Eckert, Judith; Gesellschaf in Angst? Zur theoretisch-empirischen Kritik einer populären Zeitdiagnose; 436 Seiten, ISBN: 978-3-8376-4847-8, Transcript-Verlag Bielefeld, 39.99 Euro

Innere Sicherheit wird zunehmend als „gefühlte Sicherheit“ gehandelt: Die Angst vor Straftaten erscheint für den einzelnen Bürger wichtiger als die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden. Von Politikern wird diese Angst bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit instrumentalisiert. Im Ausland wird „German Angst“ als typisch deutscher Charakterzug verstanden, Bode (2006) hat sie als „Deutsche Krankheit“ bezeichnet. Deutsche leiden unter Existenzängsten und der Sorge vor negativer Veränderung – und unter der Angst vor Kriminalität. Dabei haben statistische Angaben zur Kriminalität (auch wenn sie nur eine bedingt verlässliche Quelle darstellen) ebenso wenig Einfluss auf die Verbrechensfurcht wie die Entwicklung der durch Befragungen erhobenen eigenen Viktimisierung. Continue reading Judith Eckert – Gesellschaf in Angst? Zur theoretisch-empirischen Kritik einer populären Zeitdiagnose – Rezensiert von: Thomas Feltes



