Buch-BLOG

Dr. Sven Großmann – Liberales Strafrecht in der komplexen Gesellschaft. Über die Grenzen strafrechtlicher Verantwortung

Großmann, Sven Dr.; Liberales Strafrecht in der komplexen Gesellschaft. Über die Grenzen strafrechtlicher Verantwortung[1]; (ISBN: 978-3-8487-3560-0, 374 Seiten, Nomos Verlag, Reihe: Studien zum Strafrecht, Band 78, Baden-Baden, 2016, 97.- €)

In seiner im Juli 2016 an der Universität in Hamburg angenommenen Dissertation geht Großmann[2] auf den ambivalenten, daher modi­fizierungs­bedürftigen Verantwor­tungsbegriff in modernen, komplexen (Risiko-)Gesell­schaften ein, in denen die – v. a. eben jener Komplexität geschuldete – Unüber­schaubarkeit der Kausalverläufe zur Unsicherheit, mitunter sogar zu irrationaler Angst bei den in ihnen lebenden Menschen beiträgt. „Der Ruf nach Verant­wortung erklinge gerade dort laut, wo deren Bestimmung besonders proble­matisch ist“, so der Autor. Dr. Sven Großmann – Liberales Strafrecht in der komplexen Gesellschaft. Über die Grenzen strafrechtlicher Verantwortung weiterlesen

James Banks – Gambling, Crime and Society

Banks, James; Gambling, Crime and Society; Palgrave Macmillan /Springer Nature, London, ISBN 978-1-137-57993-5, 243 S., 96,29 Euro (Hardcover)

Als das Buch auf meinem Schreibtisch landete, dachte ich zuerst an einen Irrtum des Verlages. Einen Liebesroman hatte ich nicht zur Besprechung bestellt, auch kein Liebesdrama, bei dem sich das Herz erst dreht, dann zerplatzt (s. Cover; die schlechte Qualität der Grafik hier ist dem Verlag zuzurechnen, der leider keine bessere Vorlage zur Verfügung stellt, und auch das auf der website http://www.palgrave.com/de/book/9781137579935 angekündigte „Free Preview“ funktioniert nicht). James Banks – Gambling, Crime and Society weiterlesen

Jens Meyer-Ladewig / Martin Nettesheim / Stefan Raumer (Hsrg.) – EMRK Europäische Menschenrechtskonvention

Meyer-Ladewig, Jens/ Nettesheim, Martin / Raumer, Stefan (Hsrg.); EMRK Europäische Menschenrechtskonvention; Handkommentar 4. Auflage 2017, 858 S., Gebunden, ISBN 978-3-8487-1076-8, 118.- Euro

Die „Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms„, also die Konvention zum Schutze der Menschen­rechte und Grundfreiheiten (kurz EMRK, Europäische Menschenrechtskonvention), wurde bereits im Jahr 1950 vom Europarat verabschiedet und ist drei Jahre später, am 3. September 1953, in Kraft getreten. Mit der Europäischen Menschenrechtskonvention wurde erstmals in Europa ein völkerrechtlich verbindlicher Grundrechteschutz geschaffen, der von Jedermann einklagbar ist. Jens Meyer-Ladewig / Martin Nettesheim / Stefan Raumer (Hsrg.) – EMRK Europäische Menschenrechtskonvention weiterlesen

Thomas S. Eberle – Fotografie und Gesellschaft – Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven

Eberle, Thomas S.; Fotografie und Gesellschaft – Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven; Transcript-Verlag Bielefeld, 2017, 456 Seiten, Hardcover, zahlr. z.T. farb. Abb., ISBN 978-3-8376-2861-6, 29,99 Euro

Der Autor, emeritierter Professor an der Universität St. Gallen in der Schweiz[1], ist ein renommierter Soziologe und vor allem für seine Arbeiten zur qualitativen Sozialforschung bekannt. Das nun von ihm herausgegebene Buch setzt genau hier an: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – so ein Sprichwort[2]. Die Aussagekraft, die ein Bild haben kann, lässt sich an einer Vielzahl von Beispielen belegen. Thomas S. Eberle – Fotografie und Gesellschaft – Phänomenologische und wissenssoziologische Perspektiven weiterlesen

Silvia Staubli – Trusting the Police – Comparisons across Eastern and Western Europe

Staubli Silvia; Trusting the Police – Comparisons across Eastern and Western Europe; ISBN 978-3-8376-37, transcript-Verlag Bielefeld 2017, 200 Seiten, 34,99 Euro

Die Polizei genießt großes Vertrauen bei den Bürgern. Das zeigen regelmäßige Befragungen, wie z.B. im März 2017 in einer vom stern in Auftrag gegebenen Forsa-Untersuchung. Neben der Polizei, die im Vergleich zum Vorjahr gleich um elf Prozentpunkte auf 88 Prozent zulegen konnte, vertrauen die Deutschen vor allem den eigenen Arbeitgebern (83 Prozent) und den Ärzten (80 Prozent), während Wirtschaftsmanager allgemein (15 Prozent) und die Werbeagenturen (9 Prozent) die Schlusslichter sind[1]. Die Politik rangiert bei solchen Befragungen übrigens ebenfalls ganz am Ende. Silvia Staubli – Trusting the Police – Comparisons across Eastern and Western Europe weiterlesen