Patrick Niegisch, Markus M. Thielgen, Einführung in die Vernehmungspraxis. Kompetenz – Konzept – Kommunikation, Kriminalistik, C.F. Müller GmbH, Heidelberg 2022, ISBN: 978 3 783 200 638, 340 Seiten, 30,00 Euro.
Informationsakquise ist für sämtliche Berufe mit Vernehmungs- und Befragungspraxis von täglicher und essenzieller Bedeutung. Polizeiliche Vernehmungen sind von ein
er professionellen – aber neutralen – Neugier geprägt, die sach- und personenbezogen ist und von einem kriminalistischen Denken dominiert wird. Wer fragt, bekommt Antworten – wer richtig fragt, bekommt überauffällig häufig auch die richtigen Antworten. Das Umfeld und die Fragen, die der Vernehmende stellt, steuern die Qualität der Antworten; Fragen und Antworten bilden eine Symbiose. Continue reading Niegisch / Thielgen, Einführung in die Vernehmungspraxis. Rezensiert von Leif G. Artkämper
und den originellen Charme des Bösen. Einige Übeltäter schließen Sie vielleicht sogar in Ihr Herz“ – letzteres wäre dann nicht unbedingt politisch korrekt…
Deutschland, zu konturieren, sie folglich in einem Konzept zu verorten, damit sie „(…) in ihrer historischen und aktuellen Bedeutung sichtbar und auch präsenter (…)“ (S. 11) und damit unweigerlich auch gestärkt wird. Die Autorinnen wollen Begriffsarbeit leisten (vgl. S. 20) sowie für die Herausforderungen einer qualitativen Kriminologie sensibilisieren, indem sie „einen vertieften methodologischen Diskurs und Auseinandersetzungen mit den für qualitativ-kriminologische Forschung spezifischen Herausforderungen anstoßen“ (S. 19). So organisierten sie eine gleichlautende Tagung am KFN, starteten einen Publikationsaufruf und veröffentlichten diesen Sammelband, den sie selbst als „(…) Versuch einer Rekonstruktion des qualitativ-kriminologisch forschenden (Wissenschafts-)Feldes lesen – mit zentralen Forschungsgegenständen, Debatten und methodologischen Positionen im Sinne von Feldkonzepten.“ (S. 20).
Entwicklung der modernen Strafverteidigung Deutschlands – aus der Sicht von 25 höchst unterschiedlichen, aber sicherlich renommierten Strafverteidigern aus den vergangenen fünf Dekaden – wieder. Dass deren Auswahl weder willkürlich noch abschließend, aber zwingend beschränkt ist, versteht sich von selbst. Es handelt sich um eine Festschrift zum 40. Geburtstag der Zeitschrift Strafverteidiger im Jahre 2021, die die beiden Herausgeber in Interviewform gestaltet haben.
rechtsextreme Chatgruppen, rassistisches Verhalten, Gewalt und Diskriminierungen“. Dies kenne er nur zu gut aus seinem Berufsalltag. Ist hier ein Nestbeschmutzer, ein „Gutmensch“ oder ein Sisyphus unterwegs, der nicht müde wird, den Stein, der immer wieder nach unten rollt, wieder hinaufzubefördern? Denn dass es (auch massive) Probleme in und mit der Polizei gibt, kann man nicht (mehr) leugnen.