Fischer, Anstötz, Lutz, Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen (Chat-Book 2026), Verlag C. H. Beck, München, 73. Auflage 2026, ISBN 978-3-406-83927-6, 2.806 Seiten, Reihe Beck’sche Kurzkommentare, Band 10, 165.- €)
Das materielle Strafrecht unterliegt als Spiegel gesellschaftlichen / kriminalpolitisch
motivierten Strafbedürfnisses als soziales Konstrukt beständiger Veränderung. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung des Jahres 2021 enthielt zahlreiche Arbeitsaufträge für das Bundesjustizministerium[1], von denen die meisten umgesetzt und zum größten Teil dogmatisch bereits in Vorauflagen des Werks, zur besseren Übersicht dankenswerterweise akribisch in einem Änderungsverzeichnis[2] aufgelistet, verarbeitet wurden.
gilt nicht nur für den Freistaat Bayern, dort aber durch eine Vielzahl von Novellen seit dem Jahr 2017 sicher im Besonderen.
dieser Frage beschäftigt und eine polizeiliche Unterlassungsanordnung, die letztlich unter Anwendung von Unmittelbarem Zwang mittels einfacher körperlicher Gewalt durchgesetzt worden war (Herunterdrücken der Hand des Klägers, mit welcher er das zur Aufnahme genutzte Mobiltelefon hielt), für rechtswidrig erklärt.
Krankenhäusern oder in Behörden / Ämtern, treffen tagtäglich in einer Vielzahl von im Einzelfall konfliktträchtigen Situationen auf „den Bürger“. Für den professionellen Umgang hiermit benötigen sie dringend empirisch fundierte und praxisorientierte Ratgeber zur Risikoerkennung und zum professionellen Konflikthandling.
Bereich polizeilichen Handels ist davon besonders betroffen, weil der Bürger staatliche Gewalt hier unmittelbar und direkt erfährt (Stichwort: Gewaltmonopol). Gerade bei polizeilichem Handeln sind aber Zweifel an dieser Transparenz angebracht. Die Studie von Felix Rauls beschreibt die Problematik und nährt im Ergebnis diese Zweifel.