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Liza Cody. Die Schnellimbissdetektivin. Rezensiert von Thomas Feltes

Liza Cody. Die Schnellimbissdetektivin. Deutsch von Iris Konopik. Ariadne im Argument-Verlag, Hamburg 2024, 352 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-86754-275-3, 18,00 €

„Jedes Buch ein Geschenk, weil immer voll auf die Zwölf, unverschämt, subversiv und voller Wärme“ (Else Laudan). „Verglichen mit der Fastfood-Branche wirkt Polizeiarbeit manchmal wie Zuckerschlecken, bloß ohne Zucker“. Was taugt ein Buch, das von taz, SZ und FAZ gleichermaßen gelobt wird? Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Viel. Sehr viel. Unbedingt lesen! Continue reading Liza Cody. Die Schnellimbissdetektivin. Rezensiert von Thomas Feltes

Hubert Zimmermann, Militärische Missionen. Rechtfertigungen bewaffneter Auslandseinsätze in Geschichte und Gegenwart. Rezensiert von Thomas Feltes

Hubert Zimmermann, Militärische Missionen. Rechtfertigungen bewaffneter Auslandseinsätze in Geschichte und Gegenwart. Hamburger Edition HIS Verlagsges., Hamburg 2023, 488 Seiten, ISBN 978-3-86854-381-0, Print 40.- Euro, e-book 35,99 Euro

Im Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung ist diese umfassende Bestandsaufnahme militärischer Missionen erschienen. Missionen zielen nicht wie Kriege vornehmlich auf Vergeltung, Eroberung oder Machtgewinn, sondern auf die Herstellung kollektiver und individueller Sicherheit durch die Stabilisierung fremder Territorien – zumindest ist dies die Begründung für solche Einsätze. Was tatsächlich eine Rolle dabei spielt und wie die Diskussionen um solche exterritorialen militärischen Maßnahmen in den Staaten, die sie veranlassen, geführt werden, analysiert dieses Buch. Continue reading Hubert Zimmermann, Militärische Missionen. Rechtfertigungen bewaffneter Auslandseinsätze in Geschichte und Gegenwart. Rezensiert von Thomas Feltes

Maximilian Pichl: Law statt Order. Der Kampf um den Rechtsstaat. Rezensiert von Thomas Feltes

Maximilian Pichl: Law statt Order. Der Kampf um den Rechtsstaat. 260 S. ISBN 978-3-518-12837-4, edition suhrkamp 2837, Berlin 2024, 18.- Euro

Der Rechtsstaat ist in Gefahr. Diese Aussage hören wir zunehmend häufiger und vor allem nach spektakulären Straftaten – aber auch in Verbindung mit bestimmten politischen Aktionen wie Klimaprotesten oder Straßenblockaden – sofern sie nicht von Landwirten ausgehen. Bringen aber Straftäter oder „Asphaltkleber“ tatsächlich den Rechtsstaat in Gefahr oder ist er nicht aus einer anderen Richtung bedroht? Dieser Frage geht Maximilian Pichl in seiner kleinen aber feinen (s. dazu unten im „Nachtrag“) Studie nach. Continue reading Maximilian Pichl: Law statt Order. Der Kampf um den Rechtsstaat. Rezensiert von Thomas Feltes

Meier/Rössner/Trüg/Wulf/Bannenberg/Bartsch: Jugendgerichtsgesetz. Handkommentar. Rezensiert von Thomas Feltes

Meier/Rössner/Trüg/Wulf/Bannenberg/Bartsch: Jugendgerichtsgesetz. Handkommentar. Nomos-Verlag Baden-Baden, 3. Auflage 2024, 944 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8487-7419-7, 119.- Euro.

Wieder einmal „explodiert die Gewalt unter Jugendlichen und Migranten“, wie die Zeitung mit den großen Buchstaben Mitte März 2024 titelte. Grundlage für den strafrechtlichen Umgang mit den Tatverdächtigen ist das Jugendgerichtsgesetz, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird. Vor dem Hintergrund der aktuell (angeblich) ansteigenden Jugendkriminalität und der damit wieder einmal verbundenen Forderungen nach Herabsetzung der Strafmündigkeitsgrenze oder anderer „Verfahren“ gegen unter 14-jährige ist es wichtig, dass ein aktueller Kommentar verfügbar ist. Continue reading Meier/Rössner/Trüg/Wulf/Bannenberg/Bartsch: Jugendgerichtsgesetz. Handkommentar. Rezensiert von Thomas Feltes

Hauffe: Die Leere im Zentrum der Tat. Eine Soziologie unvermittelter Gewalt. Rezensiert von Thomas Feltes

Tobias Hauffe, Die Leere im Zentrum der Tat. Eine Soziologie unvermittelter Gewalt. Hamburger Edition 2024, 208 S., gebunden, ISBN 978-3-86854-380-3, 35.- Euro (digital 31,99 Euro)

Immer wieder sorgen Straftaten für Aufmerksamkeit, die „man“ sich nicht erklären kann: Die Tat „passt“ nicht zum Täter, der Täter kann selbst nicht erklären, was mit ihm geschah oder was er tat, er war zuvor noch nie strafrechtlich auffällig geworden. Vier Fälle versuchten Totschlags, die keine gewaltsame Vorgeschichte haben, in denen die Konfrontationen im Kontext alltäglicher Konfliktsituationen stattfinden und die sich nicht zufriedenstellend erklären lassen. Sie sind der Ausgangspunkt der Studie. Continue reading Hauffe: Die Leere im Zentrum der Tat. Eine Soziologie unvermittelter Gewalt. Rezensiert von Thomas Feltes