Seth W. Stoughton, Jeffrey J. Noble, Geoffrey P. Alpert: Evaluating Police Uses of Force. New York, New York University Press, ISBN 978-1479814657, 326 S., ca. 55.- Euro
Polizeigewalt ist im Moment auch bei uns in aller Munde. Die Studie von Tobias Singelnstein hat im vergangenen Jahr für Aufsehen und Kritik (vor allem von Polizeigewerkschaften) gesorgt[1]. 3.375 Fälle von berichteter Polizeigewalt gingen in die Analyse ein, wobei ein Großteil der berichteten Fälle im Dunkelfeld blieb (weil nicht
angezeigt), also nicht zu einem Strafverfahren führte. In der Stichprobe ist das Dunkelfeld etwa sechsmal größer als das Hellfeld. Damit wären es ca. 12.000 Fälle von Polizeigewalt pro Jahr in Deutschland. Strafverfahren gegen Polizistinnen und Polizisten weisen dabei eine auffallend hohe Einstellungs- sowie eine besonders niedrige Anklagequote auf – dies gilt übrigens auch für die USA (S. 60). Das hier besprochene Buch liefert eine gründliche und wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas und gibt Hinweise, wie man Polizeigewalt evaluieren kann. Continue reading Seth W. Stoughton, Jeffrey J. Noble, Geoffrey P. Alpert: Evaluating Police Uses of Force, rezensiert von Thomas Feltes
von Segregation, Eingrenzung und Isolation geprägt ist. Vor allem in Milieus der Mittel- und Oberschicht erscheint die Kindheit als räumliche Krise, in der Kinder im Namen des Schutzes bevormundet und entmachtet werden. Claudia Mock stützt sich auf generationenübergreifende Biografien und mentale Landkarten aus Nairobi und Berlin, um aufzuzeigen, wie sich Sicherheitsdiskurse mit bürgerlichen Werten und Architekturen verflechten und die Kindheit in diesen Städten seit 1960 auf überraschend ähnliche Weise neugestalten.
werden oder warum bspw. bestimmte regionale Gebiete von Kriminalität stärker betroffen sind als andere. Dieser Band fasst die Forschungen von David Weisburd zu den „Hot Spots of Crime“ zusammen.
„Die große Hitze“ spielt, wie sollte es anders sein, im Los Angeles der ausklingenden1930er Jahre. Man begleitet Philip Marlowe durch seine Stadt und seine Zeit, „den Privatschnüffler mit dem unbestechlichen Blick und der trockenen Schlagfertigkeit“ (Else Laudan). Marlowe verabscheut Millionäre und sympathisiert mit Randständigen, bis hin zum gemeinsamen Alkoholexzess und dem Übernachten in der Ausnüchterungszelle der Polizei von Los Angeles.
besprochen, wo die „klare Sprache und die durchgängige kritische Kommentierung der Vorschriften des Jugendgerichtsgesetzes“ gelobt wurden. Gute Übersichten helfen, das JGG insgesamt besser zu verstehen. Der Kommentar ist daher auch zur Ergänzung in der jugendstrafrechtlichen Lehre zu empfehlen – aber primär natürlich für alle in der sog. Strafrechts“pflege“, die sich mit Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden beschäftigen.
„praxisorientierten Leitfaden“ versteht und „vor Ort ermittelnden Polizeibeamten, Juristen und Ärzten das Grundwissen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vermitteln“ soll.