Seth W. Stoughton, Jeffrey J. Noble, Geoffrey P. Alpert: Evaluating Police Uses of Force. New York, New York University Press, ISBN 978-1479814657, 326 S., ca. 55.- Euro
Polizeigewalt ist im Moment auch bei uns in aller Munde. Die Studie von Tobias Singelnstein hat im vergangenen Jahr für Aufsehen und Kritik (vor allem von Polizeigewerkschaften) gesorgt[1]. 3.375 Fälle von berichteter Polizeigewalt gingen in die Analyse ein, wobei ein Großteil der berichteten Fälle im Dunkelfeld blieb (weil nicht
angezeigt), also nicht zu einem Strafverfahren führte. In der Stichprobe ist das Dunkelfeld etwa sechsmal größer als das Hellfeld. Damit wären es ca. 12.000 Fälle von Polizeigewalt pro Jahr in Deutschland. Strafverfahren gegen Polizistinnen und Polizisten weisen dabei eine auffallend hohe Einstellungs- sowie eine besonders niedrige Anklagequote auf – dies gilt übrigens auch für die USA (S. 60). Das hier besprochene Buch liefert eine gründliche und wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas und gibt Hinweise, wie man Polizeigewalt evaluieren kann. Continue reading Seth W. Stoughton, Jeffrey J. Noble, Geoffrey P. Alpert: Evaluating Police Uses of Force, rezensiert von Thomas Feltes

eine der wichtigsten Aufgaben des 21. Jahrhunderts. 2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, die globale Durchschnittstemperatur lag erstmals 1,6°C über dem vorindustriellen Niveau. Der Klimawandel bedroht unsere natürliche Lebensgrundlage auf der Erde massiv. Und wo bleibt dabei das Strafrecht, das doch die Aufgabe hat, wichtige Rechtsgüter zu schützen?
Beschluss des Bundesrats, in dem die Bundesregierung gebeten wird, „zeitnah einen Gesetzentwurf zur administrativen Vermögensermittlung und zur Einziehung von Vermögenswerten unklarer Herkunft vorzulegen“ (Bundesrat 2026: 2). Das hier vorliegende Buch der sachleitenden Staatsanwältin in den Ermittlungsverfahren Cum/Ex u.a. erschien Ende 2025 und ist zum Zeitpunkt der Rezension bereits in der 5. Auflage erschienen. Unterstützt wurde Anne Brorhilker von der Autorin Traudl Bünger, die namentlich allerdings nicht auf dem Cover erwähnt wird.
von Doris Gercke erdacht, die jetzt vom Ariadne-Verlag mit einem wunderschönen kleinen Textband gewürdigt wird, der Gedichte und Kurzgeschichten enthält. Gercke war Mitte 2025 gestorben. In ihrer Vorbemerkung zu dem Band schreibt die Verlegerin und Lektorin
dem Umfeld der Thematik und des Projektes. Im Fokus der Analysen stehen neben der Diversität in den eigenen Reihen der Polizei auch die Nennung von Herkunftskategorien in der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit sowie die Bedeutung von Ausbildung und interkulturellem Training.