Laura Beck, Jürgen Neitz: Ein steiniger Weg. Netzwerk-Kurier-Verlag Neddemin, 2024, ISBN 978-3-00-080647-6, 298 S., 19,95 Euro
Im Januar 2025 starben innerhalb von wenigen Tagen vier obdachlose Menschen in Dortmund und Lünen. Besonders die Haltung des Dortmunder Sozialamtes sorgte für
Kritik. Dieses hatte erklärt, dass Obdachlosigkeit bei den aktuellen Temperaturen eine freiwillige Entscheidung sei. „Diese Aussage verkennt die Realität“, betont Bastian Pütter, Mitglied der Leitung von bodo e.V., einer Dortmunder Initiative für Obdachlose, die selbst Anlaufstellen für Obdachlose betreibt. „Damit wird suggeriert, es gäbe eigentlich kein Problem. Das ist angesichts von 500 bis 600 obdachlosen Menschen in Dortmund schlicht falsch.“ Pütter kritisierte, dass mit dieser Argumentation die Verantwortung von der Kommune auf die Betroffenen verschoben werde. Continue reading Laura Beck, Jürgen Neitz: Ein steiniger Weg. Rezensiert von Thomas Feltes.
hilosoph, dem die Festschrift anlässlich der titelgebend gleichnamigen alljährlichen Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden (KrimZ) am 24.10.2024 zu seinem Ruhestand überreicht wurde, war ab 2004 für mehr als 20 Jahre stellvertretender Direktor der KrimZ und seit 2008 apl. Professor am Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Göttingen.
durchgesehen und überprüft, welche Straftatbestände historisch überholt sind, sodass sie gestrichen oder angepasst werden müssen. Wir gehen damit eine überfällige Modernisierung der Strafrechtspolitik an. Das stärkt Akzeptanz und Wirksamkeit unseres Rechtsstaates.“
Tatgelegenheitsstruktur des virtuellen Raums beinahe täglich neuartige unerwünschte Phänomene, die fachwissenschaftlich diskutiert, in der Folge nicht selten im kriminalpolitischen Kontext aufgegriffen und als Anlass zur Fortschreibung der Strafgesetzgebung genutzt werden. Die Dynamik dieses kriminalwissenschaftlichen Feldes hält deshalb ungebrochen an.
Polizeiforschung in der einleitenden Würdigung der Festschrift fußt vor allem darauf, dass er „wie kein anderer laut und aus einer differenzierten wissenschaftlichen Perspektive öffentlich über die Polizei nachdenkt, Erkenntnisse benennt und (ein-) ordnet.“ Er zeigt dabei in unzähligen Beiträgen zu Büchern, Sammelbänden, Fachzeitschriften,