erfolgversprechendsten war. Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass entschiedenere Reaktionen bessere Rahmenbedingungen für Festnahmen am oder nahe dem Tatort im Falle von größeren Anzeigeverzögerungen schaffen, als dies bisher angenommen wurde. Quelle: Coupe, K. T., & Blake, L. (2005). The effects of patrol workloads and response strength on arrests at burglary emergen¬cies, in: JOURNAL OF CRIMINAL JUSTICE, 33(3), 239-255.
 
 
8) EU und Zusammenarbeit im Bereich Kriminalität
Ein Bericht von Matti Joutsen untersucht drei verbreitete Mythen über die Auswirkungen der EU auf die Strafjustiz: EU-Entscheidungen haben wenig Auswirkung auf die Realität, die EU wird zum Überstaat mit vereinheitlichtem Straf- und Verfahrensrecht, und die EU konzentriert sich auf die Kriminalitätskontrolle auf Kosten von angemessenen Prozess- und Verfassungsschutzmaßnahmen, was zu einem strafbetonten Strafrechtssystem führt. HEUNI Paper No. 25, 2006. http://www.heuni.fi/uploads/gg29d0zcr1rpk_1.pdf
 
 
9) Aus- und Fortbildung von Polizei in internationalen Polizeimissionen
Seit 1989 nehmen Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei an friedenssichernden Einsätzen internationaler Mandatträger (UN, WEU, EU, OSZE) in verschiedenen Ländern der Welt teil. Mehrere tausend deutsche Polizeibeamtinnen und –beamte sind in den letzten Jahren im Rahmen von solchen Polizeieinsätzen mit unterschiedlichen Aufgaben im Ausland unterwegs gewesen. Nachdem zu Beginn dieser Missionen die Vorbereitung eher unzureichend war, hat sich dies inzwischen wesentlich verbessert. Dennoch mangelt es nach wie vor an schriftlichen Materialien, die man bei diesen Auslandsaufträgen vor allem im nicht-operativen Bereich verwenden oder einsetzen kann, d.h. z.B. bei Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Ein Buch von Michael Schulte-Schrepping versucht, diese Lücke zu schließen. Eine ausführliche Besprechung findet sich im Buichbesprechungsteil des Polizei-Newsletter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php. Michael Schulte-Schrepping: International Policing. Duisburg, WiKu-Verlag Verlag für Wissenschaft und Kultur, 2007. - 280 Seiten. ISBN 978-3-86553-215-2 , EUR 29,65
 
 
10) Bericht der Kommission Gewaltprävention im Strafvollzug
Nach dem dramatischen Todesfall in der Jugendstrafanstalt Siegburg war eine unabhängige "Kommission Gewaltprävention im Strafvollzug NRW" eingesetzt worden. Diese Kommission hat vor einiger Zeit ihren 1. Teilbericht (rund 70 Seiten) vorgelegt. Hier finden sich Hyperlinks zur 12seitigen Presseerklärung der JuMi und zum Teilbericht der Kommission. http://www.justiz.nrw.de/JM/justizpolitik/schwerpunkte/gewaltpraevention/index.php (Danke an H.-J Kerner)
 
 
11) Amnesty-Bericht über die Schweizer Polizei
Amnesty International hat eine Untersuchung über die Polizeiarbeit in der Schweiz durchgeführt, nachdem zahlreiche Aussagen über unmenschliche Behandlung oder unverhältnismäßige Gewalt bei Polizeieinsätzen bei der Organisation eingegangen sind. Die beschriebenen Fälle - Einsätze gegen Asylsuchende, Schwarze, Mitglieder der Antiglobalisierungsbewegung, Fußballfans und Minderjährige - weisen einen gemeinsamen Nenner auf: eine De-facto-Straflosigkeit der Polizei. Der Bericht steht in Kurz- und Langfassung im Internet bereit: http://www.amnesty.ch/de/themen/schweiz/menschenrechte-gelten-auch-im-polizeieinsatz (Dank an FM)
 
 
12) Europäische Polizeiwissenschaft
Nachdem eine CEPOL - Projektgruppe unter Leitung von Professor Jaschke (DHPol) ein Diskussionspapier zu einem europäischen Ansatz der Polizeiwissenschaft erarbeitet hatte, wurde durch den CEPOL-Verwaltungsrat eine permanente Expertengruppe für Polizeiwissenschaft und –forschung eingerichtet. Die Projektgruppe wird sich mit Themen wie: Funktionen der Polizei in Staat und Gesellschaft, Organisation der Polizei, Polizeikultur, Polizeiethik und Kontrolle innerhalb der Polizei befassen. Geplant ist die Herausgabe einer europäischen Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und Polizeiforschung und eines Handbuches der Polizeiwissenschaft. Quelle: Michaela Tempelmann: Erste CEPOL-Verwaltungsratssitzung unter deutscher Präsidentschaft am 7. und 8. März in Münster, in: Kriminalistik, Heft 6 / 2007, S. 405 f. Der Bericht der Arbeitsgruppe ist auf der CEPOL Homepage veröffentlicht: http://www.cepol.net/KIM/ (CEPOL NEWS). http://www.cepol.net/KIM/Pagina.ASP?WCI=HaalBlobDoc&WCE=pdf%7c18532%7c2 (Dank an R. Mokros)
 
 
13) Internet Journal of Criminology
Zahlreiche wissenschaftlich interessante Publikationen enthält ein neues Internet-Journal für Kriminologie, das unter dem Titel „The Internet Journal of Criminology“ von Mike Sutton (Nottingham) und einem namhaften Editorial Board herausgegeben wird. Das Journal ist zu finden auf der Internet-Seite: http://www.internetjournalofcriminology.com/ijcaboutus.html (Quelle: GiwK-Rundbrief Juli 2007)
 
 
14) Workplace Violence
Mit diesem Buch will der Autor, den meisten durch seine Profiler-Arbeit bekannt, dem Leser zeigen, dass Möglichkeiten gibt, wie man das Phänomen Workplace Violence erkennen und ihm vernünftig gegensteuern kann. Müller will helfen, dass die psychologischen „Warnsignale“ erkannt, Maßnahmen zur Koordination und Organisation von Gegenstrategien entwickelt und die richtigen Ressourcenquelle eingebunden werden können. Durch das Aufzeigen von möglichen Lösungsansätzen sollen Wege aus dieser Spirale von Gewalt, Verletzungen und Gegengewalt angeboten werden. Seine damit verbundene politische Kritik an Managern, die heute ihre Mitarbeiter als „Untergebene“ wie Leibeigene im 17. Jahrhundert behandeln, macht den Autor in den Augen vieler so kritisierter Wirtschaftslenkern zu einem blauäugigen „Sozialromantiker“. Quelle: Müller, Thomas; Gierige Bestie. Erfolg. Demütigung. Rache, ecowin Verlag Salzburg 2006, 191 S., gebunden mit Schutzumschlag, 22.00 EUR ISBN 3-902404-32-9 bzw. ISBN 978-3-902404-32-9. Eine ausführliche Besprechung durch Drank D. Stolt findet sich im Buchbesprechungsteil des Polizei-Newsletter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php.
 
 
15) Brände – Erster Angriff und Ermittlung
„Der erfolgreiche Brandursachenermittler muss die Ursachen für Feuer und Brände kennen. Ohne dieses Wissen kann er die Brandursache nicht ermitteln.“ Das vorliegende Buch soll „vor allem das grundsätzliche Verständnis für mögliche Brandursachen“ fördern. Auf den 200 Seiten des Buches werden bunt zusammengewürfelt dem erfolgreichen Brandermittler die unterschiedlichsten Brandursachen vorgestellt. Die Palette reicht von natürlichen Brandursachen, konstruktiven und technischen Einrichtungen und der Elektrizität als Brandursache bis zum Umgang mit offenem Licht und Flamme, der Selbstentzündung sowie Bränden durch Tiere, Explosionen, menschlichen Verhaltens und Brandsätze verursacht. Schon die Nennung der verschiedenen Zündquellen bzw. Brandursachen erscheint etwas unsystematisch. Leider wird dieser Eindruck Seite für Seite auch inhaltlich bestätigt. Ungerer, Markus, Modul 4: Grundlagen Brandursachen, in: Brände – Module für Gefahren, Schutz, Ersten Angriff und Ermittlung, Hrsg. Gabler, Wolfgang, Verl. für Polizeiwiss. Lorei, Frankfurt, M. 2007, 208 S. kart. , Preis EUR 29.50, ISBN 978-3-935979-42-9. Eine ausführliche Besprechung durch Drank D. Stolt findet sich im Buchbesprechungsteil des Polizei-Newsletter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php.
 
 
16) Hard Cop, Soft Cop?
Das Buch beschäftigt sich mit (so der Klappentext) polizeilichen Strategien im weitesten Sinn und versucht das Spektrum der Ansätze von Null-Toleranz am „harten“ Ende bis zu offensichtlich „weicheren“ wohlfahrtsstaatlichen oder gemeinwesenbezogenen Ansätzen am anderen Ende darzustellen. Dabei sollen dann auch moralische Dilemmata, und inhärente Widersprüche thematisiert werden, die sich im Spannungsfeld der aktuell diskutieren Ansätze zur Polizeiarbeit zeigen. Sicherheit auf der einen, Bürger- und Menschenrechte auf der anderen Seite, so wird der Widerspruch benannt, in dem sich Polizeiarbeit (und damit auch Polizeitheorie) abspielt. Der plakative Titel, der offensichtlich zum Kaufen animieren soll, wird nicht eingelöst. Die Tatsache, dass der (einzige) Beitrag über Deutschland von jemandem verfasst ist, dessen Qualifikation darin besteht, dass sie fast 30 Jahre als die Tätigkeit „provost officer in the Royal Air Force“ und anschl. als Beraterin der britischen Truppen in Deutschland tätig war, muss nicht weiter kommentiert werden. Solche englischsprachigen Veröffentlichungen, die ethnozentrisch selbst andere Länder nur aus der eigenen Perspektive wahrnehmen und zu analysieren versuchen, kann man getrost ignorieren. Roger Hopkins Burke (Hrsg.): Hard Cop, Soft Cop. Dilemmas and Debates. Cullompton (GB), Willan Publishing ISBN 1-84392-047-6 29,95 US-Dollar. Eine ausführliche Besprechung durch Frank D. Stolt findet sich im Buchbesprechungsteil des Polizei-Newsletter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php.
 
 
17) Schwind-Lehrbuch in 17. Auflage
Vor mittlerweile mehr als 20 Jahren erschien die erste Auflage dieses erfolgreichen Kriminologie-Lehrbuches. Von Auflage zu Auflage hat der Verfasser seither sein Buch überarbeitet, ergänzt, gestrafft und aktualisiert. Bei der nun vorliegenden 17. Auflage gilt dies insbesondere für das Kapitel über Gewalt in der Schule, das Kapitel, das sich mit der Funktion der Familie beschäftigt, die Viktimologie-Kapitel, die Migrantenkapitel sowie für das Terrorismus- und das Europakapitel. Hans-Dieter Schwind, Kriminologie. Eine praxisorientierte Einführung mit Beispielen. 17., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Heidelberg 2007, 723 Seiten, ISBN 978-3-7832-0033-1, 27,-- EURO. Eine ausführliche Besprechung findet sich im Buchbesprechungsteil des Polizei-Newsletter http://www.polizei-newsletter.de/books_german.php.
 
 
18) Das strafrechtliche Sanktionensystem und die Sanktionierungspraxis in Deutschland 1882 – 2005
Die aktualisierte und (wieder einmal) erweiterte Fassung "Das strafrechtliche Sanktionensystem und die Sanktionierungspraxis in Deutschland 1882 - 2005" von Wolfgang Heinz (Konstanz) steht im Netz. http://www.uni-konstanz.de/rtf/kis/sanks05.htm Eine Erweiterung durch Aufnahme von sog. Datenblattauszügen ist geplant und bereits in verschiedenen kleineren Beiträgen erprobt, z.B. bei der Veröffentlichung "Strafsanktionen im deutschen Jugendstrafrecht - Ziel, Handhabung und Wirkungen http://www.uni-konstanz.de/rtf/kis/heinz-sanktionen-jugendstrafrecht-24-thesen-SB.pdf
 
 
19) Projekt "Polizei im Umgang mit Menschen mit Behinderung"
Im Rahmen des Projektes soll das Beziehungsfeld "Polizei und Menschen mit Behinderung" untersucht und wissenschaftlich reflektiert werden. Ziel ist es, Problemfelder zwischen Polizei und Menschen mit Behinderung aufzuzeigen sowie Lösungsansätze zu erarbeiten. Ziel der anschließenden Dokumentation ist es, Mitarbeiter m polizeilichen Dienst für einen angemessenen Umgang mit Menschen und deren Behinderung zu sensibilisieren. Dazu sollen später konkrete Hilfen an die Hand gegeben werden. Die Projektgruppe nimmt unter projekt@polizei-nrw.de Hinweise zum Thema und Erfahrungsberichte aus der Polizei und von Menschen mit Behinderung entgegen.
 
 
20) Polizeiliche Übergriffe und Gegenstrategien
Zu diesem Thema findet eine Vortragsveranstaltung der Polizeigruppe von amnesty international und dem Republikanischen Anwaltsverein am 23. 11.2007 an der Berliner Humboldt-Universität statt. Dabei geht es u.a. auch um die Maßnahmen und Ereignisse beim G8-Gipfel, aber auch um folgende Themen: Struktur und Umfang rechtswidriger Gewalt durch Polizeibeamte. Polizeigewalt im internationalen Kontext. Empirische Befunde und kriminalpolitische Konsequenzen. Polizeiinterne Kontrolle bei polizeilichen Übergriffen. Zur Strafverfolgung von polizeilichen Übergriffen. Zur strafjustiziellen Bearbeitung von Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte, Strafverfahren gegen Polizeibeamte in der Praxis Weitere Informationen sind verfügbar unter http://www.amnesty-polizei.de/pages/aktuelles-termine.php
 
 
21) Freier elektronischer Zugang zu kriminologischen Zeitschriften bis Dezember
Im Nachgang zur Bologna-Konferenz 2007 der European Society of Criminology macht der Verlag Sage eine Auswahl von mehr als 25 englischsprachigen Zeitschriften zur Kriminologie u. a. kostenlos zugänglich. Der "Schnupperzugang" mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten und einigen Möglichkeiten zum Download bleibt bis Mitte Dezember geöffnet. http://www.sagepublications.com/crimfreetrial