Christian Barthel (Hrsg.): Proaktive Polizeiarbeit als Führungs- und Managementaufgabe. Grundlagen – Praxis – Perspektiven. Springer Gabler, Wiesbaden 2021, Softcover ISBN: 978-3-658-34200-5, 54,99 Euro, e-book ISBN: 978-3-658-34201-2, 42,99 Euro.
„Bürgerorientierung, eine präventive und proaktive Polizeiarbeit gehört heute zum Selbstverständnis der Polizei. Auf allen Führungsebenen der Polizeiorganisation bis hinauf zu den Funktionsspitzen der Sicherheitspolitik in Bund und Ländern wird dieses Credo kommuniziert. Neben dem objektiven Kriminalitätsaufkommen und der repressiven Bekämpfung von Straftaten gilt die präventive Gefahrenabwehr und die Orientierung am subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürger als ein zentrales Handlungsfeld der Polizei.“ Mit diesen Sätzen beginnt das Vorwort von Barthel in dem von
ihm herausgegebenen Sammelband. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um Polizeigewalt und rechte Netzwerke in der Polizei mutet der Band etwas aus der Zeit gefallen an – bei den oftmals heute leider üblichen Vorläufen von zwei bis drei Jahren für solche Sammelbände kein Wunder. Dennoch lohnt die Lektüre des Bandes, auch und weil die Beiträge interdisziplinär angelegt sind und Theorie und Praxis miteinander verbunden werden – zumindest in den meisten der Beiträge. Continue reading Christian Barthel (Hrsg.): Proaktive Polizeiarbeit als Führungs- und Managementaufgabe. Rezensiert von Thomas Feltes
st es die Tatsache, dass hier ein Psychiater über Vernunft, die, so seine eigene Aussage, „seit Jahrtausenden im Zentrum philosophischen (!) Denkens“ stehe (S. 217), schreibt? Jedenfalls lohnt es sich – auch und besonders wegen der durchgängig sehr positiven Rezensionen des Buches
Lohnt sich eine solche Lektüre? Lohnt es sich, die darin enthaltene Autobiographie dieses „Straftäters“, überschrieben mit „Der Ausreis(ß)ende oder eine Kindheit, die keine Kindheit war“ zu lesen? Um es vorweg zu nehmen: Es lohnt sich auf jeden Fall! 
ökonomische, politische und soziokulturelle Transformationsprozesse, die gegenwärtig noch deutlich an Intensität und Geschwindigkeit zunehmen, verändern die Risikoperzeption der Menschen und des Gesetzgebers. Ganz allgemein stehen traditionelle Gewissheiten zur Disposition, der gewohnten Erwartbarkeit und Berechenbarkeit wird zunehmend das Fundament entzogen. Die Dynamik der Veränderung findet ihre individuelle Entsprechung in abnehmender Überschaubarkeit und sinkender Erwartungssicherheit.