Buchbesprechungen

The geography of social context and crime

Whereas one line of recent neighborhood research has placed an emphasis on zooming into smaller units of analysis such as street blocks, another line of research has suggested that even the meso-area of neighborhoods is too narrow and that the area surrounding the neighborhood is also important. The authors found that racially and ethnically homogenous blocks within heterogeneous block groups have the most crime. Source: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1745-9125.12074/abstract

Wahlergebnisse in Deutschland sind sozial nicht mehr repräsentativ

Erstmalig durchgeführte Schätzungen zur Wahlbeteiligung der sozialen Milieus bei der Bundestagswahl 2013 zeigen: Die Wahlbeteiligung der sozialen Oberschicht liegt um bis zu 40 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung der sozial schwächeren Milieus. Die sozial benachteiligten Milieus sind im Wahlergebnis um bis zu ein Drittel unterrepräsentiert. Ihr Anteil an den Nichtwählern ist fast doppelt so hoch wie ihr Anteil an allen Wahlberechtigten. Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ZD_EINWURF_2_2015.pdf

Gewalt durch Polizei

Während zum Thema Gewalterfahrungen von Polizeibeamten innerhalb der letzten Jahre ein großes Forschungsinteresse festzustellen ist, liegen zur polizeilichen Gewaltausübung bislang kaum empirische Erkenntnisse vor. Im vorliegenden Beitrag werden deshalb Befunde zum Ausmaß sowie zu möglichen Einflussfaktoren der Gewaltausübung durch Polizeibeamte vorgestellt. Hierfür wird auf die Daten von zwei Untersuchungen zurückgegriffen. Bei der ersten Studie handelt es sich um eine niedersachsenweit repräsentative Befragung der ab 16-jährigen Wohnbevölkerung (N = 5.866). In dieser Untersuchung gab etwa jeder 200. Befragte an, physische Gewalt durch Polizeibeamte erlebt zu haben. In der zweiten Studie wurden niedersächsische Einsatz-und Streifendienstbeamte zur Gewaltausübung im Dienst befragt (N = 1.931). Nach eigenen Angaben setzten sie in rund einem Drittel aller Einsätze leichtere Formen der Gewalt (z.B. Schubsen) ein; bei etwa jedem 14. Einsatz kam es zu schwerer Gewalt (z.B. Schlagen). Mit Blick auf verschiedene situative und personenbezogene Einflussfaktoren erweist sich die eigene Opferschaft als stärkster Prädiktor für die Gewaltausübung. Zudem steigt das Risiko polizeilicher Gewaltausübung in Situationen, an denen mehrere und als gefährlich einzustufende Bürger beteiligt sind. Auf Personenebene ergeben sich für das Geschlecht des Beamten sowie dessen Risikobereitschaft signifikante Effekte. Der Beitrag ist in der neuen Zeitschrift „Rechtspsychologie“ erschienen und steht kostenlos zum download zur Verfügung unter http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/2365-1083-2015-1-22/gewaltausuebung-durch-polizeibeamte-ausmass-und-einflussfaktoren-jahrgang-1-2015-heft-1?page=1