Polizei : Newsletter Nr. 312, Oktober 2026
1) Entwicklung der Polizeiforschung und zunehmende Akademisierung der Polizeiausbildung und -fortbildung in Deutschland
2) „Sicherheit und Raum“ – Hinweis auf Blog an der Schnittstelle von Wissenschaft, Verwaltung und Stadtentwicklung – aktuell: KI zur Unterstützung der Sicherheitsbewertung städtischer Räume
3) UN-Office on Drugs and Crime: Was Sie über Cyberkriminalität im Jahr 2026 wissen sollten
4) Reform des Computerstrafrechts – Whitepaper der Gesellschaft für Informatik
5) Wenn gesellschaftliche Krisen zur Dauerbelastung werden. Studie zeigt wachsende psychische Belastungen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte
6) „Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention“: Überarbeitetes Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden der Gesundheitsförderung
7) 10-Punkte umfassender Maßnahmenplan der Bundesregierung mit dem Ziel des besseren Schutzes vor islamistischem Terrorismus
8) Studie: “Wenn Hass mitspielt – Forschungsgutachten (Rechts-)Extremismus im Gaming-Bereich“
9) Forschungsprojekt “Merkmale zur Einschätzung des individuellen Kriminalitätsrisikos von Jugendlichen“ (MEIKS) an den Universitäten in Bonn und Tübingen
10) Fachtagung an der DHPol Münster-Hiltrup: CfP - “Wenn Erfahrung Wissen wird: Betroffenenperspektive als ein Wegweiser professioneller Polizeiarbeit“
11) Independent Police Accountability Bodies – Comparative Complaints against the Police (open access)
12) „Jenseits des Feigenblatts – Kriminologische Analyse der Prävention durch Criminal Compliance“ (open access)
13) 10 Jahre interdisziplinäres, behörden- und institutionenübergreifendes Bedrohungsmanagement im Kanton Zürich – Tagungsband (open access) erschienen
14) Die „Ungefährlichkeitsvermutung“ im Massnahmenrecht (open access)
15) 25 Jahre nach 9/11: Die Zukunft der globalen dschihadistischen Bewegung (open access)
16) Policy-Handbuch für die Zivilgesellschaft. Ein Werkzeugkasten für gemeinwohlorientierte politische Arbeit (open access)
1) Entwicklung der Polizeiforschung und zunehmende Akademisierung der Polizeiausbildung und -fortbildung in Deutschland
Der Einfluss der Wissenschaft auf die Polizeiaus- und -fortbildung hat in den letzten beiden Jahrzehnten - anfangs noch gegen den Widerstand weiter Teile der Polizeiführung, die darin das Antonym „Akademisierung vs. Praxisbezug“ erkennen wollten - signifikant zugenommen. Die vielseitigen Ergebnisse interdisziplinärer Polizeiforschung hat inzwischen durchaus beachtlichen Anteil bei der Gestaltung der Curricula der Polizeihochschulen und fließen so sukzessive auch in den polizeilichen Alltag ein. Ein aktuelles Beispiel ist hierbei u. a. auch das Thema „unabhängige Polizeibeschwerdestellen“ (vgl. Hinweis auf den Aden et al. hrsg. Sammelband weiter unten). Daniela Hunold und Hartmut Aden vom Forschungsinstitut für Öffentliche und Private Sicherheit (FÖPS) der HWR Berlin reflektieren in der aktuellen Ausgabe des European Journal of Policing Studies auf die Entwicklung der Polizeiforschung und die damit verbundene „Akademisierung der Polizeiaus- und -fortbildung“ und spannen den zeitlichen Bogen dabei bis zurück in die 1970er Jahre - https://t1p.de/qk662
Der Einfluss der Wissenschaft auf die Polizeiaus- und -fortbildung hat in den letzten beiden Jahrzehnten - anfangs noch gegen den Widerstand weiter Teile der Polizeiführung, die darin das Antonym „Akademisierung vs. Praxisbezug“ erkennen wollten - signifikant zugenommen. Die vielseitigen Ergebnisse interdisziplinärer Polizeiforschung hat inzwischen durchaus beachtlichen Anteil bei der Gestaltung der Curricula der Polizeihochschulen und fließen so sukzessive auch in den polizeilichen Alltag ein. Ein aktuelles Beispiel ist hierbei u. a. auch das Thema „unabhängige Polizeibeschwerdestellen“ (vgl. Hinweis auf den Aden et al. hrsg. Sammelband weiter unten). Daniela Hunold und Hartmut Aden vom Forschungsinstitut für Öffentliche und Private Sicherheit (FÖPS) der HWR Berlin reflektieren in der aktuellen Ausgabe des European Journal of Policing Studies auf die Entwicklung der Polizeiforschung und die damit verbundene „Akademisierung der Polizeiaus- und -fortbildung“ und spannen den zeitlichen Bogen dabei bis zurück in die 1970er Jahre - https://t1p.de/qk662
2) „Sicherheit und Raum“ – Hinweis auf Blog an der Schnittstelle von Wissenschaft, Verwaltung und Stadtentwicklung – aktuell: KI zur Unterstützung der Sicherheitsbewertung städtischer Räume
Die Themen urbane „Angsträume“ und „subjektives Sicherheitsempfinden“ werden bei nahezu jeder kommunalen Stadtteilkonferenz kontrovers diskutiert. Insofern ist der (relativ neue) Online-Blog „Sicherheit und Raum“ der Architektin, Verwaltungswissenschaftlerin und Kriminologin Dunja Storp eine für Praktiker hilfreiche Web-Adresse (https://t1p.de/gyygh) zu diesem Themenkreis. Der aktuelle Beitrag reflektiert auf eine aktuelle Studie von Beneduce et al., (open access) veröffentlicht in der EPJ Data Science (https://t1p.de/yj5ps), die die Leistungsfähigkeit einiger multimodaler KI-Modelle zur Unterstützung der Bewertung räumlicher Einflussfaktoren auf das subjektive Sicherheitsempfinden beschreiben und bewerten. Auch wenn die Validität der Systeme derzeit noch signifikante Schwächen aufweist, lässt die rasante Entwicklung der Technik durchaus die Annahme zu, dass derartige Systeme zukünftig hilfreiche Dienste bei der Stadtentwicklung und der Berücksichtigung kriminalpräventiver Erkenntnisse bei der Gestaltung öffentlicher Räume (CPTED) leisten können.
Die Themen urbane „Angsträume“ und „subjektives Sicherheitsempfinden“ werden bei nahezu jeder kommunalen Stadtteilkonferenz kontrovers diskutiert. Insofern ist der (relativ neue) Online-Blog „Sicherheit und Raum“ der Architektin, Verwaltungswissenschaftlerin und Kriminologin Dunja Storp eine für Praktiker hilfreiche Web-Adresse (https://t1p.de/gyygh) zu diesem Themenkreis. Der aktuelle Beitrag reflektiert auf eine aktuelle Studie von Beneduce et al., (open access) veröffentlicht in der EPJ Data Science (https://t1p.de/yj5ps), die die Leistungsfähigkeit einiger multimodaler KI-Modelle zur Unterstützung der Bewertung räumlicher Einflussfaktoren auf das subjektive Sicherheitsempfinden beschreiben und bewerten. Auch wenn die Validität der Systeme derzeit noch signifikante Schwächen aufweist, lässt die rasante Entwicklung der Technik durchaus die Annahme zu, dass derartige Systeme zukünftig hilfreiche Dienste bei der Stadtentwicklung und der Berücksichtigung kriminalpräventiver Erkenntnisse bei der Gestaltung öffentlicher Räume (CPTED) leisten können.
3) UN-Office on Drugs and Crime: Was Sie über Cyberkriminalität im Jahr 2026 wissen sollten
Cyberkriminalität hat sich zu einer florierenden, hochprofitablen Industrie entwickelt, die Regierungen, Unternehmen und Menschen weltweit bedroht. Die Unverzichtbarkeit der sich dynamisch fortentwickelnden Informations- und Kommunikationstechnologie im Alltag macht jeden / jede von uns zu einem lohnenden Ziel. Auf Grundlage des aktualisierten, sich derzeit noch in der Ratifizierungsphase befindlichen „Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Cyberkriminalität“ fasst das Office on Drugs and Crime der UN in einem ausführlichen Beitrag aktuell Wissenswertes über das Phänomen Cyberkriminalität und den potentiellen Nutzen des überarbeiteten Übereinkommens bei der Bekämpfung desselben zusammen - https://t1p.de/lmnxn
Cyberkriminalität hat sich zu einer florierenden, hochprofitablen Industrie entwickelt, die Regierungen, Unternehmen und Menschen weltweit bedroht. Die Unverzichtbarkeit der sich dynamisch fortentwickelnden Informations- und Kommunikationstechnologie im Alltag macht jeden / jede von uns zu einem lohnenden Ziel. Auf Grundlage des aktualisierten, sich derzeit noch in der Ratifizierungsphase befindlichen „Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Cyberkriminalität“ fasst das Office on Drugs and Crime der UN in einem ausführlichen Beitrag aktuell Wissenswertes über das Phänomen Cyberkriminalität und den potentiellen Nutzen des überarbeiteten Übereinkommens bei der Bekämpfung desselben zusammen - https://t1p.de/lmnxn
4) Reform des Computerstrafrechts – Whitepaper der Gesellschaft für Informatik
Die derzeitige Gesetzeslage in Deutschland baut auf der Idee auf, dass die Suche nach und das Auffinden von Schwachstellen in relevanter IT-Hard- und -Software primär mit schädlichen Absichten erfolgen. Dabei ist die tatsächliche Lage vor dem Hintergrund der aktuell angespannten Cybersicherheitslage deutlich diverser. Cybersicherheits¬for¬schende und ehrenamtliche Hacker(innen) suchen auf eigene Initiative hin Lücken, um sie betroffenen Unternehmen zu melden und sie so schließen zu lassen. Bug-Bounty-Programme motivieren Expert(innen), für einen monetären Gewinn Schwachstellen zu finden. Diese Entwicklung hat die Gesellschaft für Informatik veranlasst, über notwendige Schritte zur Reform des Computerstrafrechts nachzudenken, welches derzeit noch erhebliche Strafbarkeitsrisiken für „White-“ bzw. „Grey-Hat-Hacker“ beinhaltet - https://t1p.de/6axu5
Die derzeitige Gesetzeslage in Deutschland baut auf der Idee auf, dass die Suche nach und das Auffinden von Schwachstellen in relevanter IT-Hard- und -Software primär mit schädlichen Absichten erfolgen. Dabei ist die tatsächliche Lage vor dem Hintergrund der aktuell angespannten Cybersicherheitslage deutlich diverser. Cybersicherheits¬for¬schende und ehrenamtliche Hacker(innen) suchen auf eigene Initiative hin Lücken, um sie betroffenen Unternehmen zu melden und sie so schließen zu lassen. Bug-Bounty-Programme motivieren Expert(innen), für einen monetären Gewinn Schwachstellen zu finden. Diese Entwicklung hat die Gesellschaft für Informatik veranlasst, über notwendige Schritte zur Reform des Computerstrafrechts nachzudenken, welches derzeit noch erhebliche Strafbarkeitsrisiken für „White-“ bzw. „Grey-Hat-Hacker“ beinhaltet - https://t1p.de/6axu5
5) Wenn gesellschaftliche Krisen zur Dauerbelastung werden. Studie zeigt wachsende psychische Belastungen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte
Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter in Deutschland sind gegenüber gesellschaftlichen Krisen nicht dauerhaft widerstandsfähig. Eine neue Studie auf Basis des Deutschen Alterssurveys zeigt: Während frühere Krisen nur vorübergehende oder geringe Spuren im psychosozialen Wohlbefinden hinterließen, haben sich zentrale Wohlbefindensindikatoren seit 2021 deutlich verschlechtert. Untersucht wurden depressive Symptome, Lebenszufriedenheit und Einsamkeit bei Menschen ab 40 Jahren in Deutschland. Seit 2021 sank die Lebenszufriedenheit, die Einsamkeit nahm wieder zu, und depressive Symptome stiegen deutlich an. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Jahr 2024: Der Anstieg depressiver Symptome fiel hier stärker aus als in den Jahren zuvor. Die Studie „Psychological Trajectories in Germany Across a Decade of Societal Crises“ (veröffentlicht in den Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences) ordnet diese Entwicklung in den Kontext einer sogenannten „Polykrise“ ein. Dabei handelt es sich um die anhaltende Überlagerung mehrerer gesellschaftlicher Belastungen: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Energieunsicherheit, Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und politische Polarisierung etc.. Solche Belastungen bleiben nicht nur auf Politik und Wirtschaft beschränkt. Sie können den Alltag vieler Menschen prägen, Zukunftssorgen verstärken und psychische wie soziale Bewältigungsressourcen beanspruchen - https://t1p.de/d5n7o
Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter in Deutschland sind gegenüber gesellschaftlichen Krisen nicht dauerhaft widerstandsfähig. Eine neue Studie auf Basis des Deutschen Alterssurveys zeigt: Während frühere Krisen nur vorübergehende oder geringe Spuren im psychosozialen Wohlbefinden hinterließen, haben sich zentrale Wohlbefindensindikatoren seit 2021 deutlich verschlechtert. Untersucht wurden depressive Symptome, Lebenszufriedenheit und Einsamkeit bei Menschen ab 40 Jahren in Deutschland. Seit 2021 sank die Lebenszufriedenheit, die Einsamkeit nahm wieder zu, und depressive Symptome stiegen deutlich an. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Jahr 2024: Der Anstieg depressiver Symptome fiel hier stärker aus als in den Jahren zuvor. Die Studie „Psychological Trajectories in Germany Across a Decade of Societal Crises“ (veröffentlicht in den Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences) ordnet diese Entwicklung in den Kontext einer sogenannten „Polykrise“ ein. Dabei handelt es sich um die anhaltende Überlagerung mehrerer gesellschaftlicher Belastungen: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Energieunsicherheit, Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und politische Polarisierung etc.. Solche Belastungen bleiben nicht nur auf Politik und Wirtschaft beschränkt. Sie können den Alltag vieler Menschen prägen, Zukunftssorgen verstärken und psychische wie soziale Bewältigungsressourcen beanspruchen - https://t1p.de/d5n7o
6) „Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention“: Überarbeitetes Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden der Gesundheitsförderung
Das im Zuge der Umbenennung der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA) in das „Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit“ (BIÖG) ebenfalls grundlegend überarbeitete Glossar steht für eine systematische, wissenschaftlich fundierte und kontinuierlich weiterentwickelte Darstellung zentraler Konzepte, Strategien und Methoden der Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland. Als (open access verfügbares) Glossar bündelt es fachliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis und möchte damit einen wesentlichen Beitrag zur terminologischen Konsensbildung, zur konzeptionellen Orientierung sowie zum interdisziplinären Austausch leisten. Die Wurzeln der Leitbegriffe reichen zurück in die Phase der zunehmenden Professionalisierung des Berufsfeldes Gesundheitsförderung und Prävention Mitte der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre. Die kontinuierliche Weiterentwicklung bis zur aktuellen Fassung spiegelt sich sowohl in der wachsenden Zahl der Beiträge als auch in der zunehmenden Beteiligung von Fachautorinnen und -autoren wider. Im Jahr 2026 umfasst das Glossar rund 140 Leitbegriffe, verfasst von ca. 170 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis - https://t1p.de/5456g
Das im Zuge der Umbenennung der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA) in das „Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit“ (BIÖG) ebenfalls grundlegend überarbeitete Glossar steht für eine systematische, wissenschaftlich fundierte und kontinuierlich weiterentwickelte Darstellung zentraler Konzepte, Strategien und Methoden der Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland. Als (open access verfügbares) Glossar bündelt es fachliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis und möchte damit einen wesentlichen Beitrag zur terminologischen Konsensbildung, zur konzeptionellen Orientierung sowie zum interdisziplinären Austausch leisten. Die Wurzeln der Leitbegriffe reichen zurück in die Phase der zunehmenden Professionalisierung des Berufsfeldes Gesundheitsförderung und Prävention Mitte der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre. Die kontinuierliche Weiterentwicklung bis zur aktuellen Fassung spiegelt sich sowohl in der wachsenden Zahl der Beiträge als auch in der zunehmenden Beteiligung von Fachautorinnen und -autoren wider. Im Jahr 2026 umfasst das Glossar rund 140 Leitbegriffe, verfasst von ca. 170 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis - https://t1p.de/5456g
7) 10-Punkte umfassender Maßnahmenplan der Bundesregierung mit dem Ziel des besseren Schutzes vor islamistischem Terrorismus
Als kriminalpolitische Antwort auf den islamistisch motivierten Terroranschlag auf den CSD in Berlin vom 25.07.2026 haben federführend für die Bundesregierung das Innen- und das Justizministerium einen Maßnahmenplan vorgelegt. Das Konzept erfordert umfangreiche, z. T. dogmatisch sehr anspruchsvolle legislative Vorhaben auf den Gebieten des (Jugend-) Straf- und Strafprozessrechts, des Vereins- und des Datenschutzrechts. Zudem sind Maßnahmen zur Verbesserung der Radikalisierungs- und Extremismusprävention, insbesondere auch im digitalen Raum, beabsichtigt. Einige der angekündigten legislativen Maßnahmen, wie z. B. die stärkere Verankerung des Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit in § 105 JGG oder die Modifikation des § 224 StGB (gefährliche Körperverletzung unter Verwendung eines Messers) hinsichtlich des Deliktscharakters (Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr), werden in Wissenschaft und Forschung im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens sicher kontrovers diskutiert werden - https://t1p.de/w1khw
Als kriminalpolitische Antwort auf den islamistisch motivierten Terroranschlag auf den CSD in Berlin vom 25.07.2026 haben federführend für die Bundesregierung das Innen- und das Justizministerium einen Maßnahmenplan vorgelegt. Das Konzept erfordert umfangreiche, z. T. dogmatisch sehr anspruchsvolle legislative Vorhaben auf den Gebieten des (Jugend-) Straf- und Strafprozessrechts, des Vereins- und des Datenschutzrechts. Zudem sind Maßnahmen zur Verbesserung der Radikalisierungs- und Extremismusprävention, insbesondere auch im digitalen Raum, beabsichtigt. Einige der angekündigten legislativen Maßnahmen, wie z. B. die stärkere Verankerung des Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit in § 105 JGG oder die Modifikation des § 224 StGB (gefährliche Körperverletzung unter Verwendung eines Messers) hinsichtlich des Deliktscharakters (Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr), werden in Wissenschaft und Forschung im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens sicher kontrovers diskutiert werden - https://t1p.de/w1khw
8) Studie: “Wenn Hass mitspielt – Forschungsgutachten (Rechts-)Extremismus im Gaming-Bereich“
Das von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bayerischen Sozialministerium beauftragte Gutachten untersucht, wie extremistische Botschaften in Geming-Räume gelangen, dort eine Radikalisierung der Nutzer beeinflussen / begünstigen können und wo Prävention ansetzen kann – https://t1p.de/abzi6
Das von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bayerischen Sozialministerium beauftragte Gutachten untersucht, wie extremistische Botschaften in Geming-Räume gelangen, dort eine Radikalisierung der Nutzer beeinflussen / begünstigen können und wo Prävention ansetzen kann – https://t1p.de/abzi6
9) Forschungsprojekt “Merkmale zur Einschätzung des individuellen Kriminalitätsrisikos von Jugendlichen“ (MEIKS) an den Universitäten in Bonn und Tübingen
In dem nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin derzeit jugendkriminalpolitisch kontrovers diskutierten Rahmen, nicht nur mit Blick auf die vielfach zitierte Senkung der Strafmündigkeit, ist eine wissenschaftlich begleitete Entwicklung belastbarer Merkmale zur Einschätzung des individuellen Kriminalitätsrisikos von Jugendlichen und der kriminologisch sachgerechte Umgang mit Devianz, einhergehend mit für die Praxis hilfreichen Einschätzungs- und Dokumentationshilfen für die (sicherheits-)behördliche Jugendsachbearbeitung, dringend notwendig. Das Projekt „MEIKS“ bietet hierzu u. a. eine umfangreich erprobte Struktur von Risiko- und Schutzfaktoren an und ermöglicht so eine deutlich individuellere Erfassung von Risiken und die Entwicklung einer zielgenaueren Hilfeplanung - https://t1p.de/ikx5t
In dem nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin derzeit jugendkriminalpolitisch kontrovers diskutierten Rahmen, nicht nur mit Blick auf die vielfach zitierte Senkung der Strafmündigkeit, ist eine wissenschaftlich begleitete Entwicklung belastbarer Merkmale zur Einschätzung des individuellen Kriminalitätsrisikos von Jugendlichen und der kriminologisch sachgerechte Umgang mit Devianz, einhergehend mit für die Praxis hilfreichen Einschätzungs- und Dokumentationshilfen für die (sicherheits-)behördliche Jugendsachbearbeitung, dringend notwendig. Das Projekt „MEIKS“ bietet hierzu u. a. eine umfangreich erprobte Struktur von Risiko- und Schutzfaktoren an und ermöglicht so eine deutlich individuellere Erfassung von Risiken und die Entwicklung einer zielgenaueren Hilfeplanung - https://t1p.de/ikx5t
10) Fachtagung an der DHPol Münster-Hiltrup: CfP - “Wenn Erfahrung Wissen wird: Betroffenenperspektive als ein Wegweiser professioneller Polizeiarbeit“
Gemeinsam mit der Hochschule der Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV), der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit Hessen (HöMS) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet die Deutsche Hochschule der Polizei in der Zeit vom 23.02. – 25.02.2027 im Rahmen des Projekts „DISKURS“ (Demokratie – Räume – Bilden. Professionalisierung der Polizei durch politische Bildung) die o. g. Fachtagung in Münster Hiltrup - https://t1p.de/fsmnp
Gemeinsam mit der Hochschule der Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV), der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit Hessen (HöMS) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet die Deutsche Hochschule der Polizei in der Zeit vom 23.02. – 25.02.2027 im Rahmen des Projekts „DISKURS“ (Demokratie – Räume – Bilden. Professionalisierung der Polizei durch politische Bildung) die o. g. Fachtagung in Münster Hiltrup - https://t1p.de/fsmnp
11) Independent Police Accountability Bodies – Comparative Complaints against the Police (open access)
Der bei Routledge erschienene, u. a. von Hartmut Aden und Tobias Singelnstein mitherausgegebene interdisziplinäre Sammelband beinhaltet eine länderübergreifende (Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien) Darstellung und Analyse der Entstehung (in einem Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte), der Organisation, der alltäglichen Arbeit - nebst ihrer strukturellen und praktischen Hemmnisse - sogenannter „unabhängiger Polizeibeschwerdestellen“. Der Band ist das Ergebnis des internationalen Projekts „Police Accountability: Towards International Standards“ - https://t1p.de/mhuta
Der bei Routledge erschienene, u. a. von Hartmut Aden und Tobias Singelnstein mitherausgegebene interdisziplinäre Sammelband beinhaltet eine länderübergreifende (Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien) Darstellung und Analyse der Entstehung (in einem Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte), der Organisation, der alltäglichen Arbeit - nebst ihrer strukturellen und praktischen Hemmnisse - sogenannter „unabhängiger Polizeibeschwerdestellen“. Der Band ist das Ergebnis des internationalen Projekts „Police Accountability: Towards International Standards“ - https://t1p.de/mhuta
12) „Jenseits des Feigenblatts – Kriminologische Analyse der Prävention durch Criminal Compliance“ (open access)
Im 48. Band der Reihe „Göttinger Studien zu den Kriminalwissenschaften“ stellt die Autorin die wirtschaftskriminologische Kernfrage der Compliance-Forschung: Kann Criminal Compliance tatsächlich Wirtschaftskriminalität in und durch Unternehmen verhindern? Oder ist sie bloß ein Feigenblatt zur Verschleierung krimineller Unternehmenspraktiken? https://t1p.de/ivora
Im 48. Band der Reihe „Göttinger Studien zu den Kriminalwissenschaften“ stellt die Autorin die wirtschaftskriminologische Kernfrage der Compliance-Forschung: Kann Criminal Compliance tatsächlich Wirtschaftskriminalität in und durch Unternehmen verhindern? Oder ist sie bloß ein Feigenblatt zur Verschleierung krimineller Unternehmenspraktiken? https://t1p.de/ivora
13) 10 Jahre interdisziplinäres, behörden- und institutionenübergreifendes Bedrohungsmanagement im Kanton Zürich – Tagungsband (open access) erschienen
Der inhaltsreiche Sammelband enthält die Beiträge der Arbeitstagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens eines strukturierten Bedrohungsmanagements im Kanton Zürich (https://t1p.de/tiqcm). Im Vorfeld konkreter Maßnahmen eines angesichts institutionenübergreifender präventiver Bemühungen bedeutsamer werdenden strukturierten Bedrohungsmanagements wird eine konsistente Methodik der Risiko- und Bedrohungsanalyse schon aufgrund der stets tiefgreifenden Eingriffsqualität des individuellen Bedrohungsmanagements immer wichtiger. Schon deshalb ist das aktuelle „Scoping Review“ polizeilicher Maßnahmen der Risiko- und Bedrohungsanalyse in England und Wales von Halford im European Journal on Criminal Policy and Research ergänzend zu den Beiträgen des Sammelbands interessant - https://t1p.de/32cjw
Der inhaltsreiche Sammelband enthält die Beiträge der Arbeitstagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens eines strukturierten Bedrohungsmanagements im Kanton Zürich (https://t1p.de/tiqcm). Im Vorfeld konkreter Maßnahmen eines angesichts institutionenübergreifender präventiver Bemühungen bedeutsamer werdenden strukturierten Bedrohungsmanagements wird eine konsistente Methodik der Risiko- und Bedrohungsanalyse schon aufgrund der stets tiefgreifenden Eingriffsqualität des individuellen Bedrohungsmanagements immer wichtiger. Schon deshalb ist das aktuelle „Scoping Review“ polizeilicher Maßnahmen der Risiko- und Bedrohungsanalyse in England und Wales von Halford im European Journal on Criminal Policy and Research ergänzend zu den Beiträgen des Sammelbands interessant - https://t1p.de/32cjw
14) Die „Ungefährlichkeitsvermutung“ im Massnahmenrecht (open access)
Am Beispiel der Vorschriften des Schweizer präventiv-freiheitsentziehenden strafrechtlichen Maßregelrechts wird in der open access zugänglichen Dissertation – ausgehend von der tief in der rechtsstaatlichen Kultur verankerten strafprozessualen „Unschuldsvermutung“ – der sowohl in Forschung als auch in der Praxis weitaus schwierigeren Beurteilung der (prognostizierten) Gefährlichkeit als Grundlage der zweiten, präventiven Säule des Strafrechts in der Form gerichtlich angeordneter Maßnahmen der Besserung und Sicherung beispielhaft nachgegangen und allgemein verbindliche Bedingungen für die (gerichtliche) Widerlegung der Vermutung der Ungefährlichkeit als Grundlage für derartige Maßregeln entwickelt - https://t1p.de/stv8g
Am Beispiel der Vorschriften des Schweizer präventiv-freiheitsentziehenden strafrechtlichen Maßregelrechts wird in der open access zugänglichen Dissertation – ausgehend von der tief in der rechtsstaatlichen Kultur verankerten strafprozessualen „Unschuldsvermutung“ – der sowohl in Forschung als auch in der Praxis weitaus schwierigeren Beurteilung der (prognostizierten) Gefährlichkeit als Grundlage der zweiten, präventiven Säule des Strafrechts in der Form gerichtlich angeordneter Maßnahmen der Besserung und Sicherung beispielhaft nachgegangen und allgemein verbindliche Bedingungen für die (gerichtliche) Widerlegung der Vermutung der Ungefährlichkeit als Grundlage für derartige Maßregeln entwickelt - https://t1p.de/stv8g
15) 25 Jahre nach 9/11: Die Zukunft der globalen dschihadistischen Bewegung (open access)
Am 9. September jährten sich die Anschläge mittels gekaperter Verkehrsflugzeuge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon zum 25. Mal. Aus diesem Anlass ziehen namhafte Analysten und Wissenschaftler im Auftrag des unabhängigen gemeinnützigen „Soufan Centers“ mit Sitz in New York eine kritische Bilanz zur Entwicklung der globalen Dschihadistenbewegung seither nach dem „war on terror“ - https://t1p.de/ef68x
Am 9. September jährten sich die Anschläge mittels gekaperter Verkehrsflugzeuge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon zum 25. Mal. Aus diesem Anlass ziehen namhafte Analysten und Wissenschaftler im Auftrag des unabhängigen gemeinnützigen „Soufan Centers“ mit Sitz in New York eine kritische Bilanz zur Entwicklung der globalen Dschihadistenbewegung seither nach dem „war on terror“ - https://t1p.de/ef68x
16) Policy-Handbuch für die Zivilgesellschaft. Ein Werkzeugkasten für gemeinwohlorientierte politische Arbeit (open access)
Das von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) herausgegebene Policy-Handbuch liefert der Zivilgesellschaft eine wichtige Ressource: politisches Erfahrungswissen. Es behandelt bedeutsame Fragen, wie z. B.: Wie komme ich an ein Abgeordnetengespräch? Wie bereite ich mich vor, wenn ich als Expert(in) zu einer Anhörung eingeladen werde? Worauf ist zu achten, wenn eine Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf eingereicht werden soll? Und welche Möglichkeiten gibt es noch, um berechtigten Forderungen politisches Gehör zu verschaffen? Das Policy-Handbuch unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen dabei, politische Prozesse zu verstehen und ihre Anliegen strategisch einzubringen. Es bietet praktisches Wissen, konkrete Werkzeuge und Erfahrungen aus der politischen Arbeit – besonders für kleine Teams und Organisationen mit begrenzten Ressourcen - https://t1p.de/1a7lh
Das von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) herausgegebene Policy-Handbuch liefert der Zivilgesellschaft eine wichtige Ressource: politisches Erfahrungswissen. Es behandelt bedeutsame Fragen, wie z. B.: Wie komme ich an ein Abgeordnetengespräch? Wie bereite ich mich vor, wenn ich als Expert(in) zu einer Anhörung eingeladen werde? Worauf ist zu achten, wenn eine Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf eingereicht werden soll? Und welche Möglichkeiten gibt es noch, um berechtigten Forderungen politisches Gehör zu verschaffen? Das Policy-Handbuch unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen dabei, politische Prozesse zu verstehen und ihre Anliegen strategisch einzubringen. Es bietet praktisches Wissen, konkrete Werkzeuge und Erfahrungen aus der politischen Arbeit – besonders für kleine Teams und Organisationen mit begrenzten Ressourcen - https://t1p.de/1a7lh