Mark Fahnert: Lied des Zorns. Piper, München, 12,99 Euro, E-Book 9.99 Euro, 432 Seiten, ISBN 978-3-492-06211-4
Wenn ein Verlag offensiv damit wirbt, dass der Autor Polizeibeamter ist und „mehrere Jahre … verdeckt als szenekundiger Beamter (ermittelte), bevor er bei der Autobahnpolizei im rasanten Einsatz seinen Dienst versah“ (Klappentext), dann wird man nicht nur als
Kriminologe und Polizeiwissenschaftler stutzig. Auch als gestandener „Krimi-Leser“ ist man erst einmal skeptisch, wenn sich jemand, der das Handwerk des Schreibens nicht erlernt hat, diesem Genre zuwendet – zumal an wirklich guten Kriminalromanen eigentlich kein Mangel herrscht[1]. Continue reading Mark Fahnert: Lied des Zorns. Rezensiert von Thomas Feltes
Cyberkriminologie in einem 755-seitigen Sammelband mit 27 Aufsätzen von insgesamt 50 Autoren den erforderlichen Boden zu bereiten. Das ist gut so, denn mit diesem sprichwörtlichen Wind nach langer Flaute in die schlaffen disziplinären Segel geblasen, leistet das Werk sicher seinen Beitrag, sodass die subkategoriale (cyber-)kriminologische „Brigg“ auch im akademischen Raum „Fahrt aufnehmen“ wird.
jugendstrafrechtlichen Professionen hinweg geschätzten und vielzitierten Standardwerk gemacht. Mit der 21. Auflage geht nun die Bearbeitung des Werkes auf Ralf Kölbel über, der auch schon die Bearbeitung des großen Lehrbuchs der „Kriminologie“ im Jahr 2017 von Hr. Eisenberg übernommen hatte. Das ist schon einmal eine gute Nachricht, bleibt doch das beachtliche Werk somit sehr wahrscheinlich über viele weitere Auflagen erhalten. Nun harrt nur noch das letzte von Hr. Eisenberg mit unablässiger Akribie allein verantwortete große Werk, der Spezialkommentar zum „Beweisrecht der StPO“ (vgl. Fn. 1) der Übernahme der „Neu“-Bearbeitung, dann in der 11. Auflage.
Strafe geschrieben. Darin widerlege er „mit dem Langmut eines Nachhilfelehrers Klischee um Klischee“, schreibt sehr zutreffend
In diesem Werk widmen sich die beiden Autorinnen dem Einsatz von Zeitzeugen, vornehmlich Aussteigern aus der rechtsextremen Szene. Es ist „die erste umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Frühere Extremisten in der schulischen Präventionsarbeit‘ in dieser Art“ (S. 406). Sie führen in den Phänomenbereich und in den überwiegend schulischen Einsatz von Aussteigern ein und begründen so ihre Studie. Diese selbst wird in ihrer Vielfalt dargestellt, reflektiert und in bisherige Forschungserkenntnisse eingebettet. Der Einsatz von Zeitzeugen, zumindest aus extremistischen Szenen, wird begründet hinterfragt und es werden hohe Hürden für einen erfolgversprechenden Nutzen solcher Maßnahmen aufgestellt.