Alle Artikel von Detlef.Dackel

Karlhans Liebl – Das Dunkelfeld der Kriminalität in Hessen – Rezensiert von: Thomas Feltes

Liebl, Karlhans; Das Dunkelfeld der Kriminalität in Hesse; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main, 2019, 115 S., ISBN: 978-3-86676-550-4, 19.90 Euro

Nach den Dunkelfelduntersuchungen, die der Autor im Freistaat Sachsen durchgeführt hat, legt er nun eine weitere Untersuchung zu diesem Forschungsgegenstand für das Bundesland Hessen vor. Auch für dieses Bundesland lag bisher keine vergleichbare Untersuchung vor, sodass nun zum ersten Mal Hinweise auf die (so der Autor) „tatsächliche Kriminalitätsbelastung“ in Hessen vorliegen und andererseits auch für die gesamte Forschung zum Kriminalitätsaufkommen weitere interessante Ergebnisse erzielt werden konnten. So konnte festgestellt werden, dass eine Viktimisierung starke Auswirkungen auf die Kriminalitätsfurcht und auf das Freizeitverhalten der Bevölkerung hat. Karlhans Liebl – Das Dunkelfeld der Kriminalität in Hessen – Rezensiert von: Thomas Feltes weiterlesen

Helen Behn – Suicide by Cop in Deutschland. Eine Pilotstudie auf Grundlage einer Dokumentenanalyse von Fällen aus Niedersachsen – Rezensiert von: Thomas Feltes

Behn, Helen; Suicide by Cop in Deutschland. Eine Pilotstudie auf Grundlage einer Dokumentenanalyse von Fällen aus Niedersachsen; Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt/Main, 2019, ISBN: 978-3-86676-591-7, 28.90 Euro

Suicide by Cop, die von einer Person provozierte eigene Tötung unter der Ausnutzung von Polizeibeamten, ist ein Phänomen, das in Deutschland bislang empirisch nicht untersucht wurde. Ob man es, wie der Umschlagtext des Buches suggeriert, als „Kriminalitätsphänomen“ bezeichnet, hängt letztendlich aber davon ab, welche Handlung derjenige unternimmt, der es darauf anlegt, von einem Polizeibeamten getötet zu werden. Helen Behn – Suicide by Cop in Deutschland. Eine Pilotstudie auf Grundlage einer Dokumentenanalyse von Fällen aus Niedersachsen – Rezensiert von: Thomas Feltes weiterlesen

Pia Klemp – Lass uns mit den Toten tanzen – Rezensiert von: Thomas Feltes

Klemp, Pia; Lass uns mit den Toten tanzen; MaroVerlag, Augsburg 2019, ISBN 978-3-87512-491-0, 20.- Euro.

Ein Buch wie eine Faust ins Gesicht all derjenigen, die zuhause bequem im Sessel sitzen und die Ungerechtigkeit der Welt beklagen. Gleichzeitig ein Buch, das Hoffnung macht, allerdings eher beschränkt, da es die bürokratische und politische Ignoranz in Sachen Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer derart entlarvt, dass es beim Lesen weh tut. Man schämt sich. Für „seine“ Politiker“, für „seine“ EU, selbst dann, wenn man sich selbst irgendwie und irgendwo engagiert. Der alte Sponti-Spruch, dass nicht nur das Private, sondern alles politisch ist, bewahrheitet sich hier wieder einmal.[1] Pia Klemp – Lass uns mit den Toten tanzen – Rezensiert von: Thomas Feltes weiterlesen

Thomas Kubera / Gerd Thielmann (Hrsg.) – Handbuch für Führung und Einsatz der Polizei. Kommentar zur PDV 100 – VS-NfD – Rezensiert von: Holger Plank

Kubera, Thomas[1] / Thielmann, Gerd[2] (Hrsg.); Handbuch für Führung und Einsatz der Polizei. Kommentar zur PDV 100 – VS-NfD“ [3]; ISBN: 978-3-415-05991-7, ca. 3.100 Seiten, Richard Boorberg Verlag, Stuttgart, o. J., Loseblattsammlung in zwei Bänden, Bearbeitungsstand 6. Ergänzungslieferung[4] April 2019, 76.- €

Die Polizeidienstvorschrift (PDV) 100 (VS-NfD) wird – wie alle PDV und Leitfäden – vom Arbeitskreis II (AK II) der Innenministerkonferenz beauftragt und herausgegeben und (seit 1974) von der Vorschriftenkommission (VK – organisiert als eine Art „stän­dige Projekt­gruppe“) des AK II erarbeitet. Dabei ist die PDV 100 (VS-NfD) die Basisvorschrift, in gewisser Weise „die Mutter aller weiteren Dienstvorschriften“ (Vorwort der Hrsg.). Thomas Kubera / Gerd Thielmann (Hrsg.) – Handbuch für Führung und Einsatz der Polizei. Kommentar zur PDV 100 – VS-NfD – Rezensiert von: Holger Plank weiterlesen

Edith Huber – Cybercrime. Eine Einführung – Rezensiert von: Holger Plank

Huber, Edith[1]; Cybercrime. Eine Einführung [2]; ISBN: 978-3-658-26150-4, 162 Seiten, Springer VS Verlag, Wiesbaden, 2019, 22.90 € [für die Besprechung habe ich das eBook genutzt, welches 16,99 € kostet]

Edith Huber gehört zu den wenigen Forscherinnen im deutschsprachigen Raum, die sich um die Phänomenologie der Cyberkriminalität große Ver­dienste erworben hat. Zuletzt hat sie sich bspw. auf Grundlage einer um­fänglichen Aktenauswertung des Gerichts­bezirks Wien[3] mit den Besonderheiten / der Typologie der (ermittelten und verurteilten) Täter sowie der im Kern („Cybercrime im engeren Sinne“) allgemein eher losen, zufälligen Täter-Opfer-Beziehungen / -Auswahl bzw. sonstiger viktimologischer Be­son­derheiten beschäftigt. Edith Huber – Cybercrime. Eine Einführung – Rezensiert von: Holger Plank weiterlesen